F4 Schwaigern

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Jonathan Krauss - Zorn gleich Mord? | Die größte Predigt aller Zeiten (Teil 4 von 8)

Jonathan Krauss diskutiert Matthäus 5, 21-26 der Bergpredigt und beleuchtet Zorn und Versöhnung. Er zeigt die Gefahren des Zorns am Beispiel von Kain und Abel und betont die transformative Kraft des Glaubens in Beziehungen.

05.02.2026 20 min F4 Schwaigern, Jonathan Krauss

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Zorn gleich Mord?

In dieser Episode halte ich eine Predigt über die tiefgreifenden und herausfordernden Botschaften der Bergpredigt, die von Jesus an seine Jünger gerichtet wurde. Wir beschäftigen uns mit den Worten aus Matthäus 5, 21-26, in denen Jesus die Bedeutung von Zorn und Versöhnung beleuchtet. Dabei wird schnell klar, dass es nicht nur um das Verbot des Mordes geht, sondern dass auch unsere innere Einstellung und unsere Beziehung zu anderen Menschen einen entscheidenden Einfluss auf unseren Glauben und unser Handeln hat.

Ich erläutere, wie der Zorn in unserem Leben beginnt und welche zerstörerische Kraft er entfalten kann. Anhand des Beispiels von Kain und Abel zeige ich auf, dass der Zorn der Anfang von etwas viel Größerem sein kann, was letztlich zu ernsthaften Konflikten führt. Jesus erweitert das Verständnis des 6. Gebots, indem er zusätzlich zu den physischen Handlungen auch die Gedanken und Einstellungen anspricht, die zu diesen Handlungen führen können.

Wir diskutieren auch die Unterschiede zwischen gerechtfertigtem und ungerechtfertigtem Zorn und wie dieser in unserem Alltag zum Ausdruck kommt. Jesus erinnert uns daran, dass das Gericht nach Gottes Maßstäben gemessen wird und nicht nach unseren eigenen.

In einer Zeit der inneren Reflexion lade ich die Zuhörer ein, über ihre eigenen Beziehungen und Konflikte nachzudenken. Ich ermutige sie, Zorn und Streitigkeiten zu klären und betone die Notwendigkeit der Versöhnung als einen Act der Anbetung, der für Gott von größerer Bedeutung ist als jede andere Gabe, die wir ihm bringen könnten. Diese Predigt ist nicht nur ein Aufruf zur Selbstprüfung, sondern auch ein sanfter Anstoß, in den Beziehungen zu anderen proaktiv zu handeln und echte Vergebung zu suchen.

Ich bete darum, dass Gottes Wort Herzen verändert und Menschen hilft, die Kraft der Vergebung zu erkennen und in ihrem Leben umzusetzen. Am Ende der Episode lade ich die Zuhörer ein, ihre Gaben und Anliegen in den Kontext von Beziehungen zu setzen und zu bedenken, dass Gott nicht nur unser Opfer, sondern auch unser Herz sucht.

Das und mehr erzählt uns Jonathan Krauss.

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Intro und Outro: Sarah Reinwald 
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Transkript

Hi, ich bin Jonathan. Wer mich nicht kennt, ich darf heute die Predigt halten. Und wer es nicht weiß, wir sind aktuell in der Bergpredigt. Die wahrscheinlich größte Predigt, die je gehalten wurde. Und falls jemand zum allerersten Mal da ist, seid bitte heute nicht gleich abgeschreckt. Fängt gut an, ne? Es ist die Predigt, die mir in der Vorbereitung in meinem Leben bisher am meisten abverlangt hat. Und gleichzeitig, ich würde gerne mehr Witze einbauen, damit es lustiger ist, aber es wird an der Sache nicht gerecht. Okay. Es ist ein Text, den Jesus seinen Jüngern, nicht Fremden, seiner zu sagt, und zwar seiner zu diesem Zeitpunkt, nennen wir es engsten Gemeinde. Und ich denke, diese Verse treffen hier und heute, ich sage mal leider, aber es ist so, weil mich hat es getroffen, oder meine ich wirklich getroffen, könnt ihr mich später fragen, Menschen in diesem Raum. Und um unser aller bitte ich euch, macht eure Herzen auf und bittet Gott um die Stärke, euch darauf einzulassen, falls es euch betrifft, auch wenn ihr darunter leidet und.
Speaker2
00:01:28
Es euch beschämt.
Jonathan Krauss
00:01:30
Mir hat es in der Vorbereitung zugesetzt. Ich lese aus der neuen Genfer Übersetzung, Matthäus 5, 21-26. Ihr wisst, dass zu den Vorfahren gesagt worden ist, du sollst keinen Mord begehen. Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden. Ich aber sage euch, jeder, der auf seinen Bruder Zornig ist, gehört vor Gericht.
Speaker3
00:01:58
Genauso.
Jonathan Krauss
00:01:59
Wer zu seinem Bruder sagt, du Dummkopf, Racker, der gehört vor den Hohen Rat. Und wer zu ihm sagt, du Idiot, der gehört ins Feuer der Hölle. Wenn du also deine Gabe zum Altar bringst und dir dort einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe dort vor dem Altar, geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. Danach komm und bring Gott deine Gabe da. Wenn du jemand eine Schuld zu bezahlen hast, dann einige dich mit ihm, solange du noch mit ihm auf dem Weg zum Gericht bist. Tu es schnell, sonst übergibt er dich dem Richter und dieser übergibt dich dem Gerichtsdiener und du wirst ins Gefängnis geworfen. Ich sage dir, du wirst von dort nicht herauskommen, bevor du alles bis auf den letzten Heller bezahlt hast.
Speaker2
00:02:52
Ich bin viel, aber ich bin kein Mörder.
Jonathan Krauss
00:02:57
Das denken sich die meisten. Klar.
Speaker3
00:03:01
Man beleidigt mal jemanden
Jonathan Krauss
00:03:02
Oder man stellt sich mal im Kopf vor.
Speaker2
00:03:05
Dass die Person, die
Jonathan Krauss
00:03:06
Das Auto vor einem fährt, ein wenig angeschoben werden muss. Weil, verflickst nochmal, hat der seinen Führerschein im Lotto gewonnen oder was? Okay, wir beruhigen uns. Ich bin noch in keine echte Schlägerei geraten. Ich schubse niemanden vor den Zug. Und auch wenn ich manchmal grimmig dreinschaue.
Speaker3
00:03:27
Bin ich eigentlich recht handzahm. Ich bin viel,
Jonathan Krauss
00:03:31
Aber ein Mörder bin ich nicht. Und weil die Jünger damals genau so dachten, wählte Jesus aus all den Gesetzen im Alten Testament das, um seinen Jüngern zu zeigen, wie falsch sie liegen.
Speaker3
00:03:46
Lest nochmal die Verse 21,
Jonathan Krauss
00:03:47
22. Ihr wisst, dass zu den Vorfahren gesagt worden ist, du sollst keinen Mord begehen. Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden. Ich aber sage euch, jeder, der aus seinem Bruder Zornig ist, gehört vor Gericht. Wer zu seinem Bruder sagt, du Dummkopf, der gehört vor den Hohen Rat. Wer zu ihm sagt, du Idiot, der gehört ins Feuer der Hölle. Um zu verstehen, was das für eine Eskalationsstufe ist, die Jesus hier aufmacht, eine kleine Erklärung. Für einen Mord vor Gericht gebracht zu werden, sollte auch heute niemanden überraschen. In jeder größeren Stadt gab es damals ein solches Gericht. Das.
Speaker3
00:04:30
Bestand aus 23 Männern
Jonathan Krauss
00:04:31
Und diese waren zuständig, um Morde zu behandeln. Der hohe Rat dagegen, den gab es nur einmal im Land.
Speaker3
00:04:39
In Jerusalem.
Jonathan Krauss
00:04:41
Er bestand aus 71 Personen, die sich hauptsächlich aus Pharisäern und Sadduzeern zusammenstellten. Also aus Teilen des Priestergeschlechts und deren Angehörigen sowie der theologischen Elite. Vorsitzender war der hohe Priester. Im Vergleich zu bei uns wäre es wohl der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Und die dritte Instanz, die Jesus hier aufmacht, ist die Hölle. Drei Stufen des Gerichts. Die niedrigste menschliche offizielle Gerichtsinstanz, die höchste und die endgültigste. Ich bin viel, aber ein Mörder bin ich nicht. Wir sehen einen Mord in der Regel dann als Mord an, wenn der Ermordete sich nicht mehr bewegt und der Mörder mit dem blutigen Messer über ihm steht. In Deutschland ist das Mord und alles davor ist geplanter oder versuchter Mord.
Speaker2
00:05:42
Aber wie ist das in der Bibel?
Jonathan Krauss
00:05:44
Wir wissen eindeutig, wie ein Mord endet. Aber wie beginnt ein Mord?
Speaker2
00:05:49
Schauen wir uns
Jonathan Krauss
00:05:50
Mal den ersten Mord der Bibel an. Springen wir zu 1. Mose 4, ja sehr früh, dem Mord Kains an Abel. Eines Tages brachte Kain dem Herrn einige Früchte seiner Feldarbeit als Opfer dar. Auch Abel brachte ein Opfer dar, er nahm einige der erstgeborenen Jungtiere aus seiner Herde und opferte davon die besten Fleischstücke. Der Herr blickte freundlich auf Abel und nahm sein Opfer an. Aber Kain und seinem Opfer schenkte er keine Beachtung. Da packte Kain der Zaun und er starrte finster vor sich hin. Der Herr fragte ihn, warum bist du zornig? Warum starrst du so finster vor dich hin? Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Blick frei erheben. Wenn du jedoch Böses vorhast, dann lauert die Sünde schon vor deiner Tür und will dich haben. Du aber sollst sie beherrschen. Doch kein sagte zu Abel, komm, lass uns zusammen aufs Feld gehen. Und als sie dort waren, fiel er über seinen Bruder her und schlug ihn tot.
Speaker3
00:07:01
Kain packte der Zorn.
Jonathan Krauss
00:07:04
Mit dem Zorn fängt alles an. Ungerechtfertigter Zorn hat Abel das Leben gekostet. Der eine oder andere wird jetzt vielleicht gerne einwenden. Aber das war nicht ungerechtfertigt. Sondern Gott hat ihn ungerecht behandelt.
Speaker2
00:07:19
Hat er?
Jonathan Krauss
00:07:20
Gott nahm Kains Opfer nicht an. Im ersten Samuelbuch sagt Gott, dass er das Herz eines Menschen ansieht. Und hier in Vers 6 und 7 spricht Gott, warum bist du zornig? Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Blick frei erheben. Gott wusste, warum er Keins Opfer nicht angenommen hat.
Speaker3
00:07:43
Weil er sein Herz kennt.
Jonathan Krauss
00:07:45
Kein und Abel kannten die Regeln und Gepflogenheiten. Sie wussten, wie man opfert und wie man sich gut darstellt.
Speaker2
00:07:54
Ich behaupte, sie waren gute Gottesdienstbesucher.
Jonathan Krauss
00:07:58
Und nach außen vielleicht nicht voneinander zu unterscheiden. Aber kein war ein Heuchler.
Speaker3
00:08:05
Er tat nach außen so, als ob er ein Gläubiger war
Jonathan Krauss
00:08:08
Und Gott aus ganzem Herzen ernst nimmt und anbetet. Aber allein sein Blick, dass Gott das Opfer seines Bruders annimmt. Er ist wütend, dass alle sehen, dass durch Abels Beispiel alle erkennen können, dass kein, kein wahrer Gläubiger war. Kains Tat nach außen hatte für Gott keine Bedeutung, wenn sein Innerstes nicht dahintersteht. Es ist völlig belanglos. Gott kann nicht bestochen werden mit nichts. Zorn entbrennt den Kain und führt zum Mord. Ungerechtfertigter Zorn ist bereits der Beginn also von Mord und als solcher zu behandeln. Jesus sagt, Jeder, der aus seinem Bruder zornig ist.
Speaker3
00:08:59
Gehört vor Gericht.
Jonathan Krauss
00:09:01
Das gilt heute uns. Jeder, der hier und heute anhaltenden Zorn auf jemanden hat, Groll, Jähzorn, Verbitterung, ist ein Mörder und als solcher vor Gericht zu stellen. Wir reden uns die Dinge gerne schön. Ich bin vieles, aber ein Mörder bin ich nicht. Ich gehöre nicht zu den Schlimmsten, wollen wir damit sagen. Ich sage euch eins, nur weil du nicht den Mut hast oder einen Weg siehst, deine Gedanken, deinen Zorn in Taten umzuwandeln, macht das dich nicht besser als irgendeinen Serienkiller.
Speaker3
00:09:38
Und es zu behaupten,
Jonathan Krauss
00:09:40
Macht dich nur zu einem Heuchler. Und ja, falls die Ausrede kommt, es gibt gerechten Zorn. Wenn jemand auf meine Kinder oder meine Frau losgeht, werde ich nicht ruhig bleiben. Wenn weltweit Millionen Babys abgetrieben werden, glaubt ihr Gott bleibt da ruhig, der diese Babys erschaffen hat? Es gibt einen gerechten Zorn. Er ist Teil der Liebe. Aber kommt da jetzt bitte nicht in Versuchung, jedes Mal, wenn ihr zornig seid, diesen als gerechtfertigt zu deklarieren. Damit wir nicht jeden Zorn, den wir spüren, zum gerechten Zorn erklären, um unser Gewissen reinzuwaschen, hat Jürgen Fischer mal schön drei Punkte aufgezählt, woran wir ungerechten und sündigen Zorn erkennen können.
Speaker4
00:10:25
Ungezügelter Zorn.
Jonathan Krauss
00:10:27
Rumschreien, mit Sachen werfen, die Fassung verlieren, jähzornig sein. All das Ungezügelte, was einfach so aus einem rausbricht, unkontrolliert und ohne Maß, ist nicht gerecht. Andauernder Zorn. Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch nicht, legt euren Zorn ab, bevor die Sonne untergeht. Steht in Epheser 4, Vers 26.
Speaker4
00:10:54
Wenn ihr das mit euch rumtragt,
Jonathan Krauss
00:10:56
Es nicht ablegt, es jemandem teilweise Tage, Wochen, Jahre nachtragt und immer noch zornig seid, ist das nicht gerechtfertigt. Grundloser Zorn ist das Dritte. Der Zorn, den kein auf Abel hatte. Abel hat ihm nichts getan. Nichts. Abel hat einfach nur ehrlichen Herzens Gott angebetet. Jemand hat den Job bekommen, den du wolltest. Die Frauen, die du dich verliebt hast, sie aber nicht in dich. Jemand ist nicht schnell genug an der grün gewordenen Ampel losgefahren.
Speaker3
00:11:35
Ungerechtfertigter, grundloser Zorn.
Jonathan Krauss
00:11:38
Die nächste Eskalationsstufe nach dem Zorn ist eine einfache Beleidigung. Racker bedeutet so.
Speaker2
00:11:45
Viel wie Dummkopf oder Trottel. Es ist, wenn man so will, die erste Stufe der Tat nach dem Zorn.
Jonathan Krauss
00:11:52
Es ist das Fahr doch, du Honk, allein im Auto hinter dem Steuer. Das, was wir als Kleine achten, was vielleicht nicht mal mehr vor Gott bringen und um Vergebung bitten, weil es uns so unbedeutend erscheint. Fällt für Jesus bereits unter Stufe Bundesgerichtshof. Und da uns der Richter, Gott, nicht nach unseren Wertmaßstäben bemisst und richtet, sondern nach seinen eigenen Maßstäben, ist es ziemlich egal, ob ich finde, das war doch nicht so schlimm. Dritte Stufe braucht nicht mal mehr einen Richter. Sie verdammt dich nach dieser Aufgliederung von Jesus direkt in die Hölle. Wer aber sagt, du na oder du Idiot.
Speaker2
00:12:42
Der Hölle des
Jonathan Krauss
00:12:43
Feuers verfallen sein will, schreibt es die Elberfelder. Du kannst mich viel nennen, aber ein Mörder bin ich nicht.
Speaker3
00:12:51
Stimmt wohl nicht.
Jonathan Krauss
00:12:53
Vermutlich für keinen von uns. Jesus ermahnte hier nicht.
Speaker3
00:12:56
Soldaten oder Kriminelle
Jonathan Krauss
00:12:58
Im Gefängnis, sondern seine engsten Jünger. Er mahnt damit auch uns. Deswegen möchte ich jetzt, dass wir uns zwei Minuten nehmen, in denen wir darüber nachdenken, ob uns ungerechtfertigter Zorn in unserem Leben bekannt ist. Kommt euch jemand in den Kopf, auf den ihr jähzornig seid oder den ihr beleidigt habt und das nicht geklärt habt? Lasst uns zwei Minuten, schau auf die Uhr, in uns gehen und schauen, ob Gott uns etwas aufs Herz legt. Alle schuldig. Ich auch. Und.
Speaker3
00:13:41
In der Vorbereitung auf diese Predigt
Jonathan Krauss
00:13:42
Haben mich die folgenden Verse zum Handeln gezwungen. Wenn du also deine Gabe zum Altar bringst und dir dort einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe dort vor dem Altar. Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. Danach komm und bring Gott deine Gabe da.
Speaker4
00:14:03
Da ist ein Mann in Israel.
Jonathan Krauss
00:14:05
Er beschließt, Opfern zu gehen. Er packt sein bestes Opfertier, verabschiedet sich von seiner Frau und den Kindern und macht sich auf den Weg. Er ist mehrere Tage unterwegs, bis er nach Jerusalem kommt. Er nimmt sich vielleicht ein Hotel. Er stellt sich hinten an am Tempel, bringt dem Priester sein Opfertier, bereitet sich vor und steht schließlich am Altar. Da fällt ihm ein. Ich habe da noch was mit meinem Nachbarn. Gott sagt, nicht ich, Gott sagt, lass dein Opfer stehen und klär das. Menschlich würden wir sagen, ach Gott, du weißt, wenn ich daheim bin, klär ich das gleich. Lass mich kurz opfern.
Speaker3
00:14:47
Dann gehe ich das machen.
Jonathan Krauss
00:14:48
Nein, Gott will dein Opfer nicht.
Speaker3
00:14:54
Wenn du dein Opfer,
Jonathan Krauss
00:14:55
Deine Gabe, Dein Geld, deine Zeit, dein Dienst, dein Gebet oder sonst etwas gibst. Gott will es nicht haben. Lass deine Gabe dort vor dem Altar. Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder. Jesus sitzt da auf einem Hügel im Gras und erklärt seinen Jüngern die Welt und wie Gott ist, ohne Haus, ohne Teppich, ohne Musik und ohne Kaffee. Gott braucht das nicht. Du sollst den Herrn, deinem Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und erste Gebot.
Speaker4
00:15:34
Das andere aber ist demgleich. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Speaker1
00:15:40
Liebt, zürnt nicht ungerechtfertigt. Wenn du hier in den Gottesdienst kommst,
Speaker3
00:15:46
Damit wir anderen dich sehen,
Speaker1
00:15:48
Und eigentlich ist da was offen,
Speaker3
00:15:50
Was du nicht geklärt hast,
Speaker1
00:15:52
Weil du zu stolz bist, hast du hier eigentlich nichts verloren. Gott will dein Opfer,
Speaker3
00:16:00
Dein Gebet, deine Anbetung nicht. Geh und versöhne dich.
Speaker1
00:16:05
Ich habe Gott um Vergebung gebeten bei der Vorbereitung für diese Predigt. Für Dinge,
Speaker2
00:16:10
Auf die ich
Speaker1
00:16:10
Zornig war, bei der die andere Partei nicht mal was davon wusste. Ich habe einem alten Freund, der mich betrogen hat, vergeben und ihm das auch geschrieben. Und einen Konflikt, den ich aktuell habe, versuche ich zu versöhnen, auch wenn es noch nicht durchgestanden ist. Ich will nicht Gottes Strafe, weil ich zu stolz war, obwohl ich es bin, der sich falsch verhält. Ich will, dass Gott mein Gebet anhört, über meinen Lobpreis grinst und meinen Dienst nutzt. Ich will, dass, wenn ich Gottes Wort predige, sich Menschenherzen verändern und nicht nur ein Programmpunkt bedient ist. Ich wünsche mir so sehr von Herzen, dass Menschen Jesus kennenlernen und die Vergebung,
Speaker2
00:16:54
Die er für uns errungen hat, am eigenen Leib erfahren, wie ich es habe. Und ich will all das nicht in den Schmutz
Jonathan Krauss
00:17:31
Angehen sollten. Kein Problem, 40 Jahre Extrarunde. Gott hat keinen Stress, kein Zeitdruck. Den machst du dir. Aber, aber ein zeitliches Ende wird kommen. Wenn du jemand eine Schuld zu bezahlen hast, dann einige dich mit ihm, solange du noch mit ihm auf dem Weg zum Gericht bist. Tu es schnell, sonst übergibt er dich dem Richter und dieser übergibt dich dem Gerichtsdiener und du wirst ins Gefängnis geworfen. Ich sage dir, du wirst von dort nicht herauskommen, bevor du alles bis auf den letzten Heller bezahlt hast. Wenn du schuldig vor Gott bist oder den Menschen, klär das jetzt, klär das heute. Vielleicht ist nach dem Gottesdienst heute Abend der schmerzhafte Zeitpunkt, Mörderisches aus deinem Leben zu tilgen. Das kann dir kein anderer Mensch abnehmen. Und versuch bitte nicht hochnäsig zu sein, wenn sich jemand traut, etwas mit dir zu klären. und versucht, sich mit dir zu versöhnen. Du bist vermutlich nicht besser.
Speaker3
00:18:39
Amen.
Jonathan Krauss
00:18:40
Beim nächsten Lied geht der Kollektenbeutel rum. Wer will und kann, darf gern was einwerfen. Keiner muss. Ich bete dafür noch.
Speaker2
00:18:49
Jesus, ich danke dir für diesen Abend.
Jonathan Krauss
00:18:52
Ich danke dir für deine Worte.
Speaker3
00:18:53
Und ich weiß,
Jonathan Krauss
00:18:54
Wie hart sie sind. Und ich weiß, für manche sind sie noch härter. Ich möchte dich bitten, dass du unsere Herzen bewegst und dieses Mörderische aus unserem Leben ausräumst, dass du da mit Freude in diesem Bereich auf uns niederguckst. Und wir wissen, wir sind dein. Amen.