Lydia Scheuvens - Ungeahnte Möglichkeiten
Lydia Scheuvens zeigt uns auf, wie sehr wir innerhalb bestimmter Rahmen denken und wie sehr Gottes Möglichkeiten diesen sprengen. Dafür verwendet Sie Paulus´ Gebet aus Eph 3, 14-21.
07.01.2026 25 min F4 Schwaigern, Lydia Scheuvens
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Ungeahnte Möglichkeiten
In dieser Episode geht Lydia Scheuvens auf faszinierende Weise in die Welt der Rätsel und Möglichkeiten ein und zieht dabei Parallelen zu theologischen Konzepten. Sie beginnt mit einem Rätsel, bei dem es darum geht, Punkte mit vier geraden Linien zu verbinden, und stellt schnell fest, dass viele von uns in unserem Denken oft durch vorgegebene Rahmenbedingungen eingeschränkt sind. Diese Metapher illustriert das menschliche Vorstellungsvermögen und die oft begrenzte Sichtweise auf unsere Lebensumstände und die Möglichkeiten, die uns Gott bietet.
Anschließend widmet sich Scheuvens dem Epheserbrief von Paulus. Dabei beleuchtet sie die zentralen Themen des Briefes: das Wesen der Gemeinde, die Rolle des Heiligen Geistes und die geistlichen Kämpfe, vor denen die Gläubigen stehen. Ihr Fokus liegt auf Epheser 3, Verse 14 bis 21, wo Paulus über die umspannende Liebe Christi spricht und die Zuhörer dazu aufruft, in dieser Liebe verwurzelt zu leben.
Scheuvens hebt Paulus' Gebetshaltung hervor und diskutiert die Bedeutung dieser Demut und Hingabe. Sie erklärt, dass Paulus Gott als den Vater anruft, dem alle Vaterschaft entspringt, und dass dies ein Zeichen seines Vertrauens in Gott ist. Sie beschreibt Gottes unerschöpfliche Kraft und Herrlichkeit und thematisiert, wie Paulus die Epheser bittet, durch den Heiligen Geist innere Stärke zu empfangen. Diese innere Kraft ist für die Gläubigen entscheidend, um im Glauben standhaft zu bleiben.
Die Predigt geht weiter und beleuchtet die drei Bitten, die Paulus in seinem Gebet formuliert: eine innere Stärkung durch den Heiligen Geist, dass Christus in den Herzen der Epheser wohnt, und eine feste Verwurzelung in der Liebe Gottes. Lydia Scheuvens erklärt, dass das Wohnen Christi in den Herzen der Gläubigen mehr als nur eine vorübergehende Anwesenheit ist; es bedeutet ein ständiges Verweilen und eine Transformation des Lebens.
Ein weiteres Element ihrer Ausführungen ist die Bedeutung der Verwurzelung in der Liebe Gottes. Sie verdeutlicht, dass die Liebe die Grundlage für das gesamte Leben der Gläubigen sein sollte.
Die Ausführungen enden mit einer starken Betonung auf den unfassbaren Möglichkeiten Gottes, die weit über unser Verständnis hinausgehen. Scheuvens teilt eine persönliche Anekdote aus ihrem Leben, um zu zeigen, dass Gott sogar in scheinbar ausweglosen Situationen eingreift und Lösungen bietet, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Diese bewegenden Worte gipfeln in einem Gebet, das die Zuhörer dazu einlädt, sich der Größe und Kreativität Gottes stets bewusst zu sein und in der Liebe mit Ihm und untereinander zu leben.
Das und mehr erzählt uns Lydia Scheuvens.
Ist die Folge nicht schnell genug online, oder möchtest du gerne mal das Gesamtprogramm live erleben? Dann komm doch gerne direkt ins F4:
Liebenzeller Gemeinschaft und EC-Jugendarbeit Schwaigern e. V.
Falltorstr. 4
74193 Schwaigern
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Gemeinschaftspastor Mark Bühner
Tel. 07138 236 9645
Mobil: 0157 3723 4570
mark.buehner@lgv.org
Jugendpastor Johannes „John“ Götz
Tel. 07138 8145234
Mobil: 015115579068
johannes.goetz@lgv.org
Vorsitzende Sonja Bay
Mobil: 0174/9665002
sonja.bay@lgv-schwaigern.de
Oder informiere die auf unserer Homepage:
https://www.lgv-schwaigern.de
Weitere Fragen, Anregungen oder Ideen gerne an:
podcast@lgv-schwaigern.de
Willst du unsere Arbeit unterstützen, dann kannst du hier spenden:
Spenden (lgv.org)
Intro und Outro: Sarah Reinwald
Produziert: Nathanael Lempert
In dieser Episode geht Lydia Scheuvens auf faszinierende Weise in die Welt der Rätsel und Möglichkeiten ein und zieht dabei Parallelen zu theologischen Konzepten. Sie beginnt mit einem Rätsel, bei dem es darum geht, Punkte mit vier geraden Linien zu verbinden, und stellt schnell fest, dass viele von uns in unserem Denken oft durch vorgegebene Rahmenbedingungen eingeschränkt sind. Diese Metapher illustriert das menschliche Vorstellungsvermögen und die oft begrenzte Sichtweise auf unsere Lebensumstände und die Möglichkeiten, die uns Gott bietet.
Anschließend widmet sich Scheuvens dem Epheserbrief von Paulus. Dabei beleuchtet sie die zentralen Themen des Briefes: das Wesen der Gemeinde, die Rolle des Heiligen Geistes und die geistlichen Kämpfe, vor denen die Gläubigen stehen. Ihr Fokus liegt auf Epheser 3, Verse 14 bis 21, wo Paulus über die umspannende Liebe Christi spricht und die Zuhörer dazu aufruft, in dieser Liebe verwurzelt zu leben.
Scheuvens hebt Paulus' Gebetshaltung hervor und diskutiert die Bedeutung dieser Demut und Hingabe. Sie erklärt, dass Paulus Gott als den Vater anruft, dem alle Vaterschaft entspringt, und dass dies ein Zeichen seines Vertrauens in Gott ist. Sie beschreibt Gottes unerschöpfliche Kraft und Herrlichkeit und thematisiert, wie Paulus die Epheser bittet, durch den Heiligen Geist innere Stärke zu empfangen. Diese innere Kraft ist für die Gläubigen entscheidend, um im Glauben standhaft zu bleiben.
Die Predigt geht weiter und beleuchtet die drei Bitten, die Paulus in seinem Gebet formuliert: eine innere Stärkung durch den Heiligen Geist, dass Christus in den Herzen der Epheser wohnt, und eine feste Verwurzelung in der Liebe Gottes. Lydia Scheuvens erklärt, dass das Wohnen Christi in den Herzen der Gläubigen mehr als nur eine vorübergehende Anwesenheit ist; es bedeutet ein ständiges Verweilen und eine Transformation des Lebens.
Ein weiteres Element ihrer Ausführungen ist die Bedeutung der Verwurzelung in der Liebe Gottes. Sie verdeutlicht, dass die Liebe die Grundlage für das gesamte Leben der Gläubigen sein sollte.
Die Ausführungen enden mit einer starken Betonung auf den unfassbaren Möglichkeiten Gottes, die weit über unser Verständnis hinausgehen. Scheuvens teilt eine persönliche Anekdote aus ihrem Leben, um zu zeigen, dass Gott sogar in scheinbar ausweglosen Situationen eingreift und Lösungen bietet, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Diese bewegenden Worte gipfeln in einem Gebet, das die Zuhörer dazu einlädt, sich der Größe und Kreativität Gottes stets bewusst zu sein und in der Liebe mit Ihm und untereinander zu leben.
Das und mehr erzählt uns Lydia Scheuvens.
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Produziert: Nathanael Lempert
Transkript
Ich freue mich, dass ich heute hier sein darf und bei euch predigen darf und
in meinem Interview gab es schon eine Frage, ob ich lieber Brettspiele oder Kartenspiele mag.
Ich habe sehr viele Spiele und ich mag nicht nur gern Spiele,
ich liebe auch Rätsel und Krimi-Dinner und Exit-Games und alles, was damit zu tun hat.
Und deswegen habe ich euch heute ein Rätsel mitgebracht.
Manche kennen das Rätsel, vielleicht, die dürfen jetzt natürlich das nicht verraten.
Ziel ist es, alle Punkte mit höchstens vier geraden Linien miteinander zu verbinden.
Also die vier geraden Linien müssen am Stück sein.
Ich gebe euch jetzt kurz Zeit, dass ihr in,
schwer, das gebe ich zu, weil ihr keinen Zettel und Stift habt,
sondern das im Kopf durchdenken müsst. Aber ihr dürft trotzdem das kurz in euch
gehen. Vier gerade Linien.
Ich verrate euch die Lösung und ich gebe direkt zu, als ich das Rätsel zum ersten
Mal gesehen habe, bin ich nicht auf die Lösung gekommen, obwohl ich Rätsel liebe.
Warum nicht? Weil meine Möglichkeiten sich auf diesen Bereich innerhalb von
dem Rahmen beschränkt haben.
Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass die Linien so weit außerhalb von
dem Rahmen gerade weitergehen könnten.
Ich habe es gar nicht in Erwägung gezogen, diese Möglichkeit.
Und ich vermute, damit bin ich nicht alleine gewesen. Unser Vorstellungsvermögen,
das ist oft begrenzt auf so einen kleinen Rahmen und die ungeahnten Möglichkeiten dahinter,
die bleiben uns oft verborgen.
Unser Text für heute steht im Epheserbrief und ich habe euch einen kleinen Faktencheck
zum Epheserbrief mitgebracht.
Absender vom Epheserbrief ist Paulus und der Postbote, der Überbringer war Tychikus.
Und er hat diesen Brief überbracht an die Gemeinde in Ephesus und an andere
Gemeinden heidnischer Herkunft in Kleinasien.
Also es war quasi ein Rundschreiben. schreiben. Paulus war drei Jahre in Ephesus
und hatte die Gemeinde dort gegründet und jetzt schreibt er ihnen diesen Brief aus dem Gefängnis.
Er schreibt aus seiner ersten Gefangenschaft in Rom.
Das heißt, es war so etwa 60 nach Christus.
Interessant fand ich, es gab jetzt nicht so eine richtig besondere Veranlassung
für den Brief, wie man das ja in manchen Briefen hat, sondern es ist Das ist
ein eher allgemein gehaltener Brief.
Der Apostel schreibt darüber, wie es ihm geht und schreibt auch über die Gemeinde,
die bedroht ist, die junge Gemeinde und geht darauf ein.
Das heißt, so Zweck und Ziel von seinem Brief ist, die junge Gemeinde zu stärken und zu ermutigen.
Deswegen sind auch so die drei Hauptthemen im Epheserbrief das Wesen der Gemeinde,
der Heilige Geist in der Gemeinde und der geistliche Kampf der Gemeinde.
Und unser Text für heute steht in Epheser 3, Vers 14 bis 21.
Die Liebe von Christus in ihrem ganzen Umfang kennenlernen. Ein Gebet.
Noch einmal, wenn ich mir das alles vor Augen halte, kann ich nicht anders als
anbetend vor dem Vater niederzuknien.
Er, dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt und der
unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit, gebe euch durch seinen Geist
innere Kraft und Stärke.
Es ist mein Gebet, dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt
und dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist.
Das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen, die zu Gottes heiligem
Volk gehören, die Liebe Christi in all ihren Dimensionen zu erfassen,
in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe.
Ja, ich bete darum, dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles
Verstehen hinausreicht und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen
Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist.
Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns am Werk ist und unendlich viel mehr zu tun vermag,
als wir erbitten oder begreifen können, Ihm gebührt durch Jesus Christus die
Ehre in der Gemeinde von Generation zu Generation und für immer und ewig. Amen.
Unser Bibeltext startet mit zwei interessanten Worten noch einmal.
Also offensichtlich schließt unser Text an das an, was Paulus davor geschrieben hat.
Dieses noch einmal hier in Vers 14, das verweist auf eine Fülle von guten Gründen
für die Anbetung Gottes.
Es verweist auf das, was Paulus vorher geschrieben hat, warum Gott uns so viel Segen geschenkt hat.
Das heißt, dieser Vers beantwortet die Frage nach dem, warum dieses Gebets,
das Paulus hier jetzt im Folgenden aufgeschrieben hat.
Er schreibt, noch einmal, wenn ich mir das alles vor Augen halte,
also dass Christus als unser Retter gekommen ist, um uns zu erlösen,
von unserer Schuld zu befreien und dass das ein Geschenk aus Gnade ist,
das wir uns nicht verdienen können.
Wenn ich mir das alles vor Augen halte, dann kann ich nicht anders,
als anbetend vor dem Vater niederzuknien.
Die Erkenntnis aus den ersten beiden Kapiteln führt bei Paulus zu der Aussage,
dass er nur niederknien kann vor Gott. Wieso ist das so?
Ich denke, weil er überwältigt ist von dem, was ihm in Jesus geschenkt ist.
Paulus, Gott überwältigt Paulus so, dass er darauf nur mit Anbetung antworten kann.
Ich kann das gut nachvollziehen, diese Aussagen von Paulus.
Ich finde, dass Gott tatsächlich seinen eigenen Sohn zu uns auf die Erde geschickt hat.
Dass Jesus, der Gottessohn, unsere Schuld auf sich genommen hat und für unsere
Schuld gestorben ist, damit wir Gemeinschaft mit Gott haben können,
damit wir ewiges Leben haben können, obwohl wir das überhaupt nicht verdienen.
Ich finde, das kann einen wirklich nur staunen und anbeten lassen.
Und Paulus bringt das auch in seiner Gebetshaltung zum Ausdruck.
Er schreibt, er kniegt nieder.
Das heißt jetzt nicht, dass das die einzig richtige Gebetshaltung ist,
aber Paulus bringt damit seine Verehrung und auch seine Demut vor Gott zum Ausdruck.
Wer kniet, der verneigt sich ja sozusagen vor Gott im Gebet,
macht sich selbst kleiner und bringt diese innere Demut zum Ausdruck.
Das ist also die Art, wie Paulus betet.
Und er beantwortet auch selbst in diesen Versen, zu wem er betet.
Er schreibt, er dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt.
Elberfelder schreibt zu dem
Vater, dem jede Familie im Himmel und auf der Erde ihr Dasein verdankt.
Also er betet hier zu Gott als dem Vater, er spricht hier Gott als Vater an.
So hat es ja Jesus uns beigebracht, hat gesagt, dass wir Gott Papa oder Abba nennen dürfen.
Und ich finde, das zeigt ja auch dieses vertrauensvolle Verhältnis zwischen
Paulus und Gott, dass er ihn als Vater anspricht.
Interessant ist, im Griechischen steht hier ein Wortspiel, da heißt der Vers,
er auf dessen Vatersein jede Vaterschaft zurückgeht. Also Paulus bezeichnet
Gott sozusagen als den Urvater.
Alle Vaterschaft hat in Gott ihren Ursprung.
So spricht Paulus Gott hier an, so schreibt er dieses Gebet zu ihm,
zu dem Vater aller Väter.
Und er wählt noch eine zweite Anrede oder Beschreibung.
Er sagt, der unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit.
Paulus bringt es auf den Punkt, wie Gott ist, was er über Gott weiß.
Dass Gott unerschöpflich reich ist an Macht und Herrlichkeit.
Dass Gott allmächtig ist und sozusagen allherrlich.
So spricht Paulus Gott hier an als den Allmächtigen und Heiligen.
Und das ist die Grundlage von dem, was er jetzt im Folgenden sagt.
Das heißt, Paulus bittet Gott, seine drei Wünsche oder drei Gebete,
die jetzt kommen, aus seiner Fülle heraus zu gewähren.
Nicht kleinlich und sparsam, sondern überschwänglich nach der Fülle seiner Möglichkeiten.
Aber was bittet Paulus für die Epheser? Er schreibt, er gebe euch durch seinen
Geist innere Kraft und Stärke.
Es ist mein Gebet, dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt
und dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament der Liebe gegründet ist.
Also Paulus bittet um eine innere Stärkung durch den Heiligen Geist.
Er bittet darum, dass Jesus in all ihren Lebensbereichen zu Hause ist.
Und er bittet um eine feste Verwurzelung in Gottes Liebe.
Und diese drei Dinge schauen wir uns genauer an. Er fängt an und schreibt,
er gebe euch durch seinen Geist innere Kraft und Stärke.
Beim Vorbereiten dachte ich, interessant, warum brauchen die Epheser das?
Also warum ist das das Erste, was Paulus jetzt hier für sie bittet?
Sicher weiß ich das natürlich nicht. Aber ich vermute, es geht ihm darum,
dass er sich wünscht, dass die Epheser fest im Glauben bleiben.
Dass sie den Glauben, den sie in der Zeit seiner Gemeindegründung gewonnen haben,
nicht wieder verlieren.
Dass sie sich nicht von Gott abwenden.
Und deswegen betet er um innere Kraft und Stärke. Um ein Dranbleiben an Gott und am Glauben.
Wichtig ist der Fokus, den Paulus hier setzt. Er betet, dass der innere Mensch
gestärkt wird, nicht der äußere.
Also es geht um eine psychische oder seelische Stärke, nicht um physische Kraft.
Aber das ist ja spannend. Es geht ja also eigentlich um eine göttliche Resilienz.
Das heißt, Paulus war damals schon up to date mit dem Thema Resilienz.
Und ich habe mal nachgeguckt, was der Duden schreibt, was Resilienz ist.
Und da heißt es, Resilienz ist die psychische Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen
ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.
Schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.
Das ist das, um das Paulus hier bittet für die Epheser, um eine innere Stärke.
Vielleicht, weil er weiß, dass das Leben allgemein, aber auch das Leben mit
Gott nicht immer einfach ist.
Dass auch schwierige Zeiten und Herausforderungen kommen und dass es gerade
für diese Zeiten wertvoll ist, wenn wir eine innere Stärke haben.
Als zweites schreibt er, es
ist mein Gebet, dass Christus aufgrund des Glaubens in euren Herzen wohnt.
Als ich das gelesen habe, musste ich ein Lied von Wir sind Helden denken,
das heißt gekommen, um zu bleiben.
Also es geht Jesus um ein Wohnen in unseren Herzen.
Wohnen, das heißt ja ein ständiges Verweilen, nicht nur so eine augenblickliche
Anwesenheit oder auch kein Kommen und Gehen.
Und das heißt, Jesus will auch kein Gastrecht, sondern ein Hausrecht.
Er möchte unser Leben dauerhaft in Besitz nehmen. Was heißt das konkret?
Jesus wohnt in unserem Herzen. Das heißt, wir können mit ihm reden,
mit ihm Gemeinschaft haben.
Aber das heißt auch, dass Jesus der Hausherr sein will.
Also Jesus, der kommt als einer, der auch aufräumt und wegschmeißt in unserem
Leben. Der entscheidet, was in unserem Leben bleiben sollte und was besser nicht.
Jesus, der kommt nicht als so ein stiller und bequemer Gast,
sondern Jesus, der kommt als ein anpackender Bewohner.
Und das passiert aufgrund des Glaubens. Also weil wir an ihn glauben,
ihn als Herrn annehmen, zieht er in unser Herz ein.
Jetzt könnte man berechtigt fragen, warum betet Paulus das? Passiert es nicht
automatisch, wenn wir Jesus annehmen als unser Herrn, dass er in unser Herz einzieht?
Doch, aber die Frage ist, wie viel Raum geben wir ihm?
In wie vielen Zimmern in unserem Leben darf er wohnen? Darf er nur in der Abstellkammer bleiben?
Oder darf er gerade nicht in die Abstellkammer in unserem Leben?
Er schreibt weiter, dass euer Leben in der Liebe verwurzelt und auf das Fundament
der Liebe gegründet ist.
Diese Verwurzelung scheint ihm wichtig zu sein, weil er das hier gleich doppelt betont.
In der Liebe verwurzelt und auf der Liebe gebaut soll unser Leben sein.
Also Gottes Liebe soll unser ganzes Leben bestimmen.
Gottes Liebe soll der Wurzelgrund sein, auf den wir unser Leben bauen.
Ich musste da an den Satz denken, im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus
und sonst nichts zu lesen.
Ein sehr hohes oder unerreichbares Ziel, aber das wäre die Folge,
wenn wir ganz in Gottes Liebe verwurzelt sind, dass man das erkennen kann in
unseren Worten, in unseren Werken und auch in unserem Wesen.
Das sind die drei Bitten, die Paulus hier an Gott richtet.
Und er schreibt auch gleich, welche Auswirkungen diese drei Anliegen haben sollen.
Er schreibt, das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen,
die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi in all ihren Dimensionen zu erfassen,
in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe.
Ja, ich bete darum, dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über alles
Verstehen hinausreicht und dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen
Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist.
Wir lesen hier von drei sehr konkreten Auswirkungen.
Von einer tieferen Gotteserfahrung, also Gottesliebe in ihrer breite,
tiefe Höhe und Länge zu erfahren.
Von einem tieferen Verständnis für seine Liebe und von einem völligen Erfülltsein,
einem Anteilhaben an der Fülle Gottes.
Er fängt an und schreibt, das wird euch dazu befähigen, zusammen mit allen anderen,
die zu Gottes heiligem Volk gehören, die Liebe Christi in all ihren Dimensionen zu erfassen,
in ihrer Breite, in ihrer Länge, in ihrer Höhe und in ihrer Tiefe.
Je mehr wir Jesus in alle Bereiche unseres Lebens hineinlassen und je mehr wir
unser Leben auf Gottes Liebe gründen und durch ihn innerlich gestärkt werden,
desto tiefer wird uns Unsere Gotteserfahrung, desto mehr können wir Gottes Liebe
in all ihren Dimensionen erfassen.
Und das nicht alleine, sondern zusammen mit anderen, schreibt Paulus.
Liebe kann man ja nur richtig in Gemeinschaft leben und nicht in Isolation.
Ich finde es sehr interessant, wie Paulus hier Gottes Liebe beschreibt mit den
Dimensionen, mit breiter Länge, Höhe und Tiefe.
Das ist doch sehr mathematisch, geometrisch.
Das wäre jetzt ehrlich gesagt nicht die Beschreibung für Gottes Liebe gewesen,
die ich so gewählt hätte, wenn ich das hätte beschreiben müssen.
Habe ich mich schon gewundert. Und dann habe ich gedacht, aber wie soll man
auch Gottes Liebe in Worte fassen?
Also ich habe gedacht, vielleicht war es auch das bei Paulus,
dass er um Worte gerungen hat.
Welche Beschreibung kann der Größe der Liebe Gottes gerecht werden?
Wie kann man die Liebe Gottes beschreiben oder eingrenzen?
Und Paulus entscheidet sich für die Dimensionen, für Breite, Länge, Tiefe und Höhe.
Was meint er damit? Oder wie könnte man diese Worte von Paulus vielleicht deuten?
Vielleicht so. Die Breite der Liebe Gottes zeigt uns, wen und was sie umfasst, nämlich jeden.
Die Länge tut uns kund, wie lange sie wehrt, nämlich für immer.
Die Tiefe bezeugt uns, wie weit Gott vom Himmel zu uns herabsteigt.
Und die Höhe weist uns auf die Herrlichkeit Gottes hin.
Wenn wir diese vier Dimensionen verstehen oder besser mehr und mehr begreifen.
Dann können wir immer mehr begreifen, wie groß Gottes Liebe wirklich ist.
Was es wirklich bedeutet, dass der große Gott genau dich liebt,
genau dich sieht, dass du für ihn nicht einfach nur einer von vielen bist.
Die zweite Auswirkung ist, dass ihr seine Liebe versteht, die doch weit über
alles Verstehen hinausreicht.
Auch wieder interessant, Gottes unverständliche Liebe, Verstehen, wie soll das gehen?
Wie können wir eine Liebe verstehen, die laut Paulus all unser Verstehen übersteigt?
Mit unseren menschlichen Möglichkeiten ist das nicht möglich.
Wir brauchen die Hilfe vom Heiligen Geist, der uns begreifen hilft,
warum Jesus für uns sterben musste und dass es nicht nur ein Wissen bleibt,
sondern dass dieses Wissen immer tiefer in unser Herz sickert.
Die dritte Auswirkung ist, dass ihr auf diese Weise mehr und mehr mit der ganzen
Fülle des Lebens erfüllt werdet, das bei Gott zu finden ist.
Oder nach Elberfelder heißt es, dass wir erfüllt werden bis zur ganzen Fülle Gottes.
Was heißt das? Vollkommen von Gott beherrscht zu sein, ohne jeden Einfluss unseres eigenen Ichs.
So erfüllt zu sein, dass nur noch Gottes Wesen da ist. Wie ist das möglich?
In Kolosser 2, Vers 9-10 heißt es, Dabei ist es doch Christus,
in dem die ganze Fülle von Gottes Wesen in leiblicher Gestalt wohnt.
Und ihr habt an dieser Fülle teil, weil ihr mit Christus verbunden seid.
Also Jesus ist derjenige und auch der Einzige, der so ganz von Gott erfüllt
ist, dass bei ihm das eigene Ich keinen Einfluss mehr hat.
Wir können es auf der Erde, denke ich, nicht erreichen, dieses Ziel,
aber wir können Anteil daran haben, wenn wir mit Jesus verbunden sind.
Paulus schließt dieses Gebet oder diese drei Bitten und ihre Auswirkungen und schreibt,
Ihm, der mit seiner unerschöpflichen Kraft in uns am Werk ist und der unendlich
viel mehr zu tun vermag, als wir erbitten oder begreifen können.
Gott ist in uns am Werk.
Und zwar nicht nur ein bisschen oder irgendwie, sondern mit seiner unerschöpflichen Kraft.
Unerschöpfliche Kraft, das heißt, Gott ist nie überfordert mit dir.
Gottes Kraft ist nie erschöpft. Und er kann dabei unendlich viel mehr tun,
als wir erbitten oder begreifen oder noch besser erdenken können.
Ich finde das einen sehr beeindruckenden Vers, dass Gott nicht nur mehr tun
kann, als wir bitten, sondern dass er auch viel mehr tun kann,
als wir uns überhaupt nur ausdenken können.
Es ist eine der Eigenschaften an Gott, die mich am meisten fasziniert,
dass seine Möglichkeiten so viel größer sind, als ich mir überhaupt nur vorstellen kann.
Ich weiß nicht, wie das bei euch ist. Oft, wenn ich Gott bei einer Sache um Hilfe bitte,
dann habe ich im Kopf schon so drei mögliche Wege, wie Gott mir jetzt helfen
könnte für mein Gebet und bin dann halt gespannt, welchen von den drei Wegen
er vielleicht auswählt und male mir aus, wie er mir helfen könnte.
Ich erzähle euch ein Beispiel aus meinem Leben dazu. Ich habe bei BWL mit Schwerpunkt
Steuerrecht studiert und musste da auch eine Bachelorarbeit schreiben am Ende.
Ich habe ein bisschen unterschätzt, wie lange man dafür braucht.
Und der Abgabetag ist immer näher gerückt und ich war wirklich noch nicht so weit.
Und ich habe natürlich auch kräftig gebetet und habe gedacht,
dass Gott mir helfen kann, dass ich jetzt schneller vorankomme, als ich denke.
Und dann waren es nur noch ein paar Tage und ich habe eigentlich kaum noch geschlafen.
Mein Vater hat schon getippt und ich habe diktiert. Und immer noch habe ich
gebetet, dass Gott mir hilft, es noch fertig zu kriegen.
Und dann kam der Montag, an dem es zur Post musste, es musste den Poststempel vom Montag haben.
Und es sah immer noch sehr schlecht aus. Dann haben wir schon gegoogelt,
welche Post am längsten offen hat in der Umgebung. Und auch da habe ich natürlich
gebetet und gedacht, jetzt kann Gott mir eine Post schenken,
die einfach sehr lange offen hat.
Und dann war es so, um 19 Uhr mussten wir losfahren, um noch zu der Post zu
kommen. Und ich habe wirklich den ganzen Tag durchgeschrieben.
Und dann war es 19 Uhr und ich war einfach nicht fertig.
Ich hatte kein Inhaltsverzeichnis, nicht diese ganzen Literaturverzeichnisse,
was man hinten dran braucht. Und ich dachte, das kann mir Gott ja auch nicht mehr helfen.
Den Poststempel kriege ich nicht mehr von heute. Und dann habe ich es in der
Nacht trotzdem noch fertig geschrieben.
Und dann am nächsten Tag dachte ich, jetzt muss ich ja zumindest den Studiengangsleiter
anrufen und sagen, dass ich nicht abgegeben habe. Weil wir waren nur 30 Leute.
Das heißt, es hätte dir ja schwer schon aufgefallen, dass ich nicht abgebe.
Dann habe ich angerufen.
Dann war die Sekretärin dran und hat gefragt, ob sie dringend ist.
Da habe ich gesagt, schon dringend.
Da habe ich gesagt, dass ich meine Bachelorarbeit nicht abgegeben habe.
Und dann hat die Sekretärin gesagt, wenn Sie sie jetzt vorbeibringen,
dann lege ich sie einfach mit auf den Stapel.
Selbst da, wo ich keine Möglichkeit mehr sehe, wo mir nicht mal mehr eine Lösung
einfällt, wie Gott mir noch helfen könnte, da ist Gott nicht auf meine mangelnde Kreativität begrenzt.
Gott hat ungeahnte Möglichkeiten. Er könnte dieses Rätsel vom Anfang locker
lösen, wahrscheinlich sogar mit nur zwei oder drei statt vier Strichen.
Und deswegen kann ich nur mit Paulus sagen, ihm, Gott, gebührt durch Jesus Christus
die Ehre in der Gemeinde von Generation zu Generation und für immer und ewig.
Amen. Ich bete.
Gott, ich danke dir, dass deine Möglichkeiten so viel größer sind als alles,
was wir uns vorstellen können und dass du immer noch einen Weg hast,
uns zu helfen, selbst da, wo uns nichts mehr einfällt.
Erinner du uns daran immer wieder, im Alltag, aber auch dann,
wenn es darauf ankommt, dass es bei dir nie ein zu spät gibt oder nie ein Problem
gibt, das nicht lösbar ist.
Ich danke dir, dass deine Möglichkeiten so ungeahnt sind, so viel größer sind
als alles, was wir uns ausdenken können.
Danke, dass du uns erfüllen willst mit deiner Liebe und wünschst,
dass wir dich immer besser kennenlernen und das immer mehr begreifen,
wie groß deine Liebe für uns ist.
Erinner du uns daran jetzt auch in der neuen Woche, dass deine Liebe so groß
ist und dass du so kreativ bist und deine Möglichkeiten so unbegrenzt sind. Amen.