F4 Schwaigern

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TIME-OUT Ladies Night | Julia Dubowy

Julia Dubowy ermutigt in ihrem Vortrag Frauen, ihre Talente zu entfalten und Chancen zu ergreifen. Sie teilt persönliche Erfahrungen, gibt praktische Tipps und lädt zur Reflexion über persönliche Ziele ein.

13.01.2026 46 min F4 Schwaigern, Julia Dubowy

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

In diesem Vortrag von Julia Dubowy geht es um das Thema „Mutig investieren statt vergraben: Talente entfalten und Chancen ergreifen“. Die Referentin stellt sich zu Beginn vor und berichtet von ihrem Lebensweg sowie den verschiedenen beruflichen Stationen, die sie durchlaufen hat. Von ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre bis hin zur Gründung mehrerer Unternehmen teilt sie Erkenntnisse und Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg gemacht hat. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Idee, dass jeder Mensch mit einzigartigen Talenten ausgestattet ist, die es wert sind, erkannt und genutzt zu werden. Sie beginnt mit dem Gleichnis der Talente aus der Bibel und zieht Parallelen zu den Lebensrealitäten der Zuhörerinnen. Dabei definiert sie, was ein Talent ausmacht – eine Fähigkeit oder Stärke, die in einem Menschen angelegt ist und anderen einen Wert bieten kann. Dubowy personalisiert die Darstellung der Talente durch fiktive Charaktere, die verschiedene Arten von Talenten und Ansätzen zur Nutzung dieser Talente verkörpern. Sie spricht über die Herausforderungen, die Frauen in Bezug auf ihre Talente oft erleben, und thematisiert die inneren und äußeren Widerstände, die sie daran hindern, Chancen zu ergreifen. Die Referentin gibt praktische Tipps, wie man seine eigenen Talente herausfinden kann und wie wichtig es ist, in Bewegung zu kommen und Risiken einzugehen, um persönliche Wachstumschancen zu nutzen. Des Weiteren ermutigt sie die Zuhörerinnen, eine Vision zu entwickeln, ihre Ziele klar zu definieren und sich regelmäßig weiterzubilden, um nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Erfüllung zu erzielen. Fragen wie „Wann bin ich das letzte Mal in einen Flow-Zustand gekommen?“ oder „Wie kann ich anderen helfen?“ werden angesprochen, um eine Reflexion über die eigenen Talente und deren Anwendung zu fördern. Zusammengefasst bietet Dubowy eine motivierende Ansprache, die sowohl praktische Hinweise zur Talentnutzung als auch eine tiefe Reflexion über den eigenen Glauben, die eigene Identität und den Mut zur Veränderung umfasst. Sie schließt ihren Vortrag mit der Aufforderung, sich zu fragen, was jede Einzelne aus dieser Session für sich mitnehmen möchte, um die persönliche Entwicklung voranzutreiben.

 
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Intro und Outro: Sarah Reinwald 
Produziert: Gideon Schmalzhaf

Transkript

Hallo. Könnt ihr mich gut sehen und hören? Also sehen wahrscheinlich, aber hören auch? Ja, läuft. Schön, dass ihr alle da seid. Ich freue mich auch, dass ich da sein darf. Mein Name ist Julia und ich bin mir relativ sicher, dass wahrscheinlich jede einzelne Dame in diesem Raum irgendwas koppelt hier zurück. Vielleicht sollte ich mich woanders hinstellen. In diesem Raum sehr, sehr viel auch hier oben zu sagen hätte. Und wahrscheinlich ein Leben gelebt hat, das auch schon ziemlich inhaltsvoll war und viele Dinge zu Talenten und Stärken und Beitrag im Leben und so weiter erzählen könnte. Und ich fühle mich sehr geehrt, dass ihr entschieden habt, heute mir zuzuhören. Das ist sehr nett. Danke. Und ich hoffe, dass das was dabei ist für euch. Der Titel heute heißt Mutig investieren statt vergraben, Talente entfalten und Chancen ergreifen. Wer von euch ist hier wegen dieses Titels? Okay, ungefähr so zwei. Zwei bis drei, fünf. Wer ist hier, weil Ladies Nights grundsätzlich toll sind? Na klar. Gut zu wissen. Okay. Ich würde mal so ein bisschen was am Anfang über mich erzählen und hoffe, dass es spannend ist. Und dann könnt ihr auch gerne, wie gesagt, wir haben gerade schon gehört, Fragen aufschreiben. Ich werde nachher versuchen, spontan auch alle Fragen zu beantworten. Genau. Und wir gucken einfach mal, wie wir so weitergehen. Hoffe ich, dass man das gut sehen kann. Ich dachte, ich erzähle mal kurz so ein bisschen was über mein Leben. Also erstens, ich bin 41 Jahre alt geworden gerade, 1984 geboren, bin dann in die Schule gegangen, kann man hier ganz gut sehen, irgendwo in der schönen Stadt Gernsheim, habe dann irgendwann mein Abitur gemacht vor gefühlten 100 Jahren. Dann war ich in Heidelberg, habe da VWL studiert, also Volkswirtschaftslehre. Ein Studium, nachdem man das Gefühl hat, man kann so viel wie vorher. Das kann man machen, muss man aber auch nicht. Naja, es war immer ganz spannend. Dann war ich in dieser Zeit, also in meiner Kindheit und Jugend, war ich in Heidelberg immer in einer Gemeinde. Das war eine sehr charismatische Kirche. Das heißt, eine Kirche, die sehr, ich sag mal, so heiliger Geist orientiert ist und sehr stark auf Erlebnis mit Gott ausgerichtet ist. Und dann habe ich mal irgendwann in der Zeit zwischen 2009, 2010 auch so eine Vignardkirche, ein Gründungsprojekt in Mannheim mitgemacht. Und das war, während ich bei einem Finanzdienstleister gearbeitet habe. Und während dieser Zeit habe ich mir auch noch überlegt, ich muss unbedingt einen Doktortitel machen. Ist mir dann auch gelungen, aber es war schon eine harte Zeit. Also kennt jemand Speyer? Schon mal gehört? Ja, genau. Das war spannend. Ich hatte eine Doktormutter, die war eine echte menschliche Herausforderung. Und dann durfte ich vier Jahre mit ihr ganz eng arbeiten. Das war schleifend, nennen wir es so. Genau. Dann später war ich bei Mustang Jeans, trage bis heute Mustang Jeans. Hoch überzeugt von dieser Marke. Also wer mal tolle Jeans sucht, wer darf sich gerne bei Mustang bedienen, die machen für Frauen, finde ich die besten Passformen. Aber anderes Thema. Und später, also genau bei Mustang, habe ich dann die IT-Abteilung geleitet, ohne jemals irgendwas mit IT zu tun gehabt zu haben und den ganzen Supply Chain Bereich aufgebaut. Was bedeutet das? Also im Prinzip die Lieferkette, die ganzen Produktionen unter mir gehabt und das war eine wahnsinnig lehrreiche Zeit für mich. Bin dann danach zu der Gemeinde, in der ich auch aufgewachsen bin, Kirche in Heidelberg gegangen, habe da die Verwaltungsleitung übernommen und danach habe ich mir überlegt, es wäre, glaube ich, gut, wenn ich Unternehmerin werde. Und habe dann, ja, ihr merkt schon, da ist eine gewisse Vielfalt drin thematisch. Und ich habe dann seit 2019 drei verschiedene Unternehmen gegründet. Das erste Unternehmen, das ich gegründet habe, heißt heute sicher hoch drei. Sagt gleich was dazu, was wir da so machen. Dann gab es noch ein Unternehmen, das war Thank God It's Monday. Thank God It's Monday, auch TGIM abgekürzt. Da haben wir uns um das Thema Führungskräfteentwicklung in Unternehmen und großen Organisationen gekümmert und haben da so eine Art Managementberatung gemacht. Und dann kam jetzt 2022 noch die Pflanzentheke dazu. Und genau, was steckt dahinter? Vielleicht erst mal kurz Sicherhoch 3. Das kann man jetzt natürlich ganz schlecht lesen. Das ist auch überhaupt nicht der Plan, dass ihr das lesen könnt. Ich sage kurz, was wir da machen. Sicherhoch 3 ist ein Beratungsunternehmen und wir kümmern uns im Prinzip um das Thema IT-Security, also IT-Sicherheit, Datenschutz und alle Themen, die so ein bisschen in diesem Sicherheitskontext angelegt sind und beraten da vor allem Kommunalverwaltungen und Stadtwerke und mittelständische Unternehmen. Und das hier ist Robby. Das ist der, der es so ein bisschen auflockern soll, weil das Thema ja schon ein nicht ganz so wahnsinnig spannendes für die meisten Menschen ist. Und bei der Pflanzentheke bauen wir, und das ist ein produzierendes Unternehmen, der mich auch ganz stolz darauf, ein produzierendes Unternehmen mitgegründet haben zu dürfen. Wir erstellen dort Anlagen, also Farmanlagen für Landwirte, damit sie hydroponisch Gemüse kultivieren können. Manche sagen jetzt Gesundheit. Also hydroponisch heißt, das heißt, die Pflanzen sitzen nicht mehr in der Erde und wachsen da, sondern die werden in Rinnen mit einer Nährlösung versorgt. Das sieht man hier. Da sitzen hier zum Beispiel Salat, sitzen hier auf so Rinnen und dann wird automatisiert nach bestimmten Zeitzyklen, wird eine Nährlösung, also Wasser mit Düngemittel durchgepumpt. Und dann wachsen die da sehr wassersparend, bodenschonend und so weiter, ohne Rückenschmerzen bei der Ernte. Genau, und das haben wir da, bieten wir an mit verschiedenen Farmanlagen. Und da kann man auch ganz unterschiedliche Dinge anbauen, also von Kräutern über alle Blattgemüsearten, über Fruchtgemüse und so weiter. Also das ist die Pflanzentheke. Da haben wir einen Kundenstand, die meistens sind es Landwirte oder in der Hotellerie, Gastronomie. Ja, und ich muss ehrlich sagen, ich habe es vorhin schon der Simone erzählt, also bis wir das Unternehmen gegründet haben, da sind wir zu viert, hatte ich wirklich keine Ahnung von Pflanzen. Gott sei Dank. Es sind unter uns vier Gründern auch noch zwei, die Biologen sind. Das hat geholfen und die wissen tatsächlich, was die Pflanze braucht und wie man diese Systeme auch aufbaut und so weiter. Also das ist die Pflanzentheke. Okay, genau. Jetzt habe ich mir überlegt, ich würde euch ganz gerne so ein bisschen meine persönliche Bindung zu diesem Thema Talente erzählen. Wer von euch kennt denn die Geschichte mit der Vergabe von Talenten aus der Bibel? Kurz Handzeichen. Deutlich die Hand heben, bitte. Es hier blendet alles. Dankeschön. Also so ein bisschen zwei Drittel oder so würde ich sagen. Genau. Und ich habe ja schon erzählt, dass ich mein ganzes Leben lang eigentlich in einem kirchlichen Kontext aufgewachsen bin. Also ich war immer in so einer Gemeindestruktur und habe eigentlich vieles auch gar nicht wirklich hinterfragt und auch dort einfach so ein bisschen angenommen oder mitgenommen, was das Gottesbild ist, was mir dort vermittelt wurde. Und ich muss wirklich sagen, also dieses, ich habe eine Erwartung an Gott und ein Erlebnis, das ich erwarte und ich muss mich gut dabei fühlen und all diese Dinge, das hat bei mir über die Zeit und dann auch so ein bisschen im Leben leben dazu geführt, dass ich echt in eine super tiefe Glaubenskrise gerasselt bin. Auch im Hinblick auf berufliche Herausforderungen, Herausforderungen in der Beziehung, die oder mehrere, die auch, mehrere ist falsch, zwei Beziehungen, die sehr viel gekostet haben für mich und auch gescheitert sind. Und ich habe mich wirklich gefragt, was läuft hier eigentlich? Also wer ist denn dieser Gott, von dem ich bisher immer erwartet habe, dass er mir Vorteile verschafft, dass es einen Unterschied macht, dass ich glaube im Vergleich zu Menschen, die nicht glauben, so von dem Erfolg, den sie im Leben haben und dass Gott spürbar ist jeden Tag. Ich war einfach wirklich enttäuscht davon, dass ich das Gefühl hatte, Gott greift einfach nicht ein in meinem Leben. Und er tut nicht das, was ich von ihm will, vor allem. Das war irgendwie sehr frustrierend für mich. Tatsächlich war für mich ganz lange Zeit, und das ging wirklich über Jahre, so eine ganz tiefe Enttäuschung und Krisenempfinden da. Und ich habe echt fast meinen Glauben über Bord geworfen, hatte das Gefühl, ich lasse hier gerade keinen Stein auf dem anderen von dem, was ich bisher gelernt hatte zum Thema Glauben oder wer Gott ist. Und rückblickend muss ich sagen, das war echt gut, keinen Stein auf dem anderen zu lassen, auch wenn sich das in dieser Zeit uns miserabel angefühlt hat. Was mir echt geholfen hat, war dann mal so eine Vortragsreihe, die ich gehört habe über Respekt vor Gott. Und ich dachte, oha, also Respekt vor Gott, irgendwie lag mir jetzt gar nicht so nah. Ja, weil er hat gemerkt, ja, ich erwarte eigentlich total viel, was Gott für mich tun muss. Hab da vielleicht irgendwie nicht so richtig die Beziehung zu ihm klar. Und dann war für mich ein Schlüsselsatz, Gott ist Gott und ich bin's nicht. Und das hat mich echt rausgeholt aus dieser ganzen Misere. Und ich muss sagen, der Satz, der hier steht, die Überzeugung, dass Gott mich vor allem unheil bewahrt, wirkt sich massiv schlecht auf die Wetterlage meines Glaubens aus. Und das ist einfach nicht so. Das Leben findet für uns gläubige Menschen genauso statt wie für nichtgläubige Menschen. Und ich bin auch in dieser ganzen Zeit, jetzt langer Weg zu der Verbindung zu den Talenten, wirklich zu der Erkenntnis gekommen, für mich persönlich. Die sehr Gott uns ausgestattet hat mit vielen Dingen, die wir brauchen. Fast mit allem, was wir brauchen. Er hat uns Dinge gegeben als so eine Art Anfangsausstattung, als Talente, als etwas, was tief in uns angelegt ist. Und es ist unser Job, was daraus zu machen. Und nicht mich hinsetzen und zu sagen, der Herr wird es schon richten. Kann jeder mal für sich mitnehmen und mal überlegen, wo stehe ich an diesem Weg. Aber dieses Gleichnis mit den Talenten, ich werde gleich noch mal ein bisschen näher drauf eingehen, das ist für mich wirklich so eine Art Anker geworden. Gott hat uns ausgestattet mit dem, was wir brauchen. Und es ist unsere Aufgabe, damit etwas Sinnvolles anzustellen. Und wenn Gott dann da irgendwie übernatürlich eingreifen möchte, dann ist das absolut fantastisch. Und wenn er es nicht tut, dann ist das auch okay. Dann mache ich weiter. Erstmal den nächsten Schritt und den nächsten Schritt. Genau. Genau, für alle die, die dieses Gleichnis mit den Talenten noch nicht kennen. Ich fand jetzt nicht perfekt lesbar, merke ich gerade, aber ich fand diese Darstellung ganz schön. Also die Story der Talente steht übrigens in Matthäus 25, 14 bis 30, ist im Wesentlichen, es gibt einen Gutsherrn oder einen Herrn, der sehr reich ist, der verschiedene Diener hat drei. Also wahrscheinlich hat er mehr, aber es geht um diese drei. Und dieser Herr möchte eine Zeit lang weggehen, was auch immer eine Zeit lang bedeutet. Und der gibt jetzt diesen Dienern unterschiedliche Ausstattungen. Dem ersten Diener gibt er fünf Talente und Talente ist ja auch stellvertretend für Geld. Also er gibt ihm halt einfach ein Geld in einer bestimmten Menge. Dem zweiten Diener gibt er zwei Talente und dem dritten Diener ein Talent. Und dann machen die unterschiedliche Sachen daraus. Nämlich der Erste, der fünf bekommen hat, der macht zehn daraus. Der Zweite, weiß es jemand, der zwei bekommen hat, macht vier daraus. Genau, verdoppelt es auch. Und der Dritte, der vergräbt es. Also der nimmt dieses eine Talent, dieses eine Geld, buddelt das irgendwo ein. Und dann irgendwann kommt der Herr zurück und sagt, so Jungs, was ist jetzt hier los? Was habt ihr dann aus dem gemacht, was ich euch gegeben habe? Und genau das berichten sie dann. Und dann ist er ziemlich sauer auf diesen dritten Diener, weil der zu viel Angst hatte, offenbar. Sagt er dann auch, ich hatte zu viel Angst vor dir, vor deiner Reaktion. Ich weiß, du bist ein harter Herr. Deswegen habe ich gedacht, bevor ich irgendwas falsch mache, vergrabe ich das Ding lieber. Und dann hast du es halt wieder und fertig. Und das hat ihn sauer gemacht. So, das ist die Geschichte. Wird nicht bewertet in irgendeiner Form. Und jetzt vielleicht erstmal die Frage, was ist denn eigentlich ein Talent? Und wenn wir Talent mal verstehen, wie wir heute darüber sprechen, als etwas, was in mir angelegt ist, dann genau, was ist denn das und wie kann ich das rausfinden? Also, was ist ein Talent? Ein Talent ist eine Fähigkeit oder später ausgebaut eine Stärke, die bei dir natürlich vorhanden ist, leichter anspringend als bei vielen anderen und für die anderen einen spürbaren Wert hat. Also Talent ist das, was da ist, was anderen potenziell hilft. Woran erkenne ich mein Talent? Ich erkenne es oft daran, dass ich, während ich das tue oder etwas tue, was mit diesem Talent zu tun hat. Eigentlich fast keine Erschöpfung erfahre. Ich könnte das ewig weitermachen. Das gibt mir fast eher Energie, selbst wenn ich viel Zeit damit verbringe. Ich kann darin schnell lernen. Du verstehst es vielleicht auch ungewöhnlich viel schneller oder kannst darin dich leichter bewegen als bei anderen oder als andere das können. Und man kann es daran erkennen, dass Leute manchmal zu dir kommen und sagen, könntest du mal in dem und dem Bereich das vielleicht mal eben machen, weil dir fällt das doch immer so leicht. Genau. So, jetzt kann jeder mal, vielleicht fällt euch schon was ein, vielleicht auch noch nicht und vielleicht habt ihr euch mit der Frage noch gar nicht so richtig auseinandergesetzt. Deswegen auch die Frage, wie kann ich das denn rausfinden, was mein Talent ist? Und du könntest dir zum Beispiel die Frage stellen, wann war ich denn das letzte Mal so richtig in einem gefühlten Flow? Oder du könntest auch mal drei Personen in deinem Umfeld, die dich gut kennen, fragen, wofür würdest du mich einsetzen, wenn es richtig wichtig wird? Und du könntest dir auch die Frage stellen, welche Probleme lösen sich zum Beispiel wie von selbst, wenn ich mich drum kümmere? Das hat nichts damit zu tun, dass alles immer nur dann gut ist, wenn ich es selber mache, sondern einfach nur mal als Hinweisfrage. Du könntest natürlich aber auch so eine Art Talentcoaching dir buchen. Gibt es auch. Also Menschen, die darin beraten und mit dir zusammen rausfinden, was sind denn eigentlich deine Talente. Genau. Ich habe mir in dem Zusammenhang auch mal, ich weiß nicht, ob es euch interessiert, mal Gedanken gemacht darüber, was sind eigentlich meine Talente. Und das gibt euch vielleicht auch Hinweise auf oder gibt euch ein paar Beispiele. Also was könnte das denn eigentlich sein? Eins meiner Talente ist zum Beispiel, schwierige Projekte wirklich zu einem Ende zu bringen. Finde ich echt ein gutes Talent. Menschen ein gutes Gefühl geben, kann ich auch irgendwie ganz gut. Und neugierig sein. Jemand, der sich schon mal damit beschäftigt hat, könnte mal kurz reinrufen, was so eure Talente sind. Nummer eins zwischendrin. Zuhören. Ermutigen. Genau. Sehr gut. Was noch? Helfen. Bei egal was. Noch was? Motivieren. Sehr gut. Was war das? Recherchieren. Das ist auch sehr wichtig. Können wir uns nachher mal unterhalten? Suchst du noch einen Job? Ja. Genau, also das sind Talente. Und dann könnte man sich auch die Frage stellen, was ist denn dann eine Stärke? Manchmal wird es so ein bisschen synonym gebraucht, aber am Ende des Tages ist ein Talent eigentlich so ein bisschen das Rohmaterial meiner Anfangsausstattung. Und wenn ich das dann einsetze, immer wieder, entwickelt sich das zu einer Stärke, die wirklich eine Wirkung entfaltet. Also zum Beispiel gesellschaftliche Wirkung, Wirkung in meinem Freundeskreis, Wirkung in meiner Familie, auf meinem Arbeitsplatz oder wo auch immer. Das ist jetzt vielleicht einfach nur eine Seitennotiz, vielleicht mal zum drüber nachdenken. Aber Talent kann ich entwickeln zu einer Stärke. Ich kann natürlich auch eine Stärke entwickeln aus etwas, wo ich bisher nicht talentiert war. Genau, aber die lassen sich auf jeden Fall, und das ist vielleicht auch ein wichtiger Hinweis, Stärken sind entwickelbar. Und das Talent sagt im Prinzip, was kann ich denn grundsätzlich? Und die Stärke, wie es hier steht, darauf kannst du zählen, auch wenn es schwierig wird. Genau. Aber da wollen wir jetzt gar nicht länger drauf eingehen. Das ist so ein bisschen Wortklauberei. Aber am Ende des Tages will ich sagen, es ist schon wichtig, einzusetzen, was man bekommen hat, um darin besser zu werden. Und ich habe mir dann auch Gedanken gemacht, was ist denn das, was bei mir vielleicht auch bisher nur rudimentär ausgeprägt war, was im Laufe der Zeit besser geworden ist, zum Beispiel meine Allgemeinbildung. Also ich war immer neugierig, das ist vielleicht das Talent, aber ich würde fast sagen, über viel Anwendung, viel bewusstes Recherchieren, viel bewusstes Podcasts hören, Bücher lesen und so weiter, oder genau auch viel mich mit Nachrichten auseinandersetzen, ist Allgemeinbildung entstanden, die ich auch ganz cool finde heute. Und auch eine gewisse Sprachfähigkeit aus einem grundsätzlichen Interesse an Sprechen oder auch sich vielleicht leicht tun mit Fremdsprachen, finde ich es schön, durch Arbeit daran zu einer Sprachfähigkeit gekommen zu sein oder meine Menschenliebe zu einer Netzwerkstärke ausgebaut zu haben. Und da würde ich gerne auch später nochmal ein bisschen mit euch reingehen. Genau. Aber jetzt gehen wir nochmal zurück zu diesem Gleichnis. Ihr erinnert euch an diese drei verschiedenen Diener. Und da wir damals nur im männlichen Kontext in der Bibel oder in der Bibel nur im männlichen Kontext lesen und wir ja heute bei einer Ladies' Night sind, habe ich mir überlegt, wir müssen jetzt mal eine kleine Transferleistung erbringen. Das schaffen wir aber, weil ich habe da was vorbereitet. 1. Nora. Nora ist Persona-Dienerin Nummer eins, die Mutigmacherin. Oder die mutige Macherin, je nachdem, wie man es aussprechen will. Also es ist die Tante, die fünf Talente in zehn verwandelt hat. Okay, so, das ist jetzt ein KI-Bild, wie man sehen kann. Genau, also sieht natürlich perfekt aus, Nora. Und hat eine Glühbirne in der Stirn. Also denkt sie euch kurz weg. Aber Nora, und ihr kennt das vielleicht aus dem Marketing-Kontext, Ich weiß nicht, wer im Marketing schon mal zu tun hatte oder da momentan arbeitete. Man entwickelt Personas, auch um seine eigenen Kunden besser zu verstehen. Ich habe jetzt mal Persona entwickelt für Nora, Dienerin Nummer eins, die gut ist mit Talenten. Also Nora ist 39, sie ist Teamleiterin meiner mittelgroßen Organisation. Nebenbei Mentorin im Frauennetzwerk, wirkt nach außen souverän, ist innerlich aber ständig am Abwägen. Bin ich eigentlich schon gut genug? Mache ich das schon gut genug? Ständig optimieren und so weiter. Außerdem sind ihre heutigen Talente klarer Blick für Menschen, schnelles Lernen, gute Sprache, kann komplexe Dinge wirklich schnell verständlich machen, Netzwerkpflege und sie ist sehr entscheidungsstark. Wie sie investiert, also Investment im Sinne von, wie nutzt sie ihre Talente. Nora setzt ihre Talente bewusst ein, nicht perfekt, aber konsequent. Sie sagt öfter, ich probiere es, bevor ich warte. Also lieber probieren statt warten. Sie holt schnell Feedback ein, baut mal eben kleine Pilotprojekte, die Prototypen von Dienstleistungen oder von Produkten oder was auch immer. Und sie fragt dann gezielt nach Unterstützung. Sie teilt ihr Wissen oft und so weiter. Und das ist natürlich etwas, was nach Vermehrung schreit. Außerdem, typischer Satz von ihr, ich habe keine Garantie, aber ich kann den nächsten Schritt gehen. Also schon mutig. Was ist ihr Risiko oder der Preis? Sie ist sehr sichtbar damit. Sie ist so eine laute Persönlichkeit, die steht im Vordergrund und sie muss dann natürlich auch damit klarkommen, dass ihre Fehler, die sie macht, relativ schnell sichtbar sind. Und dann muss sie halt lernen, mit Kritik irgendwie so umzugehen, dass sie nicht gleich sich selber in Frage stellt. Aber das Ergebnis ihres Wesens ist, sie hat mehr Wirkung als geplant. Neue Chancen, stärkere Rolle, vielleicht auch im Karrierekontext, wer weiß. Mehr Vertrauen in die eigene Stimme und sie zieht andere mit. Ihr merkt schon, also die macht schnell aus fünf Talenten die zehn. Und ihr Motto oder der typische Satz zu Nora wäre, Mut heißt nicht, keine Angst zu haben, sondern mit Angst zu handeln. So. Sich jetzt noch nicht perfekt wiedergespiegelt gefunden hat, ist vielleicht bei Persona 2 Selma besser aufgehoben. Also Selma ist die stille Wachstumskraft. Also das ist die, die zwei in vier Talente umgewandelt hat. Sie ist jetzt hier in unserem Fall 46, hat eine Top-Haut für 46. Wäre ja mal sagen. Fachlich stark, sie ist im Finanzkontext unterwegs, sie ist zuverlässig, Sie trägt ganz viel Verantwortung auf ihren Schultern. Sie ist nicht die lauteste im Raum, aber sie ist diejenige, auf die gebaut wird. Das ist so die Substanz. Und ihre heutigen Talente sind Gründlichkeit, Empathie, Struktur. Sie ist konfliktfähig und hat eine sehr ruhige Autorität. Also wenn Selma da ist, dann denken sich alle, Gott sei Dank ist sie da. Ja, wie sie ihre Talente investiert. Sie investiert nicht in große Sprünge, sondern in kluge Routinen. Sie bildet sich regelmäßig weiter. Sie dokumentiert alles, baut gute Prozesse, die auch anderen helfen. Sie stärkt den Nachwuchs. Sie sagt öfter Ja zu Entwicklung, aber in ihrem eigenen Tempo. Also nicht jede Gelegenheit so. Der typische Satz von ihr wäre, ich muss nicht lauter werden, ich will klarer werden. Und ihr Risiko, beziehungsweise den Preis, den sie zahlt, sie wird manchmal übersehen, weil sie keine große Bühne sucht. Sie muss lernen, sich nicht mit nur solide kleinzureden. Und das Ergebnis, das sie erzielt, zwei in vier Talente, stabiler, echter Zuwachsanerkennung, bessere Positionierung, mehr Gelassenheit und ein Umfeld, das durch ihre Arbeit sicherer wird. Und dann investieren heißt nicht immer springen, manchmal heißt es dranbleiben. Das wäre so Selmas Motto. So, und jetzt kommt die Katrin, die Vergräberin. Also ein Talent bleibt ein Talent. Und Katrin ist jetzt in unserem Fall hier 34, klug, sensibel, hat hohe Ansprüche an sich selbst und hat in der Vergangenheit schon mal Kritik erlebt oder sich stark für etwas geschämt. Sie schützt sich heute eher mit Rückzug. Ihre heutigen Talente sind Kreativität, gutes Gespür für Qualität, gewisser Tiefgang, Loyalität und eine starke Intuition. Wie sie vergräbt, ist folgendermaßen, sie hält ihre Talente sicher. Also, wer nehmt euch, ein Talent wird vergraben, da ist es sicher. Sie zeigt Ideen erst, wenn sie perfekt sind, also nie. Sie sagt, ich kann das nicht, obwohl sie es eigentlich könnte. Sie bleibt aber lieber unsichtbar, damit sie niemand angreifen kann. Genau, ein typischer Satz von Katrin wäre, wenn ich es nicht versuche, kann ich auch nicht scheitern. Ich hoffe, heißt jemand Katrin hier? Gut. Risiko. Sie verliert ihr Talent nicht, aber sie verliert ihre Wirkung. Wir haben es vorhin gelernt. Wirkung erst dann, wenn ich es auch einsetze. Und mit der Zeit verliert sie dann aber ehrlich gesagt auch Freude, Mut und manchmal so ein bisschen den Glauben auch an sich selbst. Und ihr Ergebnis ist faktisch Stillstand, aber mit einer guten Begründung. Immerhin, ne? Nach außen ist immer alles okay, aber innerlich ist sie schon oft frustriert, hat das Gefühl auch, sich so ein bisschen selbst zu verraten. Vergraben ist oft kein Ungehorsam, sondern Angst. Und Angst braucht nicht Druck, sondern einen nächsten sicheren Schritt. Vielleicht. So, ihr habt das wahrscheinlich schon geahnt. Mutige Vor. Aber hat jemand sich zuordnen können, so ein bisschen? Ich fühle mich in der Selma wieder. Der Selma, ja. Magst du noch mal einen Satz dazu sagen, was vor allem? Ja, ich liebe halt auch mehr so, dass. Ich sicher sein möchte, wenn ich wieder was mache oder so, aber ich weiß schon was dran, ja, und setze das dann auch gerne um, aber wenn ich das jetzt hochstrukturiert oder so, das heißt, ich habe halt viel zu viel in die Ohren, aber ja, ich habe gedacht, ja, das setze mich jetzt genau ein. Ja, sehr gut. Noch jemand Selma? Einfach mal Handzeichen. Sonst keine Selmas mehr? Doch, schon noch ein paar, ne? War jemand die Nora? Oder ist jemand vor allem Nora? Ja, da hinten sehe ich ein paar verhaltene Handzeichen. Und haben wir ein paar Katrins? Eins, zwei, ja. Okay. Es gibt auch Mischlinge. Keine Frage, ne? Also ich meine, um etwas darzustellen, muss man immer so ein bisschen schwarz-weiß sein. Es gibt natürlich Mischlinge. Aber so ist es auch, wenn man Personas im Marketing aufbaut. Die sind nie in der Realität genauso vorhanden. Naja, okay, aber das war jetzt nochmal vielleicht eine kleine Transferleistung auf uns Damen dieser Welt, wie wir mit Talenten manchmal umgehen. Und ich würde ganz gerne mit euch noch ein bisschen über einen weiteren Aspekt sprechen. Nämlich Chancen. Eine Chance ist eine ganz konkrete Möglichkeit, bei der du mit dem, was du kannst, einen nächsten Schritt gehen kannst und dadurch ein Wert entsteht für dich selber, für andere, für beides da drin. Also eine Chance ist im Grunde eine Möglichkeit, eine Entscheidung, eine Handlung. Das ist im Prinzip die Kombination daraus. In dem Gleichnis, was wir gerade hatten, was war da die Chance? Die Chance ist, dieser Herr hat Geld verteilt oder Talente verteilt. Das war im Prinzip genau das. Und heute, wenn wir das jetzt auf unsere Zeit transferieren, kommen diese Chancen natürlich durch unterschiedliche Dinge. Also zum Beispiel irgendjemand meldet einen Bedarf an, wir bräuchten mal oder jemand öffnet eine Tür, gibt dir einen Kontakt weiter, eine Empfehlung oder ähnliches. Oder es gibt einen bestimmten Moment, eine Situation kippt, auch vielleicht global, es gibt eine Krise oder ähnliches. Solche Dinge sind ja immer irgendwie Chancen. Ja. Diese Chancen sehen manchmal auch irgendwie gar nicht so richtig glamourös aus. War vielleicht auch für diese, auch für Nora, Selma und Katrin gar nicht so wahnsinnig glamourös. Na, jetzt habe ich da halt irgendwas. Weiß gar nicht so richtig, was ich damit anfangen soll. Aber sie sind dann trotzdem ziemlich relevant. Also solche Sätze wie, kannst du das mal eben kurz übernehmen? Vielleicht die ein oder andere schon mal gehört. Oder hast du eine Idee dazu? Wir suchen jemanden der. Wollen wir das mal testen? Das sind häufig solche Chancebringer oder solche Chanceindikatoren, die wir vielleicht manchmal auch übersehen. Und ich habe mal ein paar Beispiele mitgebracht, wie Chancen aussehen könnten in unserem Leben. Also entweder welche, die wir ergreifen, weil sie von außen an uns herangetragen werden oder Chancen, die wir uns vielleicht auch selber machen können. Und das könnte so eine Sichtbarkeitschance sein. Zum Beispiel kommt jemand auf dich zu und fragt dich, ob du mal ein Panel moderieren könntest. Oder du überwindest dich bis bei einem Seminar und stellst ins Mikrofon dem Referenten mal eine Frage. Ich muss mich da intensiv überwinden, ehrlich gesagt. Ich denke immer, ich stelle dumme Fragen. Und das ist schon sowas. Das ist eigentlich eine Chance, die man hat, die man nutzen kann. Genau. Oder eine Netzwerkchance. Also du gehst nicht mit Visitenkartenmodus, sondern mit einem Satz, hey, ich möchte jetzt Netzwerk bauen, liebe Personen, die ich heute noch nicht kenne, was machst du eigentlich so? Gibt es irgendwas, worin ich dich unterstützen könnte? Oder gibt es etwas, womit ich dich unterstützen könnte? Genau, dann eine Karrierechance, eine Rollenschance. Du sagst einfach mal zu einer neuen Aufgabe Ja und du könntest zum Beispiel auch sagen, wenn sie dir besonders groß vorkommt, ja, ich mache das mal testweise für sechs Wochen oder so. Eine Kompetenzchance, vielleicht auch in dem Zeitalter, in dem wir jetzt leben, KI, Kommunikation, was auch immer, Finanzen, Verhandlungsgeschick, Leadership, das wird alles wichtiger oder ich betrachte mir mal auch in unserer Gesellschaft, was sind denn die wichtigen Themen? Und bevor ich jetzt sage, ich mache eine dreijährige Ausbildung da drin, sage ich halt, okay, ich beschäftige mich einfach mal zwei Wochen oder mehrere Wochen, zwei Stunden lang die Woche mit einem bestimmten Thema, das mich interessiert. Das könnte so eine Kompetenzerweiterungschance sein. Oder eine unternehmerische Chance. Vielleicht hast du schon immer eine Idee gehabt und startest einfach mal damit, eine kleine Lösung zu bauen oder in der Organisation, in der du momentan bist oder in dem Kontext, in dem du momentan bist, einfach mal eine Lösung zu testen. So eine Mini-Version deiner Idee oder eine Finanzchance im Sinne von, je nachdem, wo du da stehst, möchtest du dich da ein bisschen mehr mit beschäftigen mit dem Thema Finanzen, machst dir mal einen Überblick über Sparraten, die dir vielleicht auch zur Verfügung stehen. Du willst mal verstehen, wie ein Depot funktioniert, deine aktuelle Beratung hinterfragen oder ähnliches. Oder machst dir vielleicht sogar mal ein Krypto-Lernkonto, einfach um mal Sachen auszuprobieren und dich weiterzubilden. Oder so eine Sinnchance. Du nutzt dein Talent in irgendeinem Kontext, wo es gerade dringend gebraucht wird. Also zum Beispiel, du kannst Mentorin werden für jemanden, der oder die von dir lernen könnte oder dich in einem Verein engagieren oder in einer Kirche oder in der Kommunalverwaltung, in der Schule deiner Kinder, in irgendeinem Netzwerk. Das könnten auch Möglichkeiten sein. Aber es gibt natürlich und auch in euren Köpfen und auch in meinem Kopf immer wieder Widerstände. Also klar, das sieht man jetzt und fragt sich vielleicht auch im Himmelsfilm, mit welcher Zeit soll ich das denn eigentlich machen? Und jetzt haben wir nochmal Katrin. Katrin hat natürlich enorm viele Widerstände. Und das sind jetzt Dinge, die ich mal einfach aus meiner persönlichen Erfahrung zusammengeschrieben habe. Das sind zum Beispiel innere Widerstände, also zum Beispiel Perfektionismus. Ich kann eigentlich erst losgehen, wenn ich optimal aufgestellt bin, wenn ich das wirklich kann. Oder das sogenannte Imposter-Gefühl. Irgendwann werden die Leute merken, dass ich keinen Plan habe. Ich gar keine Ahnung habe von dem, was ich tue. Hat das schon mal jemand gefühlt? Also ich auf jeden Fall. Fake it till you make it, so ein bisschen. Das kann einen schon zurückhalten. Was ist, wenn die Leute das rausfinden, dass ich irgendwie nur 70 Prozent weiß? Oder wirklich Angst vor der Sichtbarkeit, also gar nicht mal so sehr vor der Aufgabe, sondern davor, was denken denn die anderen jetzt, wenn ich das übernehme? Oder wenn ich Ja sage, dann muss ich gleich 120 Prozent geben, das kann ich einfach gar nicht. Oder auch typisch weibliches Gefühl manchmal, dieses Schuldgefühl von, darf ich das denn jetzt für mich tun, einfach nur für mich? Naja, okay, also das wären die inneren Widerstände. Ihr seht, die Liste ist lang. Oder auch ganz praktische Hürden. Ich habe vielleicht auch einfach eine starke Belastung schon in meinem Alltag. Ich muss mich um Kinder kümmern. Ich muss zu Hause irgendwie organisieren. Ich habe eh schon einen Job. Ich bin einfach wahnsinnig eingebunden. Ich habe keine Kapazität. Das ist faktisch häufig der Fall. Oder ich bräuchte jemanden, der mir jetzt hier eine Tür öffnet. Ich brauche einfach den richtigen Kontakt und den habe ich nicht. Ich habe da echt eine Lücke. Oder, und das ist etwas, was mir auch häufiger begegnet, muss man sagen. Ich weiß nicht, ob ihr eine ähnliche Erfahrung gemacht habt. Potenzial wird bei Männern häufiger unterstellt. Bei Frauen wird eigentlich häufiger ein Beweis verlangt, dass das gekonnt wird. Ich weiß nicht, ob euch das manchmal auch begegnet. Und wenn ich mich ehrlich hinterfrage, bin ich Frauen gegenüber auch so. Das ist ganz blöd eigentlich. Aber auch beim Autofahren, ich habe ja vorhin schon zugegeben, dass mich langsame Vor-mir-FahrerInnen nerven. Und ich sehe häufig, wenn jemand nicht Autofahren kann, denke ich mir, das ist bestimmt eine Frau. Also merke dann, wie hart bin ich eigentlich? Was ist denn das für ein Quatsch? Aber wir sind schon teilweise gesellschaftlich so ein bisschen drauf gepolt, Frauen müssen sich doppelt beweisen. Oder dann auch Erwartungen im Umfeld. Ja, zu leise wird man übersehen. Zu klar ist es gleich zu viel. Herr Hals ist direkt, die hat ja echt Haare auf den Zähnen. Frauen werden halt häufig kritisiert, wenn sie durchsetzungsstark sind. Und es ist ganz schwierig, manchmal den Mittelweg zu finden. Oder Rollenbilder. Sie hält den Laden zusammen. Sie führt, gestaltet, entscheidet. Das ist dann eher so das Gegenteil davon. Oder der gleiche Fehler wird bei manchen schneller als Ausrutscher gesehen und bei anderen dann eigentlich ein Beweis für ihre Unfähigkeit. Das sind alles so Dinge, die vielleicht in uns drin sind, die uns davon abhalten, eine Chance wirklich ergreifen zu wollen, können, sollen. Ja, und trotzdem ist wahr, wer Widerstände überwinden will, der sollte sich erstmal selber kennen und dann auch mit den richtigen Menschen zusammentun und nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben. Und Leben hat halt auch viel mit Hochs und Tiefs zu tun, viel mit Chancen umarmen, viel mit Scheitern, mit Freude, mit Leid. Das ist irgendwie Leben. Und Marc Aurell hat das offensichtlich auch schon gewusst. Und deswegen würde ich jetzt einfach mal die Frage stellen, was können wir denn tun? Wie können wir uns entwickeln, um diese Widerstände zu überwinden? Konkret und praktisch. Und diese Liste ist natürlich nicht abschließend. Mal gucken, ob ich noch irgendwas dazu aufgeschrieben hatte. Glaub nicht. Also wir könnten zum Beispiel damit anfangen, für uns selber Klarheit zu schaffen. Wie kann ich Klarheit schaffen? Ich habe vorhin schon mal kurz erzählt, dass ich vor ein paar Jahren und jetzt gerade erst vor drei Wochen wieder ein Vision Board gemacht habe. Ich habe euch das mal mitgebracht. Das ist jetzt ein bisschen klein. Das sieht so aus. Also das ist in echter Größe so groß. 50 mal 70, so eine Leinwand. Und auf dieser Leinwand kleben für die unterschiedlichsten Lebensbereiche Bilder, die ich in irgendwelchen Zeitschriften gefunden habe oder halt gegoogelt habe oder mit einem KI-Tool erstellt habe oder was auch immer. Und das sind so Dinge, die möchte ich in den nächsten fünf bis zehn Jahren auf jeden Fall noch tun. Sehr erlebnisorientiert, gebe ich zu. Aber zum Beispiel Kontextreisen oder auf welche Weise möchte ich Gott kennenlernen oder was möchte ich sportlich erreichen, was möchte ich mit meiner Familie erreichen und solche Dinge. Und das mal in Bilder zu fassen, hat mir persönlich total geholfen. Und das hängt im Schlafzimmer, dieses Vision Board, sodass ich jeden Morgen, wenn ich aufwache, drauf gucke. Ja. Genau. Man kann es auch anders machen. Man kann auch sagen, ich mache mal dieses Jahr 2026 in fünf oder sechs Bildern und klebe das mal auf. Aber irgendetwas zu visualisieren, das hilft häufig. Genau. Dann kommt man von diesem großen Bild. Könnte man über verschiedene Methoden oder einfach nur, um sich die Frage zu stellen, was will ich denn jetzt in den nächsten drei Monaten eigentlich erreichen? Kennt jemand die Objectives und Key Results Methode? Ne, egal. Das ist eine Zielerreichungsmethode, die im Prinzip von einem, so soll der Zustand in drei Monaten sein, ableitet, was muss ich deswegen heute tun. Super toll. Es ist wirklich toll. Kannst nur empfehlen. Also können mich auch gerne nachher nochmal ansprechen, wenn ihr da Empfehlungen wollt. oder auch zu sagen, ich entscheide jetzt einfach mal in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, will ich hier rein investieren. Ich habe vielleicht erkannt, was ist mein Talent und das möchte ich ausbauen zu einer richtigen Stärke, zu etwas, womit ich Wirkung entfalten kann. Genau, was mir total geholfen hat, ist eine Morgenroutine entwickeln. Ich bin wirklich null Routine-Mensch. Ich habe mein ganzes Leben ohne Routine gelebt. Also klar, habe ich Zähne geputzt und geduscht und diese Sachen, aber auch nur widerwillig. Und diese Morgenroutine war für mich wirklich eine absolute tolle Sache. Ein Game Changer, würde man sagen auf Neudeutsch. Und das irgendwie so ein bisschen zu entwickeln mit Sport, vielleicht mit stiller Zeit, mit einer Meditation, mit etwas Hören, mit Bibel lesen oder was anderes lesen. Diese Ruhe und ich im Hier und Jetzt, das ist etwas, was unfassbar klarheitsschaffend ist. Und das kann ich nur empfehlen. Also, kann es einfach empfehlen. Genau, Klarheit schafft Mut. Wenn ich mir deutlich mache, wohin ich will, fällt es leichter, dort auch anzukommen. Dann hilft es natürlich auch, in Bewegung zu kommen, so auf dem Weg dahin. Nur zu sehen, was ist denn da? Ich möchte da ja auch ein paar Schritte gehen. Und Bias to Yes ist natürlich jetzt sehr englisch, aber es bedeutet nichts anderes, als mal zu überlegen, ob ich häufiger Ja als Nein sage. Und damit meine ich nicht, sich ausnutzen zu lassen und ständig andere in den Vordergrund zu stellen, sondern sich mal vorzunehmen, wenn eine Chance auf mich zukommt, lehne ich sie nicht gleich ab, sondern ich denke zumindest drüber nach und beantworte tendenziell, obwohl ich Angst habe. Wenn ich merke, ich kriege Angst, ist eigentlich immer ein Zeichen für ein Ja. Also dann könnte ich vielleicht häufiger Ja sagen. Genau. Und auch relevante Ansprechpartner zu finden. Also in dem Bereich, den ich mir jetzt vielleicht gerade ausdenke, der zu meinem Talent passt, Wen finde ich denn schon gut da drin? Von wem könnte ich denn vielleicht was lernen? Wer könnte mir einen Weg ebnen? Oder als wir überlegen, möchte ich vielleicht noch eine Sprache lernen, mal eine Weile im Ausland verbringen, ein Projekt nebenher machen, wie wir es vorhin schon gesehen haben bei diesen Chancenbeispielen. Oder auch bei dem Netzwerkthema. Das habe ich jetzt hier einfach nochmal, weil es schon relevant ist, nochmal mit aufgenommen. Und dann Thema klug investieren. In Geld, in Wissen, in Aktionen. Ich habe so ein bisschen immer das Problem gehabt. Ich weiß auch nicht, warum. Ich finde es auch echt arrogant von mir. Ich habe oft gedacht, ich weiß das doch schon alles. Was könnte denn da jetzt jemand erzählen? Also es ist erstaunlich, wie viel ich nicht weiß. Und wie wichtig das ist, wirklich von anderen abzuschauen. Wenn mich vor ein paar Jahren jemand gefragt hätte, wer ist denn dein Vorbild oder Held? Du hast mir, glaube ich, vorhin diese Heldenfrage gestellt. Ich sagte, das braucht doch keine Vorbilder, oder was ist denn das... Wirklich mit so einer demütigen, fragenden, ich will das lernen, Haltung ranzugehen, das finde ich wirklich hilfreich. Und dann auch zu sagen, also gerade im Finanzkontext, nicht alle Eier in einen Korb legen, möchte ich euch auch noch kurz mitgeben, das ist eine gute Sache. Und wirklich mal zu überlegen, investiere in dich. Also wo kannst du dich weiterbilden? Brauchst du nochmal ein Coaching? Vielleicht auch das Thema Energiemanagement. Also wie komme ich klar mit meinem Energiehaushalt, den ich habe? Arbeite ich lieber tagsüber, nachts? Wie kann ich einteilen, damit ich nicht völlig erschlagen im Bett lande abends? Genau. Und immer Risiko klein machen, gerade für diejenigen, die sich jetzt mehr in der Persona Katrin wiedergefunden haben. Einfach erst mal die kleinen nächsten Schritte gehen. klein testen und später skalieren. Genau. Und dann noch eine Empfehlung, also zum Thema dranbleiben, wenn es wackelt. Wenn du das Gefühl hast, du bist wirklich unzufrieden oder es ist richtig, richtig doof und auch der Weg, den du jetzt vielleicht gegangen bist auf dem, was wir gerade besprochen haben, auf diesem Pfad, es gibt so einen Spruch, vielleicht kennt den jemand, love it, change it or leave it. Ist nicht immer ganz leicht, aber das bedeutet, Entweder du liebst es gerade, wie es ist, oder du veränderst etwas in dem, wie es ist, oder du gehst da raus aus der Arbeitsstelle, aus dem Kontext, aus der Beziehung oder wie auch immer, aus der Freundschaft. Aber ständiges Motzen ist keine Option. Auch für dein Umfeld übrigens nicht. Also love it, change it or leave it. Das ist sehr entlarvend, aber, glaube ich, auch heilsam. Genau, und dann nochmal eine Buchempfehlung. Dem Motto, alles ist möglich. Es gibt eine Autorin, ich habe euch das Buch hier mal abgebildet, die hat mit dem Titel Everything is Figureoutable ein Buch geschrieben. Das deutet nichts anderes als alles ist machbar. Ich kann das alles irgendwie schaffen. Wirklich beeindruckend. Also wer noch eine Lektüre für dieses erste Quartal sucht, die ist es Vielleicht. Genau. Ich habe jetzt eine abschließende Frage an euch, nämlich auch im Hinblick auf Talentfindung, Chanceergreifung, Weiterentwicklung. Was ist die eine Sache, die du dir heute mitnehmen möchtest?