F4 Schwaigern

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Gute Worte für dein Leben - Nach mir kräht kein Hahn - Lore Schmalzhaf

Ein Podcast aus dem F4 in Schwaigern!

15.03.2025 5 min F4 Schwaigern, Lore Schmalzhaf

Zusammenfassung & Show Notes

Nach mir kräht kein Hahn
 
In dieser inspirierenden Lektüre mit Lore Schmalzhaf wird das Thema „Nach mir kräht kein Hahn“ behandelt, ein Sprichwort, das tief verwurzelte Gefühle des Übersehenwerdens und der Enttäuschung thematisiert. Schmalzhaf führt die Zuhörer durch verschiedene Lebenssituationen, in denen Menschen das Gefühl haben, ihre Existenz bliebe unbeachtet oder nicht wertgeschätzt. Sie stellt die Frage, woher diese Empfindungen kommen und reflektiert darüber, wie einzelne Erfahrungen im Laufe des Lebens diese negativen Glaubenssätze verfestigen können. Das Gespräch dreht sich um die Idee, dass solche Momente der Vernachlässigung nicht nur sporadische Episoden sind, sondern tiefere seelische Narben hinterlassen können, die langfristige Auswirkungen auf unser Lebensgefühl haben. Schmalzhaf erklärt, dass es oft nur einer spezifischen Situation bedarf, in der man nicht gesehen oder gefragt wird, um eine Kette von Enttäuschungen zu initiieren, die dann eine selbstverstärkende Wirkung hat. Diese Muster können zu einem Gefühl führen, das die eigene Identität stark prägt und zu einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit führt. In einer Wendung des Gesprächs bringt Schmalzhaf die Figur des Petrus ins Spiel, und wie dessen Begegnung mit Jesus zur Selbsterkenntnis und einer Erneuerung von Hoffnung führen kann. Sie beschreibt, wie das Krähen des Hahns für Petrus nicht nur ein Moment der Erinnerung war, sondern auch ein Weckruf, der seine Perspektive auf das Leben und die Beziehung zu Jesus revolutionierte. Diese metaphorische Eigenschaft des Hahns symbolisiert die Liste der Möglichkeiten und die transformative Kraft des Glaubens. Schmalzhaf fragt die Zuhörer, ob sie bereit sind, auch in Zeiten der Enttäuschung an die Hoffnung zu glauben, die in den Herausforderungen verborgen liegt. Der Vortrag endet mit einer ermutigenden Botschaft über den Heilungsprozess, den die Geschichte von Petrus symbolisiert. Schmalzhaf lädt die Zuhörer ein, sich auf den Weg der inneren Heilung zu begeben, indem sie die Botschaft des Hahns als Zeichen der Erneuerung und Hoffnung betrachten. Sie ermutigt, die Lektionen aus dieser Geschichte zu reflektieren und die Kraft der Gemeinschaft und des Glaubens zu nutzen, um die Wunden der Seele zu heilen und ein erfülltes Leben zu führen.
 
Gesprochen von Lore Schmalzhaf

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Transkript

Gute Worte für dein Leben. Danke, dass Sie wieder eingeschaltet haben. Unser Thema lautet, nach mir gräht kein Hahn. Kennen Sie diese Aussage? Nach mir gräht kein Hahn. Ich denke ja. Ja, sicher kennen Sie manche Situation, in denen Sie sich so fühlen. Was ich mache, interessiert doch niemand. Wer fragt denn schon nach mir? Ach, wie tief diese Meinung in uns verhaftet ist. Dass alle anderen gesehen und gehört werden, nur ich nicht. Woher kommt das? Kann es sein, dass es in unserem Leben tatsächlich Erfahrungen gibt, bei denen wir nicht gesehen wurden, nicht gefragt wurden, nicht wahrgenommen wurden? Es betraf immer nur einen bestimmten Augenblick, aber genau in diesem Augenblick hat sich bei uns die Enttäuschung eingenistet und dies so fest, dass das nächste Übersehen gerade auf dem alten Boden des Übersehenwerdens in uns landete, so dass wir dann eben immer übersehen werden, immer nicht gefragt werden, immer im Regen stehen gelassen werden. Es kann zur lebenslangen Enttäuschung werden, wenn keine Unterbrechung hineinkommt. Und es kann uns zur Lebenslüge werden. Nach mir grät kein Hahn. Doch, würde Petrus sagen, wenn er jetzt hier wäre, das hat mich buchstäblich aufgeweckt. Ich war so voller Enttäuschung und voller Hoffnungslosigkeit. Dieser Jesus hat mich zum Leben gebracht. Und nun geht er diesen Weg des Sterbens. Und das, ohne sich zu wehren. Das kann ja nur heißen, dass wir mit ihm sterben. Uns hat er dabei nicht gefragt, ob wir das wollen oder nicht. So dachte ich, damals wenigstens. Bis, ja, bis der Hahn krähte, dort im Hof des Hohen Rates. Sie können das in allen Evangelium nachlesen. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Dieser Jesus fragt nach mir. Er fragt, ob ich auch diesen Weg, der nicht zu verstehen war, mit ihm gehen könnte. Jetzt war ich gefragt, nur einfach weil der Hahn krähte, gefragt, ob ich in dieser Stunde der Hoffnungslosigkeit daran glaube, dass dies alles das Zeichen der Hoffnung in sich trägt. Das ist zum Weinen, und ich weinte bitterlich. So würde Petrus erzählen, und das Weinen gab ihm die Klarheit darüber, dass es mit diesem Jesus noch nicht aufhören kann, sondern da noch etwas kommen muss, dass dieser Tod nicht das Letzte ist, sondern dass danach eigentlich das Leben erst beginnt. Nach mir grät kein Hahn. Doch, würde Petrus sagen, wenn er jetzt da wäre, der Hahn hat mich buchstäblich aufgeweckt und meine Enttäuschung, meine verletzte Seele wieder hoffnungsvoll gemacht. Vielleicht können Sie diese Andacht noch einmal durchbuchstabieren. Petrus kann uns helfen, dass vieles in uns heil werden kann. Seien Sie gesegnet, Ihre Lore Schmalzhaff.