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Mark Bühner - Die Bergpredigt verstehen | Die größte Predigt aller Zeiten (Teil 8 von 8)

Mark Bühner reflektiert über die Bergpredigt und betont Seligpreisungen sowie die Balance zwischen Sünde und Gnade. Er regt die Zuhörer an, ihre Beziehung zu Jesus zu vertiefen und für Gottes Gnade dankbar zu sein.

04.03.2026 26 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Die Bergpredigt verstehen | Die größte Predigt aller Zeiten
 

In dieser letzten Sitzung der Reihe über die Bergpredigt gibt Mark Bühner einen Rückblick auf die behandelten Themen und hebt die Tiefe sowie die Herausforderungen hervor, die die Lehren Jesu für die Gläubigen mit sich bringen. Die Bergpredigt, eine der bedeutendsten Reden in der christlichen Lehre, wird als zentraler Bestandteil des christlichen Lebens dargestellt. Bühner reflektiert über die Segensworte, die Gesetze und die moralischen Ansprüche, die Jesus aufstellt, um ein authentisches Leben als Nachfolger Christi zu fördern. Er beginnt mit einem Rückblick auf die behandelten Themen, beginnend mit den Seligpreisungen und der Frage, wie das Leben für die Jünger Jesu aussehen sollte. Diese ersten Lehren verdeutlichen, dass es nicht nur um oberflächliche Einhaltung von Regeln geht, sondern um eine tiefere, innere Haltung der Barmherzigkeit und Liebe. Die nachfolgenden Diskussionen über Themen wie Vergeltung, Ehebruch und materielle Schätze zeigen die radikalen Anforderungen auf, die Jesus an seine Jünger stellt. Dabei wird betont, dass diese Lehren nicht einfach zu leben sind und eine tiefgreifende Umkehr erfordern. Bühner betont, dass die Bergpredigt nicht nur zeigt, wie Christen leben sollen, sondern auch wirkt wie ein Spiegel, der die Menschen als Sünder entlarvt. Durch die hohen Maßstäbe, die Jesus setzt, wird den Zuhörern bewusst, dass sie ohne göttliche Hilfe hilflos sind und die Anforderungen nicht aus eigener Kraft erfüllen können. Dies führt zu einer tiefen Demut und dem Erkennen der eigenen Unzulänglichkeit. Diese Erkenntnis mündet in die dritte Funktion der Bergpredigt, die das Evangelium erschließt. Bühner erklärt, dass Jesus die Gesetze nicht abschafft, sondern sie erfüllt, und er bietet den Menschen das Geschenk der Gnade als Antwort auf ihre Unvollkommenheit. Das Evangelium wird als sowohl herausfordernd als auch tröstlich beschrieben, da es den Menschen zeigt, wie sündig sie sind und gleichzeitig die große Liebe Gottes offenbart, die bereit ist, sie zu retten. Die Zusammenfassung dieser komplexen Thematik führt Bühner zu der inhaltlichen Frage: "Was bedeutet das für dich?" Dieser Aufruf an die Zuhörer, über ihre eigene Beziehung zu Jesus und die Herausforderungen des Glaubens nachzudenken, wird durch ein Gebet abgerundet. Bühner bittet um Offenheit für die Wahrheiten, die Jesus in der Bergpredigt lehrt, und um die Kraft, diese in den eigenen Alltag zu integrieren. Er schließt mit einem Aufruf zur Dankbarkeit für die Gnade, die Gott seinen Gläubigen anbietet, trotz ihrer Fehler und Unvollkommenheiten.

Das und mehr erzählt uns Mark Bühner

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Transkript

Guten Abend miteinander. Ich hoffe, ihr hattet einen richtig schönen Tag. Denn heute geht es noch ein letztes Mal zur Sache an die Bergpredigt. Und wir haben uns da jetzt echt schon eine Weile mit befasst. Also für die, die heute zum ersten Mal oder zum zweiten, dritten Mal da sind, die letzten sieben Sonntage hatten wir immer Texte aus der Bergpredigt, die vermutlich größte Predigt aller Zeiten. Er ist heute jemand hier, der alle sieben Teile mitgenommen hat, Egal ob präsent oder online nachgehört oder so. So ein paar zögerliche Händes. Da sind echt echte Hämmer mit dabei. Also lohnt sich das sich auch nochmal anzuhören, auch online. Da kann man am meisten von profitieren. Ich liebe die Bergpredigt, weil die so voll ist von Dingen, wo ich merke, okay krass, das kannst du mal nicht so kurz in der Jungschau behandeln, sondern das ist richtig tiefgründig. Jesus haut da echte Sachen raus. Heute letzter Teil dieser Reihe. Es geht darum, erst mal ein bisschen zurückzuschauen oder wie man das so von Fernsehserien her kennt, was bisher geschah. Die allererste Predigt war schon Anfang Januar. Da haben wir uns die Seligpreisungen angeschaut. Das ist der Beginn der Bergpredigt. Mit denen steigt Jesus ein. Und in diesen Versen erklärt er seinen Jüngern, wie er sich denn so das Leben vorstellt, wenn sie seine Jünger sein wollen. Ihr als meine Jünger, so leben wir bei uns. Danach kam da John dran. Der hat eine super gute Predigt drüber gehalten, inwiefern die Gesetze der Bibel denn durch Jesus immer noch gelten. Also auch viel aus dem Alten Testament und so. Da sagt Jesus ein paar ziemlich spannende Dinge dazu, was sich durch ihn verändert. Ich aber sage euch. Als nächstes kam das große Thema Vergeltung und Rache. Da hatten wir ja vorne mit Adnan Al-Masoud einen echten Profi am Start, auch für diese arabische Kultur. Und seine Begeisterung für diesen Text hatte auch einen, die die da waren, wissens etwas längeren Gottesdienst zur Folge. Also der war richtig hingerissen von diesem krassen Thema. Dann Jonathan Kraus vom Morden. Das ist das, was der Wolfgang vorher gemeint hat. Da behauptet Jesus, dass wir alle dieses fünfte Gebot, du sollst nicht töten, du sollst nicht morden, in seinem tieferen und eigentlicheren Sinn, das, was Gott eigentlich damit meint, nicht nur die Oberfläche, sondern das, was sehr, sehr viel tiefer geht, schon längst übertreten haben. Danach das gleiche Spiel mit dem Thema Ehebruch. Jesus verschärft dieses sechste Gebot, sollst du nicht so sehr, dass selbst der letzte seiner Hörer begreift, ich bin schuldig. Ich habe hier ein echtes Problem. Dann Teil 6 vom Schätze sammeln. Wolfgang Helming war da und hat uns hinterfragt. Aber wie ist denn das bei dir im Leben? An welchen Dingen, nicht nur das Materielle, hängt dein Herz? Wann sind solche Dinge für dich ein Segen? und wann werden sie vielleicht zum Fluch, zu einer Anfechtung, zu Dingen, die dir Schönheit vorgaukeln, aber am Ende dich bloß gefangen nehmen und dich von Gott wegziehen können. Auch die Gefahr, die da mit drinstecken kann. Ja, und dann letzte Woche, der Commit Familiengottesdienst Teil 7 vom Sorgen. Da sagt Jesus, was sorgst du dich um die Kleidung, um Essen und Trinken, um deinen Körper und wie es dir geht und so? Also, weißt du denn nicht, dass der Gott im Himmel auf dich Acht gibt? In seiner liebenden Vaterhand trägt er dich, hat dein ganzes Leben alles im Griff. So viel mal als kleiner Rückblick. Die, die die Bergpredigt kennen, wissen, das sind nur winzige Ausschnitte. Das Ding geht noch sehr, sehr viel weiter. Und also, wer mich kennt, ich hätte auch Spaß daran, das ein halbes Jahr lang zu machen. Aber ich weiß, irgendwann wird es auch überfordernd. Vielleicht machen wir irgendwann mal eine Fortsetzung zu diesem coolen Thema. Für heute möchte ich euch bitten, mitzudenken. Wir treten bewusst einen Schritt zurück und fragen uns, und jetzt? Jetzt hält Jesus also so eine elendslange Predigt, wo ein Thema nach dem nächsten scheinbar aneinander reiht? Was will er uns damit sagen? Also wenn hier vorne einer steht und predigt und er hat eine halbe Stunde oder so, dann erwartet jeder von dem, dass der sich überlegt, bitte, was ist deine Botschaft? Was soll ich jetzt machen? Was ist die Quintessenz von dem Ganzen? Jesus wird sich doch was dabei gedacht haben, dass er diese Predigt raushaut. Die Leute kommen und wollen wissen, wer bist du? Wie kannst du Wunder tun? Was ist deine Lehre? Und dann kommt die Bergpredigt. Was ist das Ziel? Was will er, dass du und ich von diesem krassen, langen Text mitnehmen? Und deswegen unser Thema heute, die Bergpredigt verstehen. Ich sehe mal hier, der sagt, die Predigt kann ich auch halten. Bergpredigt verstehen. Also worum geht es da? Was soll das überhaupt? Ich sage es euch ehrlich, ich habe vor über einem halben Jahr damit angefangen, mich da in Bücher einzulesen und zu wälzen, weil ich gedacht habe, da willst du jetzt ja nicht irgendwas raushauen, nur vom Gefühl her. Ich finde es richtig schwer. Es ist gar nicht so leicht, es auf den Punkt zu bringen, weil Jesus da so viel reinlegt und weil jede Zeit, die sich diese Texte anschaut, immer die Eigenheit hat, halt mit ihrer Brille drauf zu gucken. Wir denken halt, wie man heute denkt. Aber wie war das für die Leute damals? Und ich möchte euch heute drei Gedanken präsentieren, von denen ich glaube, die kommen da hoffentlich sehr, sehr nah ran. Drei Funktionen, die Jesus in diese Bergpredigt offensichtlich an allen Ecken und Enden reinlegt. Drei Funktionen und das hier ist die erste. Die Bergpredigt, sie zeigt uns, wie Christen leben sollen. Wer zurückdenkt, da waren ja ein paar Sachen dabei. Der Wolf hat es auch gesagt, wie will ich das denn bitte packen? Aber Jesus selber betont mehr als einmal sehr deutlich, ich meine das so. Das, was ich euch hier an den Kopf knalle, so sollt ihr leben, genau das ist es. So und nicht anders. In einer Haltung, die zu 100% geprägt ist von göttlicher Liebe, von Barmherzigkeit, von Vergebung, von Gerechtigkeit und keine Falschheit. Von Treue, von Demut und, und, und. Also Jesus legt eine Messlatte hin und sagt, ihr wollt Jünger sein, Christen sein, so sollt ihr leben. Und das kann einen ganz schön unter Druck setzen. Das mag uns vielleicht nicht gefallen, aber die Bergpredigt verlangt von Christen ein Leben, das nicht nur irgendwie oberflächlich sagt, ja in den Himmel will ich auch, sondern radikal sagt, ich will so leben, wie Gott es von mir möchte. Und eben ganz bewusst nicht nur äußerlich, nicht nur die richtige Kleidung oder so, das spielt ja gar keine Rolle, sondern von innen. Es geht immer darum, von ganzem Herzen zu sagen, Gott, das soll mich leiden. Bis in die letzte Faser meines Denkens und Wollens. So, jetzt kann es sein, du sitzt da und denkst, ja, ist ein bisschen übertrieben das Ganze. Ich lese euch zumindest mal einen Vers vor, wo das sehr deutlich rauskommt. Ende von Kapitel 5. Da sagt Jesus, darum sollt ihr vollkommen sein, so wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. In anderen Worten, wenn du sagst, du möchtest Christ sein, dann sollten wir genau haargenau so leben, wie Gott, der Heilige, uns das vorlebt. Und da denke ich, bam, schön. Krasse Anforderungen. Wie soll das irgendeiner von uns packen? Da regt sich doch so ein innerer Widerstand, oder? Also wir reden doch so viel über die Liebe und über die Gnade und so. Und dann sagt Jesus das so krass. Ein innerer Widerstand, der sagt, Mist, ich kriege es nicht hin. Also kann es doch nicht so gemeint sein. Aber Jesus sagt es ganz genau so. Ich kann verstehen, warum so viele Menschen auch im Zeitalter der Kirchengeschichte und so versucht haben, die Bergpredigt irgendwie abzuflachen. So Texte zu nehmen und zu sagen, das war bestimmt nur ein Witz, ist vielleicht irgendwie übertrieben oder so, weil das so heftig ist, ein Angriff auf alles, ich schaffe es nicht. Vielleicht ist das Ganze nur ein schlechter Tag von Jesus gewesen. Eine Übertreibung, nein, ist es nicht. Jesus meint es genauso, wie er es sagt. So sollten wir leben, so und nicht anders. Auch am Ende der Bergpredigt, diesen Text haben wir noch gar nicht so richtig behandelt, kommt noch irgendwann später, Und da greift Jesus das wieder auf, indem er sagt, ihr habt das jetzt alles gehört. Und wer diese meine Worte hört, ihr sollt sie auch tun. Also von Anfang bis zum Ende ist das schon eigentlich ziemlich deutlich. Und jetzt stehe ich ja hier vorne und ihr seid zum Teil so im Halbdunkeln, seht nicht alle Gesichter. Wie fühlt ihr euch? Schön, oder?
Speaker1
00:09:04
Das kann einen
Mark Bühner
00:09:04
Richtig massiv unter Druck setzen. Wie gesagt, die Bergpredigt war einer der Hauptgründe, warum Christen angefangen haben, entweder das alles abzuflachen oder aufs Radikale zu gehen und zu sagen, okay, dann brauche ich ein anderes Mindset, eine andere Umgebung. Dann ziehe ich mich zurück von allem, was die Welt mir hat. Zum Beispiel die Mönche im Mittelalter, das waren solche. Oder die Wüstenväter, wer die kennt. Leute, die gesagt haben, wenn ich wirklich so leben muss, soll, dann muss ich weg von hier, weil das ist mir alles zu heikel, zu gefährlich. Ich muss weg vom Geld, von all diesen Materiellen. Ich muss weg von Macht und anderen Gruppen. Ich muss weg von den Frauen, also die Männer, weg von überhaupt allem, was mich in irgendeiner Weise in Versuchung führen könnte, weil so soll ich doch leben. Und ich glaube, der Ansatz zu sagen, ich gebe alles, ich möchte alles versuchen, der ist auch nicht falsch. Aber er verkennt die zweite Funktion der Bergpredigt. Erstens, sie zeigt uns radikal auf, wie Christen leben sollen. Das ist der Anspruch. Gott ist heilig und dann sollten wir es auch sein. Zweitens, sie entlarvt dich und mich, uns als Sünder, als Menschen, die eben nicht so leben, die genau das nicht hinkriegen können. Einer der schärfsten Aussagen in der Bergpredigt ist auch wieder direkt am Anfang, Matthäus 5, Vers 20. Da sagt Jesus zu seinen Zuhörern folgenden Satz. Und wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so könnt ihr das lassen. So werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Und ich habe mir vorgestellt, wie muss es den Zuhörern gegangen sein von Jesus damals? Bis ins Mark erschüttert, weil wir denken aus unserer neudestamentlichen Brille, die Pharisäer, das waren ja auch irgendwie Heuchler oder so. Das ist nicht das, wie die Leute das damals gesehen haben. Und das ist auch nicht das, wie Jesus das an jeder Stelle sagt. Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren damals die Frommen, die Vorbilder im Blick auf ein moralisches und religiös hochwertiges Leben. Also wenn du dir überlegst, wer bei uns in der Gemeinde ist denn so ein Superchrist, dann hätte man so einen genannt. Weil die leben vorbildlich. Ihr ganzer Alltag, ihre ganze Sehnsucht bestand einzig und allein darin, wir wollen Gott gefallen durch unser Verhalten, indem wir uns an alles halten. Nicht nur am Tempel oder im Sabbat oder so, sondern in jedem Bereich unseres Lebens. Wir wollen Gott ehren, anbeten, für ihn leben. Das waren Menschen, die kannten zum Teil das gesamte Alte Testament auswendig. Die hätten dir alles sagen können, weil die die ganze Zeit da drin gelesen haben. Menschen, die zum Teil den ganzen lieben langen Tag nichts anderes gemacht haben, als zu beten, Gott Psalmen zu singen, zu fasten und sich nach bestem Wissen und Gewissen an alle 613 Gebote der Tora zu halten. Wenn Jesus also so einen Satz raushaut, ihr müsst besser leben als die, eure Gerechtigkeit muss mehr hergeben als das, was die zu bieten haben. Dann ist es ein bisschen wie, als würde er heute zu uns sagen, schau dir mal dein Leben an. Denn wenn du nicht in der Lage bist, besser und gerechter zu leben als Mutter Teresa, Franz von Assisi, Martin Luther King zusammen, kannst es lassen. Dann kannst du einpacken. Dann reicht das nicht, um in den Himmel zu kommen.
Speaker1
00:12:28
Gott ist zu
Mark Bühner
00:12:28
100 Prozent heilig und gerecht und der Maßstab ist, wenn du da hinkommen möchtest, musst du auch heilig und gerecht sein. Und das schafft keiner. Vielleicht sind Leute während dieser Predigt von Jesus Hände ringend, Köpfe schütteln gegangen, weil sie gesagt haben, dann kann ich auch weiterleben, mein Leben wie vorher. Jesus hält uns in der Bergpredigt an ganz verschiedenen Stellen ganz bewusst den Spiegel der Gebote vor. So sollt ihr leben, damit auch der Letzte von uns begreift, ich brauche Hilfe. Ich schaffe das nicht. Ohne ein Wunder bin ich absolut verloren. Denn niemand kann zu Recht von sich selbst sagen, ich bin gut genug, weil ich religiös korrekt lebe. Sondern völlig egal, für wie anständig oder für wie sozial und engagiert und so weiter du dich vielleicht selber hältst, Jesus behauptet, du brauchst eine andere Art von Gerechtigkeit. Selbst wenn du das Limit deiner Lebensziele an moralischer Integrität schaffen würdest, also all deine Fehler, all deine Macken, alles, wo du merkst, schon wieder versagt, wenn das alles weg wäre und du würdest dahin kommen, endlich, endlich lebe ich so ein gutes Leben. Du brauchst eine bessere Form von Gerechtigkeit. Und ich glaube, damit sind wir am eigentlichen Herzschlag der Bergpredigt angekommen. Sie zeigt uns, so sollten wir leben. Das ist das, wo wir hin müssen. Auch als Christen. So sollen wir leben. Sie entlarvt uns, als sie dies überhaupt nicht hinkriegen, als diese Sünder. Und jetzt drittens, sie erschließt uns das Evangelium. Evangelium, altes Wort, das ist so ein Wort, mit dem Jesus die Bibel seine eigene Botschaft zusammenfasst. Warum bin ich gekommen? Darum ging es ja. Die Leute wollen wissen, was ist deine Lehre? Evangelium heißt wörtlich so viel, also wörtlich übersetzt so viel wie, das ist eine gute Nachricht oder eine frohe Botschaft. Jesus sagt, ich bin nicht gekommen, um diesen Gesetzen und Forderungen im Alten Testament jetzt nochmal eine Schippe draufzulegen, sondern ich bin gekommen, um diese Gesetze, die gelten, an deiner Stelle zu halten und danach am Kreuz meinen Lohn, heilig, ich darf zu Gott, mit dir zu tauschen. Dein Platz, mein Platz wird eingetauscht. Das ist die gute Nachricht. Die Christen angefangen haben überall zu verkünden. Hey, da ist eine Schlacht. Hey, da ist ein Kampf. Und wir sind alle dran zu verlieren. Wir werden verlieren. Aber Jesus Christus hat für dich an deiner Stelle den Sieg errungen. Und ich finde es so spannend, weil zur Zeit der Bergpredigt ist das ja noch nicht passiert in diesem Sinne. Also Jesus nimmt da schon auch was vorweg. Und in seiner Liebe gibt er uns hier die ersten Hinweise. Wie gerade diesen Satz, den ich angefangen habe zu zitieren. Ich bin nicht gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen. Die Gesetze gelten auch heute. In der Bergpredigt gibt es zig Stellen, an denen Jesus gerade die zehn Gebote nicht nur bestätigt, sondern er sie verschärft. Es wird immer krasser, gerade beim Ehebruch und so, was wir hatten. Die Gesetze gelten und es ist nötig, sie bis ins letzte Detail einzuhalten, wenn du vor Gott gerecht bestehen können willst. Und genau diese Funktion geht am Kreuz auf Jesus über. Er ist die Erfüllung aller Verheißungen der Propheten von langer Zeit daraufhin geplant. Und er erfüllt sämtliche Forderungen an deiner und meiner Stelle. Das ist diese ganz andere Art von Gerechtigkeit, an die Christen zu Recht glauben. Eine Gerechtigkeit, die ich mir nicht selber erarbeiten kann, sondern die mir trotz meines völligen Unwürdigseins durch Jesus am Kreuz angeboten wird. Wir stehen nicht da und sagen, naja, 20 Prozent haben wir es auch verdient, sondern gar nicht. Wir haben gar nichts anzubieten, sondern sind vollkommen die, die eigentlich die Hölle verdient haben. Und damit ist das Evangelium, diese gute Nachricht, eine zweischneidige Sache. Auf der einen Seite ist es eine tiefe Demütigung, weil sie uns vor Augen hält, wer wir sind, die dies nicht drauf haben. Und auf der anderen Seite ist es der wunderschönste Zuspruch von Rettung, von Liebe, den es überhaupt nur geben kann. Einer meiner Lieblingsautoren, Timothy Keller, hat das mal so ausgedrückt. Das Evangelium sagt uns, dass wir sündiger und verlorener sind, als wir es jemals wahrhaben wollen. Und zugleich in Christus mehr geliebt und angenommen, als wir es je erträumen könnten. Ich liebe diesen Satz. Ich finde, da steckt so viel Wahrheit drin. Denn genau zwischen diesen beiden Polen pendelt auch mein persönlicher Glaube immer wieder hin und her. Mal merke ich, bin ich zu sehr auf der einen Seite, mal zu sehr auf der anderen. Ich gestehe, ich habe Phasen in meinem Leben, da bin ich schlicht zu stolz, um mir in der Tiefe eingestehen zu wollen, wie unwürdig ich tatsächlich bin. Jetzt kommt es. Da bringe ich mich doch so sehr für Gottes Sache ein. Ich versuche von Herzen keine Lüge, so zu leben, wie Gott uns das vorlebt. Ich möchte Jesus nachahmen, ich will so leben. Bergtredigt gilt ja heute noch, ja, ich will es versuchen. Ja, und dann nehme ich das doch gerne pseudodemütig an, dass die paar Prozent, wo ich es halt nicht schaffe, die paar Macken, die dann noch da sind, dass die Jesus für mich übernimmt. Also die paar Prozent schaffe ich selber und dann macht er. Das würde ich vielleicht nie offen zugeben. Oft denke ich es auch nicht so oder reflektiert es nicht so gescheit. Aber da ist ein falsches Denken, das sich immer wieder einschleicht und das immer wieder zum Vorschein kommt. Und das heißt, ich will nicht wahrhaben, wie sündig ich wirklich bin. Ist mir peinlich. Ist mir unangenehm. Ey, wenn ihr wüsstet, wie ich, schon noch irgendwie blöd, wie verloren ich wirklich bin. Und dann schenkt Gott immer wieder diese heiligen Momente, in denen er mir manchmal ganz schön schmerzhaft vor Augen hält. Du machst dir was vor. Ist es nicht. Du, Marc, ich, ich hab die Vergebung nötiger als ihr alle. Ich weiß, ich hab sie nötig. Gott öffnet die Augen dafür, du denkst, du wärst hier, aber eigentlich bist du alles da unten. Was du zu bieten hast, ist nicht nur ein Witz, sondern ist unwürdig. Da ist nicht nur ein kleiner, schuldiger Rest an mir und an meinem Leben, sondern ich als Ganzes, meine ganze Persönlichkeit. Ich hätte diesen Tod am Kreuz zu 100 Prozent verdient. Das ist die schonungslose und demütigende Diagnose des Evangeliums, dass sie uns zeigt, wer wir sind. Absolut schuldig. Wir gehören zu Recht in die Tiefen der Hölle. Und das ist so eine Botschaft, die passt überhaupt nicht mehr in unsere Zeit heute. Das will kein Mensch mehr hören. Das greift uns an. Nicht leicht zu verdauen und schon die Die Pharisäer zur Zeit von Jesus haben ja auch so reagiert, dass die sich wahnsinnig drüber aufgeregt haben. Hä, wieso? Wir leben doch so gut. Wir sind doch fast dran. Und ich erlebe es immer wieder, wenn Gott es schenkt, dass ich diese Wahrheit, diese Demütigung tiefer an mich ranlassen kann, wie mir auf einmal aufgeht, wie viel größer das ist, was er am Kreuz getan hat. Wie viel größer sein Opfer ist, seine Vergebung, weil er eben nicht nur für die Schönheitsfehler sterben musste, sondern für mein ganzes verdorbenes Sein. Und das gilt für jeden von uns. Das mal zu realisieren, obwohl du so unendlich viel schuldiger bist, als du jemals dachtest, weil man sich ja gerne irgendwie schöner darstellt. Und obwohl du vor Gott nichts, aber auch gar nichts zu deiner eigenen Errettung beitragen kannst, kommt Gott trotzdem. Kommt er trotzdem, um ausgerechnet dich zu retten. Verdient die Hölle, er verdient den Himmel. Und er verlässt diese Herrlichkeit für mich und zahlt den blutigen Preis, um mich aus diesem wohlverdienten Gefängnis freizukaufen. Und es kostet ihn buchstäblich alles. Und auf einmal merke ich, wie das Kreuz eine ganz andere Bedeutung gewinnt. Wie viel größer, als ich es mir je erträumen hätte können, muss dieser Gott mich lieben, muss er dich lieben, wenn er bereit ist, das zu tun. Genau das bereitet Jesus hier in der Bergpredigt vor. Indem er uns diese radikalen Forderungen, Gott ist heilig, hinknallt. Indem er uns die Augen öffnet, dann gehören wir dahin. Und indem er dann immer mehr anteasert, was er tun wird. Er, die Rettung. Kommt zu mir. Oder wer sich an den allerersten Teil mit den Seeligereisungen erinnert, da war es schon von Anfang an, mit drin, die die wissen, dass sie geistlich dumm sind, nichts zu bieten haben.
Speaker1
00:21:51
Arm sind.
Mark Bühner
00:21:53
Kommt her zu mir und erkennt wie viel größer die Liebe Gottes ist. Ich sag Amen.
Speaker1
00:22:03
Doch kurz drüber nach,
Mark Bühner
00:22:03
Was heißt das für dich? Kannst du das überhaupt annehmen? Ich begegne immer wieder Menschen, die genau an dieser Stelle innerlich zerbrechen, weil sie sagen, Jesus will ich schon, aber das will ich mir nicht sagen lassen. Ich will gern gerecht und gut leben, aber ich will nicht, dass der für mich sterben musste, weil diese Demütigung auszuhalten. Überleg kurz, wo du selber da stehst, wo dein Kampf vielleicht auch ist.
Speaker1
00:22:28
Oder geh kurz ins Gebet,
Mark Bühner
00:22:29
Sag Gott danke für das, was er getan hat. Und dann bete ich von hier vor allem. Großer Herr im Himmel, ich danke dir für die Bibel, ich danke dir für dein Wort, wo du uns erklärst, wie wir leben sollen, aber vor allem, was Rettung bedeutet. Wie sehr du uns liebst. Ich danke dir auch für die Bergpredigt, für diesen wunderbaren Text mit so vielen aufwühlenden Themen drin. Und mir doch so manchen Fragezeichen, wie ist das hier und da? Herr, wir können dir sowieso nichts vormachen. Du kennst es durch. So oft besteht unser Leben darin, dass wir uns selber was vormachen, möglichst fromm tun und irgendwann denken wir selber, wir sind ja schon fast ganz gut dabei. Herr, ich bitte dich, dass du mit deinem Geist diese heiligen Momente schenkst, wo uns das aufgehen darf, wie weit wir uns selber gar nicht richtig einschätzen, wie wir so viel schlimmer eigentlich vor dir sind, als wir es je eingestehen wollen. Herr, hab du Dank, dass du uns kennst. Hab du Dank, dass du um jedes Versagen in meinem Leben weißt und dass es dich nicht zurückgehalten hat. Oh, dann nicht.
Speaker1
00:23:38
Sondern, dass du
Mark Bühner
00:23:38
Gerne freiwillig den Himmel verlassen hast, um uns, um mich zu retten.
Speaker1
00:23:45
Wir reden manchmal über so viele Themen,
Mark Bühner
00:23:46
Die nett sind, die gut sind, die aber lange nicht an diesen Kern rankommen, was Evangelium bedeutet. Herr, bitte schenkt, dass wir nicht eine Gemeinde sind, die über Äußerlichkeiten mehr reden als über dieses Herzstück. Deine Gnade. Schenkt, dass uns das nie zur Gewohnheit, Normalität wird. Ja, ja, habe ich schon mal gehört. Wo man zum Glauben kommt, sondern auch wie man im Glauben lebt, jeden Tag neu. Herr, wo wir versagen, da heb du uns wieder auf und sprichst du uns das ins Herz hinein, dass es von Anfang an nie um unsere Leistung ging, dass wir das Leben können. Und danke, dass wir es bei dir lernen dürfen, wie es geht. Amen.