F4 Schwaigern

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Mark Bühner - SPRICH DEIN LETZTES GEBET - "Vergib ihnen!" | Folge 1 von 4

Mark Bühner reflektiert über das Kreuz in der Passionszeit, betont Jesu Tod und Auferstehung als Ausdruck großer Liebe und thematisiert Schuldleugnung als Hindernis für echte Veränderung im Glauben.

26.03.2025 23 min F4 Schwaigern, Mark Bühner

Zusammenfassung & Show Notes

SPRICH DEIN LETZTES GEBET - "Vergib ihnen!" | Folge 1 von 4

In dieser Lektüre geht es um die Gedanken und Reflexionen von Mark Bühner über die Passionszeit und die zentrale Bedeutung des Kreuzes im christlichen Glauben. Bühner beginnt mit der Feststellung, dass wir uns bereits seit zwei Wochen in der Passionszeit befinden und lenkt die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf die bevorstehenden Ostervorbereitungen. Er betont die fundamentale Rolle von Jesu Tod und Auferstehung, die das Herzstück des christlichen Glaubens bilden. Ohne dieses zentrale Ereignis verlieren alle anderen Aspekte des Glaubens ihre Bedeutung. Bühner ermutigt die Zuhörer, sich in den kommenden Wochen bewusst mit diesen Themen auseinanderzusetzen und zu reflektieren, was am Kreuz tatsächlich geschehen ist. Ein wichtiger Punkt in Bühners Ansprache ist die Bedeutung der Worte Jesu am Kreuz: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Diese Worte werden als Ausdruck einer außergewöhnlichen Liebe interpretiert, die im Angesicht des größten Leidens und der größten Ungerechtigkeit ausgesprochen wird. Bühner fordert seine Zuhörer auf, sich die erschütternde Szene am Kreuz vorzustellen und sich der enormen Bedeutung dieses Moments bewusst zu werden. Er thematisiert auch die menschliche Neigung, die eigene Schuld zu leugnen oder zu relativieren, und stellt fest, dass alle Menschen vor Gott schuldig sind. Der Redner nimmt sich die Zeit, die Beziehung zwischen menschlicher Sünde und dem Opfer Jesu am Kreuz eingehend zu erklären. Bühner illustriert die Unausweichlichkeit der Sünde und deren Folgen, indem er bildhaft darstellt, dass selbst der kleinste Makel das ganze Wesen eines Menschen in Frage stellt. Durch anschauliche Alltagsvergleiche macht er deutlich, dass Sünde nicht einfach durch gute Taten oder oberflächliche Verbesserungen ausgeglichen werden kann. Dies führt zu der zentralen Botschaft, dass Jesus am Kreuz den Austausch anbietet: Er nimmt die Strafe für unsere Schuld auf sich, damit wir wieder in Gemeinschaft mit Gott treten können. Im weiteren Verlauf der Lektüre beleuchtet Bühner die unvorstellbare Tiefe der Liebe Gottes, die sich im Opfer Jesu zeigt. Er verweist auf die prophetischen Voraussagen im Alten Testament, die bereits auf diese fundamentale Wahrheit hinwiesen. Die Vorstellung, dass Jesus für den Sünder stirbt, wird als das größte Geschenk von Gott dargestellt. Bühner führt aus, dass jeder, der sein Herz für diese Wahrheit öffnet, sein Leben grundlegend verändern wird. Er betont die Bedeutung der Annahme dieses Opfers und lädt die Zuhörer ein, sich für diese transformative Erfahrung zu öffnen. Abschließend ermutigt Bühner die Versammelten, in der bevorstehenden Passionszeit tiefer in die Realität des Kreuzes einzutauchen. Er appelliert an die Zuhörer, ihre Herzen für Gottes Liebe und Gnade zu öffnen, die uns durch das Kreuz angeboten wird. Bühner schließt mit einer Einladung zu einem Gebet, das die zentrale Botschaft der Lektüre zusammenfasst: die unermessliche Liebe Gottes und die transformative Kraft von Jesu Opfer.

Das und mehr erzählt uns Mark Bühner


 
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Intro und Outro: Sarah Reinwald

Produziert: Gideon Schmalzhaf

Transkript

Mark Bühner
00:00:20
Seid alle wach. Brich dein letztes Gebet. Wir befinden uns jetzt schon seit zweieinhalb Wochen in der Passionszeit. Und wenn es euch so geht wie mir, das kann einem ja völlig vorbeigehen, oder? Also wenn es jetzt nicht gerade an Ostervorbereitungen geht. Vier Wochen. In vier Wochen ist Ostern. Und ich hoffe, dass das den meisten von euch zumindest im Kopf, in der Theorie klar ist. Darum geht es im christlichen Glauben. Der Tod und die Auferstehung von Jesus, das ist das A und O. Wenn das nicht wäre, könntest du alles wegschmeißen. Das ist der Herzschlag von dem, was Christen glauben. Und so oft man auch denkt, man hat es verstanden, verinnerlicht oder so. Wenn das uns nicht antreibt, ist uns das Eigentliche verloren gegangen. Paulus hat mal gesagt, wenn die zwei Dinge, Tod und Auferstehung, wenn das nicht wirklich passiert wäre, wenn das nicht das Entscheidende ist, Dann kannst du den ganzen christlichen Glauben nehmen und klopp ihn in die Tonne. Alles andere, wie freundlich man zueinander ist, was für Wertmaßstäbe gibt, Verhalten und so, ist alles zweitrangig. Darum geht es zuallererst.
Speaker1
00:01:31
Und wir haben uns gedacht,
Mark Bühner
00:01:32
Dieses Jahr ganz bewusst eine Reihe vor Karfreitag, vor Ostern. Wir wollen diesen Dingen nachspüren, diesem Zentrum. Wir wollen uns in den nächsten vier Wochen ganz bewusst Zeit nehmen, uns innerlich neu darauf auszurichten. uns vor Augen zu halten, was ist da am Kreuz eigentlich passiert? Und die Frage ist immer wieder, lassen wir das an uns ran? Haben wir es nur hier oben verstanden oder verändert das unser ganzes Leben? Und so werden wir in den nächsten Predigten immer eine dieser letzten Aussagen von Jesus am Kreuz genauer unter die Lupe nehmen. Das erste hat Katrin schon angekündigt, was heute sein wird. Ich bitte euch, um zum Einstimmen, schließt doch mal eure Augen und versucht euch diese Szene am Kreuz vorzustellen. Stellt euch vor, ihr steht auf Golgatha. Das ist dieser Berg der Kreuzigung. Ein kleiner, hässlicher Kalksteinhügel und am Boden liegen drei Kreuze. Dann kommen römische Soldaten mit Jesus, mit einem entsetzlich zugerichteten Mann daher. Und überall tropft Blut, Schweiß, stinkt, offene Wunden. Und das Gesicht von ihm ist total zugeschwollen. Striemen über blaue Flecken, gar nicht schön. Dann reißen Soldaten ihm die Arme auseinander und sie nageln seine Hände am Querbalken fest. Und danach machen sie das gleiche auch mit seinen Füßen. Es gibt ein Kommandozeichen, das Kreuz wird aufgerichtet, sodass es steht, unten am Boden in einer kleinen Öffnung mit Holz verkeilt und da hängt er. Ringsherum um ihn rum ein Haufen neugieriger Gaffer, die läst und fluchen und lachen und direkt unterm Kreuz steht mit triumphierendem Blick die religiöse Elite und sie spotten laut. Und anderen hat er geholfen. Soll er sich doch jetzt einfach selbst helfen, wenn er wirklich der Retter ist, den Gott für uns bestimmt hat? Hönisches Gelächter. Alle beobachten sie diesen Mann am Kreuz und sie wundern sich. Warum schweigt der.
Speaker1
00:03:46
Nur so lange?
Mark Bühner
00:03:48
Doch jetzt öffnet den Mund. Seine Augen sind nach oben gerichtet und alle werden still, weil sie hören wollen, was er jetzt noch sagen will. Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Überall herrscht betretenes Schweigen. Damit hatte keiner gerechnet. Da hätte jetzt ja alles kommen können. ein lauter Schrei voller Schmerzen, Enttäuschung, Verbitterung, Versagen. Aber das, Worte wie aus einer anderen Welt. Und das ausgerechnet hier auf diesem Hügel, auf Golgatha. So etwas hatte man auf diesem Hügel noch nie gehört. Und vielleicht erinnert sich der ein oder andere aus der Menge daran, dass schon Johannes der Täufer ein bisschen zurück über Jesus ausgerufen hat, seht, dieser ist das Opferlamm Gottes, das die Schuld der ganzen Welt wegnimmt. Ihr dürft eure Augen wieder öffnen. Das Opferlamm, das die Schuld der ganzen Welt wegnimmt. Genau das passiert in diesem Moment. Jesus stirbt für uns, an unserer Stelle.
Speaker1
00:05:06
Ist euch bewusst,
Mark Bühner
00:05:07
Was das zuallererst mal bedeutet? Er stirbt für dich. Das bedeutet doch, aber erst.
Speaker1
00:05:14
Ich bin schuld.
Mark Bühner
00:05:18
Du bist schuld. Und jetzt kenne ich ja nicht jeden von euch so gut. Klingt nicht so angenehm. Vielleicht gehörst du auch zu den vielen, die das überhaupt nicht wahrhaben wollen. Und die sagen, bitte bleib mir weg. Hör auf, so schlecht bin ich doch gar nicht, oder?
Speaker1
00:05:35
Schaust auf dein Leben, ist doch okay.
Mark Bühner
00:05:37
Klar, jeder macht mal Fehler, irgendwas hast du schon auf dem Kerbholz. Aber da gibt es doch noch so viele, die sind viel schlimmer als du.
Speaker1
00:05:44
Du bist doch nicht schuld.
Mark Bühner
00:05:47
Römerbrief Kapitel 3, bekannter Vers. Es gibt hier keinen Unterschied. Alle haben gesündigt. Und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. In anderen Worten, es spielt überhaupt keine Rolle, für wie gut du dich hältst. Was du denkst, doch, ich kann auch was Schönes irgendwie vorleisten oder so. Du bist genauso schuldig wie wir alle. Wir alle haben uns von Gott losgesagt. Und jetzt kenne ich Menschen, die sagen, ja gut, meinetwegen, ein bisschen was habe ich ja, aber ich checke es trotzdem nicht. Meine Fehler können noch nicht wirklich der Grund dafür sein, dass Jesus am Kreuz sterben musste. Wo ist da der Zusammenhang? Ich rede häufig mit Menschen, die sagen, ja, Jesus ist gut und Vorbild ist gut und Moral ist gut und Bibel hat viele gute Sachen zu sagen. Aber das Kreuz, das check ich nicht. Warum muss das sein? Ich, als der Grund, warum Jesus sterben musste, die Bibel ist wie immer schonungslos ehrlich und sie sagt, doch, du, wir alle sind schuld. 2. Korinther 5, 21 Denn Gott hat den, der ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt. Wir sind schuld und anstatt, dass wir sterben, stirbt er. Und leider habe ich in Gesprächen ganz oft den Eindruck, dass wir das nicht so richtig zusammenbringen, dass ganz viele das nicht checken. Warum ist Gott so pingelig? Also wegen dem, was ich gemacht habe, ist nicht schön. Aber das? Gott soll sich doch mal nicht so anstellen mit meinen Fehlern. Kleines Bild in der Hoffnung, dass es deutlicher wird. Stell dir vor, draußen scheint dieser schöner, warmer Tag und du gehst raus und in deiner Hand hältst du ein leckeres Zitroneneis. Super lecker, da wirst du gleich dran lutschen. Und auf einmal schlägt da eine Taube. Könnt ihr euch vorstellen? Ihr ahnt es. Ich sag mal, die verrichtet im Flug ihr Geschäft. Und die Kacke landet auf deinem Eis. Du willst dich auf dem Hut haben, auf dem Kopf, auf dem Eis drauf. Dieses schöne, herrliche Eis. Jetzt will ich den unter euch sehen, der sagt, ach komm schon. Sei mal nicht so pingelig. Es sind ja nur ein paar Sprenkler. Ist auch noch die gleiche Farbe, also ein bisschen so weiß. Das merkst du beim Schlotzen wahrscheinlich gar nicht. Würde kein Mensch auf die Idee kommen, jedem von uns ist klar, dieses Eis ist im Eimer und es spielt keine Rolle, wie viel oder wie wenig Kleckse da drauf gelandet sind. Das will ich nicht in meinem Mund haben. Das hat ein Nichts mehr verloren, dieses Eis verdient, es weggeschmissen zu werden. Das kannst du nicht mehr brauchen. Die Herrlichkeit, die wir bei Gott haben sollten. Alles kaputt. Und ich weiß, es ist nur ein schwacher Vergleich. Aber so ähnlich ist es auch mit der Sünde. Da hat Gott uns so toll gemacht. Herrlich. Ebenbilder von ihm. Schön, wunderbar, so wie er uns haben wollte. Und schon der kleinste Tropfen Sprenkler-Sünde reicht aus. Und das ganze Ding ist im Eimer. Die ganze Herrlichkeit ist kaputt. Alles. Und nein, natürlich kann Gott da nicht sagen, ach das bisschen. Das Eis ist kaputt. Da kann Gott nicht sagen, ich nehme ein Taschentuch, rubbel so ein bisschen drüber und weg. Kein Problem. Sünde, egal wie viel oder wie wenig, zerstört uns komplett. Anderes Bild, das ist wie ein Krebsgeschüttel. Das ist ganz tief drin. Das ist wie Gift, das dein Herz von innen heraus tödlich, irreparabel vergiftet. Daran wirst du sterben. Das macht dich kaputt. Und das kannst du nicht dadurch beseitigen, dass du außenrum ein bisschen rumpolierst. Dein Taschentuch schnappst und sagt, ach komm, die Fassade schön anstreichen. Das gleiche gilt doch, wenn wir Menschen versuchen, unsere Sünden durch möglichst viele gute Taten irgendwie auszugleichen. Was hilft dir das schönste Make-up? Ach, was verhalte ich mich fromm. Und wie gehe ich mit Menschen um, wenn das Problem eigentlich dein kaputtes Herz ist? Wenn du eigentlich eine Herztransplantation brauchst. Ein neues Herz. Außenrum rumgepfusche, bringt gar nichts. Und das ist genau das, was Jesus am Kreuz tut. Er sagt, ich biete dir mein fehlerloses, gesundes Herz an, weil deins ist kaputt. Und ich tausche es mit dir. Gib mir dein Kaputtes und ich gebe dir meins. Die Folge ist, ich werde sterben an deiner Krankheit, an deinem Leiden. Damit du für immer leben kannst. Du hast dann mein Herz. Wer es sich ein bisschen in der Bibel auskennt, das ist genau das, was auch der Prophet Jesaja schon hunderte Jahre vorher angekündigt hatte, nur man hat es damals nicht verstanden, dass er gesagt hat, fürwahr, er trug unsere Krankheit und er lud auf sich unsere Schmerzen. Er kriegt das, was eigentlich mir zusteht. Und ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir uns das ganz bewusst vor Augen halten. Das passiert hier. Ich bin schuld. Jesus wurde nicht blutig ans Kreuz geschlagen, weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war, sondern eigentlich müssten du und ich dort hängen. Wir haben das verschuldet. Und Jesus geht freiwillig an dieses Kreuz. Er lässt sich von uns Menschen, für die er gekommen ist, foltern, bespucken, anspucken, verlachen. Und eigentlich wäre es logisch, dass er uns jetzt dafür hasst. Wenn jemand mit mir so umspringt, irgendwann rasch dich doch aus. Da hängt da am Kreuz seine Peiniger vor ihm, all die, die es ihm angetan haben und die spotten. Und selbst am Kreuz noch ruft er, Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Vater, vergib ihnen. Und Freunde, das ist Liebe. Deshalb tut er das. Johannes 4, Vers 10, auch halbwegs bekannt, darin ist Gottes Liebe zu uns offenbart worden, sichtbar, greifbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe. Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt und hat seinen Sohn gesandt zur Sühnung unserer Sünden. Ich habe mal die Geschichte von zwei Brüdern gehört, die einander ähnlich sahen wie ein Ei dem anderen. Und die waren sehr verschieden. Der Ältere war ein ruhiger, anständiger, bedachter Typ. Und der Jüngere war so das Gegenteil. Der war eher streitsüchtig, schnell emotional geworden, war häufig betrunken. Und eines Tages stellt euch vor, platzt dieser jüngere Sohn, dieser jüngere Bruder bei seinem Älteren in die Wohnung rein und er ruft verzweifelt, wie konnte das nur passieren, mein Leben ist ab jetzt vorbei. Ich habe eben in der Taverne im Suff jemanden totgeschlagen. Jetzt werden sie kommen und sie werden mich zur Strafe hinrichten. Bruder, es gibt nur einen Ausweg, ich muss weg von hier. Ich fliehe ins Gebirge und da bleibe ich so lange, bis Gras über die Sache gewachsen ist, bis man mich vergessen hat. Und er packt schnell seine sieben Sachen zusammen und er verschwindet. Nach etwa einem Jahr hält das nicht mehr aus, die Einsamkeit, auch die Schuld. Er hat jemanden auf dem Gewissen. Es plagt ihn und er kommt zurück in die Stadt. Er geht dort zum Richter und sagt, hier bin ich. Ich bin der Mörder, den ihr sucht. Und der Richter reibt sich irritiert die Augen und sagt, hä, wie kann das sein? Wir haben den Mörder doch bereits gehängt. Damals, gleich nach der Tat, ist er zu uns gekommen und hat gesagt, ich bin ich. Ich bin bereit, die gerechte Strafe auf mich zu nehmen. Sie entgegenzunehmen, was ich verdient habe. Und der jüngere Bruder schreit auf und sagt, nein, das darf doch nicht wahr sein. Mein Bruder war vollkommen unschuldig, der hätte keiner Fliege was zu Leide tun können. Nimm mich, nimm mich. Doch der Richter sagt, mein Sohn, ich habe gar keine Handhabe. Ich kann dich nicht bestrafen, die Schuld wurde gesühnt. Lebe also dein Leben und sei dankbar, was dein Bruder in Liebe für dich getan hat. Ist dir klar, dass Jesus genau das für dich getan hat, als er da am Kreuz hängt?
Speaker1
00:14:12
Du bist schuldig
Mark Bühner
00:14:14
Und zwar vollkommen. Und er hat die Strafe bereitwillig auf sich genommen, weil er dich liebt. Unendlich eindrucksvoll hat er am Kreuz bewiesen, meine Liebe zu dir ist stärker als die Liebe zu meinem Leben. Ich liebe dich mehr als alles, was ich bin und habe. Maxim Kado, vielleicht kennt ihr die einen oder anderen, hat mal gesagt, es waren nicht die Nägel, die Jesus am Kreuz festhielten, es war Liebe. Und ich finde diesen Satz richtig gut. Jesus hängt am Kreuz, festgenagelt und er allein hätte die Macht gehabt, jederzeit runterzusteigen. Ein Gedanke und die wären alle verpufft, die Nägel. Runterzusteigen und zu sagen, ihr könnt mich alle mal. Macht einen Scheiß doch alleine. Ihr Menschen habt euch diesen Mist ja auch selbst eingebrockt. Warum soll ich für euch? Doch in seiner unbegreiflichen Liebe zu dir und zu mir bleibt er hängen. Hält er durch bis zum Ende. Vater, vergib diesen brutalen Legionären. Vergib diesen stolzen und höhnenden Theologen, die da rumlachen. Vergib diesem sensationsgierigen Volk des Rumgaffts. und vergib auch Heiko und Judith und Beat und Marc und wie wir.
Speaker1
00:15:36
Auch alle heißen mögen.
Mark Bühner
00:15:37
Vergib. Leute, schaut auf Jesus am Kreuz. Man gewöhnt sich so schnell an Dinge, die man mal gehört hat.
Speaker1
00:15:45
Und ich sage euch,
Mark Bühner
00:15:47
Es gibt nichts Größeres, was wir je zu sehen bekommen könnten, als das, was da passiert. Ich weiß, wer tatbeseitet ist. Für den ist es ganz arg schwierig, grausam und brutal und so viel Blut und ganz schwierig. Doch das ist auch das größte und schönste Wunder, das es jemals geben wird. Niemals was Größeres. Und wisst ihr was? Dieses Opfer von Jesus war ja nicht umsonst, war nicht nur brutal und kaputt.
Speaker1
00:16:12
Sondern das, was Jesus
Mark Bühner
00:16:13
Hier für uns tut, das ändert alles. Ehrlich, es gibt Zeiten in meinem Leben, da höre ich das und ich glaube es auch.
Speaker1
00:16:23
Aber es berührt mich nicht.
Mark Bühner
00:16:25
Kennt ihr vielleicht. Ich glaube, das hat ganz viel damit zu tun, ob wir unsere Herzen und unsere Emotionen für dieses gewaltige Wunder verschließen oder ob wir sagen, Gott begeistert du mich neu. Öffne du mir die Augen, auch geistlich, für das, was hier passiert. Schenk mir, dass ich immer mehr ergriffen bin und erfassen kann, was du da am Kreuz für mich getan hast. Und ich merke es in meinem eigenen Leben, je mehr ich Gottes eraube und sage, ich will das an mich ranlassen, desto häufiger verschlägt es mir den Atem. Und ich kann Sachen schön benennen, aber sie sind noch so viel tiefer. Und ich begreife plötzlich, dass ich der letzte Honker auf dieser Welt bin, der Gottes Gnade verdient hätte. Und trotzdem darf ich wissen, mir ist vergeben. Jeder Fehltritt meines Lebens, all mein Versagen, immer und immer wieder, auch heute noch, hat Jesus für mich gesühnt. Vergib ihm, denn er weiß nicht, was er tut. Wie krass ist das denn? Zu wissen, ich bin befreit, denn der König der Herrlichkeit ist gekommen und er hat höchstpersönlich das Lösegeld für mich bezahlt und hat die Macht des Bösen gebrochen, der mich gefangen gehalten hat. Zu wissen, ich bin jetzt ein neuer Mensch, die Bibel sagt dazu, von neuem geboren. Denn wenn Gott mich anschaut, bin ich nicht mehr der, der ich vorher war. Dann sieht er nicht mehr den Sünder, der so viel verbockt hat und auch heute noch verbockt. Sondern er sagt, der Sünder, der ist ein für alle Mal gestorben. Und zwar am Kreuz, Kreuz von Golgatha. Sondern er sieht in mir dieses neue und makellose Herz, als Herztransplantation. Er sieht seinen Sohn in mir. Und er sagt, das ist mein Kind, mein geliebter Sohn. Das bin ich jetzt. Immer noch ein Mensch mit vielen Fehlern und der so viel verbockt. Aber was bin ich, mein Status? Ich bin Gottes Kind. Kann mir keiner nehmen, weil ich mir selbst durch mein ganzes dummes Verhalten. Das bedeutet doch, alles, was eigentlich Jesus zusteht, steht von jetzt an mir zu. Ich bin jetzt Gottes Kind. Das ist völlig verrückt, müsst ihr in der Bibel mal durcharbeiten. Alles, was Jesus zusteht, steht jetzt mir zu. Ausgerechnet ich bin jetzt erbberechtigt. Ausgerechnet ich habe jetzt ewiges Leben und werde am Ende wie selbstverständlich in der Herrlichkeit bei Gott sein dürfen, mit Privilegien ohne Ende. What?
Speaker1
00:18:59
Auch nur zu wissen,
Mark Bühner
00:19:01
Gibt deinem Leben eine Hoffnung, eine lebendige Hoffnung auf das, was kommt, die dich trägt. Da kommen so manche Stürme, so manche Dinge, die dich richtig aus der Bahn schmeißen wollen. Aber das zu wissen, mein Gott hat schon gesiegt. Ich bin jetzt schon Gotteskind. Ich weiß jetzt schon, wo ich landen werde. Und Gott wird mich durch alle Höhen und Tiefen meines Lebens hindurchführen, wird mir nicht immer gefallen. Aber am Ende bin ich bei ihm. Ich bin bei ihm. Und bis es so weit ist, wird Gott mich als sein Kind natürlich nicht allein lassen, sondern er schenkt uns den besten Tröster, den es nur gibt. Auch das ist kaum zu greifen, weil es eigentlich so ultraheftig ist. Zu wissen, der Heilige Geist wohnt in mir. In jedem Menschen, der das angenommen hat, der diesen Tausch, ja, mache ich mit. Gott selber im Heiligen Geist wohnt in mir und sagt, ich will dir helfen. Ich will dir beistehen in all diesen schweren Zeiten. Ich will dich korrigieren. Ich will dich verändern. Ich will in deinem Leben Schritt für Schritt bewirken, dass du lernst, Jesus ähnlicher zu werden. Auch andere Menschen so zu sehen mit den Augen Gottes. Also nicht nur vom Status nach Gottes Kind zu sein, sondern auch von dem, wie du wesensmäßig bist. Ich weiß nicht, ob du das erlebt hast in deinem Leben, dass du merkst, ich bin jetzt nicht mehr der, der ich vorher war, aber ich war es nicht. Da verändert sich was. Da Da ist auf einmal eine Liebe in dir, von der du weißt, von mir kann die nicht kommen. Da sind auf einmal um dich rum so viele Schwierigkeiten und Probleme.
Speaker1
00:20:28
Und du weißt, früher wirst
Mark Bühner
00:20:30
Du völlig ausgeteilt und richtig hebelig geworden. Und jetzt merkst du fast schon intuitiv, wie so eine innere Stimme, die sagt, nee, ich muss da keine Panik kriegen. Ich muss da keine Sorgen haben. Gott wird sich schon kümmern. Gott weiß, was er tut. Könnte diese kleine Auflistung hier jetzt noch sehr, sehr lange fortsetzen. Alles Folgen von dem, was da passiert. Was Jesus am Kreuz für uns getan hat, ändert buchstäblich alles. Und wer das an sein Herz ranlässt, der wird nie mehr derselbe sein. Amen für heute. Nächste Woche machen wir weiter. Ich bete. Oh, du großer, guter Gott.
Speaker1
00:21:12
Ich kann es nicht begreifen.
Mark Bühner
00:21:14
Wie kann es sein, dass du uns so sehr liebst, dass du bereit bist, alles aufzugeben, dass du am Kreuz hängst und alles Recht der Welt hättest, zu sagen, mir langt's, Vater, vergib ihnen, wenn sie wissen nicht, was sie tun. Deine Liebe ist so unermesslich groß. Danke, dass das mir gilt, dass das uns gilt, dass dein Angebot jedem gilt, egal was wir verbockt haben. Und Herr, ich bitte dich, dass wir dieses Jahr in der Passionszeit, in dieser Vorbereitungszeit viel, viel tiefer da reinwachsen dürfen, was das heißt. Öffne du uns die Augen mit deinem Geist, dass wir merken, darum geht es. Alles andere ist nebensächlich. Und wenn wir dieses Angebot noch nicht angenommen haben, dann öffne du uns die Augen dafür, das oder nichts. Das ist alles.
Speaker1
00:21:57
Herr, mach du
Mark Bühner
00:21:57
Uns das lieb, was du für uns getan hast. Veränder du uns. Deine Liebe ist so unbegreiflich groß. Du, der perfekte Retter, der das alles für uns tut. Herr, geh du uns nach und schenk, dass die Predigt morgen nicht verpufft ist. Sondern Schritt für Schritt unser ganzes Leben umgewälzt wird von dieser Erkenntnis, von diesem immer mehr greifen können. Du bist so groß. Danke, danke, danke.
Speaker1
00:22:22
Amen.