F4 Schwaigern

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Jonathan Krauss - Triumphal! | Der wahre Jesus (Teil 3 von 5)

Diese Episode analysiert den Palmsonntag in den Evangelien, betont Jesu Rolle als Friedenskönig und reflektiert die Reaktionen der Menge sowie die gesellschaftlichen Konsequenzen. Jonathan fordert zur Auseinandersetzung mit Autorität und Gehorsam auf.

01.04.2026 23 min F4 Schwaigern, Jonathan Krauss

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Triumphal! - Der wahre Jesus
 

In der dritten Episode der Predigtreihe geht um Jesu Rolle und Eigenschaften als König und Triumphator.
Es wird die biblische Szene des Palmsonntags aus dem Evangelium anhand der verschiedenen Evangelien beleuchtet. Jonathan Krauss erläutert, dass die Geschichte in unterschiedlichen Versionen in Matthäus, Markus, Lukas und Johannes präsentiert wird. Jede dieser Darstellungen hebt verschiedene Aspekte hervor, und der Referent ermutigt die Zuhörer, die Passagen nebeneinander zu lesen, um die tiefere Bedeutung und den Kontext der Ereignisse zu verstehen.

Zunächst wird die Stelle aus Johannes 12,12-19 gelesen und die Wichtigkeit der Prophezeiungen, die durch diesen Einzug erfüllt werden, betont. Insbesondere verweist Jonathan auf die alttestamentliche Prophezeiung aus Sacharja 9, die den kommenden Friedenskönig ankündigt. Auf diesem Hintergrund vertieft der Referent, dass Jesus bewusst diese Rolle einnimmt und durch seinen Eselritt auf die Erfüllung biblischer Verheißungen hinweist.

Krauss führt weiter aus, dass die vorhergehenden Wunder, insbesondere die Auferweckung des Lazarus, die Menschen in Scharen zu Jesus ziehen. Er beschreibt das Szenario, in dem die jubelnde Menge – die durch die Wunder Jesu ermutigt wurde – ihm entgegenzieht und dabei die Pharisäer in Sorge versetzt. Diese sehen in Jesús’ Popularität eine Bedrohung für ihre eigene Macht und den Frieden mit den Römern. Krauss schildert die Aufregung und den wohl militärisch anmutenden Empfang und Auftritt Jesu und seiner Anhänger und der Teufelskreis aus politischer Angst und religiösem Eifer unter den Pharisäern wird deutlich.

Die Analyse wendet sich auch der Frage zu, was dieser Einzug für die Pharisäer und die Gesellschaft des jüdischen Volkes bedeutete, und darauf, wie Jesus selbst in dieser Situation auftritt. Krauss betont, dass Jesus zwar als König gefeiert wird, dabei jedoch Demut zeigt, indem er auf einem Esel reitet – ein Kontrast zu den typischen Vorstellungen von Macht und Herrschaft. Er thematisiert das Bild von Königen in der heutigen Zeit und lädt die Zuhörer ein, ihr Verständnis von Autorität und Macht zu hinterfragen.

Ein zentraler Punkt des Vortrags ist die Aufruf zur Treue gegenüber dem König, selbst wenn das Verhalten von Jesus nicht den konventionellen Erwartungen entspricht. Krauss zeigt an dem Beispiel der Jünger, die den Esel zu Jesus bringen, dass Gehorsam auch ohne vollständiges Verständnis des Auftrags geleistet werden kann. Hier kommen die Eselsbesitzer ins Spiel, die bereitwillig das geben, was ihnen von Gott abverlangt wird, und dies wird als Beispiel für die Zuhörer präsentiert, ihre eigenen Gaben und Ressourcen bereitzustellen.

Abschließend beleuchtet Jonathan Krauss die tiefere Bedeutung von Jesu Königtum und dass, auch wenn nicht jeder ihn anerkennt, seine Herrschaft dennoch Realität ist. Er ermutigt die Zuhörer, sich nicht von den Meinungen anderer Menschen entmutigen zu lassen und die Wahrheit über Jesus aufrechtzuerhalten. Die Predigt bietet sowohl eine biblische als auch eine persönliche Perspektive, die dazu anregt, das eigene Verhältnis zu Autorität und Gehorsam zu reflektieren und die Rolle Jesu als König in ihrem Leben anzuerkennen.

Das und mehr erzählt uns Jonathan Krauss

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Transkript

In der Chosen, die Szene haben wir gerade gesehen, wird die Szene um Jesus an Palmsonntag mal wieder in einer sehr schönen Variante dargestellt. Prinzipiell für euch zur Info, die Geschichte findet sich in der Bibel leicht unterschiedlich in allen vier Evangelien wieder. In Matthäus 21, 1-11, Markus 11, 1-11, Johannes 19, 29-44 und in Johannes 12, 12-19. In jeder dieser vier Varianten wird leicht etwas anders betont und nicht alle Stellen sind exakt gleich. Versprochen, lohnt sich die viermal nebeneinander zu legen und zu vergleichen, kommen spannende Sachen raus. Ich lese euch mal die Passage nach Johannes vor. Am nächsten Tag hörten die Menschen, die in großer Zahl zum Passa festgekommen waren, dass Jesus auf dem Weg nach Jerusalem war. Mit Palmenzweigen in der Hand zogen sie zur Stadt hinaus, um ihn zu empfangen. »Gepriesen sei Gott«, riefen sie, »gesegnet sei er, der im Namen des Herrn kommt, der König von Israel.« Jesus ritt auf einem jungen Esel, den er hatte bekommen können. In der Schrift heißt es, »Du brauchst dich nicht zu fürchten, Volk von Zion, dein König kommt.« Er reitet auf einem Eselsfohlen. Dieses Wort erfüllte sich damals, doch das verstanden die Jünger zunächst noch nicht. Später allerdings, als Jesus in seiner Herrlichkeit offenbart war, erinnerten sie sich daran, dass man ihn genauso empfangen hatte, wie es in der Schrift vorausgesagt war. Die Menschen, die in großer Zahl dabei gewesen waren, als Jesus Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn von den Toten auferweckt hatte, hatten überall davon erzählt. Das war der Grund, weshalb ihm jetzt so viele Leute entgegenzogen. Sie hatten von dem Wunder gehört, das er getan hatte. Da sagten die Pharisäer zueinander, ihr seht doch, dass wir so nicht weiterkommen. Alle Welt läuft ihm nach. Penzer Berlich lese man nach der neuen Genfer Übersetzung aus dem Alten Testament. Wir haben es in The Chosen von den Pharisäern gehört und hier in Vers 15 nochmal. Du brauchst dich nicht zu fürchten, Volk von Zion, dein König kommt. Er reitet auf einem Eselsfohlen. Das ist die Einleitung in Zacharia 9, Vers 9 für die Prophezeiung, wie der Friedenskönig, der Messias, auftreten wird. Und wer Sakharia 9, Vers 9 kennt, muss denken, dass Jesus einzieht, wie der König sich dessen bewusst ist und dass er das bewusst macht, um anzudeuten, dass nun noch die folgende Prophezeiung aus Sakharia in Erfüllung geht. Ich meine, Jesus hat wenige Zeit davor, vielleicht einige Wochen davor, den Lazarus erweckt. Wir hatten es letzte Woche von John. Mittlerweile hat sich das rumgesprochen. Und wir können in der Bibel lesen, dass sich richtig viele Menschen aufgemacht haben nach Bethanien, um dort Lazarus und Jesus zu treffen. Diese Leute sind neudeutsch hyped. Die sind aufgeputscht. Was meint ihr, wie viele nach Bethanien gegangen sind, um Jesus zu treffen? Nun, mit Jesus nach Jerusalem vielleicht sogar zu laufen. Vielleicht regelrecht marschiert sind. Ich meine, das ist nur eine Strecke von zweieinhalb, drei Kilometer. Vom Ölberg auf Jerusalem zu. Stellt euch mal vor, ihr seid Pharisäer und steht neben römischen Wachen am Tor von Jerusalem. Und es kommt da nicht nur die 20 Leute, wie im The Josen-Clip angedeutet. Plötzlich kommt über die Kuppe vom Eselsberg, Ölberg, eine Schar herunter. Vielleicht 100, vielleicht 1.000, vielleicht 10.000. Okay, das ist vermutlich übertrieben, aber was macht es für einen Eindruck. Die Menschen, die aus Jerusalem heraus Jesus entgegenziehen, sie jubeln, zücken ihre Messer, Schwerter und Klingen und schlagen damit Palmenwedel ab. Die großen Palmenwedel, das machst du nicht mit so einem kleinen Messer. Die sind also bewaffnet und wollen einen neuen König empfangen. Sie sind so ekstatisch, dass sie ihre Kleidung vor Jesus und dem Fohlen auf den Boden werfen, über die Jesus da auf Jerusalem zumarschiert. Das waren nicht zehn ausgehungerte Fischer, die sich nicht trauen. Das ist eine halbe Armee. Und in drei der vier Evangelien kommt als nächstes auch die Stelle, wo Jesus im Tempel die Händler rausschmeißt. Und zwar nicht drei oder vier, sondern er räumt dem Tempel auf. Und die Pharisäer halten ihn nicht auf. Das machen sie nicht, weil Jesus so ein muskelbepackter Schlägertyp ist, sondern weil Jesus vermutlich eine große Schar Menschen, nennen wir es mal einfach eine halbe Armee um sich hat, die zu einem guten Teil.
Speaker1
00:05:29
Wie die Pharisäer
Lukas Streeb
00:05:30
Glauben, dass sich die Prophezeiung aus Zacharia 9 erfüllt. Ich lese euch mal den ersten Teil der Prophezeiung vor. Jubel laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem, siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht und siegreich ist er, demütig und auf einem Esel reitend, und zu einem Fohlen, einem Jungen der Eselin. Und ich rotte die Streitwagen aus Ephraim und die Pferde aus Jerusalem aus und den Kriegsbogen. Der Kriegsbogen wird ausgerottet, und er verkündet Frieden den Nationen. Und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. Auch du, um des Blutes deines Bundes willen, lasse ich deine Gefangenen aus der Grube frei, in der kein Wasser ist. Kehre zur Festung zurück, ihr auf Hoffnung, Gefangenen. Auch heute verkündige ich, doppeltes erstatte ich dir. Ja, ich habe mir Judah als Bogen gespannt, den Köcher mit Ephraim gefüllt. Ich wecke deine Söhne Zion gegen die bewährten Kämpfer Griechenlands und mache dich wie das Schwert eines Helden. Je nachdem, wie man das liest, wird klar, dass viele der Pharisäer denken, dass Jesus sich zum König ausruft und danach einen Krieg gegen die Römer anzettelt. Simon der Zelot ist unter den Jüngern Jesus. Die Zeloten waren eine Widerstandsgruppe, die bereits gegen die Römer gekämpft haben. Er ist schneller bei der Waffe als manch anderer. Die Pharisäer sind.
Speaker1
00:07:03
Also nicht die
Lukas Streeb
00:07:03
Einzigen, die einen solchen Ausgang mit Waffengewalt vor Augen haben. Und da muss ich auch mal eine Lanze für die Pharisäer brechen. Das zu sehen ist vorausschauend. Vor allem in einer Zeit, wo so mancher Aufschneider mit einem Messiasanspruch auftrat, Nachfolger um sich geschart hat und gegen die Römer erfolglos vorgegangen ist. Bei Jesus ist es aber was anderes. Er hat vor kurzem erst Lazarus von den Toten auferweckt. Und das hat richtig Welle gemacht. Das hat sich überall herumgesprochen. In den Versen direkt vor unserem Predigstext steht, Als unter der jüdischen Bevölkerung bekannt wurde, dass Jesus in Bethanien war, strömten die Leute in Scharen dorthin. Sie kamen nicht nur wegen Jesus, sondern auch, weil sie Lazarus sehen wollten. Den Mann, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. Da beschlossen die führenden Priester auch Lazarus zu töten, weil seinetwegen so viele Juden nach Bethanien gingen und daraufhin an Jesus glaubten. Die Pharisäer sehen also, was los ist. Sie haben Angst um ihr Leben, vermutlich um die Existenz der Juden als Volk, ihrer Freiheit und ihrer eigenen persönlichen Stellung in der Gesellschaft. Bei einer ausgewogenen Revolte, und die könnte Jesus hier eindeutig lostreten.
Speaker1
00:08:30
Könnte sich Rom
Lukas Streeb
00:08:31
Gegen das kleine jüdische Volk wenden. Und dann war es das. Was, wie wir heute wissen, ca. 40 Jahre später, um 70 nach Christus ja auch passiert ist. Jerusalem wurde belagert, der Tempel zerstört und die Juden aus ihrer Heimat vertrieben. Die Angst der Pharisäer ist also nicht ganz unbegründet. Jesus reitet also auf einem Fohlen in Jerusalem ein. Und auch wenn er es in diesem Moment nicht selbst ausspricht, er kommt als König. Nicht im Zwölfspänner mit tollen, frischen Pferden und in einem geräumigen und wertvollen Kutsche, sondern auf einem jungen Fohlen. Der wahre Jesus ist König. Er tut nicht königlich, er spielt sich nicht auf, er ist König. Und da müssen wir heute, denke ich, unser Verständnis, unser Bild ein bisschen nachschärfen. Wenn wir an Könige denken, denken wir an reiche Menschen, die es sich alles leisten können, was sie wollen. Die Privatjet fliegen, in Häusern mit 40 Schlafzimmern wohnen und so unnahbar sind, dass unser eins niemals mit ihnen sprechen dürfte.
Speaker1
00:09:47
Jesus gehört der Esel nicht mal, auf dem er sitzt.
Lukas Streeb
00:09:52
Er hat ihn sich holen, sich ausleihen lassen. Zwei Dinge sind mir hier sehr wichtig geworden. Erstens, lasst uns unseren Blick schärfen, beobachten, was Jesus tut und was er nicht tut. Jesus fordert die Volksmenge nicht auf, gegen die vorzugehen.
Speaker1
00:10:10
Die was gegen Jesus
Lukas Streeb
00:10:11
Haben. Und er ist König. Er könnte. Er ist aber auch nicht falsch demütig. Ja, er kommt demütig auf einem Esel angeritten. Die Menschenmenge ihm aber zuruft, gesegnet sei er, der im Namen des Herrn kommt, der König von Israel, Hosianna, winkt er auch nicht ab. Er sagt nicht so laut oder nehmt doch Rücksicht auf die armen Pharisäer und die, die nicht glauben. Wir wollen sie ja nicht bedrängen, zu glauben. Nein, das Lob und die Lobpreisung, die Jesus zugerufen werden, sind angebracht.
Speaker1
00:10:48
Und egal, ob die Pharisäer dagegen sind,
Lukas Streeb
00:10:51
Egal, was die anderen Menschen sagen. Jesus verbietet seinen Jüngern und Nachfolgern nicht, die Wahrheit zu sagen. Im Gegenteil, in der Parallelstelle in Lukas 19, 39, 40 steht, einige Pharisäer aus der Menge erhoben Einspruch. Meister, sagten sie zu Jesus, verbiete es deinen Jüngern so zu reden. Doch Jesus gab ihnen zur Antwort, ich sage euch, wenn sie schweigen, werden die deine schreien. Jesus loben und ihn zu preisen ist.
Speaker1
00:11:23
Angebracht.
Lukas Streeb
00:11:24
Auch wenn er nicht unserem typischen Bild eines Königs entspricht. Vielleicht sollten wir aber deswegen unser Bild von Königen ändern. Ein guter König bekommt, was ihm zusteht und gleichzeitig ist seine Rolle eigentlich eine Dienende. Jesus spielt sich nicht auf. Und die von uns, die viele Geschichten von Jesus bereits kennen oder am eigenen Leib erlebt haben, wissen, Jesus dient. Er wäscht seinen Jüngern die Füße. Er heilt Kranke, sogar an Tagen, an denen andere frei haben. Mein Jesus, mein König, macht sogar, falls einer schlecht geplant hat, an einer Hochzeit aus Wasser weinen, damit die Party nicht zu früh vorbei ist. Jesus Christus, der König der Juden, mein König, sprengt meine Vorstellungskraft und sortiert mein Weltbild um. Dinge zu sein haben. Und dass nicht alles, wie mir die Welt sagt, dass Dinge richtig sind, auch wirklich richtig sind. Er dreht sie. Ein zweites, das mir wichtig wurde, kam mir beim Hören einer Predigt von Jürgen Fischer zu einer Parallelstelle von unserem Einzug in Jerusalem heute. Ich lese aus Lukas 19. Als er nicht mehr weit von Bethphage und Bethanien am Ölberg war, schickte er zwei seine Jünger voraus. Er gab ihnen folgende Anweisung, geht in das Dorf, das ihr vor euch seht. Beim Ortseingang werdet ihr einen Esel finden, der angebunden ist, ein junges Tier, auf dem noch nie ein Mensch geritten ist.
Speaker1
00:13:01
Bindet es los und
Lukas Streeb
00:13:02
Führt es her. Und sollte euch jemand fragen, warum ihr es losbindet, dann antwortet, der Herr braucht es. Die beiden machten sich auf den Weg und fanden alles so, wie Jesus es ihnen beschrieben hatte. Als sie das Tier losband, fragten die Leute, denen es gehörte, warum bin ich dir los? Der Herr braucht es, antworteten sie. Jesus handelt hier wie ein König, wie es uns vielleicht immer ansonsten vorstellen. Er gibt einen Befehl und dieser wird von seinen Jüngern ausgeführt. Jetzt gibt es aber die Menschen, denen Jesus nicht direkt ein Befehl gegeben hat, sondern er lässt durch seine Jünger, in diesem Fall Befehlsempfänger.
Speaker1
00:13:48
Eine klare Ansage machen.
Lukas Streeb
00:13:50
Der Herr braucht es. Keine Erklärung wozu. Im Lukas-Evangelium gibt es auch kein Versprechen, dass der Esel zurückkommt. In Markus schon, aber hier nicht. Wir nehmen mal die schönere. Oder eine Entschuldigung. Gibt es auch nicht. Wie ein König so etwas tun würde. Und die ich euch mitgeben möchte. Beiden Jünger sind treu, auch wenn sie nicht wissen, ob sie gleich in eine Schlägerei geraten oder ihnen quasi die Polizei auf den Hals gehetzt wird. Wenn man nämlich einfach fremdes Eigentum entwendet, könnte man das als Diebstahl werten. Aber unsere beiden Jünger hier sind treu und führen exakt so wie angewiesen ihren Auftrag aus. Sie dichten nichts dazu und lassen nichts weg. Jesus sieht sich nicht in der Rolle, sich das Fohlen selbst zu holen oder den Besitzern des Fohlens eine Entschädigung zukommen zu lassen oder ein Pfand. Ein Der Herr braucht es ist alles, was die Besitzer bekommen. Diese Autorität, ich würde sagen königliche Autorität, reicht aus, dass Jesus das bekommt, was er möchte. Auch die Jünger haben nicht mehr Infos bekommen. Auch die sind einfach folgsam. Die Besitzer erhalten ihre Infos nicht von Jesus selbst, sondern durch Mittelsmänner. Und auch sie akzeptieren. Hier und heute in dieser Gemeinde Mittelsmann ist, Bote, wissen wir ganz oft nicht. Jesus ist mit Fischern und Zöllnern unterwegs. Gut, möglich, dass seine Mittelsmänner und Frauen auch hier und heute im F4 nicht die sind, die gerne, vielleicht mit aufplusenden Worten, als Boten erscheinen möchten, sondern die, die in abgelaufenen Schuhen ihre erhaltenen Anweisungen ausführen und ihre Botschaft von Jesus mitteilen, ohne diese mit geschliffenen Worten erklären zu können. Jesus gebraucht die, die bereit sind, auf ihn zu hören. Jetzt möchte ich darüber hinaus für einen Moment auf diese Eselsbesitzer eingehen. Manchmal sind wir heute diese Eselsbesitzer. Wir haben Gaben, Fähigkeiten und Ressourcen. Wir haben Leidenschaft und vielleicht auch Leidensbereitschaft. Für etwas, das wir lieben. Da stellt sich mir die Frage, wenn der König kommt, auf etwas von dir oder mir zeigt und sagt, der Herr braucht es, geben wir es ihm dann? Ohne zu wissen, ob wir es zurückbekommen. Bis wann denn, Jesus? Ich habe da eigentlich noch ein paar Pläne. Boah, Jesus, ich weiß nicht, wirklich in den Südsudan ist schon echt warm da.
Speaker1
00:16:48
Was?
Lukas Streeb
00:16:49
Ich soll dem Missionar Geld schicken? Das war jetzt schon eigentlich für den Urlaub verplant. Ich mache mich nicht drüber lustig. Ganz und gar nicht. Aber manchmal schickt uns Jesus einen seiner menschlichen Boten, die auch nicht mehr wissen als ihren kleinen Teil und ihr Sätzchen.
Speaker1
00:17:07
Der Herr braucht es.
Lukas Streeb
00:17:09
Jesus sagt, geht da und da hin. Dort ist ein Eselsfohlen angebunden, bringt es mir. und wenn die Besitzer was sagen, sagt ihnen, der Herr braucht es. Nicht auf den Boden sauer. Der kann auch nichts dafür. Aber fragt euch, warum hat Jesus die Jünger zu genau diesem Eselsfohlen geschickt? Klar, vielleicht war es gerade am nächsten dran. Vielleicht.
Speaker1
00:17:36
War es auch
Lukas Streeb
00:17:37
Das einzige Eselsfohlen im 50 Kilometer Umkreis.
Speaker1
00:17:40
Weiß ich nicht.
Lukas Streeb
00:17:41
Vielleicht wusste er aber auch einfach, dass dort jemand ist, der bereit war, sich an Jesus' Willen zu halten und zu gehorchen, wenn er ruft. Und wenn es das ist, was bedeutet es dann für dich und mich heute, wenn der König dich ruft? Er weiß, du bist bereit. Er weiß, du hast, was es für den Job braucht.
Speaker1
00:18:07
Der ansteht.
Lukas Streeb
00:18:08
Und nein, er hat dir nicht versprochen, dass du ungeschoren aus der Sache wieder rauskommst. Lazarus musste erst mal sterben, um zu einem Leuchtfeuer für Christus zu werden. Maria, Martha und ihre ganze Familie und Freunde mussten erst mal leiden und trauern, dass Jesus nicht geholfen hat und Lazarus beerdigt wurde. Und im Nachgang, wo Lazarus wieder leben durfte, lesen wir Johannes 12, 9-11, sie kamen nicht nur wegen Jesus, sondern auch, weil sie Jesus sehen wollten, den Mann, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. Da beschlossen die führenden Priester, auch Lazarus zu töten, weil seinetwegen so viele Juden nach Britannien gingen und.
Speaker1
00:18:53
Auf ihn an Jesus glaubten.
Lukas Streeb
00:18:55
Nachfolge? Gehorsam gegenüber dem König bedeutet nicht.
Speaker1
00:19:00
Dass du nach
Lukas Streeb
00:19:00
Menschlichen Maßstäben gewinnst, reich wirst oder ein gesundes, langes, angenehmes und sorgloses Leben führen wirst. Es in Lukas 19, 39 und 40, das wir eben gelesen haben, noch aufführbar. Die Pharisäer versuchen Jesus und seine Jünger zum Schweigen zu bringen. Dass die Jünger nicht brüllen, Hosianna! Und Freude taumelnd nach Jerusalem eingehen. Jesus antwortet den Pharisäern, ich sage euch, wenn sie schweigen werden.
Speaker1
00:19:34
Die Steine schreien.
Lukas Streeb
00:19:36
Die Natur selbst wird den König einsetzen. Die Natur selbst, das unbeweglichste und unsprachfähigste der Natur, Steine, werden schreien. Jesus' Königschaft ist nicht zu verhindern, ist nicht zum Schweigen zu bringen, auch heute nicht. Und wenn Menschen zu dir sagen.
Speaker1
00:19:57
Das ist überholt,
Lukas Streeb
00:19:59
Oder Jesus war ja ein ganz schöner Lehrer damals, aber er hatte halt keine Ahnung von unserer heutigen Zeit oder Ethik, Oder die Andersgläubigen im Unternehmen fühlen sich angegriffen und unwohl, wenn du von dem Jesus sprichst, bitte lass das. Wenn du sowas hörst, lass dich nicht klein kriegen. Jesus trägt seine Krone und hat seinen Platz eingenommen. Ob das jemand nicht hören oder glauben will, hat nichts mit der Realität zu tun. Es gibt heute Menschen, die glauben, die Erde sei eine Scheibe.
Speaker1
00:20:35
Und das in einer Zeit von Erdbeobachtungssatelliten.
Lukas Streeb
00:20:39
Nicht jedes böse Wort zu Herzen. Nicht jede andere Ansicht, die auf dich trifft, musst du umsetzen. Die anderen haben nicht immer Recht. Jesus hat Recht. Aber lern zu unterscheiden, wann Jesus dir was sagt, weil du Unrecht hast und wann Menschen dir nur ihre eigene Meinung aufdrücken wollen. Und sei gewiss, selbst wenn du schweigst und nicht Gott lobst, Aus welchen Gründen auch immer. Gott kann selbst die Steine schreien lassen, um das Lob zu bekommen, das ihm gebührt. Er ist König. Jesus gibt also Anweisungen wie ein König. Und diese werden auch ausgeführt und angenommen mit dem Befehl eines Königs. Er nimmt den Lobpreis eines Königs an und ist nicht falsch, bescheiden oder aufgesetzt demütig. Ihm gebührt die Ehre eines Königs.
Speaker1
00:21:38
Jesus erhält den Hass eines Königs.
Lukas Streeb
00:21:41
Und er hat die Macht eines Königs. Auch wenn wir ein falsches Bild von guten Königen haben. Jesus Christus ist also König und er tut, was ein echter König, ein wahrer König tut. Und was das ist, darf er nächste Woche mehr. Ich bete.
Speaker1
00:21:59
Jesus, ich danke dir,
Lukas Streeb
00:22:01
Für was du getan hast. Ich danke dir für das, was du gesagt hast. Und ich danke dir dafür, dass du es in so vielerlei Arten hast aufschreiben lassen. Bitte schreib uns heute ins Herz, was heute für jeden Einzelnen von uns wichtig war. Amen.