F4 Schwaigern

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Mark Bühner - Ein Leben in seiner Kraft | Der Heilige Geist Teil 4 von 4 #Archiv

Die Predigt betont ein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes. Im Mittelpunkt steht Galater 5 mit der Frucht des Geistes: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

27.05.2026 28 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Leider gab es am Sonntag keinen Gottesdienst, der einen Livestream oder eine Videoaufnahme erhalten hat. Das ist für Podcaster kein Problem, wir haben noch eine große Menge an Archivmaterial, das stattdessen für euch bereitsteht.
Wenn dir das nicht reicht, empfehle ich das Offline-Besuchen des Gottesdienstes. Die Termine findest du auf unserer Webseite, unter Veranstaltungen und Termine.

Ein Leben in seiner Kraft | Der Heilige Geist Teil 4 von 4 #Archiv

In dieser Predigt geht es um ein Leben in der Kraft des Heiligen Geistes und um die Frage, wie ein Christ daran erkennbar ist. Es wird betont, dass es nicht um äußere Fähigkeiten, Auftreten oder besondere Leistungen geht, sondern um die Frucht des Geistes.

Der Schwerpunkt liegt auf Galater 5 und der Aussage, dass diese Frucht das Ziel des geistlichen Lebens ist. Der Heilige Geist soll Menschen immer mehr zu Jesus hin verändern. Es wird hervorgehoben, dass es nicht um mehrere getrennte Früchte geht, sondern um eine Frucht mit verschiedenen Wirkungen.

Anschließend werden die neun Bestandteile der Frucht des Geistes genannt und erklärt: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Liebe wird dabei als göttliche, selbstlose Agape beschrieben, die geduldig, nicht neidisch und nicht auf den eigenen Vorteil bedacht ist.

Freude und Friede werden als innere Zustände erklärt, die nicht von äußeren Umständen abhängen. Freude entsteht aus dem Bewusstsein, dass man in Christus alles hat, und Frieden meint eine tiefe innere Ruhe trotz Belastungen und Unsicherheit.

Geduld, Freundlichkeit und Güte werden als Haltungen im Umgang mit anderen beschrieben. Geduld bedeutet Langmut und Durchhalten, Freundlichkeit den behutsamen Umgang, und Güte eine innere Herzenshaltung, die dem anderen wirklich Gutes will.

Treue wird als Zuverlässigkeit und als Gottvertrauen dargestellt. Sanftmut bedeutet demütiges, dienendes Handeln aus Stärke heraus, und Selbstbeherrschung wird als Gegenteil von Fremdbestimmung beschrieben: Wo der Heilige Geist wirkt, entsteht Freiheit und innere Kontrolle.

Zum Schluss wird betont, dass diese Frucht nicht durch eigene Anstrengung hergestellt werden kann. Der Mensch kann sich Gott nur zur Verfügung stellen und ihn bitten, zu wirken. Die Predigt endet mit der Einladung, Gott die Herrschaft im eigenen Leben zu geben.

Von und mit Mark Bühner

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Liebenzeller Gemeinschaft und EC-Jugendarbeit Schwaigern e. V.
Falltorstr. 4
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Transkript

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Was braucht man in der Mission und was braucht jeder Einzelne von uns mehr, als dass der Heilige Geist an ihm wirkt? Und wie passend, dass wir gerade mitten in dieser Predigtreihe sind oder schon am Abschluss, der Heilige Geist und heute Teil 4, ein Leben in seiner Kraft. So viele Christen, vielleicht du ja auch, sehnen sich danach, ein Leben zu führen, in dem der Heilige Geist wirkt. Indem er mit all seiner Kraft am Wirken ist. Und heute wollen wir uns die Frage stellen, wie sieht so ein Leben eigentlich aus? Also ein Leben in seiner Kraft, ein Leben, in dem der Heilige Geist, von dem wir auch die letzten Wochen so viel gehört haben, freie Hand bekommt. Er darf tun und lassen.
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Was er will.
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Stellt euch vor, es gäbe einen Christen, der schafft es tatsächlich. Der sagt, okay, der Heilige Geist, der lebt ja in mir und der darf jetzt wirken und zwar nicht nur so ein bisschen, sondern 100 Prozent, also volle Kanone, alles raus. Vorneweg, es gibt diesen Menschen nicht, also der ist jetzt hypothetisch, aber stellt euch vor, so jemand gäbe es. Der Heilige Geist und voll. Was würdet ihr sagen? Woran erkennt man diesen fiktiven Superchristen? Woran kann man ihn erkennen? Jetzt müsst ihr mal überlegen. An seiner Liebe, an dem, was er tut. Dass er eigentlich Jesus heißt. Das ist tatsächlich mit einer der besten Antworten. Dankeschön. Dass er eigentlich Jesus heißt.
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Es gibt eine schöne Bibelstelle,
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Auf die kommen wir gleich. Und auch viele andere, die drücken aus, hey, was ist denn das eigentlich? Wenn Gott einen verändert, wenn der Geist wirkt, ja, dann verändert er uns ja zu Jesus hin. Von dem her ist das gar nicht schlecht. Die Antwort klingt jetzt erstmal banal. Man erkennt einen reifen Christen an seiner Frucht. Vorher in dem Vers von der Britta war auch was mit Frucht drin. Das klingt jetzt erstmal unbefriedigend, weil man hätte sich gewünscht, dass da irgendwie was Klareres ist, was man besser greifen kann und wo man weiß, okay, habe ich, habe ich nicht, bin ich noch weit weg. Man will sich ja irgendwie auch einordnen können. Eine unbefriedigende Antwort, weil erst mal schwamm ich unkonkret. Frucht, was soll das sein? Aber wenn ihr mal in eurer Bibel lest und mal darauf achtet, wann kommt denn dieses Wort vor, werdet ihr feststellen, das ist eigentlich ganz spannend. Das sind immer so schön zentrale Stellen und damit scheint alles Mögliche inbegriffen zu sein. Immer wieder wird betont, also einen reifen Christen, den erkennst du nicht daran, dass der schön redet, dass der auf der Bühne steht.
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Dass der Fähigkeiten hat,
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Die sonst kein anderer mitbringt oder so. Dass der in seinem Leben, da gelingt einfach alles. Also der hat keine Macken oder so. Dem passiert nie was Schlimmes. Sondern Paulus sagt es mal, wenn man schon nach einem äußeren Erkennungsmerkmal fragen will, dann erkennt man einen reifen Christen immer daran, wie sehr der Heilige Geist, der ja in ihm wohnt, ihn so verändert, dass er ganz bestimmte Eigenschaften hervorbringt. Und diese Eigenschaften nennt die Bibel Frucht. Ganz bekannter Vers aus dem Galaterbrief. Aber die Frucht des Geistes, um die soll es heute gehen, ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit. Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Jetzt weiß ich nicht, manche von euch sagen, vielleicht, das kenne ich doch schon alles. Habe ich schon mal irgendwo gelesen, für andere ist es vielleicht neu. Ich halte diese zwei Verse in der Bibel für total unterschätzt. Gerade die christliche Szene ist ja relativ groß, viele verschiedene Gemeindenformen und so. Aber diese Verse liest man und denkt, ist doch klar und dann geht man weiter. Viele Christen haben schon davon gehört, dass es sowas gibt, die Frucht des Geistes. Aber ich behaupte, den Allerwenigsten ist bewusst, ist klar, wie elementar wichtig diese Aufzählung ist. Was da alles drin steckt. Wenn Paulus diesen Brief schreibt, dann will er damit nicht sagen, hier, also die Frucht des Geistes, das ist irgendwie nice to have. Wäre schön, wenn man halt ein bisschen mehr Liebe hätte oder so. Ach, was klingt das alles nett. Sondern er will sagen, und das ist der erste Punkt, diese Frucht ist das Ziel. Da will der Heilige Geist mit uns hin. Ich bitte mal um euer Handzeichen, hier in der Ecke sind ja einige landwirtschaftlich und so aktiv. Wer von euch bewirtschaftet denn einen Weinberg, einen Acker oder einen Apfelbaum, Kirschbaum, ist mir egal, also irgendwas Landwirtschaftliches, Hand hoch. Es sind doch ein paar. Manche mehr, manche weniger, ist egal wie groß es ist. Und jetzt die Frage an alle die, die gerade die Hand gehoben haben, warum bitte macht ihr das? Warum bitte betreibt man Landwirtschaft? Also es gibt vielleicht den einen oder anderen auch wegen der Ästhetik oder so, aber ich behaupte doch, man würde antworten, naja, man will halt was Erntemäßiges sehen. Es geht um den Ertrag, es geht um die Frucht, das, was am Ende bei rumkommt. Man will, dass am Ende die Hände voll sind, man sagen kann, das war eine richtig gute Ernte. Die Frucht ist Sinn und Zweck einer jeden Nutzpflanze. Und damals, wo Paulus diesen Brief schreibt, da waren die Leute ja alle mehr oder weniger abhängig von den Ernteerträgen. Läuft die Ernte gut oder läuft sie schlecht? Dieses Bild, Frucht, das war für die klar. Frucht ist nicht die nette Deko, sondern Frucht ist das, davon sind wir abhängig. Da müssen wir hin, das ist das Ziel am Ende. Super verständlich. Und wenn er jetzt sagt, die Frucht des Geistes, er verbindet also diese beiden Begriffe, dann ist für alle klar, das ist das Ziel, das der Geist hat. Das ist das Wesentliche, das er in uns machen will. Wenn wir da rauskommen, dann gibt es Erntedankfest. Dann kann man sich freuen. Da sollen wir hinkommen. Und deswegen stelle ich bewusst diesen Punkt an den Anfang, damit wir nachher auch den Inhalt würdigen können. Die Frucht ist das Ziel. Nicht nice to have, sondern da geht die Linie hin. Der Geist verfolgt, wenn er in uns wohnt, das haben wir die letzten Male ja immer wieder behandelt, er verfolgt das Ziel, dass wir Menschen immer mehr so werden, wie Jesus ist. Und vielleicht ist euch mal aufgefallen, da steht nicht, das sind die Früchte des Geistes, sondern das ist die Frucht des Geistes. Es geht um eine Sache und die hat verschiedene Auswirkungen. Der Heilige Geist will in deinem Leben genau genommen nur eine einzige Frucht hervorbringen. Und das ist die Jesus-Ähnlichkeit. Du sollst Jesus immer ähnlicher werden. Und es ist spannend, weil das bedeutet, dass es nicht wie bei den Gaben, die wir ja auch schon hatten, darum geht, du kriegst den Frieden, du kriegst die Liebe, sondern das ist ein Rundumpaket. Und der Geist möchte, dass alles in uns wächst. Genau wie bei so einer Weintraube, mal ein bisschen näher dran. So eine Rebe, das ist ja eine Frucht, aber viele kleine Trauben sind unten dran. Und jetzt weiß jeder, bei einer gesunden Rebe sollte das eigentlich so sein, dass die alle wachsen. Und nicht nur ein paar, so ein bisschen. Und so ist das auch mit der Frucht des Geistes. Klar kann mal sein, das schimmert hier ein bisschen mehr raus, das liegt dem einen vielleicht charakterlich mehr. Aber die Idee ist nicht, das ist meins, das ist deins. Sondern alles soll wachsen. Bei einer gesunden Frucht wächst die ganze Rebe da unten. Entweder alle Trauben oder keine. So, das war quasi der Einstieg. Die Frucht ist das Ziel, das ist elementar wichtig und jetzt müssen wir sie uns anschauen und es sind ein paar. Paulus bleibt nicht bei diesem undefinierten Begriff Frucht. Jesus ähnlicher werden, sucht euch was raus, stehen, sondern er definiert es auch ein bisschen. Er bringt uns schöne Begriffe, Bereiche, wo er sagt, die Summe davon ist die Frucht, daran kann man es festmachen. Zweiter Teil, die Frucht und ihre neuen Bestandteile. Manche sagen auch die neunfache Frucht oder so. Ganz am Anfang kommt das, was hier vorne schon genannt wurde, weil es das Wichtigste ist, ist bei Aufzählungen oft so. Die Liebe.
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Der griechische Begriff,
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Der hier steht, Agape, manche kennen das, betont, das ist nicht irgendwie eine Form von Liebe, so wie man es halt kennt, sondern göttliche Liebe. Der Geist will in dir bewirken, dass du lieben kannst, immer mehr, so wie Jesus liebt. Dass du andere Menschen sehen kannst mit dem Blick, den er hat. Berühmte Verse aus dem Hohen Lied der Liebe. Ich weiß, viele kennen es aber ganz stark. Wie ist diese Agape-Liebe? Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keine Neid, keine Eifersucht. Sie tut nicht wichtig, wer bin ich und wer bist schon du. Sie bläht sich nicht auf. Sie verhält sich nicht unanständig. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Es.
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Geht ihr gar
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Nicht um sich selbst. Sie lässt sich nicht erbittern, egal was auch kommt. Sie rechnet das Böse, selbst das Böse nicht zu. Also wenn jemand richtig fies zu dir ist und dann trotzdem es nicht zurechnen. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich an der Wahrheit. Es geht um echt sein. Sie erträgt alles. Und das ist viel. Sie glaubt alles. Sie verliert nie die Hoffnung. Und sie erduldet alles. Die Liebe, die göttliche Agape-Liebe hört niemals auf. Jetzt ist es nicht nur ein paar Verse, die man ab und zu mal bei Hochzeiten hört und denkt, ja, schön, was ihr euch da so vornehmt. Göttlich halt. Ganz offensichtlich ist es eine Form von Liebe, die uns nicht liegt von Natur aus. Das sind wir zu egoistisch zu, passt nicht zu uns, ist uns fremd. Wie oft verhalten sich auch Christen auch untereinander teilweise absolut lieblos, und man denkt, ja, siehste, und daran soll man es ja aber erkennen und jetzt schau her. Von all den Dingen, die Paulus aufzählt, deswegen steht es am Anfang, ist die Agape-Liebe mit Abstand das Größte, das Wichtigste. Und ohne diese Liebe kannst du alles andere wegschmeißen. Ohne die Liebe ist alles andere wertlos. Das Zweite, Freude. Okay, ich muss mich also freuen. Strengen wir uns an, jeder lächelt mal kurz. Stimmt, ich freue mich. Damit ist kein künstlich aufgesetztes Lachen gemeint, sondern der Begriff meint ein ehrliches, tief erfüllt sein von einem Bewusstsein. Der Heilige Geist will in uns ein Bewusstsein für die tiefe Wahrheit wecken, die so geht, wenn du Jesus hast, dann hast du alles. Und wenn du Christ bist, bist du jetzt schon der absolute Gewinner. Mach dir das bewusst, ey, mal im klar. Mal im Ernst, so rum. Wenn du Christ bist, dann gehört dir doch die Ewigkeit, oder nicht? Dann hast du jetzt schon den Freifahrtschein, das Ticket in der Hand. Niemand sonst wird am Ende mehr haben, als du jetzt schon sicher in der Tasche hast. Wenn du Christ bist, dann ist das mächtigste Wesen im ganzen Universum, powerful, also stark ohne Ende, ist dein persönlicher Freund und der sagt, ich kenne dich, ich sehe dich, ich kämpfe für dich. Nichts und niemand kann mich von seiner Liebe trennen. Dann bist du das geliebte Kind des Höchsten und deshalb Freude. Wer das begreift, der bekommt Freude. Warum? Naja, dein Leben kann gar nicht noch besser werden.
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Je
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Mehr dieses Bewusstsein.
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In uns stark wird.
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Und das Spannende ist, das hat in der Bibel gar nichts damit zu tun, wie die äußeren Umstände um dich herum sind. Mein Leben kann gar nicht noch besser werden, ja, wenn du wüsstest, was bei mir gerade alles im Argen ist und schief geht. Paulus sitzt zum Teil im Gefängnis, zum Tode verurteilt und dann schreibt er, man hat ja viele Briefe geschrieben, schreibt er solche Sachen, von der Freude in Christus, die besteht. Egal wie sehr man ihn da schikaniert und egal was noch kommt. Wie unendlich groß ist meine Freude in Christus. Ganz offensichtlich wieder was, was nur der Geist in uns bewirken kann. Das dritte, Frieden. Damit ist gemeint eine innere, von Herzen kommende Zufriedenheit. Es geht wieder um ein Sehen der geistlichen Realität. Wenn ich Jesus habe, ja dann fehlt mir nichts. Dann habe ich doch alles, dann muss ich nicht unzufrieden hier unten. Stimmt ja, ich habe alles. Auf dieser wirklich entscheidenden Basis, ich habe alles. Egal ob du gesund bist oder ob du arm bist. Wenn Theo und Vera in die Mission gehen. Oh, so ein Klo. Solche Temperaturen, je mehr der Geist an uns wirkt. Und das wünsche ich euch natürlich dann auch. Wo sitzen sie denn jetzt? Ah, na, zumindest wäre es da. Wie schön, wenn dieser Frieden euch erfüllt und ihr merkt, stimmt, darauf kommt es nicht an. Egal ob gesund oder krank, ob arm, ob reich, je mehr der Geist uns verändern darf, desto mehr können wir erleben, wie eine innere Ruhe uns trägt. Egal wie äußere Umstände sind, durch Höhen und durch Tiefen. Und es gilt nicht nur für diese krassen Lebensphasen, ja dann, sondern auch für ganz banale Dinge im Alltag. Wenn morgen dein langersehnter Urlaub gecancelt wird und du merkst, ich kann trotzdem ruhig sein, weil stimmt, das ist ja nicht das Wesentliche. Wenn du mit dem Auto unterwegs bist und der Typ vor dir schleicht wie die letzte Schnecke und du würdest eigentlich dem jetzt mal so richtig zeigen, wie man gescheit fährt. Und du innerlich merkst, ja, ist jetzt nicht das Schöne, aber ja und? Eine innere Gelassenheit, die dir ständig vor Augen hält, was zählt wirklich? Na, nicht der Autofahrer, nicht die fünf Minuten später oder früher, sondern Jesus und nur Jesus allein. In ihm finde ich Ruhe, in ihm finde ich Zufriedenheit. Was für eine Stärke. Frieden, die all unser Denken übersteigt.
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Geduld.
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Luther hat übersetzt Langmut, für die, die das noch kennen. Das griechische Wort, das hier steht, meint eigentlich so viel wie sich nicht reizen lassen. Nicht aus der Haut fahren. Einen langen Atem haben und zwar trotz allem Gegenwind, trotz aller Anfechtung. Geduldig im Glauben dranbleiben. In der Mission wird so einiges an Gegenwind kommen. Kommt hier ja auch schon, das muss da nochmal krasser sein. Wenn ihr dann im Südsudan seid, dann werdet ihr doch genau das brauchen. Ein Aushalten, ein Dranbleiben, ein Durchhalten. Geduld in der eigenen Anfechtung. Und natürlich auch Geduld mit den vielen Menschen um einen herum, die ja auch manchmal der Anfechtung sein können. Aushalten, egal wie lange es dauert.
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Ich wünsche es euch und ich
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Wünsche es letztlich uns allen, diesen langen Atem. Dann kommt Freundlichkeit. In erster Linie meint dieser Begriff ein behutsamer, liebevoller Umgang mit dem Anderen. Man könnte auch sagen, das ist die Fähigkeit, den richtigen Ton zur richtigen Zeit zu treffen. Und ganz eng damit verbunden das Nächste, die Güte. Im Grunde das Gleiche wie Freundlichkeit, aber es betont nochmal viel, viel stärker die innere Herzenshaltung zum Anderen. Also Freundlichkeit mehr so das, was man äußerlich wahrnehmen kann, das hat gepasst. und Güte mehr ein, ich sehe den anderen so. Ich will für den anderen aus tiefstem Herzen heraus nur Gutes. Auch in der Mission sieht man das. Die Leute merken, bin ich ehrlich an ihnen interessiert oder versuche ich einen auf westlicher Entwicklungshilfe zu machen, der das nachher in seine Vita schreiben kann. Lieben wir Menschen, sehen wir sie.
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Und das Spannende bei Güte ist,
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Das heißt nicht, dass andere Menschen deswegen denken müssen, du bist aber ein Gütiger. Sondern es geht ja um das Herz, das heißt, es sieht man außen gar nicht. Es kann durchaus sein, dass jemand, der für jemand anderen von Herzen das Beste will, dem vielleicht mal reingrätscht, wenn der auf einem falschen Weg ist. Eltern kennen das ja, dass man mal versucht, die Kinder bis hin aufzuhalten, wenn man denkt, Mann, geh nicht in die Richtung. Güte meint, dass man ehrlich, aber eben auch aktiv, unnachgiebig das Beste für den anderen zu erreichen sucht. Und zwar ganz egal, was man dafür zurückbekommt, ob man dafür gelobt wird oder nicht. Siebtens Treue. Man könnte auch übersetzen Glaube, hochspannendes Wort. Ich packe es ein bisschen zusammen. Ehrlich gesagt zwei Hauptbedeutungen. Man könnte einmal sagen, das ist die Zuverlässigkeit. Ein Mensch, der einfach zu dem steht, was er macht, auf den kannst du dich verlassen. Der Geist wirkt, dass das ein zuverlässiger Typ ist. Und das Zweite, das finde ich noch viel spannender.
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Ist die Bedeutung von Gottvertrauen.
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Unerschütterliches Gottvertrauen, eine innere Haltung, die nie daran zweifelt, Gott ist auf meiner Seite, passt. Wie verspricht das? Alle denen, die ihn lieben, werden die Dinge zum Besten dienen? Okay. Vertraue ich drauf, ich muss es nicht sehen. Vertrauen ist immer nicht greifen können und doch alles da drauf schmeißen. Ich denke da zum Beispiel an eine ganz liebe Liebenzeller Schwester, die immer für mich gebetet hat. und sie hat echt harte körperliche Einschränkungen gehabt, jetzt auch in Corona-Zeiten, total blöd, immer isoliert und konnte keinen Kontakt haben, war quasi taub. Und immer wenn du bei ihr warst, kommt sie und sagt, ach, Gott lässt mich nicht hängen. Ja, natürlich ist es schwer, ich muss nicht in einer falschen Demut so tun, als wäre alles schön, aber ich weiß trotzdem, zum Jammern lang ist noch lange nicht mein Gott ist gut. Der sorgt dafür, dass alles zum Besten dient. Gott vertrauen. »Fasst fertig, die Liste ist lang.« »Sanft Mut!«. Das ist die Mischung aus Demut und einem weichen, dienenden Herzen. Jemand, der nicht sich selbst groß machen will, sondern der sich ohne inneren Gegenwillen seinem Nächsten unterordnet. Das klingt im deutschen Kontext erstmal nach Weichei, meint aber genau das Gegenteil. Jemand, der nicht schwach ist, sondern aus der Stärke heraus, weil er stark ist, sich entscheidet, ich kann sanftmütig sein. Das Paradebeispiel dafür in der Bibel ist Jesus, der offensichtlich nicht ein Weichei war. Und was der alles aushält. Und schwach ist er nicht. Und das Beispiel, wo Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht. Er, der Meister, der Starke, der Sohn Gottes, dem wir ja ähnlicher werden wollen. Der freiwillig diese Drecksaufgabe übernimmt, den Jüngern die Füße zu waschen mit diesem ganzen Straßenkot und allem, was da dran ist. Eine demütigende Aufgabe, die eigentlich ein niederer Hausdiener macht. Und aus der Stärke heraus entscheidet er sich dazu. Freiwillig und gerne.
Speaker3
00:19:23
Ich diene.
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Das ist Sanftmut. Den Mut zu haben, in Demut und Sanftheit zu begegnen. Und dann das Letzte in der Liste. Selbstbeherrschung. finde ich ein mega spannendes Merkmal dafür, dass der Geist in einem wirkt. Ihr könnt mal darauf achten, ich kann es nur anschneiden, aber immer wenn in der Bibel irgendwelche bösen Geister auftauchen, also das Gegenteil quasi, dann zeichnen die sich dadurch aus, dass sie Zwang ausüben. Die beherrschen jemanden. Die zwingen den dazu, hier, der wird ins Feuer geschmissen und der muss irgendwas laut reden und der zerreißt die Ketten und was. Das heißt, Menschen tun was, was sie eigentlich von sich heraus gar nicht wollten. Sie werden gezwungen. Gibt es auch heute noch in der Mission gibt es also die verrücktesten Berichte. Tauscht euch mal mit verschiedenen Missionaren aus. Mal gucken, was Theo und Vera nach einer Weile berichten können. Ich weiß zum Beispiel Papua Neuginea, da kenne ich ein paar. Da gibt es auch heute noch Schamanen, so Zauberkünstler, die durch ihre dunklen Künste anderen Menschen ihren Willen aufzwingen können. Und wer dann unter der Macht dieser bösen Geister steht, der tut Dinge, die er eigentlich gar nicht will, die nicht zu ihm passen.
Speaker3
00:20:35
Da gibt es
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00:20:35
Erschreckende Berichte von Menschen, die gezwungen werden, tagelang im Kreis zu laufen, wie so irre. Einfach, weil der irgendwas gesagt hat. Menschen, die gezwungen werden, flach auf dem Boden zu liegen, keine Luft mehr kriegen, die sich wie geistesgestört verhalten, die denken, sie wären ein Tier oder so. Also wirklich strange.
Speaker3
00:20:53
Manche sogar richtig gesellschaftsgefährdend.
Speaker0
00:20:55
Und der Heilige Geist ist genau das Gegenteil. Und ich denke, das ist wichtig, dass wir das begreifen. Genau das ist er nicht. Wo der Geist ist, da ist Freiheit. Er zwingt uns zu gar nichts. Und deswegen sagt Paulus, je mehr der Heilige Geist in einem Menschen wirken darf, desto mehr wird dieser Mensch selbst beherrscht. Das heißt, er hat sein Verhalten und seine inneren Triebe und seine inneren Impulse im Griff. Er wird nicht länger fremdgesteuert. Er handelt nicht unkontrolliert oder aus dem Affekt heraus, sondern in einer freiwilligen Übereinstimmung mit dem Geist, der ja in ihm wohnt. Der ihm sagt, so wäre gut, entscheide du. Du darfst machen. Selbstbeherrschung. Total spannend, könnte man Abende mitfüllen. Das sind die neun Bereiche, die neun Bestandteile dieser Frucht. Man könnte auch sagen, die Wirkungsweisen oder so. Nennt es, wie ihr wollt, aber die gehören alle zu dieser einen Frucht des Geistes. Und das Ziel wäre, dass alle davon in uns wachst.
Speaker1
00:22:01
Und jetzt würde ich gerne in eure Köpfe reingucken.
Speaker0
00:22:03
Wie geht es Christen denn, die das einmal da so sehen? Neun Bereiche und man denkt sich, ja, okay, da müsste ich jetzt noch. Sollte ich mir mal ein bisschen mehr Mühe geben? Vielleicht hast du überlegt, also das kriege ich ganz gut hin. Also geht so, man will ja demütig sein. Aber das und das, das ist jetzt eher noch mies. Also was muss ich machen? Ich muss mich mehr ins Zeug legen, damit ich das endlich gemeistert kriege. Ich habe mein Leben doch im Griff. Ich kann doch. Und das ist genau der klassische Denkfeder, den wir auch heute noch so oft begehen. Frucht ist nichts, was man sich machen könnte, was man erarbeiten könnte. Sondern wenn diese neun wunderbaren Bereiche in unserem Leben wachsen sollen, dann müssen wir uns klar machen, letzter Punkt, kann man nicht machen. Genau darum geht es im Galaterbrief. Wer die Tageslese liest, da geht es jetzt immer weiter drauf zu. Ganz toll. Paulus schreibt an junge Christengemeinden, die sich wunder was auf ihre tolle geistliche Leistung einbilden. Und was sind wir toll und was schaffen wir alles und wie viele Gesetze kriegen wir auch noch gehalten? Und er ruft ihnen zu ihr Deppen, also sagt er nicht so.
Speaker3
00:23:17
Hört auf, euch
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00:23:18
Selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Es geht nicht um eure Stärke, es geht nicht um deine Disziplin.
Speaker3
00:23:26
Sondern es geht darum,
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00:23:27
Dass ihr euch mit allem, was euch ausmacht, mit allem, was euch was bedeutet, dein ganzes Leben bei Jesus fallen lasst und sagt, mach du. Diese neunfache Frucht des Geistes sind keine äußeren Verhaltensweisen, Verhaltensweisen, die man jetzt einüben soll. Keine Verhaltensweisen, sondern was sind sie? Es sind Wesensveränderungen, Charakterzüge. Da kann man sich gegen sträuben oder.
Speaker3
00:23:54
Man kann es zulassen,
Speaker0
00:23:55
Aber machen kann man es nicht. Die kann nur Gott allein in uns bewirken. Und deshalb ist mir ganz wichtig, die Aussage dieser Predigt ist nicht, streng dich mehr an, gib dir mehr Mühe, dann wird das vielleicht noch was mit dir. Dann kommst du auch mal dahin. Sondern wir können diese Frucht nicht machen. Das Einzige, was wir tun können, ist uns Gott zur Verfügung zu stellen. Wir können ihn einladen, an uns zu wirken. Ich will der Boden sein. Ich will, dass du das darfst und ich sträube mich nicht da dagegen. Mach du, was du willst. Und damit stehen wir doch jetzt zum wiederholten Mal in dieser Predigtreihe eigentlich an der gleichen Frage. Es ist wahrscheinlich gut, dass die immer wieder kommen, weil das ist der Knackpunkt. Willst du das überhaupt? Willst du, dass Gott in deinem Leben die Regie führt? Dass er der Meister ist, der sagt, hier grabe ich aber um. Und die Steine kommen aber raus. Und hier dünge ich halt mal mit was, ob es dir schmeckt oder nett. Willst du, dass Gott dich verändert? Wir haben inzwischen alle verstanden, der zwingt sich uns nicht auf. Es ist nicht der Böse von oben, der mit der Hacke kommt und zack und rum. Aber er ist da. Und er hat wirklich nur das Allerbeste für dich in Sinn. Und die Entscheidung liegt bei dir, ob du sagst, ich erlaube ihm zu harken, zu düngen, zu gießen, wachsen zu lassen. Möchtest du, dass Gott in deinem Leben die Entscheidungen treffen darf? Willst du, dass er der ist, der die Zügel in der Hand hält und der damit auch sagen darf, Ich will aber links rum, auch wenn du denkst, es muss nicht sein. Die herzliche Einladung, sich heute dazu zu entscheiden, zu sagen, ich will alles, einfach alles Gott hinlegen, im Vertrauen. Zu sagen, Gott sei du der Herr in meinem Leben, entscheide du. Das bedeutet Herr. Er darf machen. Mach du mit mir, was du willst. Nimm alles weg, was dir nicht gefällt und forme mich um, und du weißt, wie es geht, zu dem Menschen, so wie du ihn haben willst.
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00:26:05
Amen.
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Ich bete. Großer Herr, wir stehen und sitzen hier vor dir und wir wollen so viel und tun es doch nicht. Herr, bitte bewirke du durch deinen Geist, dass uns das klar wird, wie sehr wir dich brauchen und nicht uns und unsere Stärke und alles. Vergib, wie schnell, wie oft wir uns ins Zentrum stellen und ach, wir machen so viel. Du und nur du allein. Und ich möchte dich einladen. Wirke du mit deinem Geist an mir und an uns, an jedem, der das möchte. Wirke du, wie du willst. Schenke und nimm, so wie du es für gut empfindest. Wir wollen darauf vertrauen, dass alles, was du tust, gut ist. Und wir geben dir die Kontrolle darüber. Entscheide du, nimm du die Zügel. Auch mit uns als Gemeinde, mach, was du möchtest. Herr, du bist gut. Bitte schenk das, diese Frucht, so frommdeutsch das auch klingt, dass das in uns wächst, dass wir dir ähnlicher werden. Das müssen wir nicht mal merken. Aber bewirke du es.
Speaker3
00:27:15
Amen.