Mark Bühner - Der geweihte Held I Simson (Folge 1 von 4)
Die Vorlesung erklärt das Richterbuch als Hintergrund für Simson: Israels Kreislauf aus Abfall, Bedrängnis und Rettung durch Richter, die zunehmende Verschlechterung bis Simson sowie die Ankündigung seiner wunderbaren Geburt in Richter 13.
23.09.2026 33 min
Zusammenfassung & Show Notes
Der geweihte Held I Simson (Folge 1 von 4)
In dieser Predigt wird das Buch der Richter als Hintergrund für die Geschichte von Simson eingeführt. Es wird erklärt, dass das Buch nach dem Tod Josuas spielt und einen wiederkehrenden Kreislauf zeigt: Israel wendet sich von Gott ab, gerät unter die Herrschaft feindlicher Völker, ruft dann zu Gott um Hilfe und erhält einen Richter als Retter.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Deutung dieses Kreislaufs. Der eigentliche Konflikt sei nicht nur äußerer Krieg, sondern die geistliche Halbherzigkeit Israels. Die Menschen vermischen ihren Glauben mit den Bräuchen anderer Völker, werden Gott untreu und geraten dadurch immer tiefer in Not. Zugleich wird betont, dass Gottes Reaktion von Geduld und Gnade geprägt ist.
Danach werden die Richter in ihrer Reihenfolge beschrieben: Othniel, Ehud, Debora, Gideon, Jephthah und Simson. Dabei wird hervorgehoben, dass die Situation im Lauf der Zeit immer schlechter wird und auch die Richter selbst an Qualität verlieren. Simson wird nicht als Höhepunkt, sondern als Tiefpunkt dieser Entwicklung dargestellt.
Im Anschluss wird Richter 13 ausgelegt. Dort wird berichtet, dass die Israeliten 40 Jahre lang von den Philistern unterdrückt werden und dass Manoachs Frau unfruchtbar ist. Ein Engel kündigt ihr die Geburt eines Sohnes an, der von Geburt an Gott geweiht sein soll und Israel beginnen wird zu retten.
Die Geburt Simsons wird als Wunder und als Zeichen von Gottes Handeln an unmöglichen Stellen beschrieben. Zugleich wird auf Parallelen zur Geburt Jesu hingewiesen, etwa bei der Ankündigung an eine unfruchtbare Frau und bei der göttlichen Sendung des Kindes. Zugleich wird betont, dass Simsons Rettung nur ein Anfang sein wird und die endgültige Rettung erst später kommt.
Das und mehr erzählt uns Mark Bühner
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Intro und Outro: Sarah Reinwald
Produziert: F4 Podcast Team
In dieser Predigt wird das Buch der Richter als Hintergrund für die Geschichte von Simson eingeführt. Es wird erklärt, dass das Buch nach dem Tod Josuas spielt und einen wiederkehrenden Kreislauf zeigt: Israel wendet sich von Gott ab, gerät unter die Herrschaft feindlicher Völker, ruft dann zu Gott um Hilfe und erhält einen Richter als Retter.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Deutung dieses Kreislaufs. Der eigentliche Konflikt sei nicht nur äußerer Krieg, sondern die geistliche Halbherzigkeit Israels. Die Menschen vermischen ihren Glauben mit den Bräuchen anderer Völker, werden Gott untreu und geraten dadurch immer tiefer in Not. Zugleich wird betont, dass Gottes Reaktion von Geduld und Gnade geprägt ist.
Danach werden die Richter in ihrer Reihenfolge beschrieben: Othniel, Ehud, Debora, Gideon, Jephthah und Simson. Dabei wird hervorgehoben, dass die Situation im Lauf der Zeit immer schlechter wird und auch die Richter selbst an Qualität verlieren. Simson wird nicht als Höhepunkt, sondern als Tiefpunkt dieser Entwicklung dargestellt.
Im Anschluss wird Richter 13 ausgelegt. Dort wird berichtet, dass die Israeliten 40 Jahre lang von den Philistern unterdrückt werden und dass Manoachs Frau unfruchtbar ist. Ein Engel kündigt ihr die Geburt eines Sohnes an, der von Geburt an Gott geweiht sein soll und Israel beginnen wird zu retten.
Die Geburt Simsons wird als Wunder und als Zeichen von Gottes Handeln an unmöglichen Stellen beschrieben. Zugleich wird auf Parallelen zur Geburt Jesu hingewiesen, etwa bei der Ankündigung an eine unfruchtbare Frau und bei der göttlichen Sendung des Kindes. Zugleich wird betont, dass Simsons Rettung nur ein Anfang sein wird und die endgültige Rettung erst später kommt.
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Transkript
Simson. Wer kann mit dem Namen was anfangen? Ein paar Hände gehen hoch.
Also altes Testament ist ja auch nicht jedermann Sache, muss man ehrlicherweise
zugeben. So neues Testament, die Geschichten kennen wir häufig irgendwie noch eher.
Als ich ein kleiner Junge war, da hatten wir zu Hause so verschiedene Kinderbücher.
Und Simson und überhaupt die Richter, alles was in diesem Buch passiert, das war mein Favorite.
Ich habe das geliebt. Es war so spannend. Das Buch der Richter.
In diesem Buch kommt Simson als Person vor. Es sind nur vier Kapitel in diesem Buch drin.
Das Buch der Richter. Das sind insgesamt 21 Kapitel, die sich wirklich mal lohnen
zu lesen, auch wenn da krasses Zeug drin steht.
Und wie die Beate schon angedeutet hat, da wird uns berichtet,
was passiert nach dem Tod von Joshua.
Die Israeliten sind im Land, ein Großteil ist eingenommen, manches auch noch nicht.
Ja, und wie geht es jetzt mit den nächsten Generationen da weiter,
nachdem der Joshua tot ist?
Hat jemand von euch das Buch der Richter schon mal komplett am Stück gelesen?
Also nicht an einem Tag, sondern so der Reihe nach durch sind weniger Hände.
Also wirklich, vielleicht habt ihr, die ihr gerade die Hände gehoben habt,
zwischendurch gedacht.
So was ist denn in der Bibel? So krasses, teilweise auch sehr blutiges Zeug.
Ist ja irgendwie alles Krieg, was die da führen. Eine Schlacht nach dem nächsten.
Teilweise wirklich Mord und Totschlag aneinandergereiht. Und auf den ersten
Blick geht es im Buch der Richter um Krieg und um Konflikte, eins nach dem nächsten.
Zuerst kämpfen die gegen die Mesopotamier, dann gegen die Moabiter,
die Kanaaniter, die Midianiter, die Ammoniter, also alles irgendwelche Völker von damals.
Und dann zum Schluss unter Simson, dem Abschlusshelden, gegen die Philister.
Und ganz davon abgesehen, wie gesagt, dass da echt harsch sträubende Sachen
drinstehen, vor allem hinten raus in den letzten Kapiteln, kennt kaum jemand, lohnt sich aber.
Darf man sich ehrlich die Frage stellen, warum brauchen wir das?
Ja, also warum steht es in der Bibel drin? Warum wollte Gott,
dass wir uns mit sowas beschäftigen?
Das mag ja für Historiker ganz spannend sein. Oder versteht ihr,
dann sind die nach da gezogen und dann kommt das und das. Ist doch nett.
Aber wir sind ja keine Historiker. Versteht ihr? Also der eine mag Geschichte,
der andere halt nicht so. Was hat das mit uns zu tun?
Welchen Grund könnte es geben, dass du, ich, wir das lesen sollten?
Was haben wir von diesen ganzen Geschichten? Wie gesagt, ich persönlich bin
ein Riesenfan und es nicht nur, weil diese Geschichten so super spannend sind,
sondern auch, weil ich im Laufe der Zeit gelernt habe, ich glaube das wirklich,
dass da eine tiefere Botschaft, die sich durch all diese Geschichten hindurchzieht,
die sich steigert zu einem fulminanten Schluss.
Dass diese Botschaft in diesem Richterbuch mit drin ist.
Was das total viel mit Glauben zu tun hat, total viel damit, wer Gott ist, zu tun hat.
Und auch echt viel damit, was Glaube praktisch ausgelebt bedeutet und welche
Gefahren da mitschwingen.
Das eigentliche Problem im Richterbuch sind nicht die Feinde von außen,
mal die, mal die, mal die, die Israel da so bedrängen.
Sondern das eigentliche Problem ist, dass Israel als Volk die ganze Zeit eine
Art geistlichen Eiertanz aufführt Gott gegenüber.
Die glauben schon irgendwie an den, dann wissen sie es wieder nicht,
aber sie kennen ihn nicht mehr.
Sie wissen nicht, wer er wirklich ist. So eine komische Mischung aus halbherzig
Glauben, haben wir schon irgendwie fromm, und tausend Kompromissen,
wenn es um den gelebten Glauben geht.
So wie es auch heute noch viele machen, die sagen, ich bin Christ,
weil ich gehe in den Gottesdienst oder ich bin getauft oder so.
Was heißt das für dich? Nix.
Halbherzigkeit gibt es überall, auch heute noch. Jemand hat mal gesagt,
du wirst ja auch kein Auto, nur weil du in die Garage gehst.
So ähnlich ist es mit Christen auch. ach, du warst kein Christ,
nur weil du zu anderen Christen gehst oder in den Gottesdienst kommst.
Glaube ist was sehr viel Tieferes.
Und durch diesen halbherzigen Kompromiss, was die erleben, findet sich ein Kreislauf
im Richterbuch. Und der kommt immer, immer wieder.
Und zwar ist der Step 1, die fallen von Gott ab. Ich habe es mal genannt, das ist der Abfall.
Also nicht, dass die gar nicht mehr an Gott glauben würden, sondern dass sie
ihren Glauben anfangen zu vermischen mit der Kultur, Mit dem,
was andere Kulturen um sie herum so glauben.
Die Israeliten fangen an, die Bräuche und auch die Götzen der Kulturen um sie herum zu übernehmen.
Im Sprachstil der Bibel ist ein Satz, der immer wieder auftaucht.
Sie wurden dem Herrn untreu und taten, was ihm missfiel.
Oder an anderer Stelle, sie taten, was in ihren Augen richtig war,
aber nicht in Gottes Augen.
Auch wie heute noch viele Menschen denken, ich kann doch Christ sein und gleichzeitig,
mich bei anderen Religionen spirituell was auch immer bedienen.
Ich kann doch Christ sein und gleichzeitig nach genau dem gleichen Maßstab leben
wie mein nicht christlicher Nachbar.
Ja, nein, vielleicht.
Die Konsequenz dieser Untreue im Richterbuch ist immer wieder,
dass Gott sagt, okay, also ich will ja euer Gott sein und ihr lauft von mir weg.
Ich zeige euch in meiner Liebe mal, was das bedeutet, wenn ihr von mir weglauft.
Ich höre auf, euch zu beschützen.
Und genau die Völker, mit deren Bräuchen und Götzen Israel dann so leichtfertig
angefangen hat, die zu übernehmen, genau die zeigen auf einmal ihre wahre Natur,
und sie werden ihnen zu Feinden.
Feinde, die dieses Volk dann mit Gewalt unterjochen, wie gesagt,
Mesopotamia, Moabiter und wie sie alle heißen.
Und das Ganze geht so lang, bis Israel erkennt, Menschen mit den.
Ja, also kann doch nicht sein, wir laufen von Gott weg, dann müssen wir uns
auch nicht wundern, dass der da nicht bei uns ist.
Und sie fangen an zu Gott, um Hilfe zu schreien.
Gott, rette uns, wir tun Buße, wie auch immer, wir haben verstanden,
was wir falsch gemacht haben.
Und es zeigt sich, dass Gott ein Gott ist, der jetzt nicht sagt,
ja, nee, also selber Schuld.
Sondern der in seiner Liebe, in seiner Gnade diesem Volk vergibt und ihnen jedes
Mal neu einen Retter sendet, einen Anführer, einen Richter.
Jemand, der diese Feinde besiegt, zurückdrängt und der die Menschen zurück zu Gott führen soll.
Und es passiert jetzt immer wieder. Also über etliche hundert Jahre zieht sich
dieses Richterbuch und du liest in regelmäßigen Abständen, nachdem dieser Retter
da war, so hatte das Land Ruhe vor seinen Feinden.
40 Jahre, einmal sogar 80 Jahre, 20 Jahre, wieder 40, das wechselst du durch, je nachdem.
Und was passiert dann? Immer wenn es dem Volk wieder gut geht,
so wie das bei uns ja auch ist, beginnt dieser Kreislauf wieder von vorne.
Immer wenn ein Mensch denkt, mir geht es doch gut, ich brauche Gott doch gar
nicht, vergessen wir, worum es eigentlich geht.
Insgesamt schickt Gott dem Volk in 400 Jahren, jetzt kommt die Auflösung der
Frage von vorher, zwölfmal einen Richter und sechs davon nennt man die sogenannten kleinen Richter,
weil die tauchen halt auf, da gibt es den Namen und ganz kurz von da bis da
waren die da, sonst wissen wir fast gar nichts.
Und sechs davon nennt man die sogenannten großen Richter.
Das sind diese Kandidaten, die jetzt gleich kommen.
Othniel, Ehud, Deborah, Gideon, Jephthah und am Ende Simson,
der Held, um den es nachher geht.
Manche Namen vielleicht bekannt, manche vielleicht auch gar nicht.
Das Spannende ist, mit jedem dieser Richter im Richterbuch wird die Situation
insgesamt nicht besser, sondern schlechter.
Die Probleme insgesamt werden größer. Man könnte sagen, da hast du das verheißene
Land, super schön, Milch und Honig und was, also wirklich fruchtbar.
Das verheißene Land geht Schritt für Schritt den Bach runter.
Sowohl wirtschaftlich, die Bedrängnis wird immer größer, die Not,
als auch religiös. Sie kennen Gott immer weniger.
Und das Spannende ist, selbst die Richter, also diese sechs Hauptpersonen,
an denen jetzt mal gemessen, werden im Lauf der Zeit immer unwürdiger und sie
erreichen immer weniger.
Das ist eine spannende Parallele. Nicht nur das Volk verfällt vom Glauben so
immer weiter weg, sondern auch die Retter verfallen.
Alle diese Richter zeichnen sich dadurch aus durch abnehmende Qualität,
also sie selber, und durch abnehmende Wirksamkeit.
Das, was sie erreichen, ist immer
weniger. Am Anfang hast du noch so große Glaubenshelden wie den Othniel.
Auch der Ehud ist soweit noch ganz okay, ein bisschen körperlich eingeschränkt
und er kommt nur durch eine Lüge, durch ein feiges Attentat nachher zum Ziel.
Dann hast du die Deborah, eine Frau, die ist zwar glaubensstark,
Aber sie schafft es, den Sieg auch nicht alleine zu erregen,
sondern das ist mehr so ein Dreierding, ein Zusammenspiel mit dem Heerführer
Barak und mit so einer Ausländerin, der Jael.
Dann kommt der Gideon, da merkt man es mal so richtig deutlich.
Ein Kerl, der so ängstlich ist und so voller Selbstzweifel steckt,
dass Gott ihn also fast schon zwingen muss.
Sei quälligst mein Retter. Also der will gar nicht. Bitte nimm irgendjemand
anders. Und Gott setzt so viel Druck an. Doch, dich habe ich mir rausgesucht. Sei mein Retter.
Und am Ende wird Gideon zu einem Retter, der sagt, Mensch, bin ich toll.
Und der sich fürstlich Gold geben lässt vom ganzen Volk, damit er nachher gut bei wegkommt.
Und der in den letzten Jahren seines Lebens das Volk sogar aktiv zum Götzendienst verführt.
Also er soll die eigentlich rausführen, zurück zu Gott. Und am Ende ist er derjenige,
der die von Gott wieder wegführt.
Der fünfte in der Reihe ist Jephthah. Das würde mich jetzt, also würden wir
ein Quiz machen, das würde mich jetzt interessieren.
Was wisst ihr oder wisst ihr gar nichts? Also es ist wirklich schwierig, den kennt man nicht so.
Einer, der Gott kaum noch irgendwie kennt.
Chef einer Räuberbande. Toller Retter. Sohn einer Prostituierten.
Und mit einer so leichtfertigen Zunge ausgestattet. Er hat so ein loses Mundwerk,
dass ihm ein unbedachtes Todesgelübde rausrutscht.
Und dieses Gelübde trifft am Ende seine eigene Tochter. Also der tötet seine Tochter am Schluss.
Was für ein Kerl! Simson, deswegen diese lange Einleitung. Simson ist nicht
der Höhepunkt dieser Richter, sondern er ist der Tiefpunkt.
Er ist der Tiefpunkt in einer langen Abwärtsspirale nach unten.
Ein mit unglaublicher Kraft ausgestatteter Retter, an dem deutlich ist,
wer Gott ist. Nicht wie stark wir Menschen sind.
Ein Retter, der charakterlich und moralisch, das werden wir noch sehen,
gar nicht mehr so sehr zu unterscheiden ist von denen, die er eigentlich bekämpfen soll.
Ganz schwierige Type. Mal schauen, was das mit uns zu tun hat.
Ich würde sagen, mit diesem Hintergrundwissenshaus, so eine kleine Einführung,
schauen wir jetzt in den Text im Richterbuch, Kapitel 13, da geht die Geschichte von Simson los.
Die ersten fünf Verse.
Und die Israeliten taten wiederum, was dem Herrn missfiel.
Und der Herr gab sie in die Hände, der Philister, 40 Jahre.
Es war aber ein Mann aus Zora vom Geschlecht der Daniter mit Namen Manoach.
Und seine Frau war unfruchtbar und hatte keine Kinder.
Und der Engel des Herrn erschien der Frau und sprach zu ihr,
Siehe, du bist unfruchtbar und
hast keine Kinder, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.
So hüte dich nun, dass du nicht Wein oder starkes Getränk trinkst und nichts Unreines isst.
Denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem kein Schermmesser aufs Haupt kommen soll.
Denn der Knabe wird ein geweihter Gottes sein von Mutterleibe an und er wird
anfangen, Israel zu erretten aus der Hand der Philister.
Es braucht ein bisschen Übung, in so Texte reinzukommen, gerade wenn man das
nicht so gewohnt ist. Aber habt ihr es gemerkt?
Gleich im allerersten Satz, im ersten Vers, haben wir diesen ersten subtilen
Hinweis, ihr Leser des Richterbuchs, Das, was jetzt passiert,
was hier kommt, passiert wirklich nicht zum ersten Mal.
Und die Israeliten taten wiederum, was dem Herrn missfiel.
Dieser gefühlt ewige Kreislauf. Also wenn du das so liest, schon wieder, wie dumm kann man sein?
Schon wieder laufen sie von Gott weg. Schon wieder tun sie, was er nicht will.
Dabei hat er sie direkt davor doch wieder gerettet gehabt. Eigentlich müssten sie es doch wissen.
Und durch die Zeilen schimmert so hindurch jedes Mal, wenn so einer oder ein ähnlicher Vers kommt.
Wann endet das? Also das kann doch nicht ewig so weitergehen.
Also was ist denn das für ein Gott, der dich irgendwann mal sagt,
das System muss geändert werden. So kann es doch nicht laufen.
Wie lange soll das gehen? Ist Gottes Geduld nicht auch irgendwann mal ausgereizt?
Wir haben wieder diese Antwort, und der Herr gab sie in die Hand der Philister 40 Jahre.
Die Philister, das war ein überaus kriegerisches Volk.
Das waren so Seeleute, die sind dahin gereist. Und die waren für ihre Zeit damals
dafür bekannt, dass die hochmoderne Waffentechnologie hatten.
Die konnten einfach besser so Metalle schmelzen und solche Sachen.
Und deswegen waren sie den Völkern ringsherum militärisch haushoch überlegen.
Man weiß durch verschiedene Ausgrabungen, die Philister, die haben es ganz schlau
angefangen, Die haben vor allem diese fruchtbaren Küstengegenden besetzt.
Da haben die ihre Stationen gehabt.
Und die Israeliten wurden Schritt für Schritt aufs Gebirge verdrängt.
Da, wo es steinig ist, wo nichts Gescheites wächst.
Ernährungstechnisch ein Riesenproblem, was man in der weiteren Geschichte dann auch sieht.
Und jetzt steht da, sage und schreibe, 40 Jahre. Also fühlt euch mal hinein in diesen Text.
Das ist über eine ganze Generation. Eine ganze Generation wächst in der Unterdrückung auf.
Da sind die Feinde, die kontrollieren alles, was mit Scheid im Leben zu tun hat.
Und wir sind im Gebirge, wir müssen bangen, wir müssen hungern,
wir müssen kämpfen, wir sind die ganze Zeit in der Not.
Im Richterbuch, ich habe ja schon angedeutet, wird immer dramatischer,
ist es die längste Unterdrückung von allen. Also so lange ging es noch nie.
Die längste Unterdrückung seit dem Auszug aus Ägypten. Das sind im Land und
es wird immer, immer schlimmer.
Alle anderen Völker im Buch der Richter bedrängen Israel für ein paar Jahre,
bevor Gott dann eingreift.
Und das ist die größte Steigerung von allen. Und jetzt passiert was,
das kann man leicht überlesen, weil der Mensch ist ja so getrimmt auf Wiederholungen
und was kennt man schon. Ja, ja, jetzt kommt halt der Retter.
Ist ja klar. Haben wir ja gesehen. Der Kreislauf geht los.
In allen anderen Erzählungen aus dem Richterbuch geht die Unterdrückung durch
feindliche Völker so lange, was haben wir gesagt, bis Israel anfängt, um Hilfe zu rufen.
Immer. Also jedes Mal, irgendwann checken sie es da, fangen sie an.
Immer der gleiche Ablauf bis jetzt. Nicht dieses Mal.
Im Text steht gar nichts davon, dass die irgendwas bereuen. Es steht gar nichts
davon, dass die zu Gott um Hilfe rufen.
Das Volk hat sich so sehr dran gewöhnt. 40 Jahre, das bleibt so.
Da kann keiner mehr was dran rütteln. Es hat sich so sehr an die Situation gewöhnt,
in der es lebt, dass es noch nicht mal um Befreiung bittet.
Wenn man sich an eine Kultur anpasst, an eine Zeit anpasst, kann einem das ganz
genauso gehen. Man gewöhnt sich dran.
Das machen doch alles so. Das
ist doch völlig normal. Warum sollte sich an dieser Situation was ändern?
Ich betone es deshalb so arg, weil wir haben ja gesagt, es geht darum, wie ist Gott?
Das Volk ruft nicht nach Gott. Wie viel größer ist es dann, dass Gott trotzdem eingreift?
Obwohl die nicht darum gebeten haben.
Obwohl da noch nicht mal steht, die sind dankbar für das, was er macht.
Gott schickt seinen Retter selbst für die, die ihn nicht darum gebeten haben.
Das ist in der Bibel was, was immer wieder deutlich wird. Gott steht nicht da
und sagt, jetzt beweisen wir mal, dass du wert bist.
Jetzt lebt mal moralisch korrekt genug, dass ich meinen Hintern bewege.
Sondern Gott sagt, ich liebe dich so sehr. Ich will, dass du gerettet wirst.
Ich will, dass es dir gut geht. Ich will dein Bestes, selbst wenn du mir den
Rücken zudrehst, selbst wenn du nichts von mir wissen möchtest.
Das ist der Charakter Gottes. Er sagt, ich bin die Liebe, ich bin die Gnade.
Nicht du musst zuerst erkennen, wie sehr du Gott brauchst, damit Gott anfangen
kann, dich zu retten und schon den Weg vorbereitet.
Die Theologen sagen, Gottes Gnade geht deiner Umkehr voraus.
Klingt fromm, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Also Gott, in dem wie er versucht, uns zu retten, beginnt, bevor du anfängst, umzukehren.
Das ist schon hier im Richterbuch ein Hinweis auf das, was dann gut tausend
Jahre später am Kreuz passieren wird.
Dass Jesus gestorben ist und wieder auferstanden ist, lange bevor du auch nur
den Hauch einer Ahnung davon hattest, was es bedeutet oder wie sehr du zum Leben
darauf angewiesen bist.
Wir brauchen sein Opfer. Und du es gecheckt hast oder nicht, das ist die Realität.
Und je länger ein Christ mit Jesus unterwegs ist, das fängt ja ganz simpel an
und dann merkt man immer mehr, das ist ja wirklich so, der ist ja wirklich real,
der redet ja auch heute noch.
Desto mehr Christen mit Gott unterwegs sind, ihm was zutrauen,
desto mehr beginnen sie zu begreifen, wie Gottes Güte uns nachjagt, sein Gutsein.
Oder wie David es im Bekannten Psalm 23 ausgedrückt hat, Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang.
Die sind immer hinter mir wie ein Schatten. Ich kriege die gar nicht los, weil Gott so gut ist.
Wir haben einen Gott, der es ultra gut mit uns meint, völlig unverhältnismäßig zu dem, wer wir sind.
Wir haben einen Gott, der so viel Geduld mit uns hat, dass er selbst demjenigen
nachgeht und alles, wirklich alles tut, um ihn zu retten,
der sich schon lange von Gott abgewendet hat, der sich daran gewöhnt hat,
ich brauche doch keinen Gott, meine Eltern hatten keinen Gott, warum ich?
So, Gott bohrt, geht nach, immer mehr. Und ich finde das ganz schön bemerkenswert.
Im Text erfahren wir weiter. Simpsons Vater Manoach kommt aus der Stadt Zora,
aus dem Geschlecht der Daniter. Und er hat eine Frau, die ist unfruchtbar.
Wenn man mal nachschaut, Zora bedeutet wörtlich Niederlage. Der schönste Name,
den eine Stadt haben kann.
Also wir haben es nicht geschafft, die aufzuhalten. Eine Stadt,
die lag so westlich von Jerusalem, genau im Grenzgebiet, also gerade noch so am Gebirge dran.
Die Philister sind an der Seite und das ist im Grenzgebiet da.
Simson wächst also gewissermaßen an der Frontlinie auf. Immer so am Übergang,
ein Dorf weiter, sind die Feinde.
Dan, das ist einer dieser Stämme der Israeliten, haben ja zwölf Stämme oder
wenn man Josef aufteilt sogar 13.
Das ist ausgerechnet der Stamm, wenn man das Richterbuch komplett liest,
das hängt alles miteinander zusammen, der in den ersten Kapiteln richtig schlecht wegkommt.
Da geht es nämlich darum, welcher Stamm versucht, so hier wie sein Gebiet einzunehmen.
Und Dan ist einer von zwei Stämmen, die damit so richtig ablosen.
Die meisten anderen, die kriegen das so mehr oder weniger hin oder haben noch
irgendwelche Ideen, wie sie es besser machen können.
Dan hat so wenig Gottvertrauen, dass die nicht nur einen Teil einnehmen,
sondern die lassen sich von den Feinden auf ihrem Gebiet vertreiben, hoch ins Gebirge rein.
Das ist auch der Grund, warum die da jetzt eben immer noch sind,
in diesem unfruchtbaren Teil. Die sind nicht auf ihrem Stammesgebiet und deswegen
kommt Dan auch an anderen Stellen der Bibel richtig schlecht weg.
Bis hin zur Offenbarung, also dem letzten Buch der Bibel. Immer wieder merkst
du, die haben irgendwie eine schlechte Karte gezogen.
Dann ist von den anderen Völkern der verachtete Stamm. Das sind die,
die Gott nicht vertraut haben.
Das sind die, die weggelaufen sind, die Schisser. Wir anderen haben es doch
auch irgendwie hinbekommen.
Ausgerechnet aus diesem verachteten Stamm lässt Gott seinen Retter kommen.
Wieder Gott, der sich zeigt als jemand, der unerwartet handelt.
Der seine Rettungsmission mit Leuten macht, mit denen keiner gerechnet hätte.
Der unser Gedankenkorsett sprengt. Wir denken, ist doch logisch, so muss Gott sein.
Er ist so ganz anders, als wir denken.
Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, vielleicht ist euch vorher aufgefallen,
das kommt die ganze Zeit vor, Simpsons Mutter ist unfruchtbar.
Das ist zur Zeit des Alten Testaments eine Riesenschande. Also das ist echt ein Problem.
Da gucken die Nachbarn dich an, du hast ja keine Nachkommen, wer willst du denn sein?
Und im Original ist das Alte Testament ja auf Hebräisch der größte Teil.
Und da wird das sogar doppelt hervorgehoben.
Luther hat das so versucht, ein bisschen klar zu machen. Sie war unfruchtbar
und sie hatte keine Kinder.
Kommt ein paar Mal vor, dieser Satz, wenn man das vorher gemerkt hat.
Der Deutsche würde sagen, das wissen wir, danke.
Also bring was, was mich interessiert. Warum betonen die das so?
Weil die klar machen wollen, das war jetzt nicht nur ein Verdacht,
den man hatte, das war durch.
Das Thema Fruchtbarkeit war für diese Frau erledigt. Jeder wusste,
der Ofen ist aus, Da kommt überhaupt nichts mehr. Keine Hoffnung.
Diese Frau ist absolut unfruchtbar.
Und deshalb dann auch danach dieser bewusst betonte Kontrast in Vers 3.
Das ist da, wo dieser Engel kommt.
Klingt erstmal irgendwie schmerzhaft, aber der sagt ja noch das Gleiche.
Siehe, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder. Danke auch.
Aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Also der betont es genau
so doppelt auf der anderen Seite.
Um klarzumachen, Ofen aus, keine Chance, das, was hier passiert, ist ein Wunder.
Ist nicht einzuordnen in menschliche Logik.
Dieses Kind kommt von Gott, also Gott macht das.
Dieses Kind ist von Anfang an ein unverdientes, ein unmögliches Geschenk des Höchsten.
Wo menschlich gesehen keine Hoffnung mehr ist, kann Gott immer noch eingreifen.
Ist Gott immer noch größer.
Ja, und woran erinnert mich eigentlich diese Formulierung vom Engel?
Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen.
Also alle, die die Geschichte noch nie gehört haben.
Klingelt der Satz irgendwo? Ja, vielleicht so.
Das ist quasi der identische Satz, den der Engel Gabriel 1200 Jahre später zu
einer anderen Frau, die keine Chance auf Kinder hat, zu ihrem aktuellen Stand
gesagt, nämlich zu Maria.
Maria, siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.
Da gibt es gewisse Parallelen im Text, die einem erst auffallen,
wenn man mal anfängt, tiefer zu suchen.
Genau wie bei der Geburt von Jesus wird auch Simson schon von seiner Geburt
an als ein besonderes Kind angekündigt.
Denn der Knabe wird ein geweihter Gottes sein von Mutterleibe an.
Bei den anderen Richtern kam das gar nicht.
Simson ist was ganz anderes hier. Damit ist Simson nicht nur der Letzte in einer
langen Reihe von Richtern, sondern er ist ein Paradebeispiel dafür.
Die Bibel sind nicht einzelne Geschichten aneinander gehängt und keiner weiß,
woher sie kommen, sondern die Bibel hat einen übergeordneten Autor und das ist Gott.
Es gibt einen roten Faden, der sich von Anfang bis Ende durchzieht und dem mal
nachzugehen ist sprengend. Das ist faszinierend.
Wie Gott schon im Alten Testament vorbereitet, Schritt für Schritt,
das, was am Ende am Kreuz passieren wird. Seinen gigantischen Rettungsplan,
der hier ganz früh im Alten Testament schon kommt.
Einfach alles, wenn man mal tiefer hinschaut an dieser außergewöhnlichen Geschichte
der Geburt von Simson, weist über sich hinaus.
Damit will ich sagen, das ist genauso passiert.
Aber es ist noch mehr. Da ist ein Gott, der für uns Dinge versteckt im Text,
um uns zu helfen, weil er weiß, wir sind Scheuklappe orientiert.
Es wird uns so schwerfallen, Jesus zu akzeptieren, wer das ist und Stellvertreter
tot. Die Fragen, die auch heute noch viele Menschen immer stellen.
Wie kann das sein, dass das was mit mir zu tun hat? Wie kann das sein,
dass also im Stall Jungfrauengeburt, ach, bleib mir weg.
So viele Themen. Schon im Alten Testament versucht Gott vorzubereiten,
dass unser Verstand geweihtet wird, stimmt da war es doch auch so.
Stimmt, da hat Gott doch auch schon in dieser Richtung gehandelt und es wird
immer, immer, immer mehr.
Heute geht es nicht um die ganze Bibel, nur um Simson. Es weist über sich selbst
hinaus, zum Beispiel die Unterdrückung der Zeit durch die Philister,
also dieses gegnerische Volk, genau wie bei Jesus die Römer.
Dieses verrückte Wunder einer Schwangerschaft, die völlig unmöglich ist,
wie in der Jungfrauengeburt auch.
Dieser Engel Gottes, der völlig untypisch zu einer total gewöhnlichen Frau kommt,
und ihr diese Schwangerschaft ankündigt.
Die kompletten Formulierungen, die er dabei benutzt. Also ich glaube, quasi identisch.
Auch die weitere Geschichte vom Engel, auf die ich heute nicht eingehe,
wo ich euch aber Mut mache nachzulesen.
Da kommt noch viel mehr in dem Kapitel 13. Da kommt dann noch der Vater vor
und wieder dem begegnet. Das ist quasi das Gleiche, wie was mit Josef passiert.
Also der Aussage kann ich nicht glauben, Engel.
Er weiß, was meine Frau da erlebt hat. Ganz viel Parallelen.
Und natürlich und nicht zuletzt ist, worum es geht. Der dahinterliegende Auftrag,
den dieses ungeborene Kind zu erfüllen hat.
Dieses Kind soll für das Volk zu einem Retter werden.
Das sind alles liebevolle Details, die Gott schon im Alten Testament versteckt mit einbaut.
Damit die Juden oder auch wir heute, wenn wir es lesen, damit es uns leichter
fällt, es nachzuvollziehen, dass Jesus wirklich der von Gott gesandte Retter ist.
Nicht nur ein Mensch, nicht nur ein toller Lehrer, nicht nur ein moralisches
Vorbild, sondern der Wunderretter, den Gott geschickt hat.
Jetzt drehen wir den Spieß mal rum. Es gibt nämlich zwei Dinge in dieser Geburtsgeschichte,
da unterscheidet sich das Extrem. Es gibt viele Parallelen.
Aber zwei Sachen, da ist die Geburt von Jesus ganz anders wie das,
was hier bei Simson passiert.
Das erste ist, die Geburt von Simson macht seinen Eltern Ehre.
Die ewig Unfruchtbare wird fruchtbar. Wie schön. Die Nachbarn jubeln.
Mensch, mir hättest du nicht gedacht.
Manoach, das ist ja unglaublich, offensichtlich, ein Wunder von Gott.
Wie schön, wir freuen uns mit dir.
Dann wächst dieser Junge heran, hat gewaltige Kraft. Das kommt in den nächsten
Wochen. Der wird bejubelt.
Da will Gott was machen.
Die Geburt von Jesus und seine Kindheit verläuft umgekehrt.
Seine Geburt bringt Mutter und Sohn Schande, Unehre.
Während der Simson aufwächst mit Respekt und Bewunderung, wächst der Retter der Welt auf.
Unter dem peinlichen Vorzeichen den Gerüchten von Skandal und Verdächtigungen.
Ah ja, ne, die Mama, wie das wohl war. Sein Leben lang begleitet ihn das.
Das Zweite, worin sich diese Geschichten unterscheiden, ist,
dass die Rettung durch Simson unvollständig sein wird.
Das Ende von Vers 5. Denn der Knabe wird ein geweihter Gottes sein,
von Mutterleibe an, und er wird anfangen, Israel zu erretten aus der Hand der Philister.
Wir werden in den nächsten Wochen so viel darüber hören, wie der das macht.
Was der für Kräfte hat und ganz viele krasse Geschichten, was da so passiert.
Wie Simson als starker Held die Philister bekämpft.
Doch sie abschließend besiegen, diese Not beseitigen, der finale Retter sein.
So viel kann ich jetzt schon verraten. Spoiler, will er nicht.
Die Philister bleiben ein Problem. Zur Zeit von Samuel, selbst zu David,
da sind sie relativ weit, aber bis ganz hinten raus. Das ist immer ein Problem.
Seine Rettung, also die Rettung von Simson, wird wie jede Rettung,
wie jeder Frieden, den Menschen durch ihre Kraft erreichen können,
die durch Menschenhand machbar ist, wird unvollständig bleiben.
Da geht viel, aber nicht das Finale.
Schon in diesen ersten paar wenigen Versen über Simson, schon bevor er auf der
Welt ist, wird angekündigt, er wird lediglich beginnen, anfangen.
Er wird was machen und die Frage ist natürlich sofort für jeden orientalischen
Leser, wenn der nur anfängt, wer macht es fertig?
Wer beendet diesen Rettungsauftrag?
Er wird lediglich beginnen, doch es wird einer kommen, der die Rettung vollendet.
Der, auf dem das ganze Richterbuch hinweist.
Eines Tages wird ein weitaus, weitaus vollkommenerer Retter kommen als Simson.
Und er wird auch mit Blick auf all diese unvollständigen Rettungsversuche der
Vergangenheit hoch erhöht hängen und laut ausrufen, es ist vollbracht.
Das, was immer wieder angefangen wurde, endet da.
Der finale Retter kommt erst noch.
Und ich mache euch Mut in den nächsten Wochen, nicht nur nach diesen Hinweisen,
sondern auch nach diesem Retter zu suchen.
Ich sag für heute Amen und Emil Kribbels nächste Woche geht's weiter.
Lass uns beten. Oh du großer, guter Gott.
Wir vergessen dich regelmäßig. Unsere Gesellschaft vergisst dich,
aber auch jeder einzelne von uns. Wir sind so schnell abgelenkt von dem,
was die Welt bringt. Wir passen uns an.
Wir sind sehr unwürdig.
Danke, dass deine Gnade so viel größer ist, dass du uns nachjagst und suchst.
Du kennst unsere Herzen von jedem Einzelnen, die wir heute hier sitzen.
Man redet manchmal so schön fromm daher, aber innen drin ist es doch nicht so.
Du kennst es, wir können dir nichts vorlügen. Du weißt, was die Wahrheit ist.
Ich danke dir so, dass du uns retten willst.
Dass du alles tust, um das zu
ermöglichen. Dass du sogar bis ans Kreuz gegangen bist. Für uns, für mich.
Haben wir es verdient? Nein, haben wir es nicht. Aber mal gar nicht.
Herr, ich möchte dich bitten, öffne du uns die Augen dafür, wer du wirklich bist.
Öffne du uns die Augen für die Bibel. Für so viel, was du da reingelegt hast.
Kein Märchenbuch, kein Geschichtsbuch.
Dein Buch, die Wahrheit.
Ein Buch, das über alles hinausgeht, was in irgendeinem anderen Buch drinstehen könnte.
Ich danke dir auch, dass du diese ganzen prophetischen Sachen da drin versteckt hast.
Dinge, wo man erst beim zehnten Lesen irgendwie sieht. Diese Verweise auf dich.
Du bist wirklich die Wahrheit. Du bist wirklich der Retter.
Herr, mach du uns das klar. Öffne du uns Herz, Verstand, Augen.
Dass wir ehrlich suchen.
Und du versprichst, wer dich sucht, von dem lässt du dich auch finden.
Danke, danke, Herr, für deine Liebe, für deine Größe, für deine Güte und Gnade
auch uns gegenüber. Amen.