F4 Schwaigern

F4 Schwaigern

Jonathan Krauss - Unser Schutz | Herr, lehre uns beten! - Das Vaterunser (Teil 5 von 6)

Auslegung von Matthäus 6,13a im Vaterunser: Gott führt, verführt aber nicht zur Sünde. Unterschieden werden Begierde, satanische Versuchung und Glaubensprüfung. Betont werden Bitte um Schutz und Erlösung vom Bösen.

02.09.2026 21 min F4 Schwaigern, Jonathan Krauss

Video zur Episode

;

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Predigt wird Matthäus 6,13a aus dem Vaterunser behandelt: „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Jonathan Krauss gliedert den Vers in drei Themen: Gottes Führung, Versuchung und Erlösung vom Bösen.

Zunächst geht es um die Frage, ob Gottes Führung auch Verführung bedeuten kann. Dazu werden Beispiele aus der Bibel genannt, unter anderem der Baum in Eden, die Geschichte von Abraham und Isaak und Jesu Weg in die Wüste. Krauss betont, dass Gott führt, aber nicht zur Sünde verführt.

Im zweiten Teil wird erklärt, warum Christen trotzdem beten: „Führe uns nicht in Versuchung.“ Krauss unterscheidet drei Formen von Versuchung: die eigene menschliche Begierde, die Versuchung durch Satan und eine Prüfung des Glaubens durch Gott. Letztere sei keine Verführung, sondern eine belastende, aber begrenzte Prüfung, für die Gott auch einen Ausweg gebe.

Danach spricht Krauss über die Bitte: „Erlöse uns von dem Bösen.“ Er verweist auf die biblische Darstellung des Bösen als personifizierte Macht und auf Gottes Zusage aus 1. Mose, dass das Böse nicht das letzte Wort hat. Die Bitte sei ein Gebet um Schutz und Befreiung, nicht um eigene Leistung.

Zum Schluss betont Krauss, dass Gott die Grenzen des Menschen kennt und niemanden über das Vermögen hinaus prüft. Er schließt mit dem Vaterunser und der Zusage, dass Gott den Menschen begleitet.

Das und mehr erzählt uns Jonathan Krauss

Ist die Folge nicht schnell genug online, oder möchtest du gerne mal das Gesamtprogramm live erleben? Dann komm doch gerne direkt ins F4:

Liebenzeller Gemeinschaft und EC-Jugendarbeit Schwaigern e. V.
Falltorstr. 4
74193 Schwaigern

Du hast Fragen oder möchtest weitere Informationen, dann melde dich!

Gemeinschaftspastor Mark Bühner
Tel. 07138 236 9645
Mobil: 0157 3723 4570
mark.buehner@lgv.org

Jugendpastor Johannes „John“ Götz
Tel. 07138 8145234
Mobil: 015115579068
johannes.goetz@lgv.org

Vorsitzende Sonja Bay
Mobil: 0174/9665002
sonja.bay@lgv-schwaigern.de

Oder informiere die auf unserer Homepage:
https://www.lgv-schwaigern.de

Weitere Fragen, Anregungen oder Ideen gerne an:
podcast@lgv-schwaigern.de

Willst du unsere Arbeit unterstützen, dann kannst du hier spenden:
Spenden (lgv.org)

Intro und Outro: Sarah Reinwald
Produziert: F4 Podcast Team

Weitere Links:

YouTube: F4 Schwaigern - YouTube
Website: Schwaigern
Facebook: (19) Facebook
Instagram EC: Instagram
Linktree EC: Linktree
Veranstaltungsübersicht: Kalenderübersicht

Transkript

Guten Morgen. Schön, dass Sie alle da seid. Danke, Simone, für die Einleitung. Heute ist unser Schirmvers dran. Sein Schutz aus dem Vaterunser. Wir kommen zum fünften Teil. Wir kommen zu Matthäus 6, Vers 13a. Es ist der fünfte Teil für unseren Würfel. Wer Erinnerungswürfel nachher mitnehmen will, ich glaube, wir haben hinten noch ein, zwei, hundert. Also falls wir noch einen für zuhause brauchen, einen fürs Auto und einen für die Arbeit und einen für die Schule. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Für mich macht dieser kleine Vers drei Themenschwerpunkte aus. Ich weiß, typisch lieben Zell, aber es sind halt für mich drei Punkte. Erstens, führe uns. Zweite, Versuchung. Und dritter, erlöse uns von dem Bösen. Und ich möchte mir heute mit euch anschauen, welche Fragen sich meiner Meinung nach eröffnen. Als erstes führe uns. Bedeutet das Führen hier, dass Gott wie ein Scherper ist, der uns auf einen Berg führt oder wie ein Hütchenspieler verführte uns zu verirrenden Handlungen. Ist Gott ein Täter, der uns in einen Süßigkeitenladen bringt und dann sagt, ha, wenn wir naschen? Wenn Gott führt, wohin führt er uns dann? Und was tut er nicht? Verführt er uns absichtlich, um sich dann aufzuspielen und zu sagen, ich habe es doch gleich gewusst, nicht würdig. Im Garten Eden, ganz am Anfang der Bibel, in 1. Mose 2 und 3, wird davon berichtet, dass Gott im Garten, in dem Adam und Eva leben dürfen, er in die Mitte den Baum der Erkenntnis gepflanzt hat. Und er den beiden aber befohlen hat, dass sie nichts davon essen dürfen. Ja, nicht mal den Baum anfassen dürfen sie. Ist Gott also ein Verführer? Ich meine, er hätte den Baum auch hinter Panzerstahl machen können. Oder auf den höchsten Berg. Oder versteckt ganz tief drinnen in der Höhle. Einem Pilz dieselbe Wirkung geben. Und sich so den Baum in der Mitte des Gartens sparen können. Nee, er setzt ihn in die Mitte des Gartens. Und sagt, den da nicht. Ich könnte verstehen, wenn man da sagt, Oh Gott ist ja selber schuld. Dass wir uns versündigen. Das hätte er besser wissen müssen. Oder war das Absicht von ihm? Führt uns Gott absichtlich an Weggabelungen, damit wir an ihn scheitern? In der Geschichte um Adam und Eva wird hier viel nicht klar. Ja, es wird eindeutig, dass die Schlange Eva und Adam verführt und wäre der Baum hinter Panzerglas, verspreche ich euch, hätte sie sicher auch einen Weg gefunden, die beiden dahin durch zu verführen. Aber was ist dann mit 1. Mose 22 in der Geschichte um Abraham und Isaac? Und er, Gott, sprach, nimm Isaac, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Moria und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde. Gott gibt Abraham eine klare Anweisung. Und wer die Geschichte kennt, weiß, dass Abraham den Forderungen nachgekommen ist. Er hat seinen Sohn und das Feuerholz und alles bis an den Ort gebracht, den Gott ihm gezeigt hat. Dort baut er ein Altar, bindet seinen Sohn drauf und will ihn opfern. Erst an dem Punkt, nicht kilometerweise vorher, erst an dem Punkt unterbricht ihn Gott und verhindert, dass Abraham Isaac tötet. Was war das? Hat Gott Abraham verführt oder gut geführt? Für Abraham muss das beängstigend gewesen sein. Ich meine, ich habe auch schon ein paar Anweisungen in meinem Leben von Gott erhalten. Und bei manchen weiß ich bis heute nicht, warum. Gott führt uns, das ist eindeutig. Aber verführt er uns auch? Bei Abraham ging alles gut aus. Aber was ist mit Jesus? In Matthäus 4, Vers 1. Danach wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, weil er dort vom Teufel versucht werden sollte. Ich lese nochmal. Danach wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, weil er dort vom Teufel versucht werden sollte. Heißt es jetzt, Gott versucht uns zur Sünde? Nein, auf gar keinen Fall. Gott führt uns mitunter in Situationen, mutet sie uns zu, in dem Wissen, dass wir bestehen können. Niemals nie verführt uns Gott. Er führt uns. Er verführt uns nicht. Das macht er nicht. Ja, das kann er sogar gar nicht. In Jakobus 1, Vers 13 steht, Gott sei Dank, niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen und er selbst versucht niemanden. Gott bringt dich vielleicht in Situationen, in denen du dich entscheiden musst. Momente deines Lebens, wo du in einer Weggabelung stehst und die Wahl hast, gehe ich links herum oder rechts herum. Aber niemals wird er versuchen, euch zu überreden oder euch zwingen, etwas zu tun, das nicht in seinem Sinne ist. Gott ist das Licht und in ihm ist keine Finsternis. Wenn ihr eine Führung durch ihn erlebt, die ihr nicht versteht, Seid treu. Seid einfach treu. Er wird größere Dinge daraus machen, als ihr euch jemals vorstellen könnt. Glaubt ihr, Abraham konnte sich vorstellen, dass aus ihm ein ganzes Volk erwachsen wird? Dass aus seinem Nachkommen der Messias hervorgehen wird? Wir denken viel zu klein. Wir wissen ja nicht mal, ob es um 14 oder um 15 Uhr regnet. Was wissen wir davon, wie der Geist Gottes weht und in die Herzen der Menschen einzieht? Wenn wir beten, führe uns, dann ist das ein Vertrauensbeweis unsererseits, dass wir wissen, er weiß es besser. Er weiß es besser. Wir müssen nicht das Ende kennen. Wir müssen nicht mal unseren nächsten Tag kennen. Es reicht, wenn wir glauben und beten, führe uns. Das Ergebnis kann nur gut werden. Das Zweite, führe uns nicht in Versuchung. Führe uns nicht in Versuchung ist da in diesem Kontext vielleicht verwirrend. Wenn wir eben herausgefunden haben, dass Gott uns nicht in Sünde führt, warum beten wir dann im Vaterunser, führe uns nicht in Versuchung? So wie ich das sehe, kennt die Bibel dreierlei Arten von Versuchung. Jakobus 1,14 Denn wenn jemand in Versuchung gerät, ist es seine eigene Begierde, die ihn reizt und in die Falle lockt. Die Sünde, die in unser Herz gekommen ist, als Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis aßen. Die Verderbtheit, die uns erreicht hat und aus deren Grund wir den Garten Eden verlassen mussten, damit wir nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und dann gar nicht mehr gerettet werden können. Unsere menschliche Natur, die uns Neid empfinden lässt, Scham, Gier, Hab und Eifersucht. Der Teil in uns, von dem Jesus spricht, wenn dein Auge dich zur Sünde verführt, dann reiß es heraus. Der Teil, den du nicht einfach entfernen kannst, weil er hier und hier drin steckt. Der Teil deiner DNA, den du menschlich nicht allein besiegen kannst, der versucht dich. Der dir sagt, nur noch ein Gläschen, ein guter Autofahrer bist ja, wird schon nichts passieren. Der Part von dir, der die Nase rümpft über das neue Auto des Nachbars, während du gerade deinen Job verloren hast. Dieser menschliche Teil kann dich versuchen. Er wird dich versuchen. Vermutlich öfter, als du gerne hättest. Das ist keine Versuchung von Gott. Das ist dein eigenes Fleisch, deine Natur. Aber du kannst Jesus um ein neues Ich bitten. Darum, dass du das Alte hinter dir lassen kannst und dich selbst und andere, mit Jesus' Augen sehen lernen kannst. Die zweite Art der Versuchung ist die Versuchung Satans, uns zu Fall zu bringen, und Gott zu verunehren, nennen wir es mal. Wir lesen davon an mehreren Stellen. Schauen wir in den Garten Eden nochmal rein. Können wir das lesen? Ja. Schlange war listiger als alle anderen Tiere, die Gott, der Herr, geschaffen hatte. Sie fragte die Frau, hat Gott wirklich gesagt, dass ihr von keinem Baum essen dürft? Doch natürlich dürfen wir die Früchte hier im Garten essen, erwiderte die Frau. Nur von dem Baum in der Mitte hat Gott gesagt, esst seine Früchte nicht und berührt ihn auch nicht, sonst müsst ihr sterben. Doch die Schlange widersprach, nein, ihr werdet nicht sterben, sondern Gott weiß, sobald ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet. Dann werdet ihr sein wie Gott und selbst wissen, was gut und was böse ist. Die Frau betrachtete den Baum. Seine Früchte schienen schmackhaft. Es war eine Augenweide, und er war verlockend, dass er klug machen sollte. Schließlich pflückte sie eine Frucht und aß. Dann gab sie auch ihren Mann davon, und er aß ebenso. Das päuflische Eichhörnchen, Oder in dem Fall eine Schlange. Der Gegenspieler Gottes, der versucht das Gute, das Gott schafft, zu pervertieren, umzukehren und kaputt zu machen. Er ist es auch, der Jesus in der Wüste versucht. Wir haben vorhin gelesen, dass der Geist Gottes Jesus in die Wüste führt, damit er dort vom Teufel versucht wird. Aber es ist der Teufel, der versucht. Klingt vielleicht wie eine Spitzfindigkeit nach dem Motto, Gott lässt den Teufel die Drecksarbeit machen. Aber so hat Jesus die Möglichkeit, seine Prüfung des Glaubens zu bestehen. Und damit sind wir bei der dritten Art der Versuchung. Die Versuchung von Gott, um unseren Glauben zu erproben. Es ist eine Art der Versuchung, keine, die uns in die Irre leiten soll. Keine, die uns von Gott wegbringen soll, wie ein Schaf aus der Herde. Sondern eine stärkende Prüfung unseres Glaubens. Wir lesen die eben erwähnte Stelle. Gefüllt mit dem Heiligen Geist, verließ Jesus die Jordan-Gegend. 40 Tage war er vom Geist geführt in der Wüste und wurde vom Teufel versucht. Während jener ganzen Zeit aß er nichts, sodass er am Ende sehr hungrig war. Da sagte der Teufel zu ihm, wenn du Gottes Sohn bist, dann befiehlt diesem Stein hier, er soll zu Brot werden. Aber Jesus gab ihm zur Antwort, es heißt in der Schrift, der Mensch lebt nicht nur vom Brot. Der Teufel führte ihn an eine hochgelegene Stelle, zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde und sagte, all diese Macht und Herrlichkeit will ich dir geben. Denn mir ist alles übergeben und ich gebe es, wem ich will. Du brauchst dich nur anzubeten und alles gehört dir. Aber Jesus entgegnete, es heißt in der Schrift, den Herrn, deinen Gott sollst du anbeten, ihm allein sollst du dienen. Der Teufel führte ihn auch nach Jerusalem, stellte ihn auf einen Vorsprung des Tempeldachs und sagte, Wenn du Gottes Sohn bist, dann stürz dich von hier hinunter, denn es heißt in der Schrift, er wird seine Engel schicken, damit sie dich behüten. Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit du mit deinem Fuß nicht an einen Stein stößt. Jesus erwiderte, Es heißt aber auch, du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht herausfordern. Nachdem der Teufel alles versucht hatte, um Jesus zu Fall zu bringen, ließ er ihn für einige Zeit in Ruhe. Gott prüft, auch wenn er es durch den Teufel geschehen lässt, wie bei Jesus, Eva oder Hiob, gibt es immer einen Ausweg. Es gibt niemals nur den falschen Weg. Vielleicht ist es nicht einfach, vielleicht ist man hungrig, verzweifelt, einsam. Vielleicht sitzt man im Gefängnis oder hat eine unfaire Krankheit. Vielleicht ist es sogar wie bei den Geschwistern von Lazarus, die nicht verstehen, warum Jesus, ihr Freund, nicht rechtzeitig gekommen ist, um ihren Bruder zu heilen. Vielleicht ist es auch schrecklich wie bei Abraham, das sehenden Auges mit seinem Sohn noch drei Tage unterwegs war, zum Ort, an dem er seinen Sohn opfern sollte. Eine solche Prüfung ist nicht leicht. Und es gibt Dinge, die Christen durchmachen mussten, die sich für mich von außen, wie eine Prüfung ihres Glaubens in ungehörigem Ausmaß anfühlen. Da bemerke ich aber immer wieder, dass ich das Maß des Leids und der Prüfung, nicht als fair empfinde, als ungerecht verteilt. Und dann merke ich, dass ich wieder einmal meinen menschlich demokratisch denkenden Kopf als Maßstab nehme. Nach dem Motto, der Eintritt kostet 10 Euro. Und wer diesen bezahlt hat, ist würdig einzutreten. Aber so ist es nicht. Wer also meint, der stehe fest und sicher, der gebe Acht, dass er nicht zur Fall kommt. Die Prüfungen, denen ihr bisher ausgesetzt wart, sind nicht über ein für uns Menschen erträgliches Maß hinausgegangen. Und Gott ist treu. Er wird euch auch in Zukunft in keine Prüfung geraten lassen, der eure Kraft übersteigt. Wenn ihr euren Glauben auf die Probe stellt, wird er euch auch einen Weg zeigen, auf dem ihr die Probe bestehen könnt. Ist kein demokratischer Maßstab, sondern wenn, dann eine Prüfung innerhalb eures Vermögens, eures Potenzials. Jesus verspricht dir, wenn Gott dein Glauben auf die Probe stellt, wird er dir auch einen Weg zeigen, auf dem du die Probe bestehen kannst. In der Praxis nicht so leicht zu unterscheiden ist, ob gerade der Teufel oder eure Natur es ist, die euch zur Sünde verführt, ist mir bewusst. Auch ist eine Prüfung des Glaubens nicht immer total einfach ersichtlich. Aber wenn wir gar nicht erst Ausschau danach halten und zu versuchen, zu kategorisieren, dann können wir einfach bei dem Gebet bleiben, führe uns nicht in Versuchung. Und wir werden spätestens im Himmel sehen, um wie viel Versuchung wir herumgekommen sind. Vermutlich mehr, als wir uns vorstellen können. Der zweite Halbsatz des Verses lautet, sondern erlöse uns von dem Bösen. Jesus benutzt diese Formulierung von dem Bösen übrigens nochmals in Matthäus 13, Vers 19, wenn sowas interessiert. Wenn jemand die Botschaft vom Himmelreich hört und nicht versteht, ist es wie mit der Saat, die auf den Weg fällt. Der Böse kommt und raubt, was ins Herz dieses Menschen gesät worden ist. Es gibt das personifizierte Böse und wir dürfen es von uns weisen. Wir dürfen es Gott hinlegen, dass er uns vom Verführer Satan erlöst. Wir müssen nicht den Schmerz, den dieser mit sich bringt, umklammern. Wir dürfen loslassen. Das Böse hat kein Anrecht auf uns. Keins. Jesus sagt uns auch nicht, wir sollen Gott 24 Mal drum bitten und 3,16 Euro spenden. Und dann überlegt er sich vielleicht, ob er das Böse von uns nimmt. Nein. Wie ein Sch... Jesus fordert uns auf, zu beten. In unserem täglichsten Gebet unseren Schirm aufzuspannen. zu spannen, wenn wir auch sonst keine Worte haben, unseren Vater im Himmel anzurufen. Können wir beten und erlöse uns von dem Bösen. Und bereits bei Adam und Eva, nachdem die Schlange die beiden verführt hat, versprach Gott uns, wie er mit dem Bösen umgehen wird. Sprach Gott, der Herr, zu der Schlange, weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er, Jesus, wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen. Das Böse ist zwar vielleicht noch unterwegs und versucht zu verschlingen, wen er kriegen kann, aber nicht dich. Wenn du dein Leben Jesus Christus übergeben hast, kann dir der Teufel nichts mehr. Und frohen Herzens kannst du deinen Vater im Himmel bitten, führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Ein Bibelfers, der eine Mut macht, ein Vers, der Kraft gibt, eine Bitte um Vermeidung von unnötigem Leiden an einen Vater, der dich liebt. Ich bin sehr froh, dass ich wenig das Gefühl habe, in viele verschiedene Versuchungen zu geraten. Ich habe ein, zwei, die sind für mich typisch und an die ich denken muss, wenn ich das Vaterunser spreche. Und ich bin dankbar, dass mir vergeben ist. Und trotzdem merke ich, wie ich nicht davon abgeschirmt bin, Angst zu haben. Wenn Versuchungen in mein Leben treten, Neid und Eifersucht sind aktuell nicht mein Problem. Hab, Gier und Hass auch nicht. Aber 40 Tage ohne Essen? Ich glaube, ich würde echt betteln, dass er mir was zu essen gibt. Und dann eine Wundergabe angeboten zu bekommen, mit der man aus Stein Brot macht? Das wäre mein Ding. Ich bin sehr froh, dass das Heil der Welt nicht an mir hängt. Denn dann hätten wir ein Problem. Umso dankbarer bin ich, dass Jesus all das für uns gemacht hat. Dass Gott unsere Grenzen kennt und versprochen hat, uns nicht über unser Vermögen hinaus zu prüfen. Ich weiß, es fühlt sich für manche von euch unfair an und es tut mir auch ehrlich von Herzen leid. Ich kann daran leider nichts ändern, außer euch zuzusprechen. Der Gott, der dich erschaffen hat und liebt, weiß, was du ertragen kannst und was nicht. Und er geht mit dir. Amen. Ich würde gerne mit euch das Vaterunser beten. Vaterunser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.