F4 Schwaigern

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Wolfgang Helming - Tief verbunden | ER:FÜLLT - Leben in der Tiefe (Teil 5 von 6)

Die Episode thematisiert die Bedeutung der Verbundenheit im Glaubensleben und wie Krisen die Beziehung zu Gott stärken können. Nähe erfordert Zeit und Engagement, getragen von Gottes Liebe und Gnade.

13.05.2026 28 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Tief verbunden | ER:FÜLLT - Leben in der Tiefe (Teil 5 von 6)
 

In dieser Episode spreche ich über das Thema der tiefen Verbundenheit, die einen wesentlichen Bestandteil unseres Lebens im Glauben darstellt. Diese Verbundenheit ist nicht nur eine emotionale Anbindung, sondern umfasst auch eine spirituelle Dimension, die uns mit der weltweiten Gemeinde Christi durch den Heiligen Geist verbindet. Ich reflektiere darüber, wie diese Verbundenheit in unserer heutigen, hektischen Zeit oft an die zweite Stelle gedrängt wird und wir uns stattdessen von den vielen Anforderungen des Alltags ablenken lassen.

Die tiefere Erkenntnis, dass Verbundenheit mehr bedeutet als nur eine Oberflächlichkeit, wird immer relevanter. Wir neigen dazu, unsere Beziehungen durch physische Präsenz oder technische Kommunikation zu definieren, während es beim Glauben um eine innige Verbindung zu den Geschwistern in Christus geht. Diese wahre Gemeinschaft erfordert Investition in Zeit und Emotion, die wir oft vernachlässigen, weil unser Alltag voller Verpflichtungen ist.

Ich erinnere an die Herausforderungen, die damit verbunden sind, echte Nähe zu schaffen – sowohl zu Gott als auch zu unseren Mitmenschen. Es ist eine aktive Entscheidung, die tiefere Beziehung zu suchen und die Welt um uns herum hinter uns zu lassen. Oft haben wir nicht den Mut, uns wirklich auf das einzulassen, was Gott für unser Leben vorbereitet hat. Stattdessen sind wir beschäftigt, den täglichen Anforderungen nachzukommen, was zu einer oberflächlichen Beziehung führt, die uns nicht die Kraft gibt, die wir brauchen.

Im weiteren Verlauf diskutierte ich persönliche Erfahrungen und wie mein Glaube und meine Verbindung zu Jesus über die Jahre gewachsen sind. Ich teile Geschichten, wie ich durch Krisen in meiner Ehe und in meinem Glaubensleben hindurchgegangen bin, und wie diese Prüfungen letztlich meine Verbundenheit mit Gott vertieft haben. Die Bereitschaft, Herausforderungen gemeinsam mit Gott anzugehen, bietet nicht nur Stabilität, sondern fördert auch ein reifes Glaubensleben.

Zusammengefasst ist die tiefere Verbundenheit ein Prozess, der Zeit und Geduld erfordert. Sie geschieht nicht über Nacht, sondern ist das Ergebnis von ständigen Entscheidungen, die wir im Licht unseres Glaubens treffen. Ich ermutige dazu, den Mut zu haben, immer wieder auf Jesus zuzugehen und in der Gemeinschaft mit anderen Christen zu wachsen. Letztlich ist es die Liebe und Gnade Gottes, die uns in den herausforderndsten Zeiten hält und uns das erfüllte Leben schenkt, das wir uns wünschen.

Das und mehr erzählt uns Wolfgang Helming

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Transkript

Genau, da sind wir. Einen wunderschönen guten Morgen auch von meiner Seite allen hier in R4 und all denen, die am PC oder wo auch immer mit uns verbunden sind. Und ja, das Thema erfüllt Leben in der Tiefe und bei mir ist es tief verbunden. Verbunden sind wir weltweit mit der Gemeinde Christi, das stimmt. Aber tief sind wir mit ihnen vielleicht nicht verbunden. Wir sind verbunden durch den Heiligen Geist, durch das, an was wir glauben. Das ist alles richtig, aber die Tiefe vielleicht nicht wirklich so. Was heißt verbunden?
Speaker1
00:01:08
Kann man das lesen?
Wolfgang Helming
00:01:10
Ist das zu klein? Zu klein. Verbunden sein beschreibt einen Zustand enger emotionaler Bindung zu Personen, Gruppen oder dem eigenen Selbst. Geprägt von Vertrautheit und Zusammengehörigkeit. Es bedeutet, präsent zu sein, Nähe zu spüren, auch zu sich selbst und sich nicht isoliert zu fühlen. Zudem kann es Dankbarkeit oder auch eine technische Verbindung implizieren. Ich bin mit dem Internet verbunden, zum Beispiel. Christen sind durch den Heiligen Geist miteinander verbunden weltweit, ich sagte es schon, und wir fühlen uns auch mit den verfolgten Geschwistern immer wieder verbunden. So sagen wir es in den Gebetsversammlungen. Und es stimmt auch. Aber das ist eine etwas oberflächliche Verbundenheit, weil es fehlt auch die Nähe. Und wir können auch zum Teil uns nicht vorstellen, was verfolgte Geschwister wirklich erleben müssen und durchhalten müssen. Davon haben wir hier, sorry wenn ich das so sage, keinen blassen Schimmer. Dafür geht es uns viel zu gut. Das heißt nicht, dass wir jetzt auf einmal was anderes suchen sollen. Wir sollen dankbar sein für das, was wir haben. Aber eine tiefe Verbundenheit in den Gemeinden in Deutschland, also in Deutschland selber, dass wir sagen, wir freuen uns über die und die Gemeinde. Wir sind mit ihnen verbunden. Es ist auch keine tiefe Verbundenheit. Ich freue mich, hier zu sein und ich bin mit den Geschwistern verbunden. Aber Bad Wünfen ist meine Gemeinde, in die ich eigentlich gehe. Da habe ich halt engere Verbindungen. Ist was anderes. Innerhalb der Ortsgemeinde haben wir hier Geschwister, mit denen man tief verbunden ist. Ich wünsche es euch, dass es so ist. Aber es ist die Frage in unserer heutigen Zeit, wir haben es vorhin schon gehabt, kurz angesprochen. Wir sind so beschäftigt. Wir haben so viel zu tun immer. Der Tag ist so voll und die Woche so kurz. Und dann besucht man Geschwister, mit denen man sich doch verbunden fühlt und sagt.
Speaker2
00:03:28
Es war ein schöner Tag.
Wolfgang Helming
00:03:30
Also das müssen wir unbedingt wiederholen. Das machen wir, oder? Und ehe man sich's versieht, denkt man, boah, ist das schon ein Jahr her, wo wir das letzte Mal hier waren? Kann doch gar nicht sein. Die Zeit ist so schnell vergangen, so viele Termine, so viele Aktionen. Ich glaube nicht, dass es das ist, was Gott wirklich will. Der Feind hat es geschafft, der Gemeinde richtig Druck zu machen. Wir müssen mitmachen in der Welt, im Job, in der Nachbarschaft, Freunde. Wir haben so viele Termine. Die Kinder werden kutschiert von einem Termin ins andere. Man hat keine Zeit.
Speaker2
00:04:11
Und wenn dann
Wolfgang Helming
00:04:12
Noch einer kommt spontan und will vorbeikommen, jemanden besuchen, das ist fast wie ein Horror. Wo geht sowas noch? Mach das mal, klingel doch mal heute Nachmittag bei jemandem zu Hause, ob er ein bisschen Zeit hätte. Da musst du Glück haben, da musst du den gut kennen. Also wir haben das früher immer gesagt, meine Frau, nicht spaßeshalber. Vier Kinder und zwei Hunde. Wenn wir irgendwo eingelaufen sind und haben den VW-Bus aufgemacht, da war Panik. Das war gut vorbereitet, sowas. Das ging nie spontan. Und wenn wir Freunde haben in der Gemeinde, was sind das für Themen, die wir haben? Worum geht es da? Um unsere Situation in Deutschland oder um biblische Themen?
Speaker2
00:04:59
Machen wir das?
Wolfgang Helming
00:05:00
Nicht zu weit? Neul zurück? Genau. Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Von ihm aus wird der ganze Leib zusammengefügt und zusammengehalten durch jede Verbindung, die den Leib nähert, mit der Kraft, die einem jedem Teil zugemessen ist. So wächst der Leib und erbaut sich selbst in der Liebe. Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe. Paulus schreibt den Ephesern, wir sollen wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken. Zu wem hin? Zu Christus. Das heißt, die tiefe Verbundenheit, die können wir nicht machen. Das kann uns der Herr schenken. Er steht da und wartet auf uns mit seiner Liebe. Und je näher wir uns zu ihm hingezogen fühlen, je mehr wir die Nähe zu ihm suchen, umso tiefer ist die Verbundenheit. So, wo wir dahin gucken, da kommt gleich so das Wasser mit meinem kleinen Tauchboot, mit meinem U-Boot. Wenn ich nicht in der Tiefe des Wassers wäre, bräuchte ich das ja gar nicht, oder? Wenn ich da drin stehen könnte, in diesem Wasser, bräuchte ich das U-Boot nicht. Es heißt, wenn ich dann, je mehr die Verbundenheit wächst, zu Gott hin, zu Jesus hin, umso ruhiger wird es um mich herum. Im tiefen Meer, da passiert zwar manches, aber es ist relativ still. Das Gegenteil von der Welt. Die Welt ist laut, lärmend und fordernd. Das passiert in der Gegenwart Christi nicht. Da habe ich Ruhe. Da kann ich tanken. Da kann ich Kraft schöpfen für das, was mich jeden Tag erwartet. Eben ein Leben, das nicht in der tiefe Verbundenheit gelebt wird. Die Welt kennt sowas gar nicht.
Speaker2
00:06:58
Die Welt braucht es auch nicht.
Wolfgang Helming
00:07:00
Die Welt ist schnelllebig. Da muss man immer wieder was Neues haben. Immer wieder was Neues geboten bekommen. Verbunden sein, tiefe Verbundenheit, das ist ein Wachstumsprozess. Der geschieht nicht von heute auf morgen. Wer zu Jesus findet und frisch bekehrt ist, der ist erstmal euphorisch begeistert.
Speaker2
00:07:25
Ich würde sagen, das
Wolfgang Helming
00:07:27
Ist ein Feuer, das schnell entzündet wird. Aber das hat keine tiefe Verbundenheit. Da ist keine tiefe Verbundenheit mit Jesus.
Speaker2
00:07:35
Also wenn ich von mir ausgehe,
Wolfgang Helming
00:07:37
War es das nicht. Ich fand es toll, dass ich nicht mehr Alkohol trinken musste. Ich fand die Gemeinschaft mit den Geschwistern gut. Tiefe Verbundenheit. Ich habe die Bibel nicht verstanden. Fast nix. Römerbrief. Ich weiß nicht, wie lange ich den gelesen habe und wie oft ich die ersten Verse gelesen habe. Ich habe keine Ahnung, bis ich irgendwann verstanden habe, wovon der überhaupt quatschte. Sorry, das ist der Ausdruck, aber ich habe es nicht begriffen. Tiefe Verbundenheit sieht etwas anders aus.
Speaker2
00:08:08
Und wenn wir tief
Wolfgang Helming
00:08:09
Verbunden sein wollen mit dem.
Speaker2
00:08:11
Herrn,
Wolfgang Helming
00:08:13
Dazu gibt es auch gewisse Voraussetzungen. Komm schon, da haben wir ihn doch. Jakobus 1, Vers 27. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der, die Weisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten. Den ersten Teil lassen wir, der zweite ist viel wichtiger, von der Welt unbefleckt halten, Weil das ist die Voraussetzung, dass ich mit Jesus eine tiefe Verbundenheit habe, wenn ich der Welt den Rücken kehre. Wir können das nicht immer, das ist mir schon klar. Aber ich stelle eins fest, je älter ich werde, umso mehr erkenne ich, ich brauche die Welt überhaupt nicht. Ich muss manches machen, klar. Ich bin auch noch im Arbeitsleben und so meine Frau auch.
Speaker2
00:09:00
Alles richtig.
Wolfgang Helming
00:09:02
Aber ich versuche so wenig wie möglich, mich mit der Welt auseinanderzusetzen. Weil die ist nicht gut. Die tut mir nicht gut. Die tut meinem Glaubensleben nicht gut. Und wenn ich mit Jesus verbunden sein will, dann sollte ich schauen, dass ich mich von der Welt abwende. Und dann entsteht auch vielleicht auch noch eine größere Sehnsucht zum Wort Gottes hin. Wir sind in unserer heutigen Welt gefordert, mehr als viele Christen vielleicht früher. Wenn die früher Landwirtschaft gehabt haben, dann haben die gearbeitet und nicht nur acht Stunden, sorry, das waren auch vielleicht nicht zehn, das waren vielleicht noch mehr Stunden am Tag. Und da gab es auch nicht unbedingt ein freies Wochenende. Aber die waren nicht so gefordert, was das andere drumherum betrifft, so wie wir heute. Die Kinder haben mitgeholfen zu Hause. Die waren nicht in irgendwelchen Vereinen beschäftigt oder ständig irgendwo anders, wo man hin muss, wo es wichtig ist, dass die Kinder da sind. Die haben geholfen und haben dadurch gelernt, was es heißt zu arbeiten. Das ist wichtig, viel wichtiger wie manch anderes in der heutigen Zeit. Wer dem Zeitgeist folgt, wer der Weltraum gibt, wird diese Verbundenheit so nicht erleben können, wie es nötig ist, um auch wirklich zu verstehen manches, was einem im Leben passiert. Wir lesen im 2. Timotheus 4, Vers 10. Demas hat mich verlassen und diese Welt liebgewonnen. Das steht nur bei ihm. Bei den anderen steht nur, wo sie hingegangen sind. Aber nur bei Demas steht, er hat die Welt liebgewonnen. Was heißt das? Ist er jetzt verloren? Hörlö? Wohl nicht. Aber er hat sich von Paulus abgewandt, von dem Weg, den Paulus gegangen ist, den andere Christen auch gegangen sind und hat die Welt lieb geworden. Woran liegt das? War ein schwacher Glauben, hat er keine Lust mehr gehabt. Es gibt so viele Möglichkeiten, warum er sagen kann, dass Demas die Welt lieb gewonnen hat. Aber eins ist sicher, eine tiefe Verbundenheit hatte er nicht mit dem Herrn.
Speaker2
00:11:24
Sonst hätte er das nicht gemacht.
Wolfgang Helming
00:11:27
Als ich in die Gemeinde gekommen bin, damals in Kiel, war eine Pfingstgemeinde, waren ungefähr 160 Leute, Besucher in der Gemeinde. Ich hatte einen Sonntag, ich hatte einfach keinen Bock. Mir ging es nicht gut und ich wollte nicht. Ich bin zu Hause geblieben. »Nah mir das, klingelt das Telefon. Meine Vermieterin Wolfgang, für dich war der Pastor dran. Wolfgang, du warst heute im Gottesdienst, warum nicht?« »Das war cool. Jetzt kann man sagen, was geht denen das an? Das ist ja übergriffig. So was macht man nicht. So redet die Welt.«. Weil wir sollten uns freuen, wenn das jemand macht für uns. Das hat mit Kontrolle nichts zu tun gehabt, sondern das war einfach seine Fürsorge. Ich war gerade gläubig geworden. Und meine Gemeinde, die haben alle gewusst, wer ich bin. Da konnte ich nicht untergehen. Es waren 160 Leute, aber wir waren, damals war das zumindest so, wir waren alle in Hauskreise angeschlossen. Es gab für alle Gemeindemitglieder, die waren alle in irgendeinem Hauskreis, Wir hatten, glaube ich, damals zehn, zwölf Hauskreise. Als ich später Hauskreisleiter war, haben wir jeden Freitag Sitzung gehabt, die Hauskreisleiter, und haben sich Gedanken gemacht über das, was in den Hauskreisen passiert oder welche Themen wir noch machen sollen und, und, und. Und haben uns darüber ausgetauscht, weil wir nicht wollten, dass einer zurückbleibt. Das war wichtig. Und deswegen auch dieser Anruf, das war etwas, wo ich sage, im Nachhinein, es war super, dass er das gemacht hat. Es hat mich vielleicht abgehalten, das einreißen zu lassen, wenn es mir mal nicht gut geht, zu Hause zu bleiben. Heutzutage mit unseren technischen Hilfsmitteln ist das einfacher.
Speaker2
00:13:11
Da kann man sagen, man sitzt vor dem Bildschirm.
Wolfgang Helming
00:13:14
Da kommt man nicht. Das fällt nicht auf. Bei uns damals war das etwas anders. Wenn einem das wichtig ist mit dem Herrn, dann ist man bereit, Dinge auch auf sich zu nehmen. Dinge nicht zu machen, wo man es machen könnte. Wilhelm Busch hat einmal gesagt, es hat ihn erstaunt, wie manche Leute ihr Glaubensleben, bevor sie sich denn entscheiden, zu fragen, ob sie dies noch dürfen oder ob sie jenes noch dürfen. Anstatt sich zu freuen, dass Gott sich um sie bemüht und die Hände hinstreckt und sagt, ich habe dich lieb, ich will dich erretten, da kümmert man sich lieber darum, was man noch darf und was man nicht darf. Was hat das mit Bekehrung zu tun? Je länger man dem Herrn folgt, zumindest kann ich das von mir sagen, umso wichtiger ist mir die Gemeinschaft mit dem Herrn. Umso wichtiger finde ich es, mit ihm jeden Morgen den Tag eigentlich zu beginnen. Das war auch nicht immer so. Wir haben immer gesagt, so mit den Kindern, vier Kinder, mit denen haben wir morgens Andacht gemacht. Ob das immer alles so richtig war, weiß ich nicht. Aber die haben morgens ab 6.30 Uhr oder so, haben wir Andacht gemacht morgens, vor Frühstück. Jeden Morgen. Und ich glaube nicht, dass es ihnen geschadet hat. Mit Sicherheit nicht. Manche sehen das anders, aber für uns war es wichtig, das zu tun. Sie sollten das Wort Gottes kennenlernen. Und wir machen das heute noch. Wir haben jeden Morgen unsere Zeit, wo wir Andacht machen und beten. Und ich denke, das ist wichtig, weil auch da entsteht eine Verbundenheit mit dem Wort Gottes, aber auch mit dem Partner.
Speaker2
00:15:03
Weil auch das ist ja eine tiefe Verbundenheit.
Wolfgang Helming
00:15:06
Tiefe Verbundenheit gibt es unter Menschen genauso, wie es die zu Jesus gibt, zu Gott. Und ich denke, als Ehepaar sind wir, das ist ein gutes Beispiel, was es bedeutet, tief verbunden zu sein.
Speaker2
00:15:22
Wenn man verheiratet ist.
Wolfgang Helming
00:15:26
Zuerst noch, was die Versammlungen betrifft. Das ist auch so. Ich habe das mal auf. Eine Bibelstelle dazu. Wo habe ich sie? Habe ich sie doch nicht mehr? Habe ich sie rausgeschmissen? Nee, eigentlich nicht. Da steht sie. Und nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen. Können wir tatsächlich heute das einfach so sagen? Wir dürfen die Versammlung nicht verlassen, wir müssen jeden Sonntag hier sein. Geht das? Ist das nicht Zwang.
Speaker2
00:16:02
Wenn man sagt,
Wolfgang Helming
00:16:03
Jeden Sonntag im Gottesdienst, hier in der Ortsgemeinde? Es gibt vielfach keine Chöre mehr in den Gemeinden, weil es nicht möglich ist, jeden Sonntag mit einem Chor hier zu stehen und Lieder zu singen. Man so viel andere Sachen noch macht und nicht nur für die Gemeinde da ist. Die meisten, denke ich, die jeden Sonntag hierher kommen, die machen sich da überhaupt keine Gedanken, dass das nicht unbedingt selbstverständlich ist, dass man jeden Sonntag in den Gottesdienst geht. Es gibt genügend andere, die das anders handeln und handhaben und es für sie auch in Ordnung ist. Jeder steht und fällt seinem Herrn. Aber tiefe Verbundenheit bedeutet, dass es mir absolut wichtig ist und dass Gott, dass Jesus die absolut erste Priorität hat. Und wenn es heißt, wir versammeln uns Sonntags zum Gottesdienst, dann versammeln wir uns Sonntags zum Gottesdienst. Punkt. Keine Fragezeichen, nichts. Denn kommt man hierher oder wo man in der Gemeinde zu Hause ist. Das gilt logischerweise auch für andere Sachen, die die Gemeinde betreffen, ob das Hauskreis ist oder die Gebetsversammlung. Es ist immer schwierig. Ich bin jemand, der auch nicht immer da ist. Ich habe auch noch meinen Job. Ich muss sonntags arbeiten. Ich kann nicht unbedingt sonntags, aber wenn ich kann, dann bin ich eigentlich schon im Gottesdienst. Hier oder in Bad Wimfen oder wo auch immer ich vielleicht eingeteilt bin. Aber ich gehe, wenn es möglich ist, sonntags in den Gottesdienst. Das ist für mich absolut wichtig. Das sollte jedem wichtig sein und ich denke, das ist auch den meisten klar. Ich mit dieser tiefen Verbundenheit meinen Weg mit dem Herrn gehe, dann darf ich sicher sein, dass er mich trägt.
Speaker2
00:17:57
Auch in Zeiten, wo es nicht gut läuft. Und dann habe ich auch nicht das Problem vielleicht,
Wolfgang Helming
00:18:03
Ich habe das am Dienstag erlebt, Ich sagte, ich will es kurz erwähnen, ich bin am Dienstag, habe ich ein Auto geschrottet, dummer Reise, Mainz und das war eigentlich wichtig, dass ich das habe und das habe ich jetzt nicht mehr. Und es ist total Schaden. Ich kann von Glück reden, dass mir nichts passiert ist. Das Dach, wenn man die Bilder sieht, das war ein absoluter Horrortrip. Und ich habe dann da gesessen im Auto und habe mir das angeguckt, wie die Scheibe so langsam auf mich zukommt. Und dann gesagt, hä, was wird das jetzt? Und ich habe mit einer Glaubensschwester darüber gesprochen und habe gesagt, es gibt zwei Möglichkeiten. Ich habe es auch zum Mal gesagt. Ich kann mich jetzt hinschauen und sagen, Gott, wieso machst du das? Du bist doch allmächtig, das hat zu verhindern können, bla bla. Also man hätte jetzt zehn Minuten lang sich darüber auslassen können oder, so bin ich nicht unbedingt, nicht mehr, das hätte ich vielleicht früher gemacht, aber heute habe ich gesagt, gut Herr, dann überleg du jetzt bitte eine Lösung, weil wir brauchen eine Lösung.
Speaker2
00:19:02
Weil das geht nicht mit einem Auto, das funktioniert nicht. Jetzt bin ich mal gespannt,
Wolfgang Helming
00:19:07
Was Gott vorhat. Jetzt müssen wir mal gucken. Aber ich war im ersten Moment fertig. Ich habe da gesessen, wie die Scheibe da auf mich zukam und im Glas dann da gehockt. Ich habe gedacht, das war jetzt wirklich definitiv nicht das, was ich geplant hatte. Mein Tag fing so schön an. Planung durchstrukturiert bis abends. Und es war morgens um Viertel nach acht alles erledigt. Das ganze Ding konntest du vergessen. Der Tag war anders. Aber auch da habe ich gedacht, gut, dann ist es halt so. Das kann man halt nicht verhindern, wenn es so sein soll. Und jetzt will ich noch was sagen, was diese Verbundenheit betrifft. Ich lese die Stelle aus dem ersten Buch Mose, ich glaube, davon steht was anderes.
Speaker2
00:19:51
Darum wird Mann,
Wolfgang Helming
00:19:52
Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen und sie werden sein ein Fleisch. An seinem Weibe hangen. Viele denken, der Mann und dann die Frau. Nee, die Frau und der Mann, so muss man das richtig sagen. An dem Weibe hangen, das hat was zu bedeuten. Da könnte ich jetzt eine eigene Predigt sogar machen, aber das machen wir heute nicht. Aber es ist hochinteressant, wenn ich dann eine tiefe Verbundenheit habe mit dem Herrn und mit meiner Frau, das geht nur zusammen. Wir waren sechs Jahre verheiratet ungefähr, ja, sechs Jahre, und die Ehe war kaputt. Die war am Ende. Und wir haben überlegt, ob wir uns trennen oder nicht. Ich bin dann ins Krankenhaus, bin dann Krebs operiert worden. Und der Tag danach, ich bin aus dem Krankenhaus entlassen, Strahlentherapie, Anschluss, Heilbehandlung und als ich von da zurückkam, hatten wir den größten Krach unserer Ehe überhaupt, direkt an dem Tag. Und es war die Frage, packe ich die Koffer aus oder gehe ich gleich weiter? Wir haben uns Hilfe geholt von außen und die hat uns dann erstmal erklärt, dass wir uns sehr albern verhalten und dass wir eigentlich keine Probleme haben, die machen wir uns so selber. Dank dieser Frau und dem Herrn sind wir heute noch zusammen. Wir haben dann festgestellt.
Speaker2
00:21:20
Die Frau hatte recht.
Wolfgang Helming
00:21:23
Und dank dem Herrn sind wir heute noch zusammen. Und wir haben auch gelernt, anders miteinander umzugehen. Und diese Bindung ist halt immer tiefer geworden, weil wir auch mit Jesus so viel erlebt haben, auch danach. Das hält einen zusammen. Und es ist so, wenn man so zwei Hände nimmt und die aneinander legt, die kann ich so auseinandernehmen, ist kein Problem. So waren wir am Anfang. Es hat oft geknallt. Ach, im ersten Jahr, ich glaube jeden Tag mehrfach, ich weiß nicht. Wir haben uns nur gestritten.
Speaker2
00:22:00
Horror.
Wolfgang Helming
00:22:01
Aber wenn man dann tatsächlich zusammenwächst, das geht nicht so einfach weg. Da kann man nicht einfach so auseinanderziehen. Und wenn dann noch Jesus dabei ist, dann geht es gar nicht mehr auseinander. Dann bleibt man zusammen. Und das ist dann auch eine Verbundenheit, die wir dann haben, die sonst die Welt nicht kennt. Ich weiß nicht, wie oft meine Frau und ich uns, was haben wir uns gefetzt in den ersten Jahren? Auch danach. Wir wollen nicht sagen, dass das nicht passiert. Ich habe einen Ehepaar erlebt, da hat sich der Mann mit über 90 beschwert. Sie schlägt mich immer. Das haben sie gemacht. Da waren sie schon über 40 Jahre verheiratet. Also ich bin jetzt über 30 Jahre verheiratet, hier sitzen sicherlich noch welche, die auch länger verheiratet sind als 30 Jahre, die wissen, dass das Höchstwahrscheinlichkeit mit Schläge jetzt nicht, aber ich glaube, dass die Diskussionen trotzdem noch da sind und dass man denkt, das muss doch irgendwann mal aufhören. Mir gedacht, nee, solange wir Mann und Frau sind, hört das nicht auf. Aber ist halt so. Trotzdem ist da eine Verbundenheit, die kann uns keiner nehmen, weil auch da der Herr dabei ist, der Heilige Geist und der uns auch führt und leidet. Und wenn man sich immer wieder aufs Neue darauf hin, immer wieder auf den Grund stellt, auf Jesus Christus und sich auch entsprechend ausrichtet auf den Herrn, dann hat man auch die Kraft und auch die Liebe füreinander, um das durchzuhalten. Und das ist tiefe Verbundenheit.
Speaker2
00:23:37
Das geht nicht oberflächlich.
Wolfgang Helming
00:23:39
Das geht auch nicht, wenn man, so wie manche, was weiß ich, nur Wochenendehe. Wir haben uns noch nie gestritten. Ja, logisch, wenn man so weit auseinander ist, kann man sich auch nicht streiten. Dann braucht man das auch nicht. Dann funktioniert sowas logisch. Das ist kein Thema. Aber wenn man immer eng zusammen ist und viel zusammen macht, als Gideon-Geschwister, wer weiß, was Gideons sind, Gideon-Dienste machen wir zusammen als Ehepaar. Da ist man immer zusammen, wenn man unterwegs ist. Da geht nicht der eine so, der andere so, sondern wir machen viel zusammen. Und wenn meine Frau und ich nicht wenigstens einmal am Tag miteinander reden, garantiere ich, das knallt. Dauert nicht lang. Da gibt es Stress. Weil man halt so unterschiedlich denkt und man muss das miteinander abstimmen. Aber das hat was mit der Verbundenheit zu tun, die man hat. Das schenkt Jesus. Das ist etwas...
Speaker1
00:24:31
Wächst.
Wolfgang Helming
00:24:32
Deswegen geht es nicht von Anfang an. Wenn mal einer sagt, Anfang der Ehe, wir haben uns noch nie gestritten, da erzielen Glückwunsch, dann warten wir mal ab. Das kommt von ganz alleine. Bei uns war das gleich am Anfang. Gut, wir kannten uns ja auch nicht. Wenn wir geheiratet haben, haben wir vielleicht, wenn man die Zeit zusammenrafft, zwei Wochen zusammen. Länger nicht.
Speaker2
00:24:52
Und dann haben wir geheiratet.
Wolfgang Helming
00:24:54
Ich war 33, meine Frau 31. Die Obdachlosigkeit, die Zeit immer am Alkohol, das macht was mit einem. Das macht einen hart, weil man selbst sehr viel Härte erlebt hat. Und dann braucht man sich nicht wundern, wenn es knallt.
Speaker2
00:25:10
Und meine Frau, die hat auch nicht gelernt,
Wolfgang Helming
00:25:12
Wann man ruhig sein sollte. Damals nicht. Heute ist das anders. Aber ich habe es nicht verstanden und dann gab es immer wieder Stress. Immer wieder, immer wieder, immer wieder. Und heute müssen wir schon lächeln. Wenn einer anfängt zu quaken oder so, dann weiß man schon, in welche Richtung das geht und dann kann man gegensteuern und dann ist das alles nicht mehr halb so. Das ist alles halb so. Streit halten wir uns mittlerweile nicht mehr lang. Früher war es ein Tag, das gibt es in Stunden nicht mal. Weil wir wissen, wir wissen ganz genau, bei Problemen ist es anders. Man streitet sich um Kleinigkeit, nicht um Probleme. In Problemen wächst man zusammen. Und das wünsche ich uns, dass wir mit dem Herrn unsere Probleme klären und zu ihm kommen und diese Verbundenheit auch da erleben dürfen dann. Weil er ist derjenige, der uns wirklich durchträgt. Und er ist derjenige, der uns die Kraft schenkt und die Liebe schenkt. Jeden Tag, jeden Tag immer wieder aufs Neue. Für die Frau, für die Kinder, für Nachbarn, die vielleicht nicht so nett sind. Und trotzdem wollen wir sie lieb haben und wollen für sie beten, dass sie den Herrn kennenlernen. Leben ist mithilfe des Herrn nicht unbedingt einfacher, aber ist auf jeden Fall bereichernder und spannend und abwechslungsreich. Das habe ich jetzt ja wieder erleben dürfen. Also wir dürfen sicher sein, dass wenn wir uns wirklich darauf einlassen, mit ihm in tiefer Verbundenheit zu leben, dass das auch ein erfülltes Leben ist. Und das wünsche ich uns hier und auch in einem Bildschirm von ganzem Herzen. Nicht nur für ein paar Tage, sondern wirklich ständig und immer. Amen. Ich möchte beten. Herr Jesus Christus, ich möchte danken. Danken für dein Wort. Danken dafür, dass du es möchtest, dass wir erfüllt leben und dass wir mit dir tief verbunden sind. Und du kannst diese Verbundenheit uns schenken. Wenn wir uns an dich halten, wenn wir uns daran festhalten, dass du es bist, dem alles, wirklich alles untertan ist und der alles in seiner Hand hat. Wir dürfen uns dir anvertrauen und dürfen sicher sein, dass du nur Liebesabsichten mit uns hast. Und wir wollen dir danken dafür, für diese Liebesabsichten und danken dafür, dass alles, was du machst, auch wirklich uns dann letztendlich auch zum Besten dienen soll. Wenn wir dann im Aufblick zu dir unser Leben gestalten, schenk du Gnade dazu, jeden Tag aufs Neue. Wir wollen dich loben und preisen, wollen dir danken, dass du das wirken möchtest. Amen.