Mark Bühner - Skandalös! | Der wahre Jesus (Teil 1 von 5)
Zum Start der neuen Predigtreihe "Der wahre Jesus" wird eine Eigenschaft Jesu betrachtet, die sich in Matthäus 12, 9-14 zeigt, als er am Sabbat in der Synagoge heilt.
18.03.2026 28 min F4 Schwaigern, Mark Bühner
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Skandalös! - Der wahre Jesus
In dieser Predigt geht es um die tiefgreifenden Herausforderungen und Provokationen, die Jesus während seines Wirkens erlebte. Mark beginnt mit der Feststellung, dass viele seiner Zeitgenossen nicht nur positive Reaktionen auf Jesus zeigten, sondern auch oft mit Unverständnis oder Ablehnung auf seine Lehren reagierten. Die zentrale Frage, die er aufwirft, ist: Wie war der wahre Jesus wirklich? Während der Vorbereitung auf Ostern beschäftigt sich die Predigtreihe mit der wahren Natur Jesu und dem Konflikt, den er mit den gesellschaftlichen Normen und religiösen Erwartungen seiner Zeit hatte.
Mark beleuchtet, dass Jesus keineswegs nur eine sanfte und freundliche Figur war. Vielmehr trat er immer wieder in Konfrontation mit den Traditionen seiner Zeit und stellte gesellschaftliche Normen in Frage. Sein Verhalten wird als provokant beschrieben, da er bewusst gegen die strengen Sabbatregeln verstieß und damit das religiöse und kulturelle Identitätsgefühl der Juden herausforderte. Der Sabbat, als zentrales Element der jüdischen Identität, ist für Jesus nicht nur ein Gesetz, sondern ein Zeichen von Freiheit und Liebe gegenüber den Menschen. Mark veranschaulicht dies mit einem Beispiel: Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer verdorrten Hand, was als eine direkte Provokation gegenüber den religiösen Autoritäten seiner Zeit gedeutet werden kann.
In seiner Analyse geht Mark weiter und erklärt, dass das heutige Verständnis von Glaube und Religion oft durch persönliche Interessen und gesellschaftliche Konventionen geprägt ist. Er ermutigt die Zuhörer, darüber nachzudenken, wie diese Dynamiken in der eigenen Glaubenspraxis wirksam sein könnten. Jesus jedoch setzt sich für die Menschen ein, und diese Menschlichkeit steht stets über den Regeln und Traditionen. Mark fordert die Anwesenden auf, ihre eigene Haltung zu hinterfragen und zu erkennen, dass wahre Spiritualität nicht in der Einhaltung von Regeln, sondern im Dienst an den Mitmenschen besteht.
Abschließend ruft Mark Bühner dazu auf, die Einladung Jesu nicht nur als theoretisches Konzept zu sehen, sondern als praktischen, lebensverändernden Aufruf zur Radikalität in der Nachfolge. Der Glaube sollte unser ganzes Leben durchdringen und nicht auf äußerliche Praktiken beschränkt sein. Die Predigt schließt mit einem Gebet, in dem um ein tieferes Verständnis und um die Bereitschaft gebeten wird, die Erwartungen und Normen des eigenen Lebens zu hinterfragen und Platz für die transformative Kraft Jesu zu schaffen.
Das und mehr erzählt uns Mark Bühner
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Intro und Outro: Sarah Reinwald
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In dieser Predigt geht es um die tiefgreifenden Herausforderungen und Provokationen, die Jesus während seines Wirkens erlebte. Mark beginnt mit der Feststellung, dass viele seiner Zeitgenossen nicht nur positive Reaktionen auf Jesus zeigten, sondern auch oft mit Unverständnis oder Ablehnung auf seine Lehren reagierten. Die zentrale Frage, die er aufwirft, ist: Wie war der wahre Jesus wirklich? Während der Vorbereitung auf Ostern beschäftigt sich die Predigtreihe mit der wahren Natur Jesu und dem Konflikt, den er mit den gesellschaftlichen Normen und religiösen Erwartungen seiner Zeit hatte.
Mark beleuchtet, dass Jesus keineswegs nur eine sanfte und freundliche Figur war. Vielmehr trat er immer wieder in Konfrontation mit den Traditionen seiner Zeit und stellte gesellschaftliche Normen in Frage. Sein Verhalten wird als provokant beschrieben, da er bewusst gegen die strengen Sabbatregeln verstieß und damit das religiöse und kulturelle Identitätsgefühl der Juden herausforderte. Der Sabbat, als zentrales Element der jüdischen Identität, ist für Jesus nicht nur ein Gesetz, sondern ein Zeichen von Freiheit und Liebe gegenüber den Menschen. Mark veranschaulicht dies mit einem Beispiel: Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer verdorrten Hand, was als eine direkte Provokation gegenüber den religiösen Autoritäten seiner Zeit gedeutet werden kann.
In seiner Analyse geht Mark weiter und erklärt, dass das heutige Verständnis von Glaube und Religion oft durch persönliche Interessen und gesellschaftliche Konventionen geprägt ist. Er ermutigt die Zuhörer, darüber nachzudenken, wie diese Dynamiken in der eigenen Glaubenspraxis wirksam sein könnten. Jesus jedoch setzt sich für die Menschen ein, und diese Menschlichkeit steht stets über den Regeln und Traditionen. Mark fordert die Anwesenden auf, ihre eigene Haltung zu hinterfragen und zu erkennen, dass wahre Spiritualität nicht in der Einhaltung von Regeln, sondern im Dienst an den Mitmenschen besteht.
Abschließend ruft Mark Bühner dazu auf, die Einladung Jesu nicht nur als theoretisches Konzept zu sehen, sondern als praktischen, lebensverändernden Aufruf zur Radikalität in der Nachfolge. Der Glaube sollte unser ganzes Leben durchdringen und nicht auf äußerliche Praktiken beschränkt sein. Die Predigt schließt mit einem Gebet, in dem um ein tieferes Verständnis und um die Bereitschaft gebeten wird, die Erwartungen und Normen des eigenen Lebens zu hinterfragen und Platz für die transformative Kraft Jesu zu schaffen.
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Transkript
Und damit kommen wir direkt zur Predigt. Gotteslästerer, wie kannst du es wagen?
Was stimmt nicht mit dir?
Ich bin mir sicher, das sind alles Sätze, die hat Jesus gehört.
Und zwar nicht nur einmal zu Lebzeiten.
Da zieht er durch die Lande und das sind Reaktionen, die er zum Teil bekommt.
Wenn wir uns hier so fragen, wie war Jesus? Dann stellen wir uns immer jemanden
vor, mit dem du eigentlich mal super guten Kaffee trinken könntest.
Weil der ist so nett. Oder so umgänglich.
Da gibt es keinen Widerstand zwischen dir und dem, sondern irgendwie ist das stimmig.
So wie Jesus in der Bibel beschrieben wird, war der bestimmt auch nett.
Aber offensichtlich nicht nur. Sondern gab es ganz viele Bereiche,
wo die Leute angeeckt sind.
Und damit sind wir mittendrin in genau dieser Predigtreib. Der hat jetzt angekündigt,
der wahre Jesus. Wie war Jesus wirklich?
Vorbereitung auf Ostern ist nicht mehr so lange hin. Aber das ist unsere Frage.
Was ist damals wirklich passiert?
Wie haben wir uns das wirklich vorzustellen, als Jesus mit seinen Jüngern durch
das Land zieht und obwohl er doch, wie wir ja wissen, so viel über Liebe redet
und über Barmherzigkeit und wie man sozial sein soll und so.
Er trotzdem so viele Probleme verursacht, so viele Leute vor den Kopf stößt,
dass er zur Strafe für seine Lehre am Kreuz nachher landet.
Das müssen wir irgendwie zusammenkriegen. Ist er jetzt nur nett und lieb oder
irgendwie auch gar nicht?
Ich bin häufig mit allen möglichen Menschen im Gespräch, auch mit manchen von
euch und so. Und dabei fällt mir das regelmäßig auf.
Ich sage es mal,
Nicht bei euch, keine Angst, wer weiß, wie viele unserer Bilder von Jesus,
wie viele unserer Vorstellungen ziemlich an dem vorbeigehen,
was die Bibel als Realität beschreibt.
Wenn der wahre Jesus eines nicht war, dann ist das harmoniebedürftig.
Also ich passe mich an, an alles, was ihr irgendwie hören wollt.
Der rennt in der Bibel von einem Konflikt in den nächsten rein,
gerade wie als würde er Streit wollen.
Stellt euch jemanden vor, der immer streitet.
Vielleicht wisst ihr jemanden, vielleicht auch einen frommen Menschen.
Die sind oft ganz schön anstrengend, oder?
Die ganze Zeit so nervig und schon wieder was. Jesus will anscheinend streiten,
weil das passiert einstmal und schon wieder.
Jesus gehört nicht zu denen, die sich an ihre Mitmenschen anpassen, an die Erwartungen.
Nicht zu denen, die sich politisch korrekt verhalten, damit ihnen keiner nachher
an den Karren fahren kann.
Sondern Jesus, der Jesus der Bibel, konnte so richtig unbequem sein.
Und ich finde auch am heutigen Bibeltext, wir haben ihn einmal gelesen gehört
und jetzt in The Chosen ein bisschen szenisch dargestellt gesehen,
da wird es schon auch deutlich, dieses Unbequeme.
Da geht Jesus also in so eine Synagoge. Er ist Jude, der weiß ganz genau,
was da von ihm erwartet wird, gesellschaftlich, welche Sitten und Gebräuche da üblich sind.
Und aus jüdischer Sicht bricht er eine religiöse Regel nach der anderen,
weil ihn das nicht juckt. Also mit voller Absicht.
Das ist was, das in den Evangelien überaus deutlich rauskommt.
Der erste Gedanke für heute. Der wahre Jesus provoziert.
Also er hält sich mit Absicht so, dass das irgendwie Leute stresst, was rauskitzelt.
Vor allem, wenn es um gesellschaftliche Normen und um traditionelles Verhalten
geht. So verhalten wir uns hier halt.
Ich habe mir gedacht, lass uns doch mal versuchen, das mit dem Sabbat,
das ist ja dieses Hauptthema hier, aus der Sicht der Leute von damals zu sehen.
Dann sind wir vielleicht näher dran, wie wenn wir denken, naja,
das sind halt irgendwelche komischen Gepflogenheiten.
Zur Zeit von Jesus gab es jede Menge super strenger Sabbatgebote.
Und es waren nicht einfach nur gesetzliche Vorgaben von irgendwelchen religiösen
Spinnern oder Fanatikern.
Sondern diese Gebote rund um den Sabbat waren super zentral für jeden Juden.
Ein zentrales Element religiöser und kultureller Identität, so könnte man es zusammenfassen.
Ihr müsst euch vorstellen, das Einhalten des Sabbat, das war ein Erkennungszeichen, du bist Jude.
Also wer sich dran hält, der gehört zu Israel. Wer sich nicht dran hält, bricht mit allem.
Auch gegenüber den anderen Völkern. Okay, die Juden, was waren die?
Die sind beschnitten und die gehen am Sabbat, also strenge Regeln.
Das waren so die Zeichen.
Zur Zeit von Jesus wissen wir ja, die Römer haben geherrscht in Israel.
Da wurde das mit dem Sabbat noch mal stärker, auch zu einem Zeichen von Nationalstolz
und Zeichen von Widerstand.
Wer sich an den Sabbat hält, drückt damit aus, wir passen uns nicht an.
Wir werden unseren Glauben und unsere Kultur nicht mit der der Römer vermischen.
Das wollen die, das haben die schon in zig anderen Ländern und Regionen auch gemacht.
Wir vermischen mal die Kulte und dann gibt es keinen Stress mehr.
Wir nicht, mit uns nicht.
Wir sind Juden. Wir bleiben unserem heiligen Gott treu. Und deswegen halten wir uns an diese Regeln.
Wir müssen das so denken, der Sabbat wurde zu einer Art Prüfstein.
Ist dein Glaube echt oder nicht?
Wer den Sabbat bricht, wurde als ein Verräter angesehen.
Am Glauben, an der Kultur und nicht zuletzt an der Nation, also am eigenen Volk.
Das bedeutet, die Sabbatgebote peinlichst genau einzuhalten,
war damals für jeden Juden von existenzieller Bedeutung.
Das war denen so wichtig.
Und dann kommt dieser Jesus daher. Und auch ein Jude, auch fromm erzogen,
stellt dieses komplette System durch sein Verhalten in Frage.
Und jetzt nicht, indem er mal ein paar Thesen an die Tür hämmert oder so,
man kann mal drüber nachdenken, sondern indem er sich krass rebellisch dagegen
auflehnt durch das, was er tut.
Einfach so. Ich glaube, wenn man sich da mal ein bisschen rein denkt,
kann man schon verstehen, warum die sich angegriffen gefühlt haben oder auf
den Schlips getreten gefühlt haben.
Gleichzeitig ist es so schwierig, das ist so lange her wie heute.
Können wir uns irgendwie vorstellen, es ist fast unmöglich, diesen gigantischen
Stellenwert des Sabbats für uns in seiner Tiefe nachvollziehen zu können.
Das hat viel mit unserer Kultur zu tun, viel mit unserem Individualismus und so.
Uns ist nichts mehr als Kultur so heilig wie denen der Sabbat.
Ich habe lange überlegt, wie könnte man das irgendwie heute übertragen.
Der Vergleich hinkt an manchen Stellen, aber ich bringe ihn trotzdem.
Stellt euch vor, dieses Verhalten von Jesus, was er hier an den Tag legt und
was er oft an den Tag legt, wenn es um den Sabbat geht,
ist ungefähr so skandalös, wie wenn ein Pfarrer an einem wichtigen Feiertag
wie Weihnachten mit der Motorsäge in den Gottesdienst kommt.
Und dann fängt er an, Kreuz, Altar, was auch immer da rumsteht,
an gefühlt heiligen Dingern, wie auch immer, mit der Motorsäge zu bearbeiten
und klein zu hacken. Also stellt euch das mal wirklich vor.
Ihr seid im Gottesdienst und
erwartet einen würdevollen Heiligabendgottesdienst und dann passiert das.
Da würden wir schon auch Reaktionen zeigen, die nicht nur lachen mehr.
Also zumindest die, die irgendwie selber sich als christlich,
fromm oder so bezeichnen würden, die würden einen richtig kräftigen Aufschrei
darauf irgendwie reagieren.
So ähnlich muss es für die damals gewesen sein. Was der Pfarrer da macht, Gotteslästerung.
Wie kann der es wagen, so mit dem hier umzugehen? Was stimmt nicht mit dem Kerl?
Und schon klar, Jesus hat nicht das Ziel, irgendwie Gefühle zu verletzen.
Der macht es nicht, damit die einfach sich alle aufregen.
Sondern er will durch sein Verhalten ja was ausdrücken. Er will ein Statement setzen.
Und bevor wir uns das näher anschauen, was genau seine Absicht ist,
dieses Provozierende auch mal bei uns zuzulassen, ist euch klar,
dass Jesus mit seiner Lehre auch heute noch mega gegen den Zeitgeist geht.
Also wie gesagt, wir haben nichts, was so krass ist wie der Sabbat.
Aber wenn wir das ernst nehmen, was Jesus in der Bibel sagt,
haben wir ganz, ganz viele Punkte, wo er auch heute noch provoziert ohne Ende.
Nicht nur mit der Botschaft am Kreuz, Leistung reicht nicht,
du brauchst diese Rettung, sondern auch mit ganz vielen, was bei uns Gang und Gäbe ist.
So vieles an unserem Wertesystem, an unserem Rechtssystem, stellt Jesus in Frage
durch das, was er bringt.
Können es alles mögliche nennen, keine Ahnung, können auch selber drüber nachdenken.
Unsere lockere Sexualmoral,
gesellschaftliche Einstellung zum Wert ungeborenen Lebens, unser verkrampftes
Streben in der Gesellschaft nach mehr, mehr, du brauchst mehr Macht,
du brauchst noch ein größeres Haus, du brauchst mehr Unabhängigkeit.
Gesundheit ist mein ganzes Glück, Geld, Einfluss, ganz viele Themen,
die Jesus anspricht, wo wenn wir sie ernst nehmen, wir merken, ist gar nicht so ohne.
Der Jesus der Bibel, der wahre Jesus, ist so ganz anders als die Welt.
So ganz anders als viele Dinge, an die auch wir uns immer mehr gewöhnen,
weil der Nachbar macht es doch auch.
Und sein radikaler Anspruch, warum er das so machen kann, Damals wie heute lautet,
naja, ich bin der Herr da drüber.
Direkt im Satz da davor, vor dem Predigtext sagt er, ich bin der Herr über den
Sabbat, der Menschensohn.
Im weiteren Verlauf wissen wir,
Er sagt, ich bin Gott. Vorher gesagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das
Leben. Diese ganz viele Wörter, wo Jesus das klar macht, was seine Autorität ist.
Jesus sagt, ich bin der Chef und deswegen darf ich in dein Leben reinreden. Ich bin Gott.
Ich, Jesus, will in deinem Leben die oberste Autorität sein.
In allen Bereichen, auch die, wo du in deinem Leben vielleicht lieber eigene Wege gehen würdest.
Es gibt keinen Mittelweg, so ein bisschen Chef oder so.
Sondern Jesus sagt, auch mal in der Bibel, entweder du bist für mich oder du bist gegen mich.
Glaube ist eigentlich eine ganzheitliche Sache. Wir müssen das zwar immer mehr
lernen, aber das ist sein Anspruch.
Der Glaube an den wahren Jesus ist damit sehr viel mehr als ein harmloses,
philosophisches, religiöses Hobby, das man halt am Sonntag ausleben kann.
Sondern er ist der Herr in jedem Lebensbereich, an jedem Tag.
Er ist nicht nur der Retter, sondern auch der König.
Die Pharisäer waren schlaue Typen, die waren gebildet in der Bibel,
die konnten was anfangen mit solchen Sätzen von Jesus und die haben relativ
früh begonnen zu verstehen, dass das, was Jesus sagt, eine sehr,
sehr hohe Autorität für sich beansprucht.
Und deswegen wussten sie auch, das ist nicht harmlos.
Du kannst nicht sagen, der sagt, ich bin Chef. Na ja, gut, soll er doch.
Sondern entweder er hat recht oder er hat nicht recht.
Und ihre Reaktion ist auf diese Provokation von Jesus. Sie wappnen sich zum Gegenangriff.
Vom Bibeltext her oder hier Jesus, was denkst du, ist es erlaubt,
am Sabbat zu heilen? Ist eine Fangfrage.
Weil offensichtlich hat er das schon auch ein paar Mal gemacht.
Und ich finde es so cool, wie Jesus dieses Fiese von ihnen gebraucht,
um in ihre eigene Doppelbödigkeit vor Augen zu führen.
Er dreht den Spieß um und antwortet, naja, wenn ihr ein Schaf hättet,
einem Schaf würdet ihr doch auch sofort helfen, wenn es am Sabbat in eine Grube fällt.
Ist ein Mensch denn nicht mehr wert als ein Schaf.
Indem er ihnen das klar macht, beim Schaf macht das doch auch,
Mensch, müsste doch logischerweise auch geholfen werden können.
Dadurch entlarvt er dieses ganze religiös-kulturell gezogene Sabbatsystem,
etwas, was im Kern lieblos ist und scheinheilig ist.
Und ich würde sagen, das ist das zweite Erkennungsmerkmal von Jesus in der Bibel,
der wahre Jesus entlarvt.
Er provoziert, kitzelt uns raus und dann entlarvt er so vieles an dem,
was bei uns völlig falsch läuft, was wir uns vielleicht angewöhnt haben,
aber gar nicht richtig die Wahrheit ist.
Es gab damals, wie gesagt, jede Menge bis ins Detail ausgearbeiteter Zusatzlehren
zum eigentlichen biblischen Sabbatgebot. Das steht ja in der Bibel drin.
Sollst den Feiertag heiligen, sollst nicht arbeiten, sollst nicht ausruhen.
Und vieles von diesen zusätzlichen Geburten, was die dann kulturell so daraus
gemacht haben, das fällt uns heute ganz arg schwer.
Die sind aus unserer Sicht kaum mehr nachvollziehbar, sind ganz seltsam.
Ein paar Beispiele. Zum Beispiel war es damals erlaubt, am Sabbat auf einen Stein zu spucken. Okay.
Oder auch in den Gefäß oder so. Aber auf Erde zu spucken, war streng verbunden.
Denkt mal mit. Warum? Also habt ihr eine Idee? Warum? Warum ist das irgendwie
ein Problem zum, du sollst nicht arbeiten?
Bewässerung, ja, in die Richtung geht es tatsächlich. Also wenn das auf Erde
fällt, dann sorgt das ja dafür, dass da was wachsen kann.
Und die Rabbiner haben gesagt, das ist die Vorstufe zum Pflügen.
So, also der Speichel weicht die Erde auf und so, ich glaube,
ihr habt es verstanden. Es gab eine andere Regel, die hat besagt,
Getreidekörner darfst du mit deinem Mund zerkauen.
Denn Essen ist ja erlaubt. Aber diese Körner am Sabbat zu pflücken?
Verboten? Oder noch schlimmer, sie in deinen Händen zu zerreiben? Verboten? Warum?
Pflücken ist quasi Ernten. Also das ist ja wie, als würdest du da hier Sense
auspacken und alles einsammeln.
Und Körner zu zerreiben, haben sie gesagt, das ist Dreschen.
Also da holst du ja eigentlich die Schale weg und so, genau.
Aus unserer Sicht total detailversessen, übertrieben, also kommen wir nicht drauf klar.
Und der Witz ist, es gab nicht nur zig solcher Regeln bis ins Detail runter,
sondern es gab parallel zu diesen Sabbatgeboten auch jede Menge, ich sag mal.
Kreativer, spitzfindiger Ausnahmeregelungen, die dafür gesorgt haben,
dass du im Alltag doch praktisch sehr viel machen konntest.
Die Idee dahinter war, praktisch umgehen wir die Regeln, formal halten wir sie ein.
Zum Beispiel gab es den sogenannten Sabbatweg.
Kann man sich irgendwo denken, niemand durfte am Sabbat weiter sich von seinem
Wohnort entfernen als 2000 Ellen, das sind umgerechnet ein bisschen mehr als 900 Meter.
Aber, Problem, ja was mache ich denn jetzt, wenn zum Beispiel die Synagoge,
was damals häufiger der Fall war, außerhalb des Ortes liegt?
Was mache ich, wenn ich am Sabbat Verwandte besuchen will und die sind halt
weiter weg als 900 Meter?
Was mache ich, wenn ich am Sabbat nach meinen Tieren gucken will oder auf die Felder raus möchte?
Irgendwie muss ich das ja gehändelt kriegen. Die Idee, Trick 17,
wir verlegen den Wohnort symbolisch.
Die Rabbiner haben gesagt, dort wo jemand isst oder zumindest die Hauptmahlzeit
zu sich nimmt, dort wohnt er ja, oder? Also du wirst dein Mittagessen ja zu Hause essen.
Also musst du, bevor der Sabbat beginnt, genug Essen an einem Punkt außerhalb des Dorfes deponieren.
Und dann kannst du symbolisch sagen, das ist mein neuer Wohnort.
Da kann ich also hin und ab da nochmal 2000 Ellen weitergehen.
Das Sabbatgebot wird formal eingehalten. Aber wenn man mal darüber nachdenkt,
Inhaltlich, in seinem eigentlichen Sinn, ruht dich aus. Völlig entleert.
Eine weitere Ausnahmeregelung zu diesem Sabbatweg bestand darin,
dass man einfach einen dünnen Faden oder einen Draht genommen hat.
Und damit konntest du jetzt ein größeres Gebiet, in der Regel innerorts, umspannen.
Und dann hat der Rabbiner gesagt, das ist jetzt wie Zäune.
Symbolisch angedeutet. Du hast dein Gebiet umspannt.
Du wohnst jetzt einfach großflächiger. So, dann kannst du innerhalb von diesem
Gebiet machen, was immer du willst, weil es ist ja deine Wohnung.
Und da gab es einen Haufen so Zeugs. Ich mache jetzt nicht weiter.
Versteh mich nicht falsch, wir lachen da jetzt, weil wir denken,
wer kommt denn auf sowas?
Da waren Leute dahinter, die sich wirklich gedacht haben, wie kann ich Gottes
Gebote ehren und gleichzeitig leben? Wie kriege ich das irgendwie hin?
Und wenn man mal tiefer bohrt, jedes Land, jede Kultur, auch wir,
auch christliche Gemeinden, wir haben immer unsere Regeln und Ordnungen,
von denen wir denken, das ist formal gut, so kann man vielleicht miteinander leben.
Und die ist auch bei uns anders, als sie in Israel ist.
Und die ist auch anders als manche Christen, die in Vietnam leben oder in Brasilien.
Also wenn ihr mal durch die Welt reist, stellt ihr fest, bei euch bedeutet christlich
zu leben das und bei uns bedeutet es was ganz anderes.
Es gab früher mal Zeiten, da war das in Deutschland relativ scharf,
zum Beispiel, wenn es um Rauchen und Alkohol ging. Ich weiß nicht,
ob man das heute noch so deutlich sagen kann. Wir bewegen uns ja viel mehr.
Aber es gab mal Zeiten, da war es klar, so im Norden und Osten von Deutschland,
da rauchen die Frommen, kein Problem.
Während die im Süden gesagt haben, hey, du schadest deinem Körper,
Tempel des Heiligen Geistes, bla bla, geht nicht.
Und andersrum war es mit dem Alkohol.
Da sind wir jetzt ja auch Vorreiter, würde ich sagen, hier in Schweigern.
Also, dass die südlichen Christen haben gesagt, ja, ja, Jesus hat Wein getrunken,
Wein ist kein Problem, Alkohol ist kein Problem.
Und viele im Osten oder im Norden Deutschlands haben gesagt,
hä, ein Frommel würde doch niemals Wein trinken.
Hat viele auch mit der Gegend jeweils zu tun, was Alkohol mit einem Menschen
machen kann, was die Geschichte mitspielt.
Aber es wurde zu einer Regel, die traditionell klar ist, das macht man doch nicht.
Ich wette, wenn ich euch fragen würde, wie schaut es mit Drogen aus,
würden die meisten auch sagen, nee, als Christ, Finger weg.
Ihr würdet euch wundern, was es in anderen Gegenden der Welt gibt,
wo das nicht so das Problem ist, weil man kulturell da anders mit umgeht und
schnell sind wir die Arroganten zu denken, so wie wir es leben,
ist das einzige Maßstab für diese Welt und so ist es nicht.
Es ist okay, dass wir andere Glaubenskulturen pflegen, wir brauchen das auch,
wir brauchen Regeln und Ordnungen.
Das ist nicht das eigentliche Problem,
Dass es Regeln gibt, wo jemand denkt, so hilft mir das, um ein Glauben zu leben.
Jesus ist kein Gegner von Traditionen. Der hat selber auch etliche Traditionen
sehr treu eingehalten, mit denen wir nicht mehr so viel anfangen können.
Jesus ist kein Gegner von religiöser Ordnung, die helfen soll.
Jesus hat ganz sicher nichts gegen das biblische Sabbatgebot.
Steht ja in der Bibel drin.
Aber Jesus ist ein absoluter Feind jeglicher Scheinheiligkeit.
Dem Schein so tun, aber in Wirklichkeit ist alles ausgehöhlt.
Wer sagt, ich bin Christ, aber ich bekenne mich nur äußerlich zu Gott,
zu seinem Willen, zu seinen Geboten in der Bibel.
Aber innerlich suche ich die ganze Zeit nach Schlupflöchern,
um machen zu können, was immer ich will.
Das gefällt Jesus gar nicht. Wie oft leben wir aber ganz genauso.
Wir werden keine Freude finden an Jesu Botschaft in der Bibel,
wenn es uns nicht um Gott geht, sondern um fromme Äußerlichkeit.
Also äußerlich so lebend, dass mir keiner an Karren fahren kann,
aber innerlich mache ich, was ich will.
Ein wesentliches Element der Lehre von Jesus, was in den Evangelien immer wieder
kommt, ist zum Beispiel, die Liebe zum Nächsten muss wichtiger sein als das
Befolgen irgendwelcher Verhaltensregeln.
Warum? Bei Gott stehen nicht die Gebote, die Regeln im Zentrum seines Interesses, sondern der Mensch.
Heißt auch, alle Gebote, die Gott für uns auch heute noch in der Bibel hat, sind für uns.
Ist nicht ein, muss ich halt noch ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich nicht
dran halte, sondern da hat Gott sich was bei gedacht.
Der Mensch steht im Zentrum. Das ist auch der Grund, warum Jesus so oft mit
diesem Sabbatgebot für Irritationen sorgt oder auf Krawall gebürstet mit Leuten umgeht.
Und zum Beispiel an einer Parallelschelle sagt,
Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.
Also worum geht es? Diese Gebote von der Bibel her sind gut,
aber für den Menschen, nicht andersrum.
Jesus entlarvt die Pharisäer immer wieder, wenn es um dieses Gebot geht,
als Menschen, für die die oberflächliche, äußere Ordnung wichtiger ist,
als der eigentliche Sinn und Zweck von Gottes Gebot.
Worum es eigentlich geht. Der Sabbat ist für den Menschen da.
Stell dir vor, wir haben ja heute quasi auch Sabbat, der Sonntag.
Für Christen wurde das dann auf den Tag der Auferstehung gelegt.
Stell dir vor, jetzt hier im Gottesdienst, da hinten geht die Türe auf und da
kommt jemand rein, den riechst du, bevor du siehst.
Richtig dreckig, abgeratzte Klamotten, eindringlicher Eigengeruch,
offensichtliche Alkoholfahne, 10 Meter Gegenwind und so. Der kommt jetzt hier rein.
Wie reagierst du? Was ist dein erster intuitiver Gedanke? So, also...
Vielleicht starrst du ihn an und denkst, Alter, sind das für ein Verrückter?
Der hat sich bestimmt in der Tür geirrt.
Oder denkst innerlich schon, warum der wahrscheinlich eine Ausrede sucht,
um hier reingehen zu können. Oder man hält sich tatsächlich die Nase zu.
Vielleicht denkst du dir auch innerlich, ne.
Also bei uns im Gottesdienst, da kommt man gefälligst in aller Vielfalt,
aber anständig gekleidet.
So brauchst du hier vorne nicht zu stehen.
Irgendwo hättest du dich ja auch waschen können. Was fällt dir eigentlich ein?
Ist es nicht irgendwie auch mit so einem frommen moralischen Unterton eine Beleidigung gegenüber Gott?
Also du passt hier nicht her.
Und ich glaube, Jesus würde aufstehen, diesem Mann entgegen gehen,
würde ihn vielleicht an der Hand nehmen, umarmen, keine Ahnung,
er würde ihn direkt neben sich auf den Ehrenplatz setzen.
Denn der Mensch ist immer wichtiger als Regeln und Ordnungen.
Als alles, was wir drum drum bauen, was wir denken, was noch mit dazu gehört.
Vielleicht würde er im Vorbeigehen dir und mir zuflüstern. Hast du es nicht gewusst?
Gerade am Sonntag ist es erlaubt, Gutes zu tun.
Worum drehen wir uns und worum dreht sich Jesus?
Jesus war immer jemand, dem die Menschen wichtiger waren als gesellschaftliche Konventionen.
Und ich glaube, das muss ganz neu in unser Bewusstsein rein,
weil wir zwar denken, ja, mit Sabbat haben wir kein Problem,
aber wir haben ganz schön viele Probleme.
Wenn es um unsere Vorstellung von Recht und Ordnung und Moral und so weiter geht.
Jesus ist nicht gekommen, um uns Menschen zu gefallen, in denen er sich anpasst,
sondern er ist gekommen, um Menschen, die verloren sind, zu retten.
Ein Mensch hat ein Schaf, das fällt in eine Grube.
Jemand geht hin, um es zu retten. Schon allein in diesem Vergleich macht Jesus
deutlich, Leute, hier geht es eigentlich um was ganz anderes.
Letztes Erkennungsmerkmal, was hier, finde ich, gut rauskommt in dieser kurzen
Geschichte. Der wahre Jesus rettet.
Damit meine ich nicht nur, dass er diesem armen Mann mit der verdorrten Hand
offensichtlich wieder gesund macht. Heilung, hat Jesus viel gemacht.
Sondern Heilung, körperliche Heilung ist in der Bibel immer auch eine symbolische
Handlung, die verweist auf etwas sehr, sehr viel Größeres.
Jesus demonstriert in dieser Geschichte nicht nur seine göttliche Macht.
Ich bin nicht nur der, ich rede Herr über den Sabbat, sondern ich habe auch diese Power.
Er demonstriert nicht nur seine ganz andere Zuwendung zu den schwachen und hilflosen
ausgegrenzten Menschen,
sondern diese Heilung ist ein subtiler Hinweis auf seinen eigentlichen sehr
viel größeren Auftrag, nämlich nicht nur körperlich zu retten, sondern geistlich.
Genauso wie die
Hand dieses Mannes abgestorben ist, also tot ist, so sind wir Menschen geistlich tot.
Genauso wie dieser Mann völlig unfähig ist, dieses tote Gewebe,
was er da hat, aus eigener Kraft wieder zum Leben erwecken zu können.
Genauso können auch wir nichts, aber auch gar nichts zu dieser Wiederbelebung,
zu dieser Rettung beitragen. Wir wollen das immer.
Der hat wenigstens den Vorteil. Er weiß, er kann es nicht.
Totes, das wieder lebendig wird, sowohl physisch-körperlich als auch in der
geistlichen Ebene, das ist ein Wunder, das nur Jesus kann. Das kann kein Mensch.
Genauso wie dieser arme Mann nichts vorzuweisen hat. Er sitzt da in der Synagoge,
ist ausgegrenzt, weil offensichtlich hat er Schuld und so. Das haben wir schon ganz gut dargestellt.
Er kann nichts tun. Er hat auch nichts vorzuweisen, um sich dieses Geschenk
der Heilung zu verdienen. weil er irgendwie besonders fromm war oder so.
Genauso bietet Jesus auch uns seine Rettung nicht deshalb an,
weil wir das irgendwie doch verdient hätten.
Sondern im Gegenteil, wir haben nichts vorzuweisen. Wir steuern auf Ostern zu.
Karfreitag, genau darum geht es. Er muss das tun, weil wir nichts vorzuweisen haben.
Im Grunde ist auch in dieser Geschichte das Einzige, was dieser Mann tut,
dass er den Worten von Jesus vertraut, als der zu ihm sagt, streck deine Hand aus.
Manche haben sogar überlegt, ob das nicht ein, also in diesem Ausstrecken die
eigentliche Heilung passiert. Die Bibel lässt da ein paar Fragen offen,
wie das genau funktionieren kann.
Aber das ist das. Der Mann hört, streckt deine Hand aus, er reagiert, er vertraut Jesus.
Genau so sagt Jesus auch heute noch, zeig mir was Kaputtes.
Zeig mir was Totes. Zeig mir deine geistliche Verlorenheit. Denn du bist dieses
Schaf, das in den Graben gefallen ist.
Und vertraue darauf, dass ich dein geistlich Totes zum Leben erwecken kann, lebendig machen kann.
Denn ich bin diese Art von Heiler.
Für heute Amen. Nächste Woche geht es weiter. Ich bete.
Jesus, ich danke dir so sehr für die Bibel und für das, wie wir da Einblick
nehmen können, wie du wirklich warst.
Und du weißt, jeder von uns steht so in der Versuchung, um sich das zusammenzubasteln
und dich irgendwie zu einem netten moralischen Lehrer zu degradieren oder so.
Einer, der nur noch das sagt, was ich sowieso haben möchte, der Unterstützung
ist für meinen Willen. Und du bist so ganz anders.
Herr, du durchschaust jede Maske,
jede Show. Du weißt, wie sehr jeder Einzelne von uns dich nötig hat.
Deine Rettung, deine Hilfe, selbst wenn wir schon Christen sind,
um darin weiter zu wachsen, was du von uns möchtest.
Unsere Kraft taugt gar nichts. Wir brauchen dich.
Und Herr, darum bitte ich dich, dass du jeden Einzelnen von uns,
mich und alle, die wir hier sind, entlarfst.
Dass du uns den Finger in die Wunde
legst, wo wir so selbstblind sind wie Pharisäer. Und ja, das sind wir.
Herr, zeig du uns, was du anders haben möchtest und schenk du ein Herz,
das nicht auf sich selber vertraut, sondern das bereit ist, auch radikale Schritte zu gehen.
Vielleicht ist ganz vieles von dem, was ich denke und mir vorstelle,
falsch. Du, du bist die Wahrheit. Weg, Wahrheit, Leben.
Herr, wir sind dieses Schaf, wir sind dieser Mann mit totem Gewebe. Mach du uns heil.
Schenk du uns dieses Verständnis dafür, wie sehr wir dich brauchen.
Und Herr, wir steuern immer weiter in dieser Passionszeit voran.
Schenk, dass das Neue in unserem Herzen aufgehen darf, dieses Bewusstsein,
wer du wirklich bist und wer du auch für mich, für uns sein möchtest.
Herr, sei du unser Retter für alles, was das bedeutet. Amen.
Speaker1
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Lukas Streeb
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Speaker1
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Lukas Streeb
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Speaker1
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Lukas Streeb
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Speaker1
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Lukas Streeb
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Speaker1
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Lukas Streeb
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