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Mark Bühner - Tief berührt | ER:FÜLLT - Leben in der Tiefe (Teil 4 von 6)

Mark Bühner behandelt "Tief berührt leben" und betont die emotionale Dimension des Glaubens, die eine Verbindung zu Gott schafft und in Krisen Halt bietet.

06.05.2026 23 min

Zusammenfassung & Show Notes

Tief berührt | ER:FÜLLT - Leben in der Tiefe (Teil 4 von 6)
 

In dieser Episode spricht Mark Bühner über das Thema "Tief berührt leben", das im Rahmen einer Predigtreihe zu Pfingsten behandelt wird. Wir befinden uns im vierten Teil der Reihe, in der die Teilnehmer ermutigt werden, über persönliche Erlebnisse nachzudenken, die sie tief berührt haben. Mark hebt hervor, dass es nicht genug ist, Wissen zu erlangen; stattdessen müssen wir uns erlauben, tiefere emotionale Erfahrungen zu machen, die uns im Herzen erreichen.

Er erklärt, dass der Mensch von Gott geschaffen ist, um emotional und empfindungsfähig zu sein, und dass diese Fähigkeit, tief berührt zu sein, insbesondere im Hinblick auf den christlichen Glauben von Bedeutung ist. Mark reflektiert über die Tatsache, dass Glaube nicht nur intellektuelles Verständnis bedeutet, sondern eine innere Berührung und eine tiefere Verbindung zu Gott darstellt. Die Schriftstellen, die er zitiert, betonen, dass es nicht nur um Wissen, sondern um ein transformierendes Herzwissen geht.

Im Verlauf der Predigt thematisiert Mark, dass viele Christen auch in schwierigen Situationen, wie Verfolgung, stark bleiben können, nicht weil sie nur intellektuell zustimmen, sondern weil sie von einer tiefen, inneren Wahrheit berührt werden. Er geht weiter auf den Kolosserbrief ein, wo Paulus die Herrlichkeit und Größe Jesu beschreibt. Er betont, dass das Geheimnis des Glaubens nicht nur das intellektuelle Verständnis umfasst, sondern die unmittelbare, persönliche Gegenwart Christi in unseren Herzen.

Mark unterstreicht die transformative Kraft dieses Glaubens, wenn Jesus in uns wohnt, und beschreibt es als das größte Geheimnis. Er ermutigt die Zuhörer, die tiefe Bedeutung hinter dieser Wahrheit zu erkennen und zu verstehen, dass ihr Leben durch die Gemeinschaft mit Christus geprägt ist. Die Episode schließt mit einem Gebet, in dem Mark um ein neues Verständnis und eine tiefergehende Erkenntnis der Gegenwart Gottes im Leben der Gläubigen bittet. Er ermuntert die Zuhörer, sich mit diesen tiefen Wahrheiten auseinanderzusetzen, um ein erfülltes und bewegt lebendes Christsein zu erfahren.

Das und mehr erzählt uns Mark Bühner

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Transkript

Guten Abend miteinander. Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Sonnetag. War ja hübsch da draußen. Und ich hoffe, ihr seid noch wach im Kopf, weil wir auch schon bei den letzten Teilen dieser wunderschönen Predigtreihe haben wir heute einiges vor und ich glaube, es lohnt sich. Erfüllt Leben in der Tiefe. Das ist unsere Reihe. Und hier haben wir einen kleiner Überblick. Das sind so die Einheiten. Und ihr merkt, wir sind schon echt weit gekommen. Also es ist eine Predigtreihe für Pfingsten, für die Vorbereitung. Und wir gehen in die Tiefe. Deswegen hängt der Anker ganz da unten. Wir sind schon räumlich gesehen in der Tiefe angekommen. Und heute der vierte Teil tief berührt. Ich finde, Britta und Wolfgang haben da ja schon einiges vorgelegt. Es kann einen ganz verschiedene Dinge berühren. Und damit es nicht nur mir hier vorne sind, habe ich gedacht, überleg doch mal selber kurz. Wann warst du das letzte Mal tief berührt? Und damit meine ich jetzt nicht nur kurz beeindruckt von irgendeinem Spektakel oder so, sondern tief bewegt, also richtig im Herzen. Ein Ereignis, ein Satz, ein Bild, irgendwas, wo du gemerkt hast, es geht mir unter die Haut. Und du hast gemerkt, es trifft mich auf eine Art und Weise, da war ich einfach nicht vorbereitet drauf. Es ist nicht nur Wissen. Tief bewegt zu sein hat ja was damit zu tun, dass es nicht nur hier oben irgendwie den Intellekt anspricht. Oh, wir haben so viele Zahlen in den Nachrichten über schlimme Dinge, die auf der Welt passieren. und wir merken, wir gewöhnen uns dran. Wissen allein ist es nicht, sondern das ist dieses Getroffensein im Herzen, in der Seele, ganz tief drin. Der Mensch ist von Gott so geschaffen als was ganz anderes. Wir sind keine Maschine, wir sind kein Tier, sondern wir haben diese einzigartige Fähigkeit, die uns irgendwie auch Gott ähnlich macht, dass wir auf eine Art und Weise fühlen können, empfindungsfähig sind, viel tiefer als das andere Geschöpfe können. Und es gilt nicht nur in Bezug auf schwierige Dinge. Es gilt nicht nur in Bezug auf die Schönheit dieser Welt, wenn man sich die Schöpfung anschaut und an die Blume nur mal nah genug rangeht und du merkst, wow. Sondern diese Empfindungsfähigkeit gilt gerade und besonders auch im Blick auf den christlichen Glauben. Ich werde versuchen zu erklären, was ich damit meine. Viele Menschen denken, du vielleicht auch, beim christlichen Glauben wird es vor allem darum gehen, ich muss halt verstehen, was ist richtig. Und dann stimme ich irgendeiner hoffentlich biblischen Lehre gedanklich zu und sage, der hat recht. Also glaube ich. Ich kann mir schon vorstellen, dass das mit Jesus irgendwie richtig ist, was da vorne immer erzählt. Und das Kreuz, das stimmt bestimmt, das, was Jesus so gesagt hat. Also an und für sich glaube ich, der Mann hat Recht. Das ist noch nicht Glaube. Glaube ist nicht in erster Linie was, was wir verstehen, auch wenn das auch ein Part davon ist, sondern es ist was, das uns innerlich ergreift. Die Bibel sagt, der Heilige Geist zieht uns innerlich und auf einmal geht uns was auf, das Herz geht uns über und wir merken, wie was, was vielleicht über Jahre lang nur Kopfwissen war, auf einmal ganz tief angekommen ist. Wie es zu einem Herzwissen wird oder wie auch immer man das auszudrücken vermag. Und du merkst, das kann mich nicht mehr kalt lassen. Das kann nicht nur irgendein Fakt sonst wo sein, sondern das treibt mich an, das bewegt mich. Manche von euch lesen wahrscheinlich, hoffentlich regelmäßiger in der Bibel und vielleicht ist euch schon mal aufgefallen, dass da häufiger solche Sätze stehen, wie zum Beispiel hier. Und als sie diese Botschaft hörten, traf es sie mitten ins Herz. Nicht im Kopf, sondern da unten. Oder Ostern ist auch noch nicht so lang her. Emma aus Jünger, Lukas 24, brannte nicht unser Herz in uns, als er, gemeint ist Jesus, mit uns redete und uns den Sinn der Schriften erklärte. Jesus erklärt denen was und die merken, da kommt was von innen hoch, nicht nur Verstand. An solchen und vielen anderen Stellen wird für mich deutlich, dass es bei der rettenden Botschaft von Jesus, das von dem Christen reden. Nicht darum geht, intellektuell einen Haken dran zu setzen, sondern sich von dieser alles verändernden Wahrheit existenziell berühren und verändern zu lassen. Das kann dich nicht mehr kalt lassen. Das, was Jesus am Kreuz für dich und für mich getan hat, was sein Opfertod, so sagt die Bibel, in der geistlichen Welt bewirkt hat, wirst du nie verstehen. Das sprengt jegliche Vorstellungskraft. Und deshalb ist das, was es auslöst, auch was, was unser Verstand eben nicht packen kann. Deshalb ist zum Beispiel der Friede Gottes in der Bibel ein Friede, der alles Verstehen übersteigt. Nicht, dass wir nichts dazu hätten. Man kann schon versuchen, dem irgendwie näher zu kommen. Aber wir raffen es nicht. Es geht so viel tiefer. Oder im Brief an die Epheser, bin ein großer Fan. Da schreibt Paulus davon, wir brauchen erleuchtete Augen des Herzens, was auch immer das ist. Unser Herz soll sehen lernen, damit wir auch nur annähernd begreifen können, wozu wir als Christen, als Kinder Gottes berufen sind. Und es tappt er dann eine ganze Weile aus. nur zwei Kapitel später, keine Angst, letzter Vers, den ich so raushaue, schreibt er von der Liebe Christi, das, was er macht, die alle Erkenntnis übersteigt. Jetzt bist du vielleicht jemand, der gerne denkt, ich denke auch gern, an irgendeinem Punkt auf der Suche oder auf dem Leben im christlichen Glauben darf man sich von diesem Punkt insofern verabschieden, dass man nicht mehr glauben muss, ich könnte das verstehen, also bis ins Letzte. Wir dürfen forschen und weiterkommen und so. Irgendwann kommt der Punkt, wo ich merke, es ist so tief, Gott ist so groß. Wir haben heute sehr viele Lieder über diesen großen Gott gesungen.
Speaker1
00:06:25
Schaffe ich nicht.
Mark Bühner
00:06:26
Ich habe mich oft gefragt, was motiviert denn Christen, die zum Beispiel verfolgt werden in der Welt? Oder wenn ich in die Bibel schaue, Paulus und viele anderen der ersten Christen, die sind ja wirklich bereit für ihren Glauben bis zum Äußersten zu gehen. Glaubst du wirklich, dazu reicht es, nur im Kopf zuzustimmen? Nur irgendwo eine Unterschrift gesetzt zu haben? Dem Vertrag stimme ich zu oder so. Leute, die ihren Glauben so begeistert, so fröhlich ausleben können, obwohl sie dafür echte Probleme kriegen und verlacht und verspuckt und was auch immer werden. Grausam verfolgt. Missionare, auch heute. Einer der vielen, vielen Texte in der Bibel, in denen zum Beispiel Paulus uns versucht, das zu beschreiben. Dieses lebensverändernde Geheimnis, was der Glaube auslöst, was der Glaube in uns ist. Das ist auch der für heute vorgesehene Predigtext aus dem Kolosserbrief Kapitel 1. Und den muss man hundertmal lesen. Also der ist richtig heftig. Da beschreibt Paulus zuerst intensiv, wie groß und wie heilig, wie unbeschreiblich allmächtig Jesus ist, ich lese mal einen kleinen Auszug von vor. Er, Jesus, ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Durch ihn ist alles erschaffen, was im Himmel und auf der Erde ist. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten, Alles ist durch ihn und zu ihm hingeschaffen. Denn Christus war vor allem und alles besteht durch ihn. Paulus kann hier gar nicht damit aufhören, von Jesus zu schwärmen als dem mächtigsten Wesen aller Zeiten. Als der ewige König über alles und jeden. Als der Schöpfer und Erhalter von Raum und Zeit. Und wenn man sich da so ein bisschen reinfuchst, merkt man, dem fehlen die Worte. Also Paulus ist ein schlauer Typ. Der ringt darum, das ausdrücken zu können, was er tief in sich drin erkannt hat, wovon er berührt ist. Jesus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Damit wird angedeutet, in Jesus wird plötzlich was sichtbar, was noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Und was eigentlich viel zu gewaltig, viel zu groß ist, als dass wir Menschen diesen übermächtigen Anblick aushalten könnten. Im Alten Testament gab es es immer wieder hier, was weiß ich, der Mose, der sagt, Gott, ich will dich sehen. Und Gott sagt, kannst du nicht, hältst du nicht aus. Es gibt einen guten Grund, warum Gott unsichtbar ist. Weil uns das überfordert, ihn in seiner Schönheit zu sehen. Das wissen die Juden, das wissen die Leute, denen Paulus da schreibt. Er ist das Ebenbild des eigentlich unsichtbaren, gewaltigen Gottes. Jesus ist der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Damit ist nicht nur gemeint, dass Jesus schon vor allem anderen existiert hat, also schon bevor die Welt geschaffen wurde, war er da, sondern auch, dass er dieser späteren Schöpfung autoritativ und von seinem Wesen her übergeordnet ist. Alle Dinge in dieser Welt, die wir erforschen und meinen erfassen zu können, sind auf ihre Art eingebettet in die Logik der Schöpfung, in die Strukturen, die es halt gibt, in die dimensionalen Grenzen. Ich weiß nicht, wie man es ausdrücken soll. Also es gibt Grenzen in dieser Welt, das hängt zusammen. Alles ist da eingebettet. Jesus ist es nicht.
Speaker1
00:10:09
Es gibt für Jesus keine Grenzen,
Mark Bühner
00:10:11
Es gibt für ihn keine Bedingungen, es gibt für ihn keine Naturgesetze, an die er sich irgendwie zu halten hätte, an die er gebunden wäre, weil es genau andersrum ist. Die Gesetze der Welt sind an ihn gebunden. Alle Gesetzmäßigkeiten existieren durch ihn und sind an sein Wesen und an seinen Willen gefesselt. Warum fallen die Dinge runter? Weil Jesus es so will. Versteht ihr? Das ist richtig groß. Zweimal betont Paulus hier in diesem Text, durch ihn, durch ihn, Jesus, ist alles erschaffen. Nichts, gar nichts entzieht sich seiner vollständigen Kontrolle, seiner Autorität. Und das gilt ganz bewusst, und jetzt wird es immer extremer, auch für jegliche Realität, die wir nicht raffen können. Und wo jeder Naturwissenschaftler irgendwann aufhören muss, wo unsere menschliche Vorstellungskraft an ihre Grenzen kommt und wir deswegen nur stücklesweise in Begriffen irgendwie arbeiten. Wie sagt der Paulus? Naja, das Sichtbare und das Unsichtbare, alles irgendwie. Throne, Herrschaften, Mächte, Gewalten. Was das ist, weiß kein Mensch. Versteht ihr? Das sind Begriffe für, was es da noch alles gibt, die das irgendwie zusammenfassen wollen. Aber es ist viel zu groß, viel zu unfassbar. Jede Existenz ist Jesus Christus untergeordnet. Und das, was irgendwelche Philosophen Realität nennen, die Wirklichkeit, in der wir leben, besteht nur, weil Jesus es so will. Er ist der Ursprung und er ist der Erhalter. Durch seine Hand lebt das aller Dinge. Alles besteht durch ihn. So, jetzt hoffe ich, ihr steinigt mich nicht. Das war jetzt so eine kleine Vorlesung oder so. Paulus redet hier offensichtlich von einer Größenordnung, die für uns Menschen völlig unbegreiflich ist. Die überwältigend sein muss. Also je mehr wir uns da reinbegeben, desto weniger raffen wir irgendwas. Wir wissen nur, wow, der ist noch größer, als ich jemals dachte. Unser Verstand ist schlicht nicht in der Lage, in solchen Dimensionen, in denen Gott und damit auch Jesus sich bewegt, denken zu können. Das entzieht sich unserer Fähigkeit. Warum reden wir trotzdem drüber? Warum ist es trotzdem so wichtig, dass wir uns mit solchen Dingen beschäftigen, bis uns das Hirn platzt? Ganz einfach, weil diese göttliche, alles sprengende Kraft Jesus nicht in unerreichbaren göttlichen Sphären geblieben ist, sondern in Jesus Christus zu uns gekommen ist. Was muss ich fürchten, solange ich weiß, dass er da ist? Jesus selbst oder Gott selbst kommt uns durch Jesus so nah, dass eine reale Beziehung zu diesem Unfassbaren möglich wird. Nüchtern betrachtet, völlig undenkbar. Also das sind qualitative Unterschiede zwischen dir und ihm. Das geht nicht. Er ist die Kraft, die das Universum zusammenhält. Und du? Ja, was bist du? Wer sind wir gegen diesen Gott? Ein Floh, eine Ermöbe, ein Staubkorn in der Unendlichkeit. Nichts, versteht ihr? Das ist die Differenz. Und trotzdem ist es tatsächlich passiert. Die Bibel sagt, der Immanuel, der Gott mit uns, ist gekommen auf die Welt. Und obwohl schon allein diese Tatsache, dass Gott Mensch wird, in Jesus, wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, unfassbar ist, überhaupt nicht gehen kann, ist Paulus hier, und das ist das Spannende an diesem Text, noch lange nicht am Höhepunkt angekommen. Also begeistert haut er eins ums Nächste raus, lohnt sich auch mal das ganze Kapitel zu lesen. Danach geht es um die Größe der Erlösung und was da am Kreuz passiert. Und dann, da gehen wir jetzt darauf ein, kommt Paulus zu dem, was er das krasseste Geheimnis von allem nennt. Das bringt er nämlich erst ganz am Schluss. Ich lese Abvers 25. Gott hat mich beauftragt, seiner Gemeinde zu dienen und euch sein Wort reichlich zu predigen. Ich soll das Geheimnis enthüllen, das seit Urzeiten allen Generationen verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen, gemein zu Christen, geoffenbart worden ist. Ihnen wollte Gott zeigen, welche Fülle von Herrlichkeit dieses Geheimnis unter den Völkern enthält, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit.
Speaker1
00:14:51
Ich weiß, wir
Mark Bühner
00:14:51
Tun es ultra schwer, solche Texte uns anzuschauen. Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Manch einer sitzt vielleicht da und sagt, Christus in euch, das habe ich schon mal gehört. Also gibt es auch andere, das kommt ein paar Mal vor in der Bibel. Gerade Paulus klingt zwar ein bisschen sperrig, so kann man das heute noch so sagen. Aber ja, ist halt so. Ganz ehrlich, wir haben keine Ahnung, wie krass das eigentlich ist. Dieser Gott in uns. Tausendmal verrückter als alle Matrix-Filme zusammen. Also das ist ganz anders. Seit Anbeginn der Zeit hätte niemand diesen Gedanken auch nur zu denken gewagt. Jedem war klar, wenn Gott, dann ist er gigantisch. Da hat Paulus uns gerade aufgezeigt, wie unfassbar mächtig und überdimensional Jesus als oberstes Prinzip aller Dinge einzuordnen ist. Unfassbar. Und jetzt behauptet er diese Fülle von Herrlichkeit. Das, was das gesamte Universum nicht in der Lage ist, fassen zu können, das lebt durch den Glauben in euch, in Christen.
Speaker1
00:15:57
Ich habe lange überlegt,
Mark Bühner
00:15:58
Weil mir fällt kein Bild ein, um das irgendwie klar zu machen. Aber wir sind ja gerade unter Wasser. Ich gehe in letzter Zeit gerne mal schwimmen. Mein kleiner Junge macht da so einen Schwimmkurs und dann habe ich ab und zu mal eine Stunde. Dann schwimme ich da meine Bahnen oder tauche mal ein bisschen. Hast du schon mal versucht, im Wasser so tief runterzutauchen, wie du nur kannst? Oder irgendwann haben das hoffentlich die meisten mal ausprobiert. Ich habe da Spaß dran und irgendwann merkst du, der Druck steigert sich immer mehr. Ja, wie tief war es der unten? Zwei Meter? Ein paar Zentimeter mehr? Ich weiß es nicht. Wenn du gut geübt bist, vielleicht noch mehr. Das ist nix. Verglichen mit dem Wasser, was es im Schwimmbad gibt oder was es im ganzen Ozean gibt, stellt euch vor, die Kraft des Atlantiks. So, all dieses Wasser könnte auf einen Punkt gebündelt werden. Also nicht nur die zwei Meter, die drüber waren, sondern diese Kraft. Der Planet würde zerplatzen, der würde das nicht aushalten können. Und dann macht ihr klar, dass diese unvorstellbar gigantische Energie von so viel Wasser lächerlich ist gegen die Größe, die Kraft, die Heiligkeit Gottes. Das schnippst ihr mit der Wimper weg. Wenn Paulus in seinen Briefen immer wieder davon redet, dass Jesus selbst in einem Christen wohnt, dann ist das keine hübsche Metapher, klingt irgendwie nett, er ist kein Motivationsspruch, ach komm, der ist doch noch irgendwie bei dir, sondern er meint das ganz genauso, wie er es sagt. Wenn du Christ bist, dann gilt auch für dich, dieser unvorstellbar mächtige Gott lebt in dir drin. Nein, das kannst du in seiner Tiefe nicht erfassen. Aber wenn du nur ein bisschen drüber nachdenkst, wirst du merken, wie das alles verändert von dem, was vorher war. In so ziemlich jeder Religion dieser Welt geht es im Kern immer um die Frage, was muss ein Mensch tun, um Gott näher zu kommen. Oder wenn es keinen realen Gott so gibt, sondern nur irgendwelche Energien oder Kräfte, dann geht es immer darum, wie muss ein Mensch hochwertig leben, um sich der göttlichen Energie des Universums oder wie auch immer man es nennt, als würdig zu erweisen. Langer Rede, kurzer Sinn, es geht immer darum, was tue ich? Damit ich dem näher kommen kann. Und die meisten versuchen, sich Gott zu nähern, indem sie sagen, okay, wir legen uns ins Zeug, lass uns mal einen hohen moralischen Standard ansetzen oder lass uns besonders viel beten oder meditieren, viel spenden, möglichst sozial sein, hilfsbereit sein. All solche Dinge, von denen wir glauben, das gibt uns Punkte. Dann kommen wir dieser Unendlichkeit näher. Und je nach Religion oder Kult gibt es dann noch alle möglichen Rituale oder sonstigen Vorgaben. Was kann ich tun? Ich tue was und dafür werde ich belohnt von diesem Allmächtigen da. Und wenn du diesen Gedanken mal zu Ende denkst und auf den christlichen Glauben anwendest, wirst du feststellen, der christliche Glaube ist keine Religion. Denn er betont genau das Gegenteil. Christ sein ist nicht das Befolgen von Regeln, sondern die innigste, nur denkbare Gemeinschaft mit Gott. Und das als Geschenk. Einfach so. Christus in dir, ohne dass du was für tun kannst. Das ist der Grund, warum Paulus hier so aus dem Häuschen ist. Warum er so bewegt ist. Weil er erkannt hat, die ganze gesamte christliche Hoffnung auf Herrlichkeit, wird hier zu einer absoluten Gewissheit, zu einer Sicherheit. Ich kann es mir niemals erarbeiten. Nicht du musst Gott erreichen und dich vor ihm beweisen, weil du ach so toll bist, sondern er hat dich erreicht. Christus in uns ist der Beweis, dass Gott uns annimmt, obwohl wir diesem Unwürdiger nicht sein könnten. Christus in uns, das ist die Garantie, dass unsere Beziehung zu Gott, er wohnt hier drin, er ist nicht nur Gast, er ist Bewohner, dass die auch bis in alle Zukunft hinein nicht von meiner Leistung abhängt, weil er ja von vornherein auch nicht wegen meiner Leistung eingezogen ist. Jeder Christ, sagt die Bibel, ist ein durch Gottes Gnade vollständig gereinigter Tempel, sodass diese Heiligkeit bei uns wohnen kann. Das bedeutet, all dein Versagen, all deine Schuld wurden am Kreuz eingetauscht gegen die Heiligkeit Gottes. Das, was Jesus war, wird jetzt uns zugerechnet und er kriegt das, was wir hatten. Schuld, Trennung, Strafe verdient. Wie krass ist das denn? Vielen Dank.
Speaker1
00:20:41
Ich behaupte, je mehr wir dem Heiligen Geist erlauben,
Mark Bühner
00:20:44
Uns dieses Tiefste aller Geheimnisse, dass dieser Gott in uns wohnt, aufzuschließen. So wie das beim Paulus offensichtlich passiert ist. Und er schwärmt davon. Desto mehr wird auch unser Herz merken, wir drehen uns um so viele Nonsenssachen, die überhaupt nicht wichtig sind. Desto mehr wird auch unser Herz ergriffen, vor Dankbarkeit brennen. Ein heiliges Ergriffensein, wie auch immer man es beschreiben soll, wird uns erfassen. Nicht nur im Kopf, sondern im Herz zu wissen, wenn Jesus in mir wohnt, dann hat er schon längst alles für mich vollbracht. Er ist die Hoffnung auf Herrlichkeit. Ich sage Amen und hoffe, es trifft. Ich bete. Jesus, du bist der heilige Gott. Nicht nur Mensch, nicht nur Lehrer, Quatsch. Die Heiligkeit selbst, alles besteht durch dich. Wir haben es gelesen. Ich check's nicht, es ist viel zu groß. Aber das auch nur zu erahnen, dass du der Allmächtige mich reinmachst, in mir wohnst und das Siegel dafür bist, der Beweis, der Beleg, dass du schon längst alles in Ordnung gebracht hast. Du, der Allmächtige, bist zu uns gekommen, weil wir es nie, nie zu dir geschafft hätten, wie auch. Herr, ich bitte dich, dass uns das neu ergreift, deutlich wird immer mehr, dass es uns berührt und dass wir merken, wie das Konsequenzen fordert. Wenn du sowas für mich tust, wie könnte ich dann abnicken und einfach weiterleben wie vorher? Herr, du bist alles. Danke, dass wir auch in allen Zweifeln und Sorgen, wir machen so viel falsch, so viel Bock, Mist, uns auf dich werfen dürfen und wissen, du bist die Garantie. Du bist die Hoffnung, die feste Gewissheit, was kommt. Herr, du bist unser ganzer, ganzer Halt. Schenke, dass das Realität wird. Amen. Ich danke euch fürs Zuhören. Kolosser 1 lohnt sich nochmal nachzulesen.