F4 Schwaigern

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Jonathan Krauss - Paulus´ Herausforderung

Die Predigt legt 2. Korinther 12,19–13,10 aus: Paulus rechtfertigt sich nicht aus Eigeninteresse, sondern zum Wohl der Gemeinde. Betont werden Warnung vor Streit und Selbstprüfung im Glauben.

03.06.2026 20 min F4 Schwaigern, Jonathan Krauss

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Paulus´ Herausforderung
 

In dieser Predigt wird 2. Korinther 12,19 bis 13,10 ausgelegt, mit Blick auf den Schluss des zweiten Korintherbriefs. Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth, um sich zu rechtfertigen und zugleich die Gemeinde im Glauben zu fördern. Dabei betont er, dass es ihm nicht um eigenes Ansehen oder materielle Vorteile geht, sondern um das Wohl der Gemeinde.

Ein Schwerpunkt liegt auf Paulus’ Sorge, bei seinem nächsten Besuch Streit, Wutausbrüche, Rivalitäten, Verleumdungen und andere Missstände vorzufinden. Die Predigt verbindet diese Warnungen mit der Frage, wie ernst christliche Gemeinschaft, biblische Ermahnung und geistliche Autorität genommen werden. Es wird betont, dass Paulus aus Liebe schreibt und nicht, um die Gemeinde niederzumachen.

Danach wird der Aufruf zur Selbstprüfung aus 2. Korinther 13 hervorgehoben: Die Hörer sollen sich selbst prüfen, ob sie im Glauben stehen und ob Christus in ihnen ist. Die Predigt deutet das als Aufforderung, das eigene Verhalten und die eigenen Gewohnheiten ehrlich zu betrachten.

Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit alltäglichen, eingewöhnten Sünden und der Frage, ob man sich an falsches Verhalten gewöhnt hat. Als Beispiel wird persönliches Fehlverhalten erwähnt, das als Diebstahl beschrieben wird. Daraus wird die allgemeine Mahnung abgeleitet, kleine oder scheinbar harmlose Sünden nicht zu verharmlosen.

Abschließend wird betont, dass christliche Korrektur und Ermahnung dem Aufbau dienen sollen. Paulus’ Vollmacht wird als Vollmacht zum Aufbauen, nicht zum Niederreißen verstanden. Die Predigt endet mit dem Appell, sich von anderen Christen liebevoll korrigieren zu lassen und im eigenen Leben „Kehrwoche“ zu halten.

Das und mehr erzählt uns Jonathan Krauss

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Transkript

Speaker0
00:00:20
Da habe ich mir heute etwas vorgenommen. Ich habe gedacht, es ist ein bisschen weniger da. Und nach meiner letzten Predigt habe ich keine Kritik bekommen. Deswegen dachte ich, machen wir das heute mal anders. Aber bei so vielen muss ich mir das überlegen. Mir wurde vorgeschlagen, heute über 2. Korinther 13, 13 zu predigen. Ich habe mir die Stelle angeschaut und mich drumherum gelesen. Und wichtig, ohne eine bestimmte Person von euch im Kopf zu haben, Wurde ich ruhig über den folgenden Predigstext für heute.
Speaker1
00:00:53
Vielleicht gilt er dir?
Speaker0
00:00:55
Vielleicht nicht. Lasst uns gemeinsam in das Herz des zweiten Korintherbriefs reinschauen. Paulus schreibt ihn an die Gemeinde in Korinth, statt selbst mal wieder vorbeizukommen. Er rechtfertigt und untermauert seinen Legitimitätsanspruch über mehrere der ersten Kapitel des Briefes. Zum Beispiel erwähnt er, dass er von ihnen nie Geld angenommen hat und auch nicht vor hat, das zu ändern. Er möchte nicht, dass sie denken, sie haben ihn in der Hand oder er würde etwas Materielles von ihnen wollen. Dann, nach einigen Kapiteln, die mich auch zum Lachen gebracht haben, gerade der Mittelteil von Kapitel 12 ist genau mein Humor, kommt er in Kapitel 12, Abvers 19, so richtig zur Sache. Er steht schon dran. Wir lesen gemeinsam ein ordentliches Stück des Briefes von Kapitel 12, 19, damit es auch Spaß macht, bis 13, 10. Ich lese nach der neuen Genfer Übersetzung.
Speaker1
00:02:02
Ihr könnt gerne mitlesen.
Speaker0
00:02:04
Wahrscheinlich denkt ihr schon die ganze Zeit, wir würden euch nur schreiben, also eher Paulus und Timotheus, um uns vor euch zu rechtfertigen. Nun, was wir sagen, sagen wir in der Verantwortung vor Gott und in der Abhängigkeit von Christus. Und bei allem, was wir tun, liebe Freunde, geht es uns nur darum, euch in eurem Glauben voranzubringen. Ich fürchte nämlich, dass ich euch, wenn ich komme, möglicherweise so antreffe, wie ich es mir nicht wünsche. Und dass dann auch ihr mich so kennenlernt, wie ihr es euch nicht wünscht. Ich fürchte, dass mich bei euch womöglich Streit und Rechthaberei erwarten. Wutausbrüche, Rivalitäten, Verleumdungen, abfälliges Reden hinter dem Rücken der anderen, überhebliches Gehabe und Missstände aller Art. Ich fürchte, dass mein Gott mich, was meine Beziehung zu euch antrifft, bei meinem Kommen ein weiteres Mal demütigt und dass ich beschämt und traurig sein werde, weil so viele bis heute nicht mit ihren alten Sünden gebrochen haben und sich nicht von ihrer schamlosen, unmoralischen und ausschweifenden Lebensführung abgekehrt haben. Das ist nun das dritte Mal, dass ich zu euch komme. Entsprechend im Grundsatz, jede Sache soll aufgrund der Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Ich habe euch schon früher gewarnt, bei meinem zweiten Besuch, und warne euch jetzt noch einmal. Diesmal aus der Ferne. Und zwar gilt meine Warnung denen, die bis heute nicht mit ihren alten Sünden gebrochen haben. Und auch allen anderen, wenn ich dieses Mal komme, werde ich keine Nachsicht üben. Ihr selbst fordert ja einen Beweis dafür, dass Christus, in dessen Namen ich auftrete, auch wirklich durch mich spricht. Nun, ihr werdet sehen, Christus verhält sich euch gegenüber nicht so, als wäre er schwach, sondern er weist unter euch seine Kraft. Er war schwach, als er gekreuzigt wurde. Doch jetzt lebt er durch Gottes Kraft. Genauso ist es bei uns. Wir teilen seine Schwachheit, weil wir mit ihm verbunden sind. Aber gerade deshalb, wegen unserer Zusammengehörigkeit mit ihm, haben wir durch Gottes Kraft auch Anteil an seinem Leben. Und das wird sich an unserem Verhalten euch gegenüber zeigen. Stellt euch selbst auf die Probe, um zu sehen, ob ihr im Glauben gefestigt seid.
Speaker1
00:04:57
Prüft, ob ihr bewährt seid.
Speaker0
00:05:01
Eigentlich müsst ihr doch erkennen, dass Jesus Christus in eurer Mitte ist.
Speaker1
00:05:06
Oder nicht?
Speaker0
00:05:08
Andernfalls hättet ihr ja die Probe nicht bestanden. Wenn ihr sie aber besteht, dann, so hoffe ich, werdet ihr auch erkennen, dass wir ebenfalls nicht unbewehrt sind. Im Übrigen beten wir zu Gott, dass ihr euch nichts zu Schulden kommen lasst und wir nicht, wie angekündigt, streng durchgreifen müssen. Wir hätten dann zwar nicht bewiesen, dass wir glaubwürdig sind, aber darum geht es uns auch gar nicht. Worum es uns geht, ist, dass ihr tut, was gut und richtig ist. Selbst wenn es dann so aussieht, als wären wir den Nachweis unserer Glaubwürdigkeit schuldig geblieben. Schließlich können wir niemals etwas gegen die Wahrheit tun. Wir können immer nur für die Wahrheit eintreten. Deshalb ist es uns eine Freude, schwach zu sein, wenn nur ihr stark seid. Und genau das ist es auch, worum wir beten. Dass ihr euch zurecht helfen lasst. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich euch das alles schreibe, solange ich noch in der Ferne bin. Ich möchte, wenn ich komme, nicht streng durchgreifen müssen. Die nötige Vollmacht dazu hätte ich ja, aber der Herr hat sie mir zum Aufbauen und nicht zum Niederreißen gegeben.
Speaker1
00:06:29
Ihr versteht, warum ich den Text
Speaker0
00:06:30
Nicht auseinandergerissen habe? Geballte Zeit Spaß. Da ist richtig viel drin. Klave, harte, liebevolle, ermahnende Worte. Für mich persönlich sogar irgendwie mehr als ermahnend, fast schon drohend. Das macht so viele Flanken, so viele Seiten auf, über die wir nachdenken können. Warum überhaupt muss sich Paulus und Timotheus, der ja bei Paulus war, als er den Brief schrieb, so sehr rechtfertigen, um der Gemeinde etwas sagen zu dürfen? Handhaben wir das auch so? Was muss ein Prediger hier im F4 geleistet haben oder vorgewiesen haben, um ernst genommen zu werden? Und ich meine nicht angehört werden, sondern ernst genommen zu werden. Braucht man ein Studium dafür? Reicht ein Studium, damit wir ernst genommen werden? Nehmen wir die Bibel ernst?
Speaker1
00:07:25
Oder nur die Teile,
Speaker0
00:07:26
Auf die wir gerade Lust haben? Darf uns jemand Jüngeres etwas sagen.
Speaker1
00:07:30
Das uns nicht gefällt?
Speaker0
00:07:32
Und wir können glauben, dass Gott durch ihn oder sie zu uns spricht. Paulus betont in Versen weiter davor, dass er kein Geld von ihnen bekommen hat und keiner also sagen kann, du schuldest mir was? Wehe, du sprichst mit Christus Autorität in mein Leben, wo es mir nicht passt. Ich bezahle dich. Akzeptieren wir, dass Geld und Spendenvolumen uns nicht in den Himmel bringen oder.
Speaker1
00:08:00
Auch nur mehr
Speaker0
00:08:00
Autorität vor Gott und seinen Gesandten einspielen. Ich wette, Paulus war vieles, aber kein leicht zu ertragender Charakter.
Speaker1
00:08:11
Aber wenn er trotzdem recht hat?
Speaker0
00:08:14
Können wir damit leben?
Speaker1
00:08:16
Können wir davon ablassen,
Speaker0
00:08:17
Die Menschen mögen zu müssen, die Recht haben und die Gott gesandt hat? Können wir in diesen Menschen noch das Herz sehen, die gute, liebevolle Intention, den Heiligen Geist, auch wenn es bedeutet, unser Leben ändern zu müssen? Paulus sagt, ich fürchte nämlich, dass ich euch, wenn ich komme, möglicherweise so antreffe, wie ich es mir nicht wünsche. Dass dann auch ihr mich so kennenlernt, wie ihr es euch nicht wünscht. Ich fürchte, dass mich bei euch womöglich Streit und Rechthaberei erwarten. Wutausbrüche, Rivalitäten, Verleumdungen, abfälliges Reden hinter dem Rücken der anderen, überhebliches Gehabe und Missstände aller Art. Paulus redet hier nicht von Mord, Diebstahl und Betrug. Klar, vielleicht fällt es unter Missstände aller Art, Aber ich hoffe doch sehr, dass wir uns hier in der Gemeinde nicht ermorgen. Ihr wisst, ich bin vieles.
Speaker1
00:09:17
Aber ein Mörder bin ich nicht.
Speaker0
00:09:20
Doch Wutausbrüche, Rivalitäten, Verleumdungen sind Dinge, die sich schnell im kleinen Kreis ausbreiten können. Und mir ist erst am Freitag leider der Kragen geplatzt. Und ich hatte einen kleinen Wutausbruch. Ich habe mich da vergessen und entschuldigt und mir wurde vergeben. Aber es passiert schnell. Dir auch? Versuchen wir es noch in den Griff zu bekommen oder tun wir es als ich war schon immer so ab? Haben wir falsches Verhalten akzeptiert und in unsere Gewohnheiten inkludiert? Reden wir nicht mehr drüber, sondern nur über den Nachbarn, der auf jeden Fall schlimmer ist als wir selber? Was würde Paulus dir sagen? Ich denke, mir würde er Rechthaberei vorwerfen. Vielleicht Wutausbrüche. Lasst ihr euch das noch sagen oder möchtet ihr lieber weghören? Paulus schreibt diesen Brief nicht an Heiden, nicht an Nichtchristen, die das Evangelium nicht kennen. Er war mehrfach dort. Er ist stolz auf die Gemeinde und kennt sie. Aus Liebe zu ihnen ermahnt er sie. Er sorgt sie so sehr darum, wie es ihnen geht und er macht es nicht beiläufig. Nein, der ganze zweite Korintherbrief läuft quasi auf diese Verse raus. Er schreit sie quasi an. Was macht ihr da für einen Sch?
Speaker1
00:10:48
Wir sind nicht perfekt.
Speaker0
00:10:50
Und wir müssen wieder vor unser eigenes Haustür kehren. Kehrwoche. Mal anders. Kehrwoche in unserem Verhalten. In der Art, wie wir reden, wie wir denken. Ich habe euch schon früher gewarnt bei meinem zweiten Besuch und warne euch jetzt noch einmal, diesmal aus der Ferne, und zwar gilt meine Warnung denen, die bis heute nicht mit ihren alten Sünden gebrochen haben, und auch allen anderen. Wenn ich dieses Mal komme, werde ich keine Nachsicht üben. Nun kommt Paulus nicht zu uns, er ist eine Weile tot.
Speaker1
00:11:24
Aber Jesus sagt in den
Speaker0
00:11:25
Sensschreiben in Offenbarung 3, Vers 3 dasselbe. Und auch in Matthäus 9.
Speaker1
00:11:30
Habe ich wohl nicht reingemacht.
Speaker0
00:11:32
Okay, ich lese es vor. Matthäus 9, Vers 24. Das solltet ihr aber wissen. Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit, denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint. Macht Kehrwoche mit euren Gewohnheiten.
Speaker1
00:11:57
Wir haben schon öfters gehört, dass wir vergeben sollen,
Speaker0
00:12:00
Was in der Vergangenheit an uns Unrecht getan wurde. und auch, dass wir denen vergeben sollen, die uns Unrecht getan haben.
Speaker1
00:12:07
Aber schaut euch
Speaker0
00:12:08
Doch heute mal auf eurem Heimweg eure Gewohnheiten an.
Speaker1
00:12:12
Habt ihr mit allen
Speaker0
00:12:13
Alten Sünden gebrochen? Sind eure Gewohnheiten welche, die Jesus gefallen? Oder schleift ihr dann auf so einen krüppeligen kleinen Dämon mit euch mit, weil ihr euch an ihn gewöhnt habt? Vielleicht eine Kleinigkeit. Ich habe als Teenie, bis ich 20 war, sehr regelmäßig illegale Filme im Internet gestreamt. Ich habe ja quasi keine Opfer. Ich hatte das Geld nicht, mir alle Filme und Seelen zu kaufen, die ich sehen wollte.
Speaker1
00:12:39
Und die reichen Filmehersteller und Studios,
Speaker0
00:12:42
Denen tut es doch nicht weh. Ah ja. Ich will etwas, brauche es nicht, will es, das nicht mir gehört und nehme es mir einfach. Klasse Vorbild bin ich.
Speaker1
00:12:55
Als mir Gott klar machte, was ich da an Diebstahl betrieb und mein Handeln
Speaker0
00:12:59
Vor meine Nase hob, war ich gerade FSJ Love und nicht mit allzu vielen Mitteln gesegnet. Aber ich war Vorbild, ob ich wollte oder nicht, für Teenies und Jungschaler. Und ich hatte mir eine Sünde angewöhnt, eine vermeintlich harmlose. Aber ich bestahl quasi täglich jemanden um sein Tagewerk, um seinen verdienten Lohn. Ich habe damals damit aufgehört und angefangen, mir stattdessen DVDs zu kaufen. Und Gott hat sich auch darum gekümmert, dass mein Geld trotzdem gereicht hat. Dafür habe ich jetzt viele DVDs. Er ist gut. Er sieht auch unsere kleinen Bedürfnisse. Lasst uns unseren kleinen Teil tun und den Mut aufbringen, unsere angewöhnten Sünden sein zu lassen. Ob Wut ausbrüchte, schlechtes Reden über andere oder über Politiker herzuziehen. Wie macht Paulus weiter? Er, Jesus, war schwach, als er gekreuzigt wurde. Doch jetzt lebt er durch Gottes Kraft. Genauso ist es bei uns. Wir teilen seine Schwachheit, weil wir mit ihm verbunden sind. Aber gerade deshalb, wegen unserer Zusammengehörigkeit mit ihm, haben wir durch Gottes Kraft auch Anteil an seinem Leben. Und das wird sich an unserem Verhalten euch gegenüber zeigen. Stellt euch selbst auf die Probe, um zu sehen, ob ihr im Glauben gefestigt seid. Prüft, ob ihr bewährt seid. Eigentlich müsst ihr doch erkennen, dass Jesus Christus in eurer Mitte ist. Oder nicht? Andernfalls hättet ihr ja die Probe nicht bestanden. Noch mal etwas klassischer hören will. Hier Vers 5 noch mal nach der Luther-Übersetzung. Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht. Prüft euch selbst. Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist.
Speaker1
00:14:50
Wenn nicht, dann
Speaker0
00:14:52
Werdet ihr ja nicht bewährt. Muss niemand anders von außen kommen und euch bestätigen, ob Jesus Christus in euch ist. Hört ihr nicht die leise Stimme? Tut ihr nicht regelmäßig Dinge und merkt, ich glaube.
Speaker1
00:15:07
Das sollte ich
Speaker0
00:15:08
Anders tun? Oder seht jemand im Kaufland und hat plötzlich den Eindruck, Jesus würde diesen Menschen da in den Arm nehmen. Wenn wir zu Christus gehören, zieht der Heilige Geist in uns ein. Wenn wir zu Christus gehören, übernimmt er so viel Kontrolle in unserem Herzen, wie wir zulassen. Wenn wir zu Christus gehören, werden wir zu Kindern des Höchsten. Gott selbst nennt sich unser Vater. Wir dürfen zu ihm Papa sagen. Hört ihr sie, die kleine Stimme? Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht. Und macht Kehrwoche. Paulus schließt den mahnenden Teil des Briefes ab. Deshalb ist es uns eine Freude, schwach zu sein, wenn nur ihr stark seid. Und genau das ist es auch, worum wir beten, dass ihr euch zurecht helfen lasst. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich euch das alles schreibe, solange ich noch in der Ferne bin. Ich möchte, wenn ich komme, nicht streng durchgreifen müssen. Die nötige Vollmacht dazu hätte ich ja. Aber der Herr hat sie mir zum Aufbauen und nicht zum Niederreißen gegeben. Paulus hat uns damit gerade eine Mehrschrittanleitung gegeben. Er hatte zum Anfang des Korintherbriefs bewiesen, dass er das Recht von Gott hat, uns etwas zu sagen. Dann reißt er uns halb den Kopf ab für Verhalten, das wir an den Tag legen, von dem wir es eigentlich besser wissen, dass wir es lassen sollten. Dann kommt die Mahnung, dass unser Verhalten nicht ungeschoren bleibt und es gesehen wird. Wir wissen nicht, wann Jesus plötzlich wiederkommt und wir wissen. Jesus plötzlich wiederkommt und wir nichts mehr nachkorrigieren können, vielleicht noch heute Nachmittag, dann zeigt er uns auf, dass wenn wir doch wirklich zu Christus gehören, wie das jeder an sich selbst entdecken und bemerken kann und wir womit auch zu einer Veränderung in der Lage sind. Wir können uns ändern. Falsches, sündiges Verhalten ist nicht unumstößlich an uns gebunden. Wir gehören zu Jesus. Und er hat die Kraft, alles zu tun. Und er möchte dich ihm ähnlicher machen. Und deshalb bittet Paulus die Korinther damals und uns heute, lasst euch zurecht helfen. Lasst euch ermahnen. Hört einander zu, wenn andere Christen zu euch kommen und euch liebevoll helfen wollen, aus sündigem Verhalten und Angewohnheiten rauszukommen. Seid nicht beleidigt, wenn euch jemand den Finger in die Wunde legt. Ja, ich kenne die Stelle mit dem Splitter im Auge, des Anderen und dem Balken im Eigenen. Aber wie Paulus schreibt.
Speaker1
00:18:01
Wurde ihm und
Speaker0
00:18:02
Damit uns hier heute die Vollmacht gegeben, einander in Liebe aufzubauen und zu korrigieren.
Speaker1
00:18:08
Wie Jesus es getan hat.
Speaker0
00:18:10
Die Vollmacht nutzt aber bitte in Liebe zum Aufbauen eures Nächsten, statt ihn damit niederzureißen. Ich habe das oft genug schon selber falsch gemacht. Und deshalb, macht mal wieder Kehrwoche in euren Gewohnheiten. Ich bete. Jesus, ich danke dir, dass du auch Paulus mit so klaren Worten losgeschickt hast, die wir heute noch hören können müssen, obwohl sie 2000 Jahre alt sind. Ich möchte dich bitten, dass du uns offene Herzen gibst.
Speaker1
00:18:40
Unsere Gewohnheiten anzugehen und anzuschauen,
Speaker0
00:18:44
Ob sie dir gefallen oder ob wir da Sünden haben einziehen lassen.
Speaker1
00:18:48
Für die wir uns geradezu bequem sind,
Speaker0
00:18:50
Sie loszuwerden. Bitte hilf uns da. Fink uns Liebe und Geduld auch mit unseren Mitmenschen.
Speaker1
00:18:56
Amen.