Mark Bühner - Der rachsüchtige Held | Simson (Folge 3 von 4)
Die Predigt deutet Simson aus Richter 15 als starken, aber innerlich unfreien Mann, dessen Wut und Rache zerstörerisch wirken. Betont wird: Gottes Geist befähigt zu Taten, doch geistliche Reife und ein von Gott verändertes Herz sind entscheidend.
07.10.2026 32 min F4 Schwaigern, Mark Bühner
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Der rachsüchtige Held I Simson (Folge 3 von 4)
In dieser Predigt geht es um Simson aus dem Richterbuch als starken, aber innerlich unfreien Helden. Zu Beginn wird gezeigt, wie Simson nach einer gescheiterten Heiratsgeschichte Monate später zu seinem Schwiegervater zurückkehrt und die Frau zurückfordert. Als er erfährt, dass sie inzwischen einem anderen gegeben wurde, reagiert er mit Wut und beginnt eine Spirale aus Rache und Gewalt.
Danach wird geschildert, wie Simson die Ernte der Philister zerstört, indem er 300 Füchse fängt, Fackeln an ihre Schwänze bindet und die Felder anzündet. Die Philister rächen sich daraufhin an der Frau und ihrer Familie, worauf Simson noch heftiger zurückschlägt und viele Philister erschlägt. Die Predigt betont, dass Simson zwar äußerlich außergewöhnlich stark ist, sein Herz aber von Ärger, Verletztheit und Selbstbezogenheit beherrscht wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, was das über den Menschen allgemein sagt. Der Prediger verbindet Simsons Verhalten mit der Frage, welche Impulse unser eigenes Herz bestimmen, und verweist auf die Notwendigkeit, Gott die Herrschaft über das Herz zu überlassen. Dazu wird Paulus zitiert, der von dem inneren Widerspruch zwischen dem Wollen des Guten und dem tatsächlichen Tun spricht.
Im nächsten Teil wird beschrieben, wie der Stamm Juda Simson nicht unterstützt, sondern ihn den Philistern ausliefert. Die Predigt deutet das als Zeichen dafür, dass Menschen lieber in einem scheinbaren Frieden und in Anpassung bleiben, als Gottes Rettung anzunehmen, wenn diese unbequem wird.
Zum Schluss wird hervorgehoben, dass der Geist des Herrn Simson befähigt, die Fesseln zu zerreißen und mit einem Eselskinnbacken 1000 Philister zu erschlagen. Daraus wird die Unterscheidung zwischen geistlichen Gaben und geistlicher Frucht entwickelt: Fähigkeiten sind unverdient, aber Charakter und Reife sind entscheidend. Die Predigt endet mit dem Aufruf, Gott das eigene Herz zu überlassen und sich von seinem Geist verändern zu lassen.
Das und mehr erzählt uns Mark Bühner
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Intro und Outro: Sarah Reinwald
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In dieser Predigt geht es um Simson aus dem Richterbuch als starken, aber innerlich unfreien Helden. Zu Beginn wird gezeigt, wie Simson nach einer gescheiterten Heiratsgeschichte Monate später zu seinem Schwiegervater zurückkehrt und die Frau zurückfordert. Als er erfährt, dass sie inzwischen einem anderen gegeben wurde, reagiert er mit Wut und beginnt eine Spirale aus Rache und Gewalt.
Danach wird geschildert, wie Simson die Ernte der Philister zerstört, indem er 300 Füchse fängt, Fackeln an ihre Schwänze bindet und die Felder anzündet. Die Philister rächen sich daraufhin an der Frau und ihrer Familie, worauf Simson noch heftiger zurückschlägt und viele Philister erschlägt. Die Predigt betont, dass Simson zwar äußerlich außergewöhnlich stark ist, sein Herz aber von Ärger, Verletztheit und Selbstbezogenheit beherrscht wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, was das über den Menschen allgemein sagt. Der Prediger verbindet Simsons Verhalten mit der Frage, welche Impulse unser eigenes Herz bestimmen, und verweist auf die Notwendigkeit, Gott die Herrschaft über das Herz zu überlassen. Dazu wird Paulus zitiert, der von dem inneren Widerspruch zwischen dem Wollen des Guten und dem tatsächlichen Tun spricht.
Im nächsten Teil wird beschrieben, wie der Stamm Juda Simson nicht unterstützt, sondern ihn den Philistern ausliefert. Die Predigt deutet das als Zeichen dafür, dass Menschen lieber in einem scheinbaren Frieden und in Anpassung bleiben, als Gottes Rettung anzunehmen, wenn diese unbequem wird.
Zum Schluss wird hervorgehoben, dass der Geist des Herrn Simson befähigt, die Fesseln zu zerreißen und mit einem Eselskinnbacken 1000 Philister zu erschlagen. Daraus wird die Unterscheidung zwischen geistlichen Gaben und geistlicher Frucht entwickelt: Fähigkeiten sind unverdient, aber Charakter und Reife sind entscheidend. Die Predigt endet mit dem Aufruf, Gott das eigene Herz zu überlassen und sich von seinem Geist verändern zu lassen.
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Transkript
Wir sind mittendrin in einer Predigtreihe über einen muskelbepackten Helden
aus dem Alten Testament.
Und wer die Geschichten über den liest, wird feststellen, der ist so ganz anders,
als man sich einen Helden vorstellen würde.
Simson, der starke Held mit dem versklavten Herzen.
Schon beim letzten Mal, heute ist der dritte Teil, haben wir gesehen,
das ist ein Kerl, der hat echte Probleme. Also der kommt nicht so auf alles gescheit klar.
Ich würde mal sagen, er ist gewalttätig, er ist impulsgesteuert,
er ist sechssüchtig, er ist ein emotionales Kleinkind und Alter ist der selbst
verliebt. Dreht sich alles um ihn.
Mit so ziemlich jeder neuen Geschichte, die man da im Richterbuch über ihn lesen
kann, wird dieses Bild noch deutlicher. Schon wieder, schon wieder,
Simson, was machst du eigentlich?
Für die, die letzte Woche da waren, wer sich erinnern kann, da hatten wir den Simson.
Der eine heiße Philisterin heiraten will.
Die Philister, das war genau das Volk, gegen das der Simson eigentlich hätte kämpfen sollen.
Ja, und irgendwie ist das nicht der beste Weg, sich dann direkt mit denen zu
vermählen. Aber das macht er.
Es juckt ihn gar nicht, was Gott eigentlich von ihm will. Er schert sich nicht
drum, dass er gegen die kämpfen soll. Er verbindet sich mit denen und er will die heiraten.
Und schon letztes Mal war es so weit, dass es mit der Hochzeit alles irgendwie
schiefgegangen ist. Es ist nicht so gelaufen, wie er sich das gedacht hat.
Und Simson ist noch während der sogenannten Brautwoche zornig,
wütend, einfach davongelaufen.
Letzte Woche war Kapitel 14 im Richterbuch. Heute Kapitel 15.
Wenn der Bibel dabei hat, darf gerne mitlesen.
Im Kapitel 15 kann man dann nachlesen, der Simson etliche Monate später,
also einige Zeit später steht da im Text, aber mindestens vier,
fünf Wochen müsste diese Zeitdauer meinen. Kann auch deutlich länger sein.
Da geht er zu seinem Schwiegervater zurück und sagt zu ihm, lass mich ins Haus,
ich will zu meiner Frau in die Kammer gehen.
Das ist die nette hebräische Umschreibung für, guter Mann, ich will jetzt endlich
mit deiner Tochter ins Bett. Ich will mit der in die Kiste steigen.
Und jetzt versuchen wir uns mal in diese Szenerie hineinzufühlen.
Der Simson selbst hat die Hochzeitsfeierlichkeiten abgebrochen und ist abgehauen.
Für mehrere Wochen bis Monate. Völlig von der Bildfläche verschwunden.
Dann kommt er zurück und sagt nicht, oh, das tut mir leid, das war echt peinlich.
Ihr habt da alles vorbereitet und ich bin gegangen.
Sondern ich will Sex. Also richtig dreist, oder? Wie er da mit seinem Schwiegervater umgeht.
Der wiederum verweigert ihm mutig den Zugang und sagt, nee, du kannst jetzt nicht rein.
Ich dachte, du hättest genug von ihr. Du bist damals gegangen,
das war eigentlich alles schon vorbei.
Du hast sie an ihrem großen Tag sitzen lassen und deswegen, wir haben sie inzwischen
mit jemand anderem verheiratet.
Ich habe sie einem anderen gegeben.
Simson steht auf einmal ohne Frau da und kriegt einen seiner berüchtigten Wutanfälle.
Er schreit, im Text ist das Vers 3, diesmal trifft mich keine Schuld,
wenn ich den Philistern Böses tue, wenn ich sie in Heim zahle.
Richtig aggressiv, rennt er los, er geht zu den Getreidefeldern der Philister,
und dann passiert alles ganz schnell.
Im Text steht, er fängt 300 Füchse, er bindet sie paarweise zusammen,
befestigt Fackeln an ihren Schwänzen,
dann zündet er diese Fackeln an, jagt die Tiere in die Felder,
gerade zur Erntezeit und dann heißt es im Text, alles verbrennt.
Und das, was schon geerntet war, die Erntereifen fällt da selber,
nicht nur das Getreide, selbst die Weinberge gehen drauf, die Olivengärten,
was die hatten, die komplette Ernte eines ganzen Jahres ist zerstört.
Ey, wir sind ja gerade mitten in der Herbstzeit, die meisten sind wahrscheinlich
fertig, die hier einen Wengert haben.
Alter, alles kaputt, alles weg, wofür du ein ganzes Jahr lang geackert hast.
Was glaubt ihr, wie reagieren die Philister da drauf? Hat jemand eine Idee oder
hat es vielleicht gelesen? Dürft reinrufen.
Sie sind wütend, ja, das könnte man mindestens mal erwarten.
Also, weil die an Simson nicht so richtig rankommen, rächen sie sich an seiner vermeintlichen Frau.
Sie sagen, der ist doch schuld, der hat den ja wütend gemacht,
weil er die Frau jemand anders gegeben hat.
Sie gehen hin und verbrennen die Frau mit ihrer ganzen Familie im Haus zusammen.
Als Simson das Spitz kriegt, wie reagiert er? Der wird noch wütender und sagt,
Vers 7, Ich will nicht ruhen, bevor ich mich nicht an euch gerecht habe.
Und er schlägt jeden Philister, den er nur finden kann, kurz und klein.
Der hatte ja ordentlich Kraft.
Zitat aus Vers 8. Er schlug sie zusammen mit mächtigen Schlägen.
Also wirklich alles gebrochen.
Erstmal bis hierhin. Wir versuchen uns in Simson hineinzuversetzen und stellen
fest, dem sein ganzes Denken bewegt sich in einer vergifteten Spirale von Rache und Gewalt.
Du hast mir's getan, ich geb's dir dreimal stärker wieder zurück.
Der reagiert wieder und dann kriegst du nochmal einen drauf.
Hin und her und hin und her.
Er kämpft nicht deshalb gegen die Philister, weil er Israel retten will,
sondern weil er sich selber nicht im Griff hat.
Weil er die ganze Zeit beleidigt ist, wütend wird, sich angegriffen fühlt.
Äußerlich ein Held, ein starker Typ, dem Gott Kraft gegeben hat.
Aber in seinem Inneren, da wo es wirklich zählt, ist Simson ein extrem instabiler Charakter. Schwach.
Der hat sich nicht im Griff.
Und ich finde es so krass, wie der Text uns das gegenüberstellt.
Also der kann 300 Füchse fangen.
Jetzt gehen wir mal davon aus, damals gab es mehr Füchse in den Feldern als bei uns heute.
Aber 300? Also ich würde ja nicht mal einen hinkriegen. Probier mal dem nachzulaufen, den zu kriegen.
Das ist schon ein geschickter Typ, oder? Also der hat was drauf. Das ist eine Leistung.
Und gleichzeitig kann er Füchse fangen und sich selber hat er nicht im Griff.
Also äußerlich kriegt das hin, aber innerlich nur Chaos. Seine Wut,
sein andauernd verletztes Ego treiben ihn vor sich her wie so einen ruhelosen
Suchtkranken, der immer das Nächste, das Nächste braucht.
Und ich finde, das ist das Irritierende an diesem Helden, wenn man die Bibeltexte liest.
Obwohl Simson unglaublich viel Kraft besitzt, der könnte so viel hinkriegen, ist sein Herz unfrei.
Deswegen dieser Titel dieser Predigtreihe mit dem versklavten Herzen.
Und ich habe mir gedacht, es lohnt sich, wenn wir mal kurz von Simson weg auf uns selber schauen.
Die Frage ist nämlich, wer oder was beherrscht denn dein Herz? Beherrscht uns?
Was sind so deine Impulse, wo du nicht so richtig im Griff hast?
Ich versuche es ein bisschen zu vertiefen. Überlege mal, wann hast du das letzte
Mal jemanden angeschrien, angebrüllt, weil du ausgetickt bist?
Wann bist du das letzte Mal beleidigt weggerannt?
Gehörst du vielleicht zu denen, die sich oft ungerecht behandelt fühlen?
So gemein immer kriege ich es ab.
Bist du zutiefst verletzt, ständig. Weil der und der und der,
die sehen mich nicht genug, die wertschätzen mich nicht genug,
die sagen nicht genug, danke, die geben mir nicht meinen Wert.
Dann ist dein Herz vielleicht ganz ähnlich gefangen wie das Herz von Simson,
ungeachtet dessen, dass der mehr Kraft hat äußerlich.
Was sind deine Impulse, die du einfach nicht in den Griff wächst?
Wir haben als E4 dieses Jahr so ein wunderbares Jahresthema,
da heißt es Lernen vom Besten.
Der Hintergedanke ist schon auch der, naja, wir glauben und wissen von der Bibel,
dass wir alle charakterlich vor Gott unfertig sind.
Ja, wenn wir Christen sind, gerettet, wunderbar, im Himmel alles klar,
aber wir selber in uns drin, da steckt so vieles, was da eigentlich nicht hingehört.
Da sind so viele selbstzentrierte, falsche Impulse in dir und in mir.
Und wenn wir diesen Impulsen nachgeben, werden wir einem Simson ähnlicher,
der der moralisch gesehene Witzfigur ist.
Die Alternative ist zu sagen, nein Gott, du sollst mein Herz beherrschen.
Du sollst sagen, wo es lang geht. Ich will keine faulen Kompromisse machen.
Ich will nicht nach mir selber schauen und was sich gerade spontan richtig anfühlt,
sondern du sollst der Herrscher sein und nicht ich.
Bei dem einen werden wir Jesus ähnlicher, sagt die Bibel, und bei dem anderen,
in dem Fall jetzt im Simson, also werden wir weniger da, wo wir eigentlich sein sollten.
Die Frage ist, bist du dir dessen bewusst, wie viel böses Potenzial,
böse Gedanken auch in dir schlummern?
So in unserer heutigen Gesellschaft redet man davon nicht. Wir sagen,
wir sind alle irgendwie gut und wenn du dich nur konzentrierst,
dann wärst du bestimmt ein kleiner Jesus. In der Bibel steht es gar nicht anders.
Paulus hat es mal im Römerbrief folgendermaßen formuliert. Treuer Typ,
ausgebildet wie blöd, sein ganzes Leben versucht Gott zu gehorchen.
Und der sagt, das, was ich eigentlich will, tue ich gar nicht.
Sondern ich stelle fest, immer wieder, ich tue das, was ich eigentlich nicht
will, was ich eigentlich verabscheue.
Und dann sagt er diesen Satz, so weiß ich nun, dass in mir nichts Gutes wohnt.
Weil ich will das Gute tun, aber für die Umsetzung irgendwie fehlt mir diese innere Kraft.
Mein Herz ist gar nicht so sauber, gar nicht so klar, wie ich es gern hätte.
Je nachdem, wo du im Glauben oder auf der Suche beim Glauben stehst.
Wann hast du dich das letzte Mal ehrlich vor Gott gebeugt und ihm bekannt?
Du bist gut, ich bin's nicht. Da steckt so viel Falsches, Versklavendes in mir drin.
So viele Dinge, die den Platz einnehmen wollen in meinem Herzen, der dir zusteht.
Die damit mir kämpfen, die mir das streitig machen wollen.
Herr, sei du der Herrscher in meinem Herzen. Verändere du mich,
mach mich zu einem Menschen, der dich mehr liebt als alles andere.
Das wäre das, was Simson hätte tun sollen und was auch wir tun sollen.
Simson in der Bibel ist viel zu stolz, viel zu arrogant, als dass er sich solche
Gedanken macht. Ich bin doch der King Käs.
Und deswegen bringt er Israel durch seine ganzen Aktionen, der soll die ja retten,
schafft er nicht. Er bringt ihnen keine Rettung, sondern zuerst einmal bringt
er ihnen Probleme, noch mehr Krieg.
Ich lese mal den Bibeltext Richter 15, Abvers 9.
Als Reaktion auf das Letzte vom Simson. Da zogen die Philister mit ihrem Heer
ins Stammesgebiet von Judah.
Sie breiteten sich aus bei Lehi.
Aber die Männer von Judah sprachen, warum zieht ihr gegen uns in den Krieg?
Sie antworteten, wir sind heraufgekommen,
um Simson zu binden und um ihm heimzuzahlen, was er uns angetan hat.
Wirklich eine sagenhafte Leistung vom Simson mit seinen ganzen Ausbrüchen, danke auch.
Die kommen mit einer Armee, weil sie Schiss haben vor Simson,
und bedrohen das ganze Volk, wir machen euch platt, bis wir Simson gefunden haben.
Und das eigentlich Spannende ist, wie immer in der Simson-Geschichte,
wenn man das in den Kontext vom ganzen Richterbuch stellt und sich denkt,
naja, das kennen wir doch schon.
Da gab es jedes Mal Bedrohungen und wenn es dann zum Krieg kam,
ist das Volk zusammen mit dem Richter aufgestanden und hat die Feinde platt gemacht.
Rettung, wunderschön, danke Gott.
Man sollte also erwarten, dass jetzt die Israeliten oder in dem Fall der Stamm
Judah sagen, aber das ist genau wie davor.
Simson, du, deine Kraft, wir folgen dir.
Und dann ist die Bedrohung endlich beseitigt.
Doch wer erwartet hätte, dass die jetzt zu den Waffen greifen mit Simson,
so wie es davor eben immer war, der täuscht sich gewaltig, denn genau das Gegenteil passiert hier.
Da zogen 3000 Mann von Judah hinab in die Felsenkluft von Etam und sie sprachen
zu Simson, ja sag mal, bist du eigentlich bescheuert?
Weißt du nicht, dass die Philister über uns herrschen? Warum hast du uns das angetan?
Simson, wir sind gekommen, um dich zu binden und in die Hände der Philister, zu übergeben.
Denkt euch in den Text. Und es ist ein Bitte-Was passiert hier.
Der von Gott gesandte Retter wird von seinem eigenen Volk ausgeliefert an die Feinde.
In den sicheren Tod gegeben. Übrigens schon wieder was, was wir schon in der
ersten Einheit hatten, was so offensichtlich über sich selbst hinausverweist
aufs Neue Testament, auf Jesus.
Na, 1200 Jahre später kommt Jesus, der finale Retter, der auch von seinem eigenen
Volk festgenommen wird und an die Unterdrücker, an die Feinde übergeben wird, damit die ihn töten.
Warum hast du uns das angetan? Bei näherer Betrachtung eine ganz schön erschreckende Aussage.
Damit sagt dieser Stamm doch indirekt, Simsan du Trottel, wir wollen gar nicht,
dass du gegen unsere Unterdrücker kämpfst.
Warum wollen wir es nicht? Die Situation, wie sie jetzt ist, ist uns lieber.
Wir haben uns damit arrangiert, dass das halt unsere Herrscher sind.
Weißt du es nicht? Die herrschen doch über uns.
Wir haben uns damit arrangiert, dass das irgendwie, wir passen uns halt irgendwie
an, dass wir keine Probleme kriegen. Dieser scheinbare Frieden,
das ist uns lieber, ist uns wichtiger, wertvoller als die Rettung, die Gott schickt.
Du bist von Gott gesandt? Wir haben kein Interesse dran. Hör gefälligst auf,
uns in Schwierigkeiten zu bringen.
Wie viele Menschen leben auch heute noch lieber im scheinbaren Frieden,
Hauptsache ich ecke nicht an, Hauptsache kein stört, was ich mache, mit der Welt um sie rum,
anstatt von Gott befreit zu werden, auch in ihrem Herzen befreit zu werden,
zu dem, was die Bibel das eigentliche, wahre Leben in Freiheit nennt,
mehr als du jemals wo haben könntest.
Wie viele Christen wenden sich lieber von Gott und von seinem Willen ab,
Also die wissen schon, was sie machen sollten, aber lieber gehe ich in einen
Kompromiss ein, als dass ich irgendwo anecke.
Könnte ja sein, eine meiner Freunde oder von meinen Nachbarn,
die werfen mir einen schiefen Blick zu. Was bist denn du für ein Verrückter, für ein Frommer?
Ach, du nimmst das Ernst, was in der Bibel steht. Ach komm, sei doch nicht so
strenggläubig. Kann man nicht auch nur ein bisschen Christ sein?
Die Liebe sagt, nein, kann man nicht. Ein halber Christ ist ganzer Mist.
Kennt ihr vielleicht so Sprüche?
Wir sind auch eine Gesellschaft, auch die Christliche, die sehr kompromissbereit
ist, die sehr Probleme damit hat. Irgendjemand könnte uns blöd finden,
weil das ist ja das Wichtigste, dass alle sagen, du bist ein Klassiküb.
Ich glaube, wir sind diesem kulturell so angepassten Stamm Judah in seiner Bequemlichkeit
gar nicht so unähnlich, wie wir es gerne denken würden.
Und so fesseln diese Leute hier ihren eigenen Richter.
Simson sagt noch, wenn er mich nicht tötet, dann ist es okay,
also schwört mir das. Er lässt sich von ihnen fesseln, weil gegen seine eigenen
Leute kämpfen wäre ja auch irgendwie doof.
Sie übergeben ihn an die Philister in den sicheren Tod und dort angekommen passiert dann Folgendes.
Aber der Geist des Herrn geriet über Simson, sodass er die Fesseln an seinen
Armen zerriss, als wären sie aus Bindfäden, die vom Feuer angesenkt wurden.
Und er fand den noch frischen Unterkieferknochen eines Esels,
nahm ihn und er erschlug damit 1000 Philister.
Krass, was da Satz für Satz kommt, ne? Das Entscheidende steht,
wie so oft in der Bibel, ganz am Anfang.
Der Geist des Herrn kommt auf Simsa. Für Bibelkenner super spannend,
weil immer, wenn im Alten Testament dieser Begriff auftaucht,
der Geist des Herrn, dann geht es um ein übernatürliches Kraftwirken von Gott.
Da geht es immer darum, dass Gott ein Wunder tut, was Menschen nicht möglich gewesen wäre.
Und wenn der dann noch auf einen Menschen kommt, so wie hier,
also nicht nur der Geist wirkt, sondern er kommt auf jemand,
dann wird dieser eine bestimmte Mensch für eine bestimmte Aufgabe,
die er von Gott hat, übernatürlich befähigt. Das können ganz unterschiedliche Sachen sein.
Zum Beispiel gibt es Stellen, da schenkt Gott außergewöhnliche Weisheit,
das Volk zu führen. Er schenkt außergewöhnliche Leidenschaft zu kämpfen, Sprache.
Er schenkt Mut, wo Kraftlosigkeit war oder hier im Fall von Simson übermenschliche Kräfte.
Der zerreißt die Dinger nicht so, sondern so.
Ein paar Bindfäden, Feuer, also nix wie so Spinnweben.
Warum steht es hier direkt, der Geist Gottes macht es?
Damit kein Leser je auf die Idee kommen sollte, der Simson ist ein krasser Typ. Der hat ja Power.
Sondern es ist gar nicht Simsons Stärke, es ist Gottes Stärke.
Es ist Gott, der das hier macht, wo Simson nicht geschafft hätte.
Nicht Simson ist der eigentliche Held in der Geschichte, dem die Bewunderung
zusteht, so wäre ich auch gern, sondern Gott ist der, der das hier bewirkt.
Nur ein Vers vorher steht im Text, die haben ihn mit zwei nagelneuen Seilen gefesselt.
Sie waren nicht spröde, da konntest du nichts irgendwie dann rumrütteln,
sondern die waren ganz frisch.
Nach menschlichem Ermessen keine Chance. Nicht den Hauch einer Chance. Gott handelt.
Und das, obwohl Simson Gott gegenüber seine Treue die ganze Zeit immer und immer wieder gebrochen hat.
Das war auch in den letzten Wochen schon immer wieder wichtig.
Simson ist ein sogenannter Nazireer, ein Gottgeweihter.
Das waren Menschen, die ein heiliges Gelübde abgelegt haben.
Vor allem für drei Dinge. Die dürfen sich nicht die Haare schneiden.
Die dürfen keinen Alkohol trinken.
Und alles, was mit Tod und Verwesung, Sterben zu tun hat, da müssen sie die
Finger von lassen. Dürfen sie nichts berühren.
Schon im letzten Kapitel, Kapitel
14, hat Simson dieses Gelübde andauernd gebrochen. Auch jetzt wieder.
Dieser Unterkiefer eines Esels,
Unterkieferknochen, wird betont bezeichnet als, der ist noch frisch.
Fällt gar nicht so auf, beim schnellen Lesen.
In anderen Worten, der ist noch feucht.
Der liegt da nicht in der Sonne gedörrt, irgendwie so eine Wüstenera und dann
holt er das halt, sondern das ist der Knochen eines Kadavers,
der hier langsam vor sich hingammelt.
Simson sieht ihn, er nimmt ihn und er vermöbelt mit diesem Kadaverknochen seine Feinde.
Simson missachtet Gottes klare Anweisung so deutlich, immer.
Ich glaube, es gibt keine einzige Geschichte über Simson, wo das nicht so deutlich wird.
Der Geist des Herrn kommt und der würdigt es gar nicht.
Wir sehnen uns ja manchmal danach, dass Gott mit uns was macht,
dass er uns begab, dass er uns befähigt.
Bei Simson passiert es, und zwar heftig, aber er bittet weder darum,
noch sagt er Danke, noch handelt er dementsprechend irgendwie.
Ich glaube, spätestens hier muss jeder mitdenkende Leser, der diese Stellen
im Richterbuch liest, ganz viele Fragezeichen haben.
Also ich denke, was soll denn das? Also ich glaube, das ist wirklich so passiert, aber Gott, warum?
Wenn Simson Gottes Geist hatte, der kommt hier auf ihn, sollte man da nicht
erwarten, dass der sich dem irgendwie würdig erweist?
Wäre das nicht logisch? Ich gebe meine Kraft, meine Gaben doch auch nicht jemandem,
der mich gar nicht leiden kann und der nur gegen mich kämpft.
Das macht überhaupt keinen Sinn.
Ist Gott dumm? Glaube ich nicht. Wieso sollte Gott einen Menschen derart bevollmächtigen,
der geistlich gesehen, also seine Beziehung zu Gott, so ein unreifer Typ ist?
Und da kommen wir zu einem super spannenden Thema. Die Bibel kennt hier eine
Unterscheidung, die vielen Christen so gar nicht bewusst ist.
Und zwar auch im Neuen Testament unterscheidet die Bibel zwischen den Gaben
des Geistes und der Frucht des Geistes.
Die Gaben des Geistes sind dazu gedacht, dass wir zum Handeln befähigt werden,
dass wir Dinge tun können, die uns Menschen sonst nicht so leicht von der Handlung
gehen würden, wie auch immer.
Die Frucht dagegen sieht man äußerlich erstmal gar nicht.
Das ist was in unserem Inneren. in unserem Wesen, in unserem Charakter,
so wie ich das vorher gesagt habe, dass wir Jesus ähnlicher werden, das eigentliche Ziel.
Paulus sagt es immer, das ist der Grund, wenn Christen sich bekehrt haben,
das will der Geist mit uns machen, dass wir Jesus ähnlicher werden,
umgestaltet werden. Und so gibt es ganz viele schöne Stellen.
Die meisten Menschen auch heute noch achten intuitiv auf das,
was man besser sehen kann und besser verkaufen kann, nämlich auf die Gaben.
Kann ich gut nachvollziehen. Die Stärke eines Simpsons. Stell dir mal vor,
du wärst so stark wie ein Ochse.
Die Intelligenz eines Salomos. Erkenntnis, Prophetie, Fähigkeit zur Lehre.
Da gibt es alles Mögliche. Vieles mehr.
Das sind so beeindruckende Sachen. Da stehst du richtig gut da.
Also wenn ich jetzt Simpsons wäre, versteht ihr auch nicht. Ich hebe den Tisch
mit einer Hand hoch. Da denken alle, ei, ei, ei.
Da machst du was hermit.
Wunderbar beeindruckend. Warum denken wir, das ist das Beste?
Weil wir glauben, wer solche besonderen Gaben besitzt, das muss doch ein Rückschluss
darauf sein, was für ein toller Christ ich bin.
Also wenn der Pastor das kann, der ist ein super Gläubiger. Wie,
der muss ein ganz Treuer sein, der muss hingegeben sein.
Schaut, wie toll mein Glaube ist, dass ich diese Fähigkeiten habe.
Das ist so unsere logische Verbindung.
Wer begabt wird, der muss einen tollen Glauben haben.
Klingt logisch, weil so würde ich es machen, ist aber nicht so.
In der Bibel wird immer wieder betont, dass es sehr wohl möglich ist,
als Christ besondere Gaben des Geistes zu haben,
während gleichzeitig die sehr viel wichtigere Frucht des Geistes,
ich sage mal Mangel ausgereift ist, also fehlen ist ein großes Wort, aber da fehlt viel.
Zum Beispiel im ersten Korintherbrief betont der Paulus, Du kannst alle möglichen
Geistesgaben haben, aber ohne die Frucht der Liebe, das ist so das Erste,
was bei den Elementen der Frucht immer genannt wird,
ist es nichts wert, steckt nichts dahinter.
Und jetzt rattert er mal weiter, was kennt er in der Bibel? Wo denn der stimmt?
Genauso ist er doch auch.
Das ist der Grund, warum wir in der Bibel immer wieder Menschen begegnen.
Genau wie Simson, die sind sehr begabt.
Aber ich sag mal, in dem, was die Bibel geistliche Reife oder Heiligung oder
Wachstum oder sowas nennt, sind es richtige Versager.
Also die sind nicht würdig und deswegen kriegen die. Denken wir an unsere Zeit heute.
Das erklärt doch, warum es in der christlichen Welt so viele kraftvolle,
begabte, effektive Leiter und Pastoren gibt und Mega-Gemeinden und was die alles bewegen.
Und von einem Tag auf den nächsten stolpern die, also nicht alle,
aber stolpern manche über einen Skandal.
Häufig sind es irgendwelche Sex-Skandale oder Finanz-Skandale.
Von Menschen, wo du denkst, wie kann das sein? Da bin ich geschockt.
Es ist jedes Mal das Gleiche. Bevor du es ans Licht kommst, was innerlich offensichtlich
nicht gut war, denkt jeder, das ist ein vorbildlicher Christ.
So wie Gott den gebraucht. Was der bewegt hat. Guck mal, wie viele Bücher der geschrieben hat.
Wie toll der erkenntnisreich Sachen sagen kann. Dem seine Predigten, da kommen die Menschen.
Guck mal, was der gegründet hat für soziale Organisationen. und, und, und, und, und.
Schau mal, was der im Reich Gottes gepackt hat. Also, so ein toller Christ wäre ich auch gern.
Dann passieren diese Dinge und auf einmal die große Ernüchterung.
Wie konnte ich mich nur dermaßen täuschen?
Also, passt doch nicht. Ich habe da lange mit zu kämpfen gehabt bei so Leuten,
wo ich dachte, doch, die sind super, kann doch nicht sein.
Das glaube ich nicht, was die Medien schreiben und so.
Wir lassen uns sehr leicht täuschen von dem, was sichtbar ist,
weil wir das Innere gar nicht so gut beurteilen können. Das ist manchmal sehr
viel leiser, unscheinbarer.
Es sind vielleicht Menschen, die äußerlich ganz schwach wirken,
unscheinbar, gebrechlich, die die wahre Stärke haben.
Irgendwo in der Bibel steht, dass Gott uns seine Gaben als besondere Belohnung zuteilt.
Als Auszeichnung, damit jeder von außen sehen kann, das ist schon toll.
Also für besonders gläubige Menschen.
Sondern, und das ist spannend, Gott gibt seine Gaben völlig unverdient.
Die erarbeitest du dir nicht, weil du genial bist. Das ist keine Medaille,
die man sich umhängen kann. Schaut mich an.
Sondern was Gott gibt, wem auch immer er will. Und ich finde,
das sollte uns sowohl demütigen, als auch beruhigen. Das ist auch was sehr Schönes.
Machen wir zwei Bilder auf. Können ja sein, du hältst dich für begabt.
Ist ja schön, also ich gönne euch das. So, man kann Sachen.
Naja, dann achte da drauf, dass du nicht wie Simson ein stolzer,
arroganter Mistkehr wirst.
Jemand, der denkt, gucke mal, schau mich an, ich hab's im Griff,
weil ich begabt bin, weiß ich. Läuft.
Ich habe da nichts aufzuholen zwischen Gott und mir. Die Bibel würde sagen,
Hochmut kommt vor dem Fall.
Keine einzige deiner Fähigkeiten, wo du manchmal vielleicht aufs andere runterguckst,
wie kann das sein, dass der das nicht rafft?
Wie kann das sein, dass der das nicht sieht? Wie kann das sein,
dass dem das so schwerfällt?
Keine einzige deiner Fähigkeiten hast du dir selber zuzuschreiben,
sondern das ist Gott in seiner Gnade, weil das ein gütiger Gott ist,
ein guter Gott ist, der gerne über Reich zuteilt.
So die eine Seite. Demütigen.
Jetzt könnte es aber auch sein, dass du zu denen gehörst, die immer so ein bisschen
sich mit anderen vergleichen und aber nicht so gut wegkommen im Gefühl.
Die innerlich immer kleiner werden und sagen, wer bin ich schon?
Schau mal, wie toll der moderiert und was der alles kann. Ich kann nicht predigen,
ich stimme nicht so meins.
Ich kann nicht gut singen. und egal, wo ich mich vergleiche,
ich bin vielleicht Mittelmaß, aber das ist doch nichts wert. Gibt es viele Menschen.
Aus der einzigen Perspektive, die wirklich zählt, nämlich die von Gott,
ist das vollkommen irrelevant.
Wie du im Vergleich mit wem auch immer abschneidest. Es ist vollkommen egal,
ob du der King Case bist, der alles kann, oder du eben wohl die kleine Maus in der Ecke bist.
Das Einzige, was Gott will, ist, dass wir uns ihm von Herzen zur Verfügung stellen,
und sagen, Und du, das, worum es wirklich geht, verändere du mich.
Schenk, dass ich von Herzen dich zum Herrn habe.
Wir hatten gar nicht so lange her hier eine Predigtreihe über das Vaterunser.
Da kommt ja auch dieses Dein-Wille-Geschehe, wo die meisten die größten Probleme haben.
Das ist das Eigentliche. Ich habe einem Gott, dem ich so sehr vertraue.
Von dem ich weiß, alles Gute bin eh nicht ich, sondern hat er mir gegeben.
Von dem ich weiß, der ist der Retter, nicht ich mit meinen ganzen Komplexen.
Diesem Gott kann ich vertrauen und kann sagen, dir gehört mein Herz,
mach mit mir, was immer du willst.
Herr, ich bin dein Kind.
Gib mir, was du mir geben möchtest und schenk mir den tiefsten Frieden drüber,
wenn du mir Nettes gibst, was ich vielleicht gern hätte.
Weil ich dein Kind bin, ist nur und nur das wichtig, was du über mich denkst.
Der ganze Rest, völlig egal, präge du mich anders als beim Simson.
Der das gar nicht will und nur auf sich schaut.
Präge du mich, verändere du mich durch deinen Geist.
Dann mal schauen, was Gott mit uns vorhat. Amen. Lass uns da kurz drüber nachdenken.
Bin ich eher links? Bin ich eher rechts?
Was sind eher so meine Schwierigkeiten? Kann ich das Gott hinstellen und sagen, mach du?
Oder kämpfe ich für mich? Für das, was ich meine, zu brauchen?
Kann ich sagen, du teilst zu, wie du willst? Das ist okay.
Du bist mein Gott. Ich muss es nicht selber sein. Kurze Zeit zum Denken,
zum Beten und dann schließe ich von hier vorne ab.
Großer Herr, geliebter Vater, wenn wir die Welt sehen könnten,
wie du sie siehst, dann wüssten wir, dass wir nichts zu bringen haben. Du bist alles.
Und alles, was wir meinen, bringen zu können, hast du uns gegeben.
Kein Grund, stolz drauf zu sein, kein Grund, sich zu rühmen, sagt Paulus.
Aber dankbar darf ich sein für das, was du gibst. Dich will ich ehren. Wie gut bist du.
Jeder von uns hat irgendwo einen Sparenberg. Irgendwo Bereiche,
wo wir vielleicht so selbst blind sind, wie wir wünschen.
Und Herr, ich bitte dich, dass du durch deinen Geist uns die Augen dafür öffnest.
Zeig uns die wunden Stellen, die blinden Flecken in unserem Leben.
Und wirk du mit deinem Geist da rein und mit deinem Wort, mit der Bibel.
Dass wir begreifen, oh, da ist noch ein langer Weg vor uns und das ist okay.
Als Kind Gottes brauche ich gar keinen Vergleich zu fürchten.
Weil du alles bist, nicht ich.
Herr, ich danke dir für den Simson und diese ganzen Geschichten,
die du extra hast aufschreiben lassen für uns.
Schenke uns einen Blick, der tiefer sieht als nur die Historie und der versteht,
was das mit uns zu tun hat.
Und mit deinem Plan, deinem Heilsplan durch die ganze Bibel hinweg,
wo du uns so deutlich machst, wer wir nicht sind, obwohl wir immer wieder denken, wir wären es.
Herr, fühl du uns aus, sei du unser Retter. Nimm du uns sämtliche Komplexe,
die sich so um uns selber drehen und heile du unser gefangenes Herz.
Dass deine Frucht in uns wachsen darf, sichtbar werden kann.
Eine Liebe, die nicht auf Rationalität beruht.
Ein Friede, der nur von dir kommt und so viel mehr. Freude, die man nicht verlieren
kann durch Dinge, die nicht passen.
Sanftmut, Selbstbeherrschung, alles, was damit drin hängt. Herr,
arbeite du an uns, denn wir haben es nötig. Und das wollen wir neu bekennen.
Herr, dir gehört unser Herz.
Arbeite an uns und mach mit uns, was immer du willst. Amen.